AT262513B - Verfahren zur Herstellung neuer Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Verbindungen

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AT262513B
AT262513B AT150566A AT150566A AT262513B AT 262513 B AT262513 B AT 262513B AT 150566 A AT150566 A AT 150566A AT 150566 A AT150566 A AT 150566A AT 262513 B AT262513 B AT 262513B
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glucoside
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Sandoz Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung neuer Verbindungen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer Verbindungen der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 worin einer der beiden Substituenten Rl und   R   ein Wasserstoffatom, der andere eine Hydroxylgruppe bedeutet und    Ra   für ein Wasserstoffatom oder einen   1 - 4   C-Atome enthaltenden Alkylrest und R4 für einen 1 - 4 C-Atome enthaltenden Alkylrest steht.

   Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man aus Verbindungen der allgemeinen Formel I, worin einer der beiden Substituenten Rl   und R   ein Wasserstoffatom, der andere einen Glucosidorest bedeutet und R, und   R4   obige Bedeutung haben, den Glucosylrest mittels einer wässerigen, gepufferten Lösung mit   ss-Glucosidasen,   oder, wenn Rl einen Glu- 
 EMI1.2 
 Glucosidorest und der andere für ein Wasserstoffatom steht, können aus Verbindungen der allgemeinen Formel 
 EMI1.3 
 

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 worin   R   bzw. R6 für einen Glucosidorest steht und Rs die obige Bedeutung hat, durch Reaktion mit Verbindungen der allgemeinen Formel 
 EMI2.1 
 i bei der Lactonring selektiv geöffnet, der Glucosidorest in Stellung 1 bzw. 8 jedoch nicht abgespalten wird.

   Zum Beispiel können auf diese Weise aus Podophyllotoxinglucosid Glucosylpodophyllinsäureme- thylester, aus ss-Peltatinglucosid Glucosyl-ss-peltatinsäuremethylester, aus 4'-Demethylpodophyllotoxin- glucosid Glucosyl-4'-demethylprodophylinsäuremethylester und aus a-Peltatinglucosid   Glucosyl-fx-pel-   tatinsäuremethylester hergestellt werden. Wendet man diese säurekatalysierte Alkoholyse auf Verbin- ) dungen der allgemeinen Formel 11, worin Rs für einen Glucosidorest steht, an, so wird sowohl der
Lactonring geöffnet, wie auch der Glucosylrest abgespaltet.

   So wird beispielsweise   a-Peltatin-/3 -D-glu-   cosid durch Kochen mit Methanol unter Zusatz von Perchlorsäure in ein Gemisch von   a-Peltatin   und   ci-Peltatinsäuremethylester   im Verhältnis von zirka   1 : 1   übergeführt, das durch Chromatographie an
Silicagel aufgetrennt werden kann. 



   Die erfindungsgemässe enzymatischeAbspaltung desGlucosylrestes aus Stellung 1 oder 8 in wässe- riger gepufferter Lösung mit ss-Glucosidasen (Emulsion) kann zweckmässigerweise bei einer Temperatur zwischen 35 und   370C   vorgenommen werden. Die Reaktionslösung wird hierauf mit einem organischen
Lösungsmittel extrahiert, das Lösungsmittel abgedampft und der Rückstand auf an sich bekannte Weise durch Chromatographie gereinigt. Die erfindungsgemässe hydrolytische Abspaltung des Glucosylrestes aus Verbindungen der allgemeinen Formel I, worin R einen Glucosidorest und   R   Wasserstoff bedeutet, mittels einer carbonsauren Lösung kann auf an sich bekannte Weise vorgenommen werden, z. B. durch
Erwärmen in essigsaurer Lösung auf   50 - 800C   während mehrerer Stunden. 



   Die erfindungsgemäss hergestellten neuen Verbindungen haben eine ausgeprägte selektive Hemm- wirkung auf die Teilungsvorgänge des Zellkernes. Sie wurden in vitro an der Mastocytomzellkultur und an der Fibroblastenkultur geprüft. 



   In den nachfolgenden Beispielen, welche die Ausführung des Verfahrens erläutern, den Umfang der
Erfindung aber in keiner Weise einschränken sollen, erfolgen alle Temperaturangaben in Celsiusgraden. 



   Die Schmelzpunkte sind auf dem   Kofler-Block   bestimmt und unkorrigiert. 



    Beispiel l : ss-Peltatinsäuremethylester.    



   3   g ss -Peltatinglucosid   werden in 100 ml Methanol gelöst und nach Zusatz von 1 g wasserfreiem
Zinkchlorid 15   h unter Rückfluss   erwärmt. Dann wird die Reaktionslösung im Vakuum auf zirka 10 ml eingeengt, mit 150 ml Essigester versetzt und zweimal mit je. 50   ml   Wasser gewaschen. Die Wasch- wasser werden noch zweimal mit je 150 ml Essigester nachextrahiert und die vereinigten organischen
Phasen nach Trocknung über Natriumsulfat im Vakuum eingedampft. Das so erhaltene Gemisch von ss-Petatinglucosid und Glucosyl-ss-peltatinsäuremethylester wird in 50 ml   20% figer   Essigsäure gelöst und
5 h bei   50 - 900C   hydrolysiert. Nach Eindampfen im Vakuum erhält man ein Gemisch von Hydrolyse- produkten, das man zur Auftrennung an Kieselgel chromatographiert.

   Benzol-Chloroform-Gemische eluieren zuerst   ss-Peltatin.   Die Elution mit reinem Chloroform und Chloroform + 1% Methanol liefert ss-Peltatinsäuremethylester. Der Ester wird aus Isopropanol-Äther-Pentan in farblosen Kristallen vom
Smp.   176 - 1790C   erhalten. 
 EMI2.2 
   = -176, 10Beispiel 2 : Podophyllinsäuremethylester.    



   566 mg Glucosylpodophyllinsäuremethylester werden in 15 ml Wasser und 5 ml Acetatpuffer (PH 5) gelöst und nach Zusatz von 5 ml Schneckenferment   (H epatopankreassaft   der Weinbergschnecke, Helix pomatia) 21 h bei   35 - 370C   fermentiert. Dann werden nochmals 2 ml Ferment zugesetzt und weitere 24 h reagieren gelassen. Die so erhaltene Lösung wird fünfmal mit je 30 ml Chloroform extrahiert und die Chloroformphasen nach Trocknung über Natriumsulfat im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird   an Kieselgel chromatographiert. MitChloroform werden   zuerst geringe Mengen Verunreinigungen eluiert, dann wird mit Chloroform   +1-5%   Methanolgehalt der reine Podophyllinsäuremethylester eluiert.

   Der Ester kristallisiert   aus Methanol-Äther-Pentan,   Methanol-Äther oder aus Isopropanol zu flachen Quadern vom Smp.   166 - 169 C, [&alpha;]D20 = -199,1  (in Chloroform).   



   Das Ausgangsprodukt wird auf folgendem Weg hergestellt :
6 g Podophyllotoxinglucosid werden in 100 ml Methanol gelöst und nach Zusatz von 2 g wasserfreiem Zinkchlorid 15 h unter Rückfluss gekocht. Dann engt man im Vakuum auf zirka 20 ml ein, verdünnt mit 200 ml Essigester und wäscht einmal mit 75 ml und anschliessend noch mit 25 ml Wasser nach. Die 

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 Waschwasser werden noch zweimal mit je 250 ml Essigester nachextrahiert.

   Die vereinigten Essigesterphasen ergeben nach Trocknung über Natriumsulfat und Eindampfen im Vakuum einen gelblichen Schaum, bestehend aus Podophyllotoxinglycosid und   Glucosylpodophyllinsäuremethylester.   Chromatographie dieses Gemisches an Kieselgel ergibt bei der Eluierung mit Chloroformmethanol   9 : 1, wassergesättigt.   zuerst Podophyllotoxinglucosid und dann reinen, amorphen Glucosylpodophyllinsäuremethylester vom 
 EMI3.1 
   - 1300, [a]PATENTANSPRÜCHE :    1.

   Verfahren zur Herstellung neuer Verbindungen der allgemeinen Formel 
 EMI3.2 
 worin einer der beiden Substituenten   R,   und   R   ein Wasserstoffatom, der andere eine Hydroxylgruppe bedeutet und   Rg   für ein Wasserstoffatom oder einen   1 - 4   C-Atome enthaltenden Alkylrest und   R   für einen 1-4 C-Atome enthaltenden Alkylrest steht, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass man aus 
 EMI3.3 
 cosidorest und R, ein Wasserstoffatom bedeutet, mittels einer carbonsauren Lösung abspaltet.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Glucosylpodophyllin- säuremethylester mit Schneckenferment hydrolysiert. EMI3.4
AT150566A 1964-02-10 1964-03-31 Verfahren zur Herstellung neuer Verbindungen AT262513B (de)

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CH154664A CH464955A (de) 1963-03-29 1964-02-10 Verfahren zur Herstellung von neuen Verbindungen aus der Lignan-Reihe

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