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Rotierender Schleifkörper, vornehmlich zum Schleifen profilierter Werkstücke aus Holz
Die Erfindung betrifft einen rotierenden Schleifkörper vornehmlich zum Schleifen profilierter Werkstücke aus Holz, wie z. B. von Möbelteilen, welcher aus einem auf der Antriebswelle festsitzenden Nabenkörper und einem auf letzterem sitzenden, im Querschnittsprofil vorzugsweise rechteckigen oder quadratischen ringförmigen Hohlkörper aus gummielastischem Material besteht, welch letzterer in seinem Hohlraum eine Luft- oder Gasfüllung mit entsprechendem Druck aufweist und auf seiner zylindri- schen Mantelfläche ein Schleifband trägt.
Bei den bekannten Schleifkörpern dieser Art wird vornehmlich ein, die normale Atmosphäre wesentlich übersteigender Innendruck im zylindrischen Hohlkörper vorgesehen, damit das seine Mantelfläche umspannende Schleifband gespannt erhalten und mit entsprechenden Anpressdruck auf die zu schleifende Fläche eines Werkstückes aufgedrückt werden kann.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, in der Querschnittsform profilierte Werkstücke aus Holz, z. B. Möbelteile, in ihrer Längsrichtung vornehmlich in der Richtung der Holzfaser mit einem sehr schmiegsamen rotierenden Schleifkörper formgetreu zu schleifen und dabei eine sehr lange Standzeit des Schleifmaterials zu erreichen.
Gemäss der Erfindung wird eine solche Aufgabe dadurch verwirklicht, dass der eine seine Querschnittsform haltende, ungefähr dem Druck der normalen Atmosphäre entsprechende Luft- oder Gasfüllung aufweisende elastische Hohlkörper an mehreren, in Umfangsrichtung in Abständen verteilten Stellen seiner zylindrischen Mantelfläche, jedoch quer zum Umfang über den Hohlkörper gelegte und am Nabenkörper mit den Enden lösbar befestigte, zugfeste Haltebänder besitzt, die sowohl den ringförmigen Hohlkörper alb auch das, auf seiner zylindrischen Mantelfläche sitzende Schleifband gegen Verschieben in Axialrichtung sichern und die gleiche Schmiegungsfähigkeit wie die Hohlkörperwandung aufweisen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Halteschlaufen an der Unterseite des endlosen Schleifbandes befestigt und mit ihren Enden in Schlitzen od. dgl. von Bordscheiben befestigbar, welche am Nabenkörper zu beiden Seiten des Hohlkörpers zur Abstützung seiner Seitenwände angebracht sind.
In den Zeichnungen ist der erfindungsgemäss ausgebildete Schleifkörper in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt.
Fig. l zeigt eine teilweise Seitenansicht und Fig. 2 einen Querschnitt. Die Fig. 3 und 4 zeigen den Schleifkörper im Querschnitt beim Überschleifen eines ansteigenden Flächenteiles eines flachen Werk- stückes bzw. eines runden Flächenteiles eines im Querschnitt elliptischen Werkstückes.
Der erfindungsgemäss ausgebildete Schleifkörper besitzt einen auf eine Welle aufsteckbaren Nabenkörper 1 mit zylindrischer Umfangsfläche 2, auf welcher ein Luftreifen 3 mit z. B. recht- eckigem Querschnitt sitzt, der aus einem weichen Kunststoffmaterial oder Gummi gebildet ist und an einer Stelle seiner Sitzfläche ein Mundstück 4 zur Aufnahme des Endes eines den Nabenkörper 1
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durchsetzenden Luftleitungsrohres 5 aufweist. Das Luftleitrohr 5 ist mit einem selbstschliessenden
Radventil 6 verschlossen und am ventilseitigen Ende frei zugänglich, so dass der Luftreifen 3 je- derzeit eine Luftfüllung erhalten kann, deren Druckbereich vorteilhaft zwischen 0, 04-0, 15at liegt.
Der Luftreifen wird in seiner rechteckigen Querschnittsform einerseits durch seine eigene Form- steifheit, anderseits durch Halteschlaufen 7 erhalten, die quer über den Luftreifen'3 liegen und in Abständen über den Luftstreifenumfang verteilt angeordnet und mit ihren Enden an dem Nabenkör- per 1 befestigt sind. Zum Beispiel sind die Halteschlaufen 7 mit ihrem einen Ende an einem
Ring 8 befestigt, der an einer stirnseitig am Nabenkörper 1 befestigten Bordscheibe 9 anliegt und von den Randwülsten 11 mehrerer im Kreis aus der Bordscheibe ausgestanzten Schlitzen 10 zentrisch zur Nabenwelle gehalten wird. Die Halteschlaufen 7 werden durch die Schlitze 10 der Bordscheibe 9 gezogen, dann quer über den Luftreifen 7 gelegt und mit ihrem andern Ende durch Schlitze 12 einer auf der andern Nabenstimfläche anliegenden Bordscheibe 13 gezogen.
Die En- den dieser Halteschlaufen 7 werden um einen Haltering 14 geschlungen und dieser entgegen seiner elastischen Spannkraft hinter die zwischen den Schlitzen 12 aus der Bordscheibe 13 ausgebogenen Lappen 15 gedrückt, wodurch die Enden der Halteschlaufen 7 festgehalten werden können.
Diese Halteschlaufen 7 sichern die Form des Luftpolsters dadurch, dass sie ihn entgegen der
Wirkung der Zentrifugalkraft halten und seine Ausdehnung in radialer Richtung verhindern. Die Halteschlaufen 7 sind aber auch an der Unterseite eines endlosen Schleifbandes 16 befestigt, so dass dieses am Umfang des Luftreifens 3 auch gegen seitliches Verrutschen gesichert festsitzt, jedoch so weit elastisch nachgibt, dass es sich der Querschnittform des zu ilberschleifenden Werkstückes leicht anpassen kann.
Die Querschnittsform des Schleifkörpers ist nicht auf die rechteckige Form beschränkt, sondern kann gewölbt oder auch rund sein. Wesentlich ist nur, dass der Luftreifen die Möglichkeit der gleichmässigen Druckverteilung gibt und so ein formgetreues Überschleifen eines Werkstückes sichert. Das Schleifband 16 kann beidseits des Luftreifens ein Stück vorragen um das Schleifen im Randgebiet einer Werkstückfläche zu sichern. Die Befestigungsmittel für die Enden der Halteschlaufen 7 kön- nen auch Spannverschlüsse üblicher Art sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Rotierender Schleifkörper, vornehmlich zum Schleifen profilierter Werkstücke aus Holz, wie z. B. von Möbelteilen, welcher aus einem auf der Antriebswelle festsitzenden Nabenkörper und einem auf letzterem sitzenden, im Querschnittsprofil vorzugsweise rechteckigen oder quadratischen ringförmigen Hohlkörper aus gummielastischem Material besteht, welch letzterer in seinem Hohlraum eine Luft- oder Gasfüllung mit entsprechendem Druck aufweist und auf seiner zylindrischen Mantelfläche ein Schleifband trägt, dadurch gekennzeichnet, dass der eineseineQuerschnitLform haltende, ungefähr dem Druck der normalen Atmosphäre entsprechende Luft- oder Gasfüllung aufweisende, elastische Hohlkörper (3) an mehreren, in Umfangsrichtung in Abständen verteilten Stellen seiner zylindrischen Mantelfläche,
jedoch quer zum Umfang über den Hohlkörper gelegte und am Nabenkörper (l) mit den Enden lösbar befestigte, zugfeste Haltebänder (7) besitzt, die sowohl den ringförmigen Hohlkörper (3) als auch das auf seiner zylindrischen Mantelfläche sitzende Schleifband (16) gegen Verschieben in Axialrichtung sichern und die gleiche Schmiegungsfähigkeit wie die Hohlkörperwandung aufweisen.