<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Herstellung von neuen substituierten Guanidinverbindungen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer in 6-Stellung substituierter Pyrazinoylguanidine sowie der pharmazeutisch verträglichen Salze, insbesondere Hydrochloride, davon.
Die erfindungsgemäss herstellbaren neuen Verbindungen haben die Strukturformel
EMI1.1
EMI1.2
EMI1.3
EMI1.4
<Desc/Clms Page number 2>
Die erfindungsgemäss herstellbaren Verbindungen werden vorteilhafterweise in einem Dosierungsbereich von etwa 5 mg je Tag bis etwa 1 g je Tag oder bei etwas höheren oder geringeren Dosierungen nach ärztlicher Vorschrift, vorzugsweise in über den Tag verteilten Mengen, zwei-bis viermal täglich verabreicht.
Das erfindungsgemässe Verfahren besteht in seinem Wesen darin, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel
EMI2.1
worin R, R5 und R6 die oben angegebene Bedeutung haben, mit einer Guanidinverbindung der allgemeinen Formel
EMI2.2
EMI2.3
EMI2.4
<tb>
<tb> R4berechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 46,14%, <SEP> H=5,81%, <SEP> N=40,36%;
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C=46,47%, <SEP> H=5,695, <SEP> N=40,34%.
<tb>
Der als Ausgangsmaterial verwendete 3-Amino-6-äthylpyrazincarbonsäuremethylester kann wie folgt erhalten werden :
A) 3- Amino- 6- äthylpyrazinamid
52, 5 g (0, 28 Mol) Aminomalonamidamidindihydrochlorid werden zu einer eiskalten Lösung von 28, 8 g (0, 335 Mol) Äthylglyoxal in 450 ml Wasser zugegeben. Etwa 65 ml konzentrierte Ammoniumhydroxydlösung werden zugegeben, um die Lösung basisch zu machen. Die Lösung wird bei Zimmertemperatur 20 h stehengelassen, und das gebildete ausgefallene Produkt wird durch Filtrieren gesammeltundaus2-Propanol umkristallisiert, was 17, 5g3-Amino-6-äthylpyrazinamidvom F. = 160 - 1670C ergibt.
Weiteres Umkristallisieren aus 2-Propanol erhöhte den Schmelzpunkt auf 165, 5-168, 5 C.
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
EMI3.2
<tb>
<tb> N <SEP> 0berechnet <SEP> : <SEP> N=33, <SEP> 72% <SEP> ; <SEP>
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> N=33, <SEP> 83%. <SEP>
<tb>
B) 3-Amino-6-äthylpyrazincarbonsäure
Ein Gemisch von 24, 4 g (0, 147 Mol) 3-Amino-6-äthylpyrazinamid und 200 ml 10'figer Natriumhydroxydlösung wird auf einem Dampfbad 30 min gerührt und erhitzt. Nach Abkühlen der erhaltenen Lösung fällt das Natriumsalz der Säure. Das Salz wird gesammelt, in heissem Wasser gelöst, und die Lösung wird mit Salzsäure angesäuert, um 22,8 g 3-Amino-6-äthylpyrazincarbonsäure vom F. = 149 bis 1520C auszufällen, welche direkt ohne weitere Reinigung in der nächsten Stufe verwendet wird.
C) 3-Amino-6-äthylpyrazincarbonsäuremethylester
Eine Lösung von 14 g (0, 084 Mol) 3-Amino-6-äthylpyrazincarbonsäure in 160 ml einer zuigen Lösung von Chlorwasserstoff in Methanol wird 24 h bei Zimmertemperatur gerührt. Die Lösung wird im Vakuum zur Trockne verdampft. Der Rückstand wird mit Natriumbicarbonatlösung verrieben, und das unlösliche Produkt wird gesammelt und aus 2-Propanol umkristallisiert, was 4,3 g 3-Amino-6-äthylpyrazincarbonsäuremethylester vom F. = 85-87, 50C ergibt.
Analyse : C H N 0 81132
EMI3.3
<tb>
<tb> berechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 53, <SEP> 03%, <SEP> H <SEP> = <SEP> 6, <SEP> 12%, <SEP> N <SEP> = <SEP> 23, <SEP> 19li <SEP> ; <SEP>
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 53,11%, <SEP> H <SEP> = <SEP> 6, <SEP> 16%, <SEP> N <SEP> = <SEP> 23, <SEP> 26%.
<tb>
Beispiel 2 : (3-Amino-6-methylpyrazinoyl)-guanidin.
Durch Ersatz des in Beispiel l verwendeten 3-Amino-6-äthylpyrazincarbonsäuremethylesters durch eine äquimolare Menge von 3-Amino-6-methylpyrazincarbonsäuremethylester und unter Anwendung praktisch der gleichen dort beschriebenen Verfahrensweise, mit der Ausnahme, dass das Erhitzen auf dem Dampfbad 10 min fortgesetzt wird, erhält man eine 87%ige Ausbeute von (3-Amino-6-methyl- pyrazinoyl)-guanidin vom F. = 218-2190C (Zers.).
Analyse : C H N 0
EMI3.4
<tb>
<tb> berechnet <SEP> : <SEP> C=43,29%, <SEP> H=5,19%, <SEP> N=43,28%;
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C=43,50%, <SEP> H=5,07%, <SEP> N=43,25%.
<tb>
EMI3.5
wie folgt erhalten werden :
3-Amino-6-methylpyrazincarbonsäuremethylester.
Ein Gemisch von 31 g (0, 20 Mol) 3-Amino-6-methylpyrazinamid und 320 ml piger Natriumhydroxydlösung wird auf einem Dampfbad 30 min gerührt und erhitzt, worauf eine klare Lösung erhalten wird. Die Lösung wird abgekühlt und das Natriumsalz von 3-Amino-6-methylpyrazincarbonsäure, das ausfällt, wird gesammelt und an der Luft getrocknet, was 25 g Salz ergibt. Ein Gemisch von 97 g (0, 55 Mol) des Natriumsalzes von 3-Amino-6-methylpyrazincarbonsäure, 77 g (0, 61 Mol) Dimethylsulfat und 700 ml Methanol wird 19 h bei Zimmertemperatur gerührt. Eine kleine Menge von suspendiertemFeststoff wird durch Filtrieren entfernt, und das Filtrat wird im Vakuum zur Trockne verdampft.
Der Rückstand wird mit einer gesättigten Natriumbicarbonatlösung (200 ml) verrührt, und das unlösliche Produkt wird gesammelt, mit Wasser gewaschen und getrocknet, was 18 g 3-Amino-6-methylpyrazincarbonsäuremethylester vom F. = 138 - 1400C ergibt, der nach Umkristallisieren aus Benzol bei 138,5 bis 140, 50C schmilzt.
Analyse : C H N 0
EMI3.6
<tb>
<tb> berechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 50, <SEP> 29%, <SEP> H <SEP> = <SEP> 5, <SEP> 43%, <SEP> N <SEP> = <SEP> 25, <SEP> 14% <SEP> ; <SEP>
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C=50,45%, <SEP> H=5,49%, <SEP> N=25,02%.
<tb>
Beispiel 3 : (3-Amino-6-cyclohexylpyrazinoyl)-guanidin.
Durch Ersatz des in Beispiel l verwendeten 3-Amino-6-äthylpyrazincarbonsäuremethylesters durch eine äquimolare Menge von3-Amino-6-cyclohexylpyrazincarbonsäuremethylester und unter Anwendung praktisch der gleichen Arbeitsweise wie dort beschrieben, erhält maneine 61%ige Ausbeute von (3-Amino-6-cyclohexylpyrazinoyl)-guanidin vom F. = 228 - 2300C (Zers. ).
<Desc/Clms Page number 4>
EMI4.1
EMI4.2
<tb>
<tb> berechnet <SEP> : <SEP> C=54,94%, <SEP> H=6,92%, <SEP> N=32,04%;
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 55, <SEP> 25%, <SEP> H=6, <SEP> 83%, <SEP> N=31, <SEP> 78%. <SEP>
<tb>
Den als Ausgangsma terial verwendeten 3-Amino-6-cyclohexylpyrazincarbonsäuremethylester erhält man praktisch nach der gleichen Arbeitsweise wie im Anschluss an Beispiel 1 angegeben, mit der Ausnahme, dass eine äquimolare Menge von Cyclohexylglyoxal an Stelle des dort unter A) verwendeten Äthylglyoxals verwendet wird.
EMI4.3
EMI4.4
<tb>
<tb> so <SEP> erhaltene <SEP> 3-Amino-6-eyelohexylpyrazincarbonsäuremethylester <SEP> schmilzt <SEP> beiberechnet <SEP> : <SEP> C= <SEP> 61, <SEP> 25%, <SEP> H=7,28%, <SEP> N=17,86%;
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 61, <SEP> 39%, <SEP> H=7,12%, <SEP> N=17,87%.
<tb>
Beispiel4 :(3-Amino-6-cyclopropylpyrazinoyl)-guanidin.
Durch Ersatz des in Beispiel l verwendeten 3-Amino-6-äthylpyrazincarbonsäuremethylesters durch eine äquimolare Menge von 3-Amino-6-cyclopropylpyrazincarbonsäuremethylester und nach praktisch der gleichen Arbeitsweise wie dort beschrieben, erhält man eine 61% ige Ausbeute an (3-Amino-6-cyclopropylpyrazinoyl)-guanidin vom F. = 19. 5 5-199 C (Zers.).
Analyse : C9H12N6O
EMI4.5
<tb>
<tb> berechnet <SEP> : <SEP> C=49,08%, <SEP> H=5,49%, <SEP> N=38,16%;
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 49, <SEP> 35%, <SEP> H <SEP> = <SEP> 5, <SEP> 49%, <SEP> N <SEP> = <SEP> 37,94%.
<tb>
Der als Ausgangsmaterial verwendete 3-Amino-6-cyclopropylpyrazincarbonsäuremethylesterkann wie folgt erhalten werden :
A) 3-Amino-6-cyclopropylpyrazinamid
Diese Verbindung wird praktisch nach der gleichen Arbeitsweise, wie im Anschluss an Beispiel 1, unter A) beschrieben, hergestellt, mit der Ausnahme, dass eine äquimolekulare Menge von Cyclopropylglyoxal an Stelle des in Beispiel l, unter A) verwendeten Äthylglyoxals verwendet wird. Das Produkt hat einen F. von 185,5 bis 187, 50C.
EMI4.6
EMI4.7
<tb>
<tb> C <SEP> H <SEP> N <SEP> 0berechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 53, <SEP> 92%, <SEP> H <SEP> = <SEP> 5, <SEP> 66% <SEP> ; <SEP>
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 53, <SEP> 83%, <SEP> H <SEP> = <SEP> 5, <SEP> 43%.
<tb>
B) 3-Amino-6-cyclopropyrazincarbonsäure
Diese Verbindung wird praktisch nach der gleichen Arbeitsweise, wie im Anschluss an Beispiel 1, unter B) beschrieben, hergestellt, mit der Ausnahme, dass eine äquimolekulare Menge von 3-Amino- -6-cyclopropylpyrazinamid an Stelle des dort verwendeten 3-Amino-6-äthylpyrazinamids eingesetzt wird. Das Produkt hat einen F. von 169 bis 1720C und wird direkt ohne weitere Reinigung in der nächsten Stufe verwendet.
C) 3-Amino-6-cyclopropylpyrazincarbonsäuremethylester
Diese Verbindung wird praktisch nach der. gleichen Arbeitsweise, wie im Anschluss an Beispiel 1, unter C) beschrieben, hergestellt, mit der Ausnahme, dass eine äquimolekulare Menge von 3-Amino-
EMI4.8
EMI4.9
<tb>
<tb> 6-cyclopropylpyrazincarbonsäureberechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 55, <SEP> 950/0, <SEP> H <SEP> = <SEP> 5, <SEP> 74% <SEP> ; <SEP>
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 55, <SEP> 61%, <SEP> H <SEP> = <SEP> 5, <SEP> 64%.
<tb>
Beispiel5 :(3-Amino-6-phenylpyrazinoyl)-guanidin.
Durch Ersatz des in Beispiel 1 verwendeten 3-Amino-6-äthylpyrazincarbonsäuremethylesters durch eine äquimolekulare Menge von 3-Amino-6-phenylpyrazincarbonsäuremethylester und nach praktisch der gleichen Arbeitsweise, wie dort beschrieben, erhält man eine 34%ige Ausbeute von (3-Amino-
<Desc/Clms Page number 5>
EMI5.1
EMI5.2
<tb>
<tb> 6-phenylpyrazinoyl)-guanidin,berechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 56, <SEP> 24%, <SEP> H <SEP> = <SEP> 4, <SEP> 72je, <SEP> N <SEP> = <SEP> 32. <SEP> 80%;
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 56, <SEP> 63%, <SEP> H <SEP> = <SEP> 5, <SEP> 03%, <SEP> N <SEP> = <SEP> 32, <SEP> 99%. <SEP>
<tb>
Der als Ausgangsmaterial verwendete 3-Amino-6-phenylpyrazincarbonsäuremethylester kann wie folgt erhalten werden :
30 g (0, 14 Mol) 3-Amino-6-phenylpyrazincarbonsäure werden zu einer Lösung von 480 g Chlorwasserstoff in 1500 ml Methanol zugegeben, und das Gemisch wird 42 h bei Zimmertemperatur gerührt.
Dann wird das Gemisch im Vakuum auf etwa 1/4 des Volumens eingedampft und in 11 Wasser gegossen.
Das Gemisch wird durch Zugabe von Natriumbicarbonat basisch gemacht, und das Produkt wird gesammelt und aus Methanol umkristallisiert, was 21 g 3-Amino-6-phenylpyrazincarbonsäuremethylester vom
EMI5.3
EMI5.4
<tb>
<tb> - <SEP> 1410Cberechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 62, <SEP> 93%, <SEP> H <SEP> = <SEP> 4, <SEP> 84%, <SEP> N <SEP> = <SEP> 18, <SEP> 32% <SEP> : <SEP>
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 62, <SEP> 72%, <SEP> H <SEP> = <SEP> 4, <SEP> 90%, <SEP> N <SEP> = <SEP> 18, <SEP> 27"/0. <SEP>
<tb>
EMI5.5
praktisch der gleichen Arbeitsweise, wie dort beschrieben, mit der Ausnahme, dass das Erhitzen auf dem Dampfbad 10 min fortgesetzt wird, erhält man eine 70%ige Ausbeute von [3-Amino-6-(p-chlorphenyl)- -pyrazinoyl]-guanidin, das nach Umkristallisieren aus einem Gemisch von 2-Propanol und Wasser bei 282-2850C (Zers.) schmilzt.
Analyse :C12H11ClN6O
EMI5.6
<tb>
<tb> berechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 44, <SEP> 05%, <SEP> H=3,70%, <SEP> N=25,69%;
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C=43,74%, <SEP> H=3,79%, <SEP> N=25,31%.
<tb>
Der als Ausgangsmaterial verwendete 3-Amino-6-(p-chlorphenyl)-pyrazincarbonsäuremethylester kann wie folgt erhalten werden :
A) 3-Amino-6-p-chlorphenylpyrazincarbonsäure
EMI5.7
von 40 ml konzentriertem Ammoniumhydroxyd basisch gemacht und 20 h bei Zimmertemperatur gerührt. Der aus 3-Amino-6-p-chlorphenylpyrazinamid bestehende Niederschlag wird gesammelt, mit heissem Äthanol gewaschen und durch 5, 5stündiges Erhitzen auf dem Dampfbad mit 1200 ml soigner Natriumhydroxydlösung hydrolysiert. Die erhaltene Lösung wird abgekühlt, und das Natriumsalz der 3-Amino- - 6-p-chlorphenylpyrazincarbonsäure fällt aus.
Das Salz wird gesammelt und in siedendem Wasser gelöst, die Lösung wird mit konzentrierter Salzsäure angesäuert und die ausgefallene Säure wird aus Essigsäure umkristallisiert, was 10,5 g 3-Amino-6-p-chlorphenylpyrazincarbonsäure vom F. = 207 - 2130e ergibt. Weiteres Umkristallisieren aus Essigsäure erhöht den F. auf 213-2150C.
Analyse : C H C1N 0
EMI5.8
<tb>
<tb> berechnet <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 52, <SEP> 92%, <SEP> H=3,23%, <SEP> N=16,83%;
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 52, <SEP> 69%, <SEP> H <SEP> = <SEP> 3, <SEP> 19%,'N <SEP> = <SEP> 16, <SEP> 89%.
<tb>
B) 3-Amino-6-(p-chlorphenyl)-pyrazincarbonsäuremethylester.
Diese Verbindung wird nach praktisch der gleichen Arbeitsweise, wie im Anschluss an Beispiel 5 beschrieben, hergestellt, mit der Ausnahme, dass eine äquimolekulare Menge von 3-Amino-6-p- - chlorphenylpyrazincarbonsäure an Stelle der dort verwendeten 3-Amino-6-phenylpyrazincarbonsäure verwendet wird. Das Produkt hat einen F. von 181,5 bis 183, 50C.
<Desc/Clms Page number 6>
Analyse : e HeiN 0 "1ZU 32
EMI6.1
<tb>
<tb> berechnet <SEP> : <SEP> C=54,66%, <SEP> H=3,82%, <SEP> N=15,94%;
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C=54,37%, <SEP> H=3,69%, <SEP> N=15,92%.
<tb>
Beispiel 7 : (3-Isopropylidenamino-6-anilinopyrazinoyl)-guanidin.
Durch Ersatz des in Beispiel 1 verwendeten 3-Amino-6-äthylpyrazincarbonsäuremethylesters durch eine äquimolekulare Menge von 3-Isopropylidenamino-6-anilinopyrazincarbonsäuremethylester erhält
EMI6.2
EMI6.3
<tb>
<tb> igueberechnet <SEP> : <SEP> C=57,86%, <SEP> H=5,51%, <SEP> N=31,50%;
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 57, <SEP> 95%, <SEP> H <SEP> = <SEP> 5, <SEP> 540/0, <SEP> N <SEP> = <SEP> 31, <SEP> 45%. <SEP>
<tb>
Den als Ausgangsmaterial verwendeten 3-Isopropylidenamino-6-anilinopyrazincarbonsäuremethylester erhält man wie folgt :
A) 3-Amino-6-chlorpyrazincarbonsäuremethylester
Ein 5 l-Dreihalskolben, der mit einem mechanischen Rührer, Thermometer und Gaseinlassrohr ausgestattet ist, wird mit einer warmen (etwa 38 C) Mischung von 3180 ml Wasser und 750 ml Eisessig beschickt, und 90 g (0, 588 Mol) 3-Aminopyrazincarbonsäuremethylester werden dann zugegeben. Der Rührer wird angestellt, und das Gemisch wird auf 410C erwärmt, was die Auflösung nahezu des gesamten Esters hervorruft. Dann wird die Lösung auf gerade unter 400C durch ein Eisbad abgekühlt. Unter kräftigem Rühren werden etwa 140 g Chlor durch die Lösung im Verlaufe von 25 min geleitet. Nach 5 min beginnt sich ein Niederschlag zu bilden, der am Ende der Reaktion voluminös wird.
Die Temperatur fällt während der Reaktion auf 20-250C. Der nahezu weisse Niederschlag, der aus 3-Chloramino- - 6-chlorpyrazincarbonsäuremethylester besteht, wird durch Filtrieren entfernt und mit einer kleinen Menge Eiswasser gewaschen. Eine kleine Menge dieses Materials schmilzt nach Umkristallisieren aus warmer Essigsäure bei 1420C (Zers.).
Der feuchte 3-Chloramino-6-chlorpyrazincarbonsäuremethylester und eine Lösung von 150 g Natriumbisulfit in 900 ml Wasser werden in ein 4 l Becherglas gegeben und mechanisch 1/2 h gerührt, wobei durch Zugabe von Eis eine Temperatur von 250C aufrecht erhalten wird. Das gelbe Produkt wird durch Filtrieren entfernt, in 150 ml Eiswasser suspendiert und filtriert. Diese Arbeitsweise wird zweimal mit 150 mlAnteilen von Eiswasser und einmal mit 50 ml kaltem Isopropylalkohol wiederholt. Nach Trocknen an Luft erhält man 60 g (550lu Ausbeute) 3-Amino-6-chlorpyrazincarbonsäuremethylester vom F. = 159-1610C.
B) 3- Isopropylidenamino- 6- anilinopyrazincarbonsäuremethylester.
Eine Lösung von 18, 8 g (0,1 Mol) 3-Amino-6-chlropyrazincarbonsäuremethylester, 15 g (0, 16 Mol) Anilin und 2, 5 ml konzentrierter Salzsäure in 150 ml Aceton wird 16 h zum Rückfluss erhitzt und dann abgekühlt. Das abgeschiedene kristalline Produkt wird aus wässerigem 2-Propanol umkristallisiert, was 7, 4g 3-Isopropylidenamino-6-anilinopyrazincarbonsäuremethylester vom F. = 193, 5-197, 50C ergibt.
Nach weiterem Umkristallisieren aus 2-Propanol schmilzt das Produkt bei 195, 5-197, 50C.
Beispiel 8 : l- (3-Amino-6-methylpyrazinoyl)-3, 3-dimethylguanidin.
Ein 300 ml Einhalsrundkolben, der mit einem wassergekühlten Kühler, Calciumehloridtrockenrohr undMagnetrührer ausgestattet ist, wird mit 200ml wasserfreiemMethanol und 2, 3 g (0, 10 Grammatom) metallischem Natrium beschickt. Nach beendeter Reaktion wird die Lösung mit 15 g (0, 055 Mol) Dimethylguanidinsulfat behandelt und 1 h zum Rückfluss erhitzt. Die Lösung wird abgekühlt, zur Entfernung von Natriumsulfat filtriert und dasFiltrat wird durch Vakuumdestillation auf ein Volumen von 30 ml eingeengt und zu 0, 05 Mol 3-Amino-6-methylpyrazincarbonsäuremethylester aus Beispiel 2 zugefügt. Das Reaktionsgemisch wird 30 min auf einem Dampfbad erhitzt und 1 h bei Zimmertemperatur gehalten. Anschliessende Behandlung mit 200 ml Wasser gibt 1- (3-Amino-6-methylpyrazinoyl)-3, 3-dimethyl- guanidin.
Beispiel9 :1-(3-Amino-6-methylpyrazinoyl)-3,3-tetramethylenguanidin.
DurchErsatz des in Beispiel 8 verwendeten 1, 1-Dimethylguanidinsulfats durch eine äquimolekulare Menge von 1-Amidinopyrrolidinnitrat und indem man praktisch nach der gleichen Arbeitsweise, wie im Beispiel 8 beschrieben, verfährt, erhält man l- (3-Amino-6-methylpyrazinoyl)-3, 3-tetramethy- lenguanidin.
<Desc/Clms Page number 7>
EMI7.1
Menge von (2-Hydroxyäthyl)-guanidinsulfat und nach praktisch der gleichen Arbeitsweise wie in Beispiel 8 beschrieben, erhält man 1- (3-Amino-6-methylpyrazinoyl) -3- (2-hydroxyäthyl) -guanidinhydro- chlorid.
Das als Ausgangsmaterial verwendete (2-Hydroxyäthyl)-guanidinsulfat kann wie folgt erhalten werden :
Eine Lösung von 13, 9 g (0, 05 Mol) 2-Methyl-2-pseudothiuroniumsulfat und 9, 2 g (0, 15 Mol) Äthanolamin in 40 ml Wasser wird 20 min auf dem Dampfbad erhitzt. Die Lösung wird im Vakuum zur Trockne verdampft, und der sirupöse Rückstand wird mit Äthanol verrührt, was ein kristallines Produkt ergibt. Nach Umkristallisieren aus wässerigem Äthanol erhält man 12, 5 g (2-Hydroxyäthyl)-guanidin- sulfat vom F. = 127, 5-135, 50C (hygroskopisch).
Beis p iel 12 : 1- (3-Amino-6-methylpyrazinoyl) -3-phenylguanidiniummethansulfonat.
Ein Gemisch von 0, 03 Mol 3-Amino-6-methylpyrazincarbonsäuremethylester, 0, 05 Mol Phenylguanidin und 3 ml Isopropylalkohol wird auf dem Dampfbad 6 h erhitzt. 50 ml Wasser werden zugegeben, und das feste Material wird gesammelt. Die Feststoffe werden mit einer warmen Lösung von 5 ml Methansulfonsäure in 300 ml Wasser behandelt. Eine kleine Menge unlösliches Material wird abfiltriert.
Das Filtrat wird gekühlt und mit 10 ml Methansulfonsäure behandelt, um die Ausfällung des methansulfonsauren Salzes des Produktes zu bewirken, was 1- (3 - Amino - 6-methylpyrazinoyl) -3-phenyl- guanidiniummethansulfonat ergibt.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.