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Sandstrahlanlage
DieErfindungbeziehtsichauf eine Sandstrahlanlage mit einem an eine Druckluftquelle angeschlossenen Sandvorratsbehälter und mindestens einer von einer Bedienungsperson gehaltenen Sandstrahldüse, welche über eine Leitung an den Vorratsbehälter angeschlossen ist.
BeiderartigenAnlagenmüssen die Bedienungspersonen, welche mit einer Schutzkleidung ausgestattetsind, mit gefilterter und vorgewärmter Frischluft versorgt werden, wobei ein Atmungsventil nur einen Luftaustrittbeim Ausatmen, aber keinen Lufteintritt beim Einatmen gestattet. Wird die Luftzufuhr unterbrochen oder die Bedienungsperson von Unwohlsein befallen, so kann dies bei den bekannten Anlagen zu lebensgefährlichen Verletzungen der Bedienungsperson führen.
Die Erfindung setzt sich zum Ziel, den angeführten Nachteil zu beseitigen und eine Sandstrahlanlage der eingangs angeführten Art zu schaffen, die alle möglichen Unfälle praktisch verhindert. Dies wird erfindungsgemäss vor allem dadurch erreicht, dass jeder Sandstrahldüse eine Totmanneinrichtung zugeordnet ist, welche zur Beeinflussung der Zufuhr des Sand-Luftgemisches dient, und welche an der Bedienungsperson, vorzugsweise mittels eines über der Schutzkleidung der Bedienungsperson anbringbaren Riemens, befestigbar ist.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung besitzt die Totmanneinrichtung mindestens eine Einschalttaste, die die Stromzuleitung zu einem Magnetventil einschaltet, welches in die Zuleitung für die Druckluft bzw. für das Sand-Luftgemisch eingebaut ist, wobei im Strompfad der Taste der Kontakt eines nach einer einstellbaren Zeitspanne abfallenden Relais eingebaut ist. Dieses Relais kann einen Ruhekontakt besitzen, welcher bei Abfall des Relais den Stromkreis für eine Hupe, die im Inneren der Strahlkammer angeordnet ist, schliesst.
Weiters kann das Relais nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung einen gegebenenfalls mit dem Ruhekontakt zu einem Wechselkontakt zusammengefassten Arbeitskontakt aufweisen, welcher im Erregungsstromkreis eines weiteren abfallverzögerten Relais liegt, das einen Ruhekontakt aufweist, welcher im Stromkreis eines Hilfsrelais liegt, dessen Kontakt zur Betätigung einer zweiten, ausserhalb der Strahlkammer befindlichen Hupe od. dgl. dient.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles.
Inder Zeichnung ist der Schaltplan einer beispielsweisenAusführungsform einer für eine erfindungsgemässe Sandstrahlanlage bestimmten Totmanneinrichtung rein schematisch dargestellt.
Dieses Schaltschema enthält eine Totmanneinrichtung für zwei Bedienungspersonen und eine Überwachungseinrichtung für die Einschaltung der Raumentstaubung sowie für eine allfällige Verlegung der Kanäle der Raumentstaubung.
Die Schaltanordnung weist einen Einschalter E auf, durch den die Stromschienen R, S und 0 an Spannung gelegt werden. Im rechten Teil des Schaltbildes liegen zwischen den Schienen S und 0 die Bedienungsstromkreise I, II und III, die beispielsweise mit einer Hilfsspannung von 12 Wechselstrom gespeist sind.
Der Stromkreis I umfasst einen Ruhekontakt Z, und in Serie dazu die Stromkreise la und Ib, die jeweils einer Bedienungsperson zugeordnet sind : Die beiden Stromkreise Ia und Ib enthalten je einen Arbeitskontakt all 2 bzw. a3l 2 eines von der jeweiligen Bedienungs-
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Totmanntasters al bzw.und a75 6 von Ausschalttasten a2, a4 und a7, die von den beiden Bedienungspersonen oder bei der letztgenannten Taste von einer ausserhalb der Strahlkammer befindlichen weiteren Person bedient werden können, sowie einem Arbeitskontakt Z*, 7 eines Relais Z', dessen Schaltung imfolgendennoch erläutert werden wird.
Der Stromkreis II verzweigt sich sodann in die Stromkreise IIa undllb, von denen jeder in Parallelschaltung einen Arbeitskontakt al3.4 bzw. a33.4 des jeweils einerBedienungsperson zugeordneten Einschalters al bzw. a3 und einen Arbeitskontakt P1, 2 bzw. P21 2 des je- weils mit der Parallelschaltung in Serie geschalteten Hilfsrelais Pl oder P2 enthält.
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Arbeitskontakte PIg undP2und a4 in Serie liegt.
Zwischen den Schienen R und 0, zwischen denen die Spannung von z. B. 220 V Wechselstrom vorhanden ist, liegen die Steuer- und Betätigungsstromkreise IV, V, VI, VII, VIII, IX und X der erfindungsgemässen Überwachungseinrichtung. Der Steuerstromkreis IV enthält das Zeitrelais 0, in
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N23ordnet ist. Die früher erwähnte Hupe Hl befindet sich dem gegenüber innerhalb der Strahlkammer.
Der Betätigungsstromkreis VIII besteht aus den beiden bei eingeschalteter Raumentstaubung ge- schlossenen Kontakten cl', und c11'1.2 in Parallelschaltung, und in Serie hiezu liegt, ebenfalls wieder parallelgeschaltet, ein Arbeitskontakt PI"", des Hilfsrelais Pl mit der Erregerspule des Magnetventils MV1 bzw. ein Arbeitskontakt P2 des Hilfsrelais P2 mit der Erregerspule des Magnetventils MV2. Im Steuerstromkreis IX befindet sich das Blinkrelais c5. In dem Anzeige- stromkreis X befinden sich die beiden Lampen L3 und L4, die ausserhalb der Strahlkammer angeordnet sind und bei geschlossenem Einschalter E über den Kontakt c51.2 des Blinkrelais c5 mit pulsierender Spannung versorgt werden, wogegen sie im Betriebszustand über den Arbeitskontakt rus 4 an Dauerspannung gelegt sind.
Beim Einschalten der Anlage durch Betätigung des Einschalters E ergeben sich vorerst folgende Funktionen : Das Zeitrelais 0 ist über die Ruhekontakte P17 8 und P27 8 erregt. Hiedurch schliesst der Arbeitskontakt 01, 2 und erregt das abfallverzögerte Relais Z. Dadurch schliesst sich der Arbeitskontakt zo dieses Relais und legt das ebenfalls abfallverzögerte Relais Z'an Spannung. Gleichzei- tig wurde das Blinkrelais c5 erregt, dessen Kontakt c512 die Warnlampen L2 und L4 an Blinkspannung legt.
Wird nun die Sandstrahlanlage durch eine der beiden Bedienungspersonen in Betrieb ge- nommen, beispielsweise durch die Bedienungsperson Nr. l, so ergibt sich bei Betätigung des ihr zugeordneten Einschalttasters al nachfolgende Funktion : Über den Bedienungsstromkreis IIa wird das Hilfsrelais Pl erregt und mittels des Kontaktes P11 2 in Selbsthaltung gebracht. Hiedurch schliesst der Kontakt Pull 12 im Stromkreis VIII, wobei die Raumentstaubung eingeschaltet ist und demgemäss der Kontakt d1' 1 2 bzw. c11'1 2 geschlossen ist.
Dadurch wird das Magnetventil MVl erregt und damit der Sandstrahl eingeschaltet.
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Kontakt O1 2 im Stromkreis V, wodurch die Stromversorgung des abfallverzögerten Relais Z unterbrochen is't. Das Relais Z hält aber entsprechend der eingestellten Abfallverzögerung noch weiter-
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hin in Arbeitsstellung. Die Verzögerungszeit beträgt beispielsweise 180 sec. Ausserdem bringt der Kontakt Pl im Stromkreis III das Hilfsrelais R zum Ansprechen, dessen Arbeitskontakt R11,12 den Alarm- und Betätigungsstromkreis VII vorbereitet. Schliesslich schliesst der Arbeitskontakt Rg'im Stromkreis X und schliesst die Lampen L3 und L4 an Dauerspannung.
NachAblaufdereingestelltenAbfallverzögerungdes Relais Z schliesst einmal der Kontakt Z4,3' womit der Bedienungsstromkreis Ia vorbereitet wird. Zum weiteren schliesst der Kontakt Z7,8 wodurch die Hupe Hl im Stromkreis VII an Spannung gelegt ist.
Nunmehr ergeben sich zwei Möglichkeiten, nämlich die Bedienungsperson betätigt wieder den Einschalter al oder die Betätigung dieses Einschalters unterbleibt. Im erstgenannten Fall ergeben sich die nachfolgenden Funktionen :
Im Stromkreis Ia wird über den Kontakt al1.2 das Relais N1 erregt, welches sich über den Kontakt N11.2 selbst halt. Der Kontakt N13.4 im Stromkreis IV schliesst den Erregerstromkreis des Relais O. Damit wird der Arbeitskontakt O1.2 im Stromkreis V wieder geschlossen und das abfallverzögerte Relais Z wieder erregt. Femer wird der Kontakt Z6,7 im Stromkreis VI geschlossen und der Kontakt Z7 im Stromkreis VII wieder geöffnet und damit die Hupe Hl ab- geschaltet. Der Kontakt Z4 g im Stromkreis la öffnet wieder und unterbricht diesen Stromkreis, wodurch das Relais N1 in Ruhestellung zurückkehrt.
Im Fall, dass die Bedienungsperson den Einschaltkontakt al nicht bedient, ergibt sich der nachstehend erläuterte Funktionsablauf :
Da durch Öffnen des Kontaktes Z6.7 im Stromkreis VI dasabfallverzögerterelais ZI strom- los geworden ist, fällt dasselbe nach der eingestellten Abfallverzögerung von beispielsweise 180 sec ebenfalls ab. Hiedurch schliesst der Kontakt Z'und erregt das Hilfsrelais H, welches sich über
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Das Bedienungspersonal innerhalb der Strahlkammer hat nun die Möglichkeit, den Ausschaltkontakt a2 oder a4 zu betätigen. Das Personal ausserhalb der Kammer kann den Ausschalter a7 bedienen. Bei Betätigung dieser Ausschalttaste wird nun im Stromkreis III das Relais R abgeschaltet, welches da- mit abfällt. Hiedurch öffnet sich der Kontakt Ru 12 im Stromkreis VII bzw. der Kontakt Ra 4 im Stromkreis X, wodurch die Alarmeinrichtungen abgeschaltet werden. Für den Fall, dass die Aus- schaltkontakte a2, a4 oder a7 auch nach Ansprechen der Totmanneinrichtung betätigt werden sollen, sind auch im Stromkreis II Kontakte derselben angeordnet, die in diesem Fall das Hilfsrelais Pl bzw. P2 und damit das Magnetventil MV1 bzw. MV2 abschalten.
Die erfindungsgemässe Schaltanordnung enthält im Stromkreis VII überdies noch einen Kontakt d3",, der bei Verlegung der Kanäle der Raumentstaubung schliesst und damit die Hupe Hl einschaltet, so dass das Bedienungspersonal gewarnt wird. Für den Fall, dass die Raumentstaubung abschaltet, sind überdies im Stromkreis VIII die Kontakte clef", und c11'1,2 vorgesehen, durch die der Sandstrahl abgeschaltet wird.