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Umlaufender oder schwingender Greifer mit feststehendem Spulengehäuse für Doppelsteppstich-Schuhnähmaschinen.
Vorliegende Erfindung betrifft einen umlaufenden oder hin und her schwingenden Greifer mit feststehendem Spulengehäuse für Doppelsteppstich-Schuhnähmaschinen nach dem Patente Nr. 26702 und bezweckt, den Greifer und das Spulengehäuse derart auszubilden, dass die Fadenschleife ohne Reibung von der Nadel abgezogen hezw. mit möglichst geringer Reibung über
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Auf den beiliegenden Zeichnungen zeigt Fig. 1 einen umlaufenden Greifer während der Stichbildung in dem Augenblick, in welchem der Greifer in die von der Nadel getragene Fadenschleife eintritt. Fig. 2 zeigt den Greifer in dem Augenblick, in welchem die Fadenschleife von der Nadel abgenommen wird, Fig. 3 in dem Augenblick, in welchem die Fadenschleife über die Spule getragen wird.
Fig. 4 zeigt die vierte Stellung des Greifers in der Lage,
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Fig. 5 zeigt den letzten Schritt der Stichbildung. Fig. 6 ist ein Querschnitt nach der Linie --6'der Fig. 1, Fig. 7 ein Schnitt nach der Linie 7-7 der Fig. 2 und Fig.. S ein
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greifer in schaubildlicher Darstellung von der oberen bezw. der hinteren Seite gesehen. Fig. 11 bis 13 zeigen die nach vorliegender Erfindung getroffenen Neuerungen an einem
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flachen, zylindrischen Ausschnitt 16 eines am Maschinenkopf befestigten Tragblockes 15 gelagert. Die auf einer Welle 19 vorgesehene Scheibe 18 bildet die hintere Wand des
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Vorderfläche des Spulengehäuses 23 ist durch die in dem Halter 20 befindliche mittlere Öffnung 25 freigelassen.
Die innere Seite 26 des Halters 22 ist entsprechend der inneren Fläche des Spulengehäuses konisch ausgebildet und besitzt drei in verschiedenem Abstand voneinander angeordnete Ansätze 27, 28, 2. 9 (Fig. 14). Das Spulengehäuse 23 ruht auf diesen Ansätzen auf, jedoch nicht auf allen drei gleichzeitig, da es lose in dem Halter angeordnet ist und in demselben durch die Bewegung des Fadengreifers in weiter unten beschriebener Weise von der einen Seite auf die andere gelegt wird. Der unterste Ansatz : 27 bildet einen beständigen Auflagepunkt für das Spulengehäuse.
Die beiden anderen Ansätze 28 und 29 sind jedoch lediglich Anschläge, welche die Bewegung des Gehäuses an der Seite abwechselnd aufhalten, so dass das Spulengehäuse zuerst auf dem einen und dann auf dem anderen Anschlag zu ruhen kommt. Die Ansätze 28 und 29 sind nicht in gleichem Abstand von dem unteren Ansatz 27 angeordnet, sondern, wie in Fig.
12 und 13 gezeigt, ist der Ansatz 2, 9 an der rechten oder Anflaufseite des Greifers etwa um einen einem Winkel von 900 entsprechendon Abstand von dem Ansatz 27 angeordnet, während der andere
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der Faden leicht darüber weggleitet und zwischen dem Spulengehäuse und dem Rahmen desselben austreten kann.
Die Scheibe 18 trägt in ihrer Mitte eine Nabe 32 (Fig. 6 bis 8), durch welche die
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! angen Traghüise M, weiche in dem Lager 35 am Maschinenkopf gelagert ist. Das äussere Ende der Wolle 19 ist mit Schraubengewinde 37 versehen, auf welches in geeigneter Weise feststellbare Schraubenmuttern 36 aufgesetzt werden können. Die Schnecke 33 und die Scheibe J ! S des Greifers werden in ihrer relativen Lage ebenfalls vorteilhaft durch geeignete Mittel, beispielsweise durch Kupplungszapfen 3S (Fig. 10) miteinander verbunden. In die Schnecke 33 greift ein Schneckenrad 39, dessen Welle 40 im rechten Winkel zu
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erforderlichen Bewegungen für den Fadengroifer J7 mitgeteilt werden.
Der Greifer 17 besitzt eine gabelförmige, nach vorn gerichtete Nase mit den beiden Zinken 41 und 42, von denen die Zinke- der eigentlich arbeitende Teil ist, welcher dazu dient, die Fadenschleife von der Nadel zu entfernen und sie um die Spule zu tragen.
Die zweite untere Zinke 42 der Nase ist etwas kürzer als die Zinke 41 und mit dem vorderen Ende etwas nach auswärts gerichtet (Fig. 9 und 10), so dass sie sicher hinter bezw. unter den unteren Schenkel der Fadenschleife tritt, um denselben durch den Schlitz 43 zwischen
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und 42 besitzt der Greifer 17 einen verdünnten Halsteil 44 und die obere Zinke 4Z der Nase des Greifers besitzt an ihrer hinteren Fläche eine der Länge nach gerichtete, bogenförmige Nut 45, deren Tiefe von dem vorderen Ende 46 nach hinten zu einer genügenden Tiefe zunimmt, um das Hakenende der Nadel vollkommen aufnehmen zu können.
Diese Nut wirkt infolge der auf den Fadengreifcr und die Nadel übertragenen Bewegungen derart mit der Nadel zusammen, dass die Nadel die Fadenschleife von dem Haken der Nadel
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Die vordere Seite der Scheibe 18 des Greifers ist zur Bildung eines Einschnittes 47 mit konischen Seiten ausgespart. Der Einschnitt entspricht der Gestalt des Spulengehäuses, welches lose in denselben hineinpasst und nur an einer Stelle bei 48 aufzuliegen kommt, wo unmittelbar vor der Spitze der oberen Zinke 41 der Nase des Greifers ein schwach
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beständig in eine Lage zu schieben, welche am weitesten von der Spitze des Greifers entfernt ist, und zu bewirken, dass die drei Ansätze 27, 28 und 29 derart mit diesem
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links und dann nach rochts übergekippt wird.
Vor dem Ansatz 48 ist eine nach auswärts gerichtete Rippe oder ein Flansch 49 vorgesehen, welcher eine Beschädigung der Fadenschleife beim Zuziehen durch den Haken der Nadel verhindert.
Die Arbeitsweise des Greifers ist folgende : Das in seinem Rahmen gelagerte Spulengehäuse ruht lose am unteren Ansatz 27, in welcher Stellung dasselbe etwas unterhalb der Achse des drehbaren Greifers liegt. Wenn nun der Greifer, welcher sich, wie durch Pfeile angedeutet, in einem dem Sinne des Uhrzeigers entgegengesetzten Sinne dreht, in der in Fig. 1 gezeigten Lage befindet, bei welcher die Nadel die höchste Stellung ihren Hubes erreicht und eine Fadenschleife 50 durch das Werkstück 51 gebracht hat, dann befindet sich die Spitzo du'oberen Zinke 41 des Greifers in einer Lage, dass dieselbe zwischen die beiden Schenkel der Schleife in der in Fig. 1 gezeigten Lage eintritt.
Bei der weiteren Un'hung des Greifers tritt die untere Zinke 42 des Greifers hinter bezw. unter beide Sclenkssl dpr Schleife und veranlasst, dass der hintere Schenkel in den Schlitz 43 hineinbewegt wird. Hat der Greifer die in Fig. 2 gezeigte Lage erreicht, dann hört seine Bewegung für einen Augenlick auf ; während dieser Ruhepause macht die Nadel eine kur/t'Vorwärtsbewegung und tritt in die Nut 45 ein. Diese Vorwärtsbewegung der Nadel ist genügend, die Fadenschleife vollkommen von ihr zu entfernen und die Schleife von dem Haken der Nadel auf die Zinke 41 des Hakens abziehen zu lassen.
Nach Vollendung diescr Abziehbewegung, welche nur einen Augenblick beansprucht, bewegt sich der Greifer wieder vorwärts und trägt die Schleife in der in Fig. 3 angedeuteten Weise um die Spute bt-zw. um das Spulengehäuse. Es ist hiebei zu beachten, dass der Faden, wenn der Greifer die in der Fig. 2 gezeigte Stellung erreicht hat, der Vorsprung 48 desselben das Spulen-
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und dem Spulengehäuse hindruchtreten kann, ohne den ersten zu berühren. Sobald indessen der Greifer die in Fig.
3 gezeigte Lage erreicht hat, stösst der Vorsprung 48 von der
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anderen Seite gegen das Spulengehäuse und wirft dasselbe zurück, so dass es wieder gegenden Anschlag 28, zu liegen kommt und der Faden nunmehr auch an dem Anschlag 29 ohne Reibung vorbeigehen kann. Bei weiterer Umdrehung des Fadengreifers wird die Schleife, wie in Fig. 4 gezeigt ist, abgezogen und dann unmittelbar durch die Aufnehmevorrichtung aufgenommen ; während dieser Arbeitsphase bedeckt die Rippe 49 die Nadelspitze in der oben angegebenen Weise.
Der Faden wird auf diese Weise vollkommen um die Spule getragen, ohne zwischen der letzteren und den sie unterstützenden Teilen einer Reibung unterworfen zu sein, ausgenommen an einer Stelle, und zwar an dem unteren Anschlag 27, von welchem das Spulengehäuse getragen wird.
Es ist ersichtlich, dass die Bewegung des Fadengreifers in allen mit Ausnahme von zwei Lagen, d. i. in der in Fig. 4 und 5 und der in Fig. 2 gezeigten Lage eine beständige und gleichmässige ist. In der ersten, in Fig. 4 und 5 gezeigten Lage wird die Bewegung
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des Fadens vom Greifer und für die Vorwärtsbewegung der Nadel durch das Arbeitsstück zur Bildung der Fadenschleife zu gewähren. In der zweiten Stellung wird die Bewegung angehalten, um zu gestatten, dass die von der Nadel getragene Schleife abgezogen wird, ohne dass der Faden gegen die Kante des Nadelhakens reibt.
Das zeitweise Anhalten des Fadengreifers ist für die Geschwindigkeit der Bewegung verhältnismässig unwesentlich ; anders ist dies bei einem hin und her gebenden Greifer, da bei einem solchen die Bewegung nicht allein an einer Stelle angehalten werden, sondern während eines Hin-und Rückganges zweimal umgekehrt werden muss und die Umkehrbewegung so schwerer Teile verhältnismässig viel Zeit erfordert. Der umlaufende Greifer, welcher nur für kurze Zeit in seiner Bewegung aufgehalten wird, gestattet also eine bedeutend grössere Arbeitsgeschwindigkeit, als der hin und her gehende Greifer, so dass etwa 600 bis 800 Stiche in der Minute gebildet werden können.
Die vorbeschriebene Einrichtung zur möglichst reibungslosen Führung der Nadelfadenschlinge über das Spulengelläuse kann übrigens auch bei dem in dem Patente Nr. 26702 dargestellten und beschriebenen hin und her gehenden Greifer zur Anwendung kommen. Dieser in Fig. 11 dargestellte Greifer 52 besteht aus einer nach vorn gerichteten Spitze 53 mit einer hinter der Spitze umgebogenen Nase 54 und einem mit einem Schlitz versehenen Schwanzstück 55. An der hinteren Fläche des Greifers ist weiterhin eine Nut 56 vorgesehen, in welche die Nadel beim Abziehen des Fadens von derselben eintritt.
Nach vorliegender Erfindung ist nun unmittelbar hinter der Nase 54 ein dreieckiger Nocken 57 vorgesehen, welcher, wie in Fig. 12 und 13 gezeigt, über die Nase 54 genügend weit vor-
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anderen Seite derart umzulegen, dass dieselbe zuerst gegen den Ansatz 29 des Halters 22 und dann gegen den Ansatz 28 desselben anliegt, entsprechend dem Durchgang des Garns zwischen Ansätzen und Spulengehäuse. Die von dem Spulengel) äuse hiel) ei eingenommenen exzentrischen Lagen sind in den Fig. 1 und 13 gezeigt. Die Mitte des Spulengehäuses muss selbstverständlich für gewöhntich genügend weit unter der Achse des Greifers liegen, um zu gestatten, dass der Nocken 57 über den Kopf des Spulengehäuses weggeht.
Es ist noch hiebei zu bemerken, dass die bei dem umlaufenden Greifer mögliche reibungslose Führung des Fadens bei dem oszillierenden Greifer durch den Ansatz 57 beeinträchtigt wird, da der Faden zwischen dem Ansatz 57 und dem an demselben anliegenden Spulen- gehäuse (Fig. 13) hindurchgezogen werden muss.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Umlaufender Greifer mit feststehendem Spulengehäuse für Doppelsteppstich-Schuhnähmaschinen nach dem Patente Ni. 2 () 702, dadurch gekennzeichnet, dass derselbe mit mner schnabelförmigen Spitze versehen ist, welche durch einen verdünnten Halsteil an
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