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Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfamyl-3,4-dihydro-1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxyden
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halten.
Die neuen Verbindungen werden als 3, 4-Dihydroverbindungen bezeichnet, obwohl sie ebensogut auch als 2, 3-Dihydroverbindungen bezeichnet werden könnten.
Die erfindungsgemäss herstellbaren Verbindungen sind solche der Strukturformel :
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und ihre Alkalisalze, wobei R Wasserstoff, Halogen, wie Chlor, Brom, Fluor, einen gegebenenfalls halogensubstituiertenniederen Alkylrest mit vorteilhaft 1 - 5 C-Atomen (z. B. Trihalogenmethyl, wie Trifluormethyl), einen niederen Alkoxyrest mit vorteilhaft 1-5 C-Atomen im Alkylteil des Restes, eine Nitro- oder eine Aminogruppe bedeutet, mit der Massgabe, dass R, falls die Reste R1, R2, R', R* und R5 sämtlich Wasserstoffatome bedeuten, nicht ein6-ständiges Chloratom oder eine 6-Trifluormethylgruppe bedeutet, sowie ferner, dass R, falls die Reste R1, Ra,
R4 und R5 sämtlich Wasserstoff und R2 einen Alkylrest oder einen gegebenenfalls substituierten Phenyl- oder Benzylrest bedeuten, nicht eine 6-Trifluormethylgruppe bedeutet ; in der ferner R1, R4 und R5 Wasserstoff oder niedere Alkylreste mit vorteilhaft 1 - 5 C-Atomen bedeuten, R4 und R5 darüber hinaus auch noch substituierte, z. B. oxysubstituierte, niedrige Alkylreste bedeuten, R* Wasserstoff, einen Alkylrest mit vorzugsweise 1 - 11 C-Atomen, einen unsubstituierten oder substituierten Phenylrest, wie einen Halogenphenylrest, z.
B.
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b) R Wasserstoff, Trifluormethyl, Methoxy, Methyl, Fluor, Chlor oder Brom darstellt und in
6-Stellung angeordnet ist und dass c) die Sulfonamidgruppe in 7-Stellung angeordnet ist und dass schliesslich
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Eine Suspension von 5,7 g (0, 02 Mol) 5-Chlor-2, 4-disulfamylanilin in 75 cm3 Äthanol wird mit 1, 76 g (0, 04 Mol) Acetaldehyd und 75 cm3 6n-Salzsäure versetzt. Im Verlaufe von 5 min tritt unter Wärmeentwicklung vollständige Lösung ein. Die Lösung wird 5 h bei Raumtemperatur stehen gelassen.
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Analyse Berechnet für
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<tb>
<tb> C8H10ClN3O4S2 <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 30,82%; <SEP> H <SEP> = <SEP> 3,23%; <SEP> N <SEP> = <SEP> 13,48%;
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 31, <SEP> 480/0 <SEP> ; <SEP> H <SEP> = <SEP> 3, <SEP> 380/0 <SEP> ; <SEP> N <SEP> = <SEP> 13, <SEP> 33%. <SEP>
<tb>
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3 : 3-Methyl-6-chlor-7-sulfamyl-3, 4-dihydro-1, 2, 4-benzothiadiazin-1, 1-dioxydflusskühler erhitzt und dann im Vakuum auf die Hälfte seines Volumens eingeengt. Das Konzentrat wird mit 50 cm3 Wasser verdünnt und mit 6n-Salzsäure gegen Lackmus angesäuert. Man erhält 3-Methyl-6-chlor-7-sulfamyl-3,4-dihydro-1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxyd, welches mit der nach Beispiel 2 hergestellten Verbindung identisch ist.
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vollständige Lösung ein.
Nach weiteren 4 h bei Raumtemperatur hat sich 6-Chlor-3-äthyl-7-sulfamyl- -3,4-dihydro-1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxyd in Form farbloser Nadeln abgeschieden, wird abfiltriert, mit Äthanol gewaschen und getrocknet.
Analyse
Berechnet für
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<tb>
<tb> CHCINO <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 33, <SEP> 170/0 <SEP> : <SEP> H <SEP> = <SEP> 3, <SEP> 710/0 <SEP> : <SEP> N <SEP> = <SEP> 12,90%;
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 33,40%; <SEP> H <SEP> = <SEP> 3,79%; <SEP> N <SEP> = <SEP> 12,75%.
<tb>
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oxyd
5,7 g (0,02 Mol) 5-Chlor-2, 4-disulfamyanilin werden in einem Gemisch von 2, 8 g (0,02 Mol) p-Chlorbenzaldehyd, 100 cm3 Äthanol und 100 cm3 6n-Salzsäure durch schwaches Erwärmen auf dem Dampfbad gelöst. Die Lösung wird 6 h bei Raumtemperatur stehen gelassen, wobei sich 3- (p-Chlor-
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aldehyd) 1, 5 h erhitzt. Die Lösung wird mit 6n-Salzsäure gegen Lackmus angesäuert. Das Lösungsmittel wird abdestilliert, bis die Abscheidung eines festen Stoffes beginnt.
Nach dem Kühlen im Eisbad wird der feste Stoff abfiltriert, mit Wasser gewaschen und aus wässerigem Äthanol umkristallisiert. Man erhält 6-Fluor-7-sulfamyl-3,4-dihydro-1, 2, 4-benzothiadiazin-1, 1-dioxyd.
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oxyd
Eine Lösung von 0,02 Mol 4-Chlor-2, 5-disulfamylanilin und 0,06 Mol Dipropylketon in 30 cm3 Dimethylformamid wird 2 h auf dem Dampfbad mit 0, 04 Mol wasserfreiem Kaliumfluorid erhitzt. Nach dem Filtrieren wird die Lösung mit 100 cm3 Wasser verdünnt und gekühlt. Der Niederschlag wird abfiltriert, mit Alkohol gewaschen und getrocknet.
Hiebei erhält man 3, 3-Dipropyl-6-sulfamyl-7-chlor- - 3, 4-dihydro-1, 2, 4-benzothiadiazin-1,1-dioxyd.
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Eine Lösung von 2, 81 g (0, 01 Mol) 5-Methoxy-2, 4-disulfamylanilin und 3,7 g (0, 02 Mol) Laurinaldehyd in einem Gemisch von 50 cm* 6n-Salzsäure und 50 cm3 Äthanol wird 1 h auf dem Dampfbad erhitzt. Die Lösung wird im Vakuum eingeengt und der feste Stoff gesammelt, mit Wasser gewaschen
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Man ersetzt das 5-Methoxy-2, 4-disulfamylanilin und den Laurinaldehyd gemäss Beispiel 9 durch äquimolekulare Mengen 2,4-Disulfamyl-5-nitroanilin bzw. des Ketals 3, 3-Diäthoxypentan und arbeitet
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Wasser wird in einer Wasserstoffatmosphäre mit 400 mg Platinoxydkatalysator geschüttelt, bis die Wasserstoffabsorption aufhört.
Der Katalysator wird abfiltriert und die Lösung im Vakuum zur Trockne eingedampft. Man erhält 3, 3-Diäthyl-6-amino-7-sulfamyl-3,4-dihydro-1,2,4-benzothiadiazin- - l, l-dioxyd.
Beispiel12 :2-Methyl-6-chlor-7-methylsulfamyl-3,4-dihydro-1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxyd
Man ersetzt das in Beispiel 6 verwendete 5-Fluor-2, 4-disulfamylanilin durch eine äquimolekulare Menge 5-Chlor-2, 4-di- (N-methylsulfamyl)-anilin und arbeitet im übrigen nach Beispiel 6. Hiebei
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4-dihydro-1, 2, 4-benzothiadiazin-1, l-dioxyd.-1,1-dioxid
Man ersetzt das 5-Chlor-2, 4-disulfamylanilin und den p-Chlorbenzaldehyd gemäss Beispiels durch äquimolekulare Mengen 2, 4-Disulfamyl-5-methylanilin bzw. p-Chlorphenylacetaldehyd und arbeitet im übrigen nach Beispiel 5.
Man erhält 3- (p-Chlorbenzyl)-6-methyl-7-sulfamyl-3, 4-dihydro- - 1, 2, 4-benzothiadiazin-l, 1-dioxyd.
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Man ersetzt das in Beispiel 6 verwendete 5-Fluor-2, 4-disulfamylanilin durch eine äquimolekulare Menge 5 -Chlor-2, 4-disulfamyl-N -m ethyl anilin und arbeitet im übrigen nach Beispiel 6. Hiebei erhält
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oxyd
5,7 g (0,02 Mol) 5-Chlor-2,4-disulfamylanilin werden in 10 cm3 Dimethylformamid gelöst und 24 h auf dem Dampfbad mit 8, 8 g (0, 06 Mol) Chloral erhitzt. Die Lösung wird gekühlt und mit Wasser verdünnt und der Niederschlag abfiltriert und getrocknet.
Durch Umkristallisieren aus einem Gemisch von Aceton und Chloroform erhält man 3-Trichlormethyl-6-chlor-7-sulfamyl-3, 4-dihydro-l, 2, 4-ben- zothiadiazin-l, l-dioxyd.
Analyse
Berechnet für
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<tb>
<tb> C8H7Cl4N3O4S2 <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 23,15%; <SEP> H <SEP> = <SEP> 1,70%; <SEP> N <SEP> = <SEP> 10,12%;
<tb> gefunden <SEP> : <SEP> C <SEP> = <SEP> 23,95%; <SEP> H <SEP> = <SEP> 1,92%; <SEP> N <SEP> = <SEP> 10,12%.
<tb>
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oder alkoholischen Lösung des Alkalihydroxydes löst und gegebenenfalls das hiebei erhaltene Salz durch Abdampfen des Lösungsmittels isoliert. Auf diese Weise oder nach andern, dem organischen Chemiker bekannten Verfahren lassen sich die üblichen Alkalisalze, wie das Natrium-, Kalium-, Lithiumsalz u. ähnl. Salze, herstellen.
Die Herstellung der in den obigen Beispielen als Ausgangsstoffe für die Synthese der erfindungsgemässen neuen Verbindungen angegebenen Disulfamylanilin-oder Anilindisulfonylchloridverbindungen
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Patentschrift Ni.1,285.214 beschrieben.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von neuen SUlfamyl-3, 4-dihydro-1, 2, 4- benzothiadiazin-1, l-di- oxyden der allgemeinen Formel
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in der R Wasserstoff, eine gegebenenfalls halogensubstituierte niedere Alkylgruppe, eine niedere Alk-
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lung angeordnet ist und dass c) die Sulfonamidgruppe in 7-Stellung angeordnet ist und dass schliesslich d) R3 einen unsubstituierten Alkylrest mit 2 - 5 Kohlenstoffatomen bedeutet, R nicht Methyl ist, bzw.
den Alkalisalzen dieser Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein entsprechend substituiertes Disulfamylanilin, das mindestens eine Sulfamylgruppe in o-Stellung zur Aminogruppe aufweist, mit einem entsprechenden Aldehyd, Acetal, Keton oder Ketal umsetzt, wobei man, falls R eine Aminogruppe bedeutet, von einem durch eine Nitrogruppe substituierten Disulfamylanilin ausgeht und das erhaltene Sulfamyl-nitro-3,4-dihydro-1,2,4-benzothia- diazin-l, l-dioxyd durch katalytische Hydrierung in die entsprechende Aminoverbindung überführt, worauf man gegebenenfalls das Produkt in an sich bekannter Weise in das entsprechende Alkalisalz umwandelt.