AT261394B - Verschlußauslösevorrichtung für photographische Kameras - Google Patents

Verschlußauslösevorrichtung für photographische Kameras

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AT261394B
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shutter
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Voigtlaender Ag
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Description


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    Verschlussauslösevorrichtung   für photographische Kameras 
Die Erfindung betrifft Verschlussauslösevorrichtungen für photographische Kameras. 



   Die Betätigungshandhaben dieser Vorrichtungen müssen zur Herbeiführung des Verschlussauslösevorganges zunächst entgegen einer Rückführfederkraft eine gewisse Strecke bewegt werden, ehe schliesslich die Verschlussauslösung erfolgt. Wenn innerhalb dieses Verstellweges noch andere als der Verschlussauslösung dienende   verschluss- und/oder kameraseitige Ver5tellungen   durch das Bewegen des Auslösegetriebes erfolgen, ist ein entsprechend grösserer als der an sich zur Betätigung des Auslösers nötige Kraftaufwand erforderlich, der sich gegebenenfalls bis zur eigentlichen Verschlussauslösung steigert. Insbesondere ist das bei sogenannten Selbstspannverschlüssen der Fall.

   Bei diesen erfolgt das Spannen und das Auslösen durch die Betätigung ein und desselben Stellen" der während des ersten Teiles seiner   Betäti -   gungsbewegung die den Verschluss antreibende Federanordnung spannt und im letzten Teil seiner Bewegung die Auslösung des nun gespannten Verschlusses bewirkt. 



   Die Betätigungskraft für die mit diesem Steller verbundene Handhabe, die somit zugleich Spannund Auslösehandhabe ist, steigert sich also bis zum Auslösepunkt und fällt dann jäh ab. Es besteht dann gerade zum Zeitpunkt des Verschlussablaufes die Gefahr einer ruckartigen Weiterbewegung der Handhabe bis zu deren hartem Endanschlag, deren Folgen eine Erschütterung der Kamera und somit eine unscharfe photographische Aufnahme sind. Durch die Erfindung wird hiefür Abhilfe geschaffen. 



   Die erfindungsgemässe Verschlussauslösevorrichtung für photographische Kameras ist gekennzeichnet durch einen Stossdämpfer, der ortsfest derart in den Stellweg eines bei der   Auslösebetätigung   der Handhabe bewegten Getriebeteiles hineinragend angeordnet ist, dass er seine Dämpfung an derjenigen Stelle entwickelt, die dieser Getriebeteil unmittelbar nach erfolgter Verschlussauslösung einnimmt. Während eine übliche Verschlussauslösehandhabe also über den Auslösepunkt hinweg praktisch unbehindert ruckartig bis zu ihrem harten Endanschlag weiterbewegt werden kann, erfolgt bei der erfindungsgemässen Vorrichtung nach dem Auslösen eine elastische Bremsung der weiter in Richtung auf ihren Endanschlag hin bewegten Auslösehandhabe. Das Auftreffen auf einen harten Endanschlag und die dadurch mögliche Erschütterung der Kameras sind also vermieden. 



   Als Stossdämpfer kann man zusätzlich zur an sich vorhandenen bekannten Rückführfeder einen Federkörper mit entgegen der Betätigungskraft gerichteter Federkraft anbringen, der zweckmässigerweise ein Druckfederkörper ist. Besonders vorteilhaft ist es, als Stossdämpfer einen vorzugsweise aus Zellkautschuk bestehenden kompakten Puffer zu verwenden, weil bei einem solchen, im Unterschied zu üblich gewundenen metallischen Druckfedern, innerhalb eines relativ kurzen Zusammendrückweges die Widerstandskraft von geringem zu sehr hohem Wert ansteigt. Ein solcher Puffer ist vorteilhafterweise so angeordnet bzw. bemessen, dass er dem mit ihm zusammenarbeitenden Teil der Auslösevorrichtung in deren Ruhestellung mit Luftabstand gegenübersteht.

   Die Auslösevorrichtung kommt also erst während ihrer Betätigungsbewegung mit dem Puffer in Berührung, so dass also nicht von Anfang an schon ein Kraftaufwand für das Zusammendrücken des Puffers aufzuwenden ist. 

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   Die Erfindung wird nachfolgend an Hand zweier Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen :
Fig. 1 in Vorderansicht einen Teil einer photographischen Kamera, teilweise aufgebrochen dargestellt. mit in Ruhelage befindlichem   Verschlussauslöser ;   Fig. 2 die Kamera nach Fig. 1 mit in Auslösestellung befindlichem Verschlussauslöser ; Fig. 3 als zweites Ausführungsbeispiel in Vorderansicht eine ebenfalls nur teilweise dargestellte Kamera mit einer an der Kameravorderwand angeordneten   Auslösetaste ;   Fig. 4 eine Seitenansicht längs der Schnittlinie IV-IV der Fig. 3 mit in Ruhestellung befindlichem Auslö- ser ; Fig. 5 in der der Fig. 4 entsprechenden Darstellungsart den Auslöser in Auslösestellung. 



   Die im Beispiel nach den Fig. 1 und 2 nur teilweise dargestellte photographische Kamera ist mit
1 bezeichnet. An ihrer Vorderwand ist ein sogenannter Selbstspannverschluss 2 befestigt, aus dessen 'der Kamera zugekehrter Rückwand eine Welle 3 heraussteht, auf der ein Ritzel 4 befestigt ist. 



   Letzteres kämmt mit einer Zahnleiste 5, die an einer Auslösestange 6 befestigt ist, Eine Zugfe- der 7, die einen Endes in die Zahnleiste 5 eingehängt ist und andern Endes kamerafest angreift, ist bestrebt, die Auslösestange 6 in der in Fig. 1 dargestellten Ruhelage zu halten, in der die der
Hand zugängliche Auslösetaste 8 aus der Oberseite der Kamerakappe 9 herausragt. Im Bewe- gungsbereich des Endstückes 10   der Auslösestange   6 ist in einer Einsenkung des Kamerabodens 11 ein aus elastischem Material bestehender Puffer 12 z. B. durch Klebung so befestigt, dass er sich bei in Ruhelage befindlicher Auslösestange 6 in völliger oder nahezu völliger Entspannstellung befindet. 



   In Fig. 1 ist durch den dargestellten Luftabstand zwischen   dem Endstück   10 und dem Puffer 12 die völlige Entspannstellung des Puffers 12 dargestellt. Wie gesagt, können aber auch die Teile so zueinander angeordnet sein, dass in dieser Stellung das Endstück 10 am Puffer 12 anliegt und diesen bereits leicht zusammendrückt. 



   Durch Fingerdruck auf die Auslösetaste 8 wird die Stange 6 entgegen der Kraft der Zugfeder 7 verschoben und gleichzeitig die Welle 3 entgegen dem Uhrzeigersinne gedreht. Während des ersten Teiles dieser Drehbewegung erfolgt auch das Spannen der. schliesslich die Verschlusssektoren zum Belichtungsvorgang antreibenden   verschlussseitigen   Federanordnung. Der zum Bewegen der Auslösetaste 8 erforderliche Kraftaufwand steigert sich dabei also zunächst bis zu derjenigen Stelle, an der die verschlussseitige Federanordnung voll gespannt ist und fällt dann, wenn bei der Weiterbewegung die   Verschlusssektoren   zum Ablauf freigegeben werden, jäh ab.

   Dadurch besteht die Gefahr, dass gerade zum Zeitpunkt des   Verschlussablaufes,   zu dem eine ruhige Haltung der Kamera besonders wichtig ist, die Kamera unbeabsichtigt ruckartig bewegt werden kann und eine sogenannte verrissene photographische Aufnahme entsteht. 



   Dieser Mangel wird durch den als Stossdämpfer wirksamen, elastischen Puffer 12 behoben, denn dieser ist, wie aus Fig. 2 ersichtlich, zum dargestellten Zeitpunkt des Verschlussablaufes so weit zusammengedrückt, dass er dem Weiterbewegen der Stange 6 eine relativ hohe und schnell ansteigende Widerstandskraft entgegensetzt. Für den Benutzer wird also beim Betätigen der Auslösetaste 8 die oben schon erwähnte Stelle des jähen Kraftaufwandabfalles nicht mehr derart deutlich spürbar, dass ein ruckartiges Bewegen der Kamera daraus resultieren könnte.

   Der aus elastischem Material bestehende Puffer 12 eignet sich als Stossdämpfer für das Abfangen des jähen Kraftaufwandabfalles deswegen besonders gut, weil bei ihm innerhalb eines relativ kurzen Zusammendrückweges die Widerstandskraft von geringem zu sehr hohem Wert ansteigt. Üblich gewundene Druck- oder Zugfedern haben diese besondere Eigenart nicht, und sie sind deswegen für den zur Rede stehenden Zweck, auch aus Platzgründen, nicht so gut geeignet. 



   Der formmässig sehr einfach gestaltete Puffer 12 besteht vorteilhafterweise aus Zellkautschuk, Es ist ohne Schwierigkeiten   möglich, jhm   Abmessungen zu geben, die seine optimale Funktion   gewähr-   leisten. 



   Im Beispiel nach den Fig. 3-5 ist an der dargestellten Kamera la ebenfalls ein   sogenann-   ter Selbstspannverschluss 2a mit aus ihm herausstehender Welle 3a und auf dieser befestigtem Ritzel 4a angebracht. Mit dem Ritzel 4a kämmt die Zahnung eines im Kameragehäuse gelagerten Auslöseschiebers 13, den eine Zugfeder 14 in der in Fig. 3 dargestellten Ruhelage hält. Ein vom Schieber 13 abgewinkelter Lappen 15 ragt aus der Vorderwand des Kameragehäuses heraus. An diesem Lappen 15 ist mittels einer Schraube 16 eine Auslösetaste 17 befestigt. In den Innenhohlraum dieser Taste 17 ragt ein kamerafest angebrachter Lappen 18 hinein. Bei einer Verschlussauslösung mittels Drahtauslöser, der im Anschlussgewinde 19 (Fig. 4 und 5) der Auslösetaste 17 zu befestigen ist, bildet dieser Lappen 18 die Anlagefläche für den Drahtauslöserstössel. 



   Auch bei dieser Kamera la besteht die Gefahr eines Verreissens, wenn während der in Richtung 

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 des Pfeiles 20 (Fig. 4) verlaufenden Betätigungsbewegung der Auslösetaste 17 die volle Spannung der verschlussseitigen Federanordnung erreicht ist und bei der Auslösung des Verschlusses der Betätigungskraftaufwand plötzlich stark abfällt. Dem Abfangen dieser sonst möglichen ruckartigen Bewegung der Auslösetaste 17   dient auch hier ein Stossdämpfer in Form eines Puffel1   21 aus elastischem Material, vorzugsweise Zellkautschuk, der in diesem Falle in den Innenhohlraum der   Auslösetaste   17 eingebracht ist. Der Puffer 21 liegt einen Endes auf dem Lappen 18 und kann dort   z. B.   durch Kleben befestigt sein.

   Das andere Ende ragt in den Bewegungsbereich der Schraube 16, die in der in Fig. 5 dargestellten Auslöselage der Taste 17 den Puffer 21 so weit zusammengedrückt hat, dass er einem Weiterbewegen der Taste 17 bereits einen relativ grossen Widerstand entgegensetzt und somit deren ruckartige Weiterbewegung verhindert. 



   Die praktische Anwendung der beschriebenen Stossdämpferanordnung ist nicht nur auf das   Zusam-   menwirken mit den beispielsgemässen sogenannten Selbstspannverschlüssen beschränkt, sondern solche Puffer können überall dort angewendet werden, wo sonst die Gefahr des Verreissens durch ein   plötzliL   ches Abfallen der Betätigungskraft für den Verschlussauslöser besteht. Das ist besonders   der ssallbei dem-   jenigen   Verschlussauslösevorrichtungen,   bei deren Betätigung nicht nur der Verschluss zum Ablauf freigegeben wird, sondern zugleich noch andere Schaltvorrichtungen der Kamera betätigt werden.   z. B.   solche für die Belichtungsmessung oder die Belichtungswerteinstellung, oder diejenigen einer einäugigen Spiegelreflexkamera. 



   Die erläuterte Stossdämpferanordnung kann ohne weiteres auch an   denjenigen Auslösevorrichtuqgen   angewendet werden, die eine Auslösehandhabe in Form einer schwenkbaren Taste haben. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verschlussauslösevorrichtung für photographische Kameras, gekennzeichnet, durch einen Stossdämpfer (12,21), der ortsfest derart in den Stellweg eines bei der Auslösebetätigung der Handhabe   (8 ;   17) bewegten Getriebeteiles   (10 ;   16) hineinragend angeordnet ist, dass er seine Dämpfung an derjenigen Stelle entwickelt, die dieser Getriebeteil   (10 ;   16) unmittelbar nach erfolgter Verschlussauslösung einnimmt.

Claims (1)

  1. 2. Verschlussauslösevorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet, durch einen Stossdämpfer in Form eines kompakten, vorzugsweise aus Zellkautschuk bestehenden Puffers (12 ; 21).
    3. Verschlussauslösevorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine solche Anordnung bzw. Bemessung des Puffers (12 ; 21) gegenüber dem mit ihm zusammenarbeitenden Teil (10 ; 16) der Auslösevorrichtung, dass dieser und der Puffer (12, 21) in der Ruhestellung der Auslösevorrichtung mit Luftabstand einander gegenüberstehen. EMI3.1 fer (21) einen Endes an einem in den Innenhohlraum der Auslösetaste (17) hineinragenden gehäusefesten Lappen (18) od. dgl. anliegt und mit seinem andern Ende in den Bewegungsbereich einer die Auslöseta- ste (17) mit einem Auslöseschieber od. dgl. verbindenden Schraube (16) od. dgl. ragend angeordnet ist.
AT914865A 1965-09-18 1965-10-11 Verschlußauslösevorrichtung für photographische Kameras AT261394B (de)

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DE1965V0018033 DE1927496U (de) 1965-09-18 1965-09-18 Verschlussausloesevorrichtung fuer photographische kameras.

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AT914865A AT261394B (de) 1965-09-18 1965-10-11 Verschlußauslösevorrichtung für photographische Kameras

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DE3032976A1 (de) * 1980-09-02 1982-04-15 Balda-Werke Photographische Geräte und Kunststoff GmbH & Co KG, 4980 Bünde Vorrichtung zum spannen und ausloesen eines kameraverschlusses

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DE1927496U (de) 1965-11-18

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