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Elektrome chanische Vierspezies-Kleinrechenmaschine
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verwandeln. Bei Störungen wird nur ein neues Aggregat gegen das gestörte nach Art der Auswechslung einer Radioröhre umgetauscht. Getrennte Zählwerke können als Nebenstellen an die Hauptmaschine (ähnlich Zweitlautsprechern bei Rundfunkgeräten) angeschlossen werden, wobei sie die errechneten Ergebnisse an anderer Stelle unmittelbar anzeigen. Die angeschlossenen Nebenzählwerke können selbstverständlich auch als wahlweise ab-und zuschaltbare Speicherwerke ausgebildet sein.
Es sind zwar bereits Rechenmaschinen mit Zählern bekannt, die durch elektrische Impulse fortschaltbar sind, welche von einer eine Kontaktbank enthaltenden Abtastvorrichtung geliefert werden.
Dabei ist eine durch die Tasten betätigbare Schaltvorrichtung vorgesehen, durch die bestimmte Kontakte der Abtastvorrichtung so durchschaltbar sind, dass beim Abtasten eine Verbindung zwischen einer Spannungsquelle und einem Zähler hergestellt wird. Durch Tastendruck wird für alle Stellen gleichzeitig eine Gruppe von Kontakten, deren Zahl der in der jeweiligen Stelle gedrückten Taste entspricht, durchgeschaltet. Ferner werden die den jeweiligen Stellen zugeordneten Kontaktgruppen stellenweise nacheinander durch die Abtastvorrichtung mit den zugehörigen Zählern verbunden und eine in einer Stelle entstandene Übertragung wird dem Zähler der nächsthöheren Stelle zugeführt, bevor die dieser Stelle zugeordnete Kontaktgruppe mit ihrem zugehörigen Zähler verbunden wird.
Die Kontaktbank enthält eine Anzahl, in Abtastrichtung gesehen, hintereinander angeordneter Kontaktgruppen, die jeweils eine der höchsten Ziffer einer Stelle entsprechende Anzahl von Kontakten umfassen. Jeder Kontaktgruppe ist ein Schleifringsegment zugeordnet. Dabei ist-die Abtastvorrichtung so ausgebildet, dass sie bei einem einzigen Arbeitszyklus nacheinander alle Kontaktgruppen überstreicht und hiebei die einzelnen Kontakte der Kontaktgruppen nacheinander mit dem der betreffenden Kontaktgruppe zugeordneten Schleifringsegment ver- bindet.
Gegenüber dieser bekannten Maschine weisen erfindungsgemäss ausgebildete Rechenmaschinen den wesentlichen Unterschied auf, dass funktionell zusammenarbeitende Teile ihrer Funktion entsprechend organisch in die Maschine eingebaut sind. Ausserdem besitzt die bekannte Maschine einen erheblichen Aufwand an elektronischen Mitteln, wie Röhren, Kondensatoren, Zählröhren u. dgl., wodurch beachtli- che Herstellungskosten entstehen.
Es ist auch schon eine elektrische Rechenmaschine mit als Schrittschaltwerke ausgebildeten Rechenwählern bekanntgeworden, bei der ein Abgreifschaltwerk, welches für jede Stelle einer mehrstelligen Zahl einen Arm besitzt und an dessen Kontaktreihe der Ziffernwert elektrisch gekennzeichnet ist, beim Heraussuchen des gekennzeichneten Kontaktes eine dem Ziffernwert entsprechende Anzahl Stromstösse an einen der Rechenwähler sendet, welche in der Anzahl der Stellen des Resultates vorgesehen sind.
Die den Ziffernwerte des Resultates entsprechende Einstellung der Rechenwähler wird von einem weiteren Abgreifwerk ermittelt, welches für jeden Rechenwähler einen Schaltarm besitzt und eine Anzeigeoder Druckvorrichtung steuert. Jeder Rechenwähler besitzt mindestens einen eine Kontaktreihe bestreichenden Schaltarm, welcher durch seine Einstellung einen dem Ziffernwert des Resultates entsprechenden Kontakt einer von dem Arm des Abgreifschaltwerkes bestrichenen Kontaktbank elektrisch kennzeichnet. Die bekanntgewordene Rechenmaschinenbauart ist deshalb grundsätzlich abweichend, weil schrittweise angetriebene Wähler und Relais, wie sie in der Technik selbsttätiger Fernsprechanlagen Anwendung finden, vorgesehen sind. Es fehlt eine zentrale Impulsverteilung und Steuerung, wie sie beim Erfindungsgegenstand vorgesehen ist.
Vielmehr werden die Impulse von Relais zu Relais übertragen und es wird auf diese Weise die Rechenmaschine gesteuert. Die Subtraktion erfordert einen Rückwärtslauf der Schaltaggregate, während der zentrale Impulsverteiler (Kontaktwalze) beim Erfindungsgegenstand nur in einer Drehrichtung sowohl bei Addition als auch bei Subtraktion arbeitet. Die einzelnen, funktionell zusammenarbeitenden Teile sind nicht zu Aggregaten zusammengefasst, sondern, im Gegenteil, dezentralisiert. Von einem Aufbau in Baukastenform kann nicht gesprochen werden.
Es gibt auch schon elektrische Rechenmaschinen, bei welchen für die Einstellung der Werte eine Volltastatur vorgesehen ist ; es ist für sämtliche Tasten der Volltastatur eine mit Steuerscheiben besetzte Welle angeordnet, die den Werten 0 - 9 entsprechend Kontakte steuern. Zwischen einer Tastatur und von Steuerscheiben gesteuerten Kontakten ist ein umschaltbares Schaltbrett vorgesehen, das für jede Tastenreihe zwei Kontaktreihen aufweist, von denen eine mit derjenigen Kontaktreihe des Schaltbrettes verbunden ist, deren zugehörige Tastenreihe den Komplementärwert zu der erstgenannten Tastenreihe darstellt.
Je eine einer gleichwertigen Tastenreihe zugeordnete Kontaktreihe ist mit je einem der von den Steuer-
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- 9die Tasten mit den Kontakten des Schaltbrettes in Berührung gebracht werden können und von denen jede Reihe mit einem Bewegungssteuerglied für ein Zählglied in Verbindung steht. Das Schaltbrett ist von der
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Motortaste für Addition in die eine die reellen Zahlen übertragende Kontaktreihenendlage und von der Motortaste für Subtraktion in die andere, Komplementärzahlen übertragende Kontaktreihenendlage verschiebbar. Vorhanden ist also eine Umsteuerung, die es ermöglicht, statt des eingetasteten Wertes dessen Komplementärwert zu erhalten, welcher zur Ausführung von Subtraktionen erforderlich ist. Die erfindungsgemäss vorgeschlagene Kombination ist demgemäss nicht offenbart.
Bei der Herstellung von Baueinheiten, die aus einer Anzahl elektrischer, mit Befestigungsdrähten an im wesentlichen kreisförmigen Trägerscheiben befestigten Einzelteilen bestehen, werden an sich bekannte elektrische Einzelteile, z. B. Widerstände, Kondensatoren, Dioden, Transistoren usw., wie sie z. B. auch in elektronischen Rechenmaschinen verwendet werden, zwischen im wesentlichen scheibenförmigen Trägerscheiben aus Isoliermaterial angeordnet und zu einer Einheit verlötet.
Aus dem Radio- und Fernsehgerätebau ist es bekannt, vorgefertigte kleine Einheiten, die meist einen in sich geschlossenen Stromkreis darstellen, in ein Chassis einzusetzen. Darüber hinaus enthält das Chassis eine geschlossene, eine Einheit bildende Gesamtschaltung.
Auch bei elektronischen Rechenmaschinen sind Baueinheiten bekannt, die z. B. eine E 1 T-Zählröhre und die zu ihrem Betrieb notwendigen Widerstände und Kondensatoren enthalten und als Steckeinheit mit dem Gerätegehäuse verbunden sind. Die übrigen Teile derartiger Elektronenrechner sind aber in Form einer einheitlichen Gesamtschaltung in dem Gerätegehäuse enthalten.
Schliesslich hat man bei Teilen von Elektronenrechnern in Form von Schränken Flachstecker am Rahmen befestigt und in die Flachstecker sind Schaltplatten einsetzbar, die logische Schaltungen tragen.
Aber es finden hier keine mechanischen Bewegungen und Verstellungen von Teilen statt. Soweit es sich um elektromechanische Tischrechenmaschinen handelt, werden die Rechenoperationen durch Verstellung von Wellen oder andern Getriebeelementen durchgeführt ; es bedarf daher eines Antriebsmotors.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel gemäss der Erfindung dargestellt, u. zw. in Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemässe Rechenmaschine und in Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie li-il in Fig. 1. Fig. 3 zeigt eine perspektivische Darstellung des Rechenmaschinenchassis mit einzelnen aufsteckbaren Aggregaten nach dem sogenannten Baukastensystem, während Fig. 4 die Schaltung der Rechenmaschine wiedergibt. In den Fig. 5-36 sind die einzelnen Aggregate dargestellt, u. zw. in den Fig. 5-13
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gemässen Systems.
Aus den Fig. l - 3 ist der Chassis-Rahmen 1 ersichtlich, welcher das Gehäuse 3 mit einem um die Achse 4 nach oben drehbaren Deckel 5 und einer nach hinten ausschwenkbaren Rückwand 6 trägt. Am Rahmen 1 ist durch Laschen 7 eine Sockelplatte 8 mit seitlichen Stützen 9 befestigt. Auf die Sockelplatte 8 werden die Multiplikatorwähler 10 aufgesteckt. Ebenso befindet sich auf dem Rahmen 1 eine Sockelplatte 11 für die Einstellanzeigeaggregate 12. Ferner ist noch ein Sockelkörper 13 zu erwähnen, welcher das Kontaktwalzenaggregat 14, den Dekadenschalter 15, sowie den Multiplikations-und Divisionsimpulsgeber 16 aufnimmt. Schliesslich ist im Rahmen 1 noch eine Sockelplatte 17. für die Zählaggregate 18 angebracht. Letztere sind alle gleich gestaltet, so dass sie gegeneinander ausgetauscht werden können.
Kommaschieber mit ihren Gleitbahnen 19,20 und 21 befinden sich in dem Gehäusedeckel 5. Durch Fenster 22 und 23 können die von den Zähloder Einstellanzeigeaggregaten angezeigten Zahlen abgelesen werden. Wie aus Fig. 1 zu erkennen ist, ergibt sich durch das Nebeneinanderliegen mehrerer Zählaggregate 18 durch die Fenster 22 und 23 ein geschlossenes Zahlenbild. Zwischenlagen 24, die am Gehäuse 3 befestigt sind, sorgen bei geschlossenem Deckel für die Abstützung der nur in der Sockelplatte gehaltenen Zählaggregate 18. Ein Netztransformator mit Gleichrichter befindet sich im Gehäuse 25. Elektrische Leitungsdrähte 26 und 27, welche von den Sockelkontakten der Zählaggregate 18 und der Multiplikatorwähler 10 weg zum Kontaktwalzenaggregat 14 und zu dem Dekadenschalter 15 und den Impulsgebern 16 führen, sind in Fig. 2 ersichtlich.
Ebenfalls sind in Fig. 2 Sockelkontakte 28 und 29 zu erkennen.
Die verschiedenen Bedienungselemente sind wie folgt bezeichnet : Einstelltasten 30, Multiplikationstaste 31, Divisionstaste 32, Additionstaste 33, Subtraktionstaste 34, Löschtaste 35 für Resultatzählwerk 18, Löschtaste 36 für Umdrehungszählwerk 18', Löschtaste 37 für EÍ1 ! stell- werk, Divisionsumschalttaste 38, Stellenschalttasten 39 und 40, Multiplikatoreneinstellscheiben 41, optische Stellenanzeige 42, Kontrollampe 43, und Kipphauptschalter 44. Weiterhin ist in Fig. l eine Netzanschlussschnur 45 zu erkennen.
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Es ist noch wichtig zu erwähnen, dass die einzelnen Aggregate in Kunststoffkapseln vollkommen luftdicht und in Vakuum eingeschlossen sein können. Dies bietet einen vollkommenen Schutz gegen Verstaubung oder sonstige schädliche atmosphärische Einflüsse, was bei der Präzision der Aggregate von besonderer Wichtigkeit ist. Ausserdem trägt diese Massnahme zur Geräuschdämpfung bei.
Die Multiplikatorwähler 10, die Einstellanzeigeaggregate 12, das Kontaktwalzenaggregat 14 sowie die Multiplikations- und Divisionsimpulsgeber 16 und der Dekadenschalter 15 können ebenfalls durch Herausziehen aus ihren Sockelkontakten auf einfache Weise entfernt bzw. ausgetauscht werden.
Der Antrieb der Rechenmaschine erfolgt durch Netzwechselstrom, welcher bis auf etwa 4 - 5 V heruntertransformiert und dann durch einen Einweggleichrichter in pulsierenden Gleichstrom verwandelt wird. Diese regelmässig aufeinanderfolgenden Impulse (50 pro sec) werden für den Betrieb der gesamten Rechenanlage herangezogen. Ein Elektromotor ist nicht erforderlich, da durch die Impulse Schrittschalt- werke in Tätigkeit gesetzt werden und so sämtliche erforderlichen Bewegungen hervorrufen. Die Anlage ist so ausgebildet, dass die Schrittschaltwerke zum Teil sich selbst steuern und zum Teil von andern Aggregaten zwangsläufig gesteuert werden. Ein weiteres vorteilhaftes Merkmal der Maschine ist, dass sie keinen verschiebbaren Zählwerkswagen aufweist, da diese Funktion der Dekadenschalter durch einfaches Umpolen vornimmt.
Die Rechengeschwindigkeit könnte einerseits durch Verändern der Impulsfrequenz, anderseits durch konstruktive Massnahmen variiert werden. Der Geschwindigkeit nach oben sind im Falle einer Frequenzänderung durch das Funktionieren der Schrittschaltwerke (Massenträgheit) gewisse Grenzen gesetzt.
An Buchsen 46 können zusätzliche Nebenzählwerke oder Speicherwerke angeschlossen werden, wobei zu erwähnen ist, dass sich mit dem erfindungsgemässen System verschiedene Varianten verwirklichen lassen : a) Zentrales Eingabewerk (Einstellwerk) mit Haupt- und Nebenzählwerken (Fig. 37). b) Der umgekehrte Fall von a), nämlich verteilte Eingabewerke und ein zentrales Rechen- und Ab- lesewerk (Fig. 38). c) Verteilte Eingabewerke mit Ablesewerk, welche zu einem einzigen, zentralen Rechenwerk ge- hören (Fig. 39). d) Für eine Rechenmaschine beliebig viele aus-und einschaltbare Speicherwerke (Fig. 40).
Mit 47 sind in Fig. 2 die Kontaktstifte des Kontaktwalzenaggregates 14, des Dekadenschalters 15 und der Impulsgeber 16 bezeichnet. Saugfüsse 48 sorgen für eine gute Haftung des Chassis 1 auf dem Tisch.
Die Fig. 3, in welcher die erfindungsgemässe Rechenmaschine in der Perspektive dargestellt ist, gibt die Systematik des Aufbaues deutlich wieder. Die Verschalung wurde hiebei weggelassen. Am ChassisRahmen 1 sind die Sockelplatten 8,11 und 17 entsprechend für die Multiplikatorwähl-, Einstellanzeige- und Zählaggregate befestigt. Ebenfalls befindet sich die Welle 4 am Chassis, welche als Drehachse für den Deckel 5 dient. Im hinteren Teil ist das aufgesteckte Kontaktwalzenaggregat 14 zu sehen, daneben, gestrichelt gezeichnet, der Dekadenschalter 15 und Impulsgeber 16. Ganz rechts ist das Gehäuse 25 des Netztransformators mit Zuleitungsschnur 45 zu erkennen.
Von den neun möglichen, aufsteckbaren Multiplikatorwählern 10 ist einer eingezeichnet. Auch vier Einstellanzeigeaggregate 12 sind zu erkennen. Von den Einstelltasten des Tastenfeldes 30 sind zwei eingezeichnet. Sie sind auf eine Betätigungsachse 117 aufgesteckt. Im unteren Teil des Tastenfeldes ist eine von den neun Nockenwellen 151 mit Kontaktnocken 152 sichtbar. Jede Kontaktnocke ist auf die ihr zugeordnete Kontaktgruppe 118 wirksam. In welcher Weise das gesamte Einstellwerk funktioniert, ist aus der Beschreibung für die Fig. 14-17 ersichtlich.
Die Lagerung der Nockenwellen befindet sich einerseits am Winkelstück 119 und anderseits am Trägerteil 119'. Die Lager für die Einstellbetätigungsachsen 117 bilden die obere Sockelplatte 300 und die untere Sockelplatte 301. Sie sind an seitlichen Trägern 302 und 303 festgehalten. Die Leitungen 89 und 90, welche von den Steckkontakten für die Kontaktwalze 14 und Dekadenschalter 15 wegführen, sind im hinteren Teil der Rechenmaschine erkennbar.
An Hand von Fig. 4 soll nun die Wirkungsweise der erfindungsgemässen Rechenmaschine erläutert werden :
Der Netztransformator 49 wird mit seiner Primärseite an das Netz (Wechselstrom 220 V) angeschlossen. Auf der Sekundärseite wird die Niederspannung durch einen Gleichrichter 50 in eine pulsierende Gleichspannung verwandelt, welche über eine Sicherung 51 zur Impulsleitung 52 führt.
Durch den Hauptschalter 44 werden sämtliche Bedienungsorgane an die Impulsleitung angeschlossen,
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Verbindunglich der Umschalter 55 vorher durch die Doppelspule 56 betätigt. Dadurch erfolgt eine Umpolung, welche bewirkt, dass die vom Umschalter 55 zum Tastenfeld 30 führenden Leitungen eine andere Impulsanzahl bekommen, als dies bei gleichgetasteter Zahl in Positiv-Stellung des Umschalters der Fall wäre, u. zw. erhält die Reihe I bei Negativ-Stellung genau die komplementäre Anzahl von Impulsen auf zehn als dies bei Positiv-Stellung der Fall wäre. Tastenreihe II - IX erhält die Neuner-Komplementärzahl.
Um ein Beispiel zu nehmen : Tastenreihe I bei "3" getastet, ergibt bei Positiv-Stellung drei Impulse, bei Negativ-Stellung sieben Impulse. Bei Reihe II-IX getastet, ergibt dies bei Positiv-Stellung ebenfalls drei Impulse, bei Negativ-Stellung jedoch nur sechs Impulse. Dies ist deshalb der Fall, weil von der Reihe I unbedingt eine Zehnerschaltung kommen muss, die das Neunerkomplement auf zehn ergänzt und welche sich auf die Stellen II-IX fortsetzt. In diesem Beispiel wäre also die Zahl "43" im Resultatzählwerk.
Wird nun die Zahl "43" subtrahiert, so ist auf die Minus-Taste 34 zu drücken, wobei der untere Schalter wieder kurz vor dem oberen sich schliesst und bei Loslassen der Taste ersterer geschlossen bleibt und letzterer sich öffnet. Über Leitung 59 gelangen Impulse zu MP, von dort ein einziger Impuls über den unteren Kontakt des Schalters 34 in eine Leitung 70, weiter bis zur Minus-Spule der Doppelspule 56, wodurch zunächst die Umschaltung auf "Minus" erfolgt Von Leitung 70 geht aber dieser eine Impuls auch über Gleichrichter 71 in die Antriebsspule 53 der Kontaktwalze 14 und setzt diese um einen Schritt in Bewegung.
Durch diese Bewegung gelangt der Schleifring 61, welcher über Kontaktbügel 72 dauernd Impulse von der Impulsleitung 52 erhält, mit der Bürste 62 in Kontakt, welche nun die Impulse an das Antriebsaggregat abgibt, so dass sich die Kontaktwalze 14 so lange weiterdreht, bis die Bürste 62 wieder in die Schleifringlücke gelangt und so den Impulsstrom unterbricht, also das Schrittschaltwerk zum Stillstand kommt. Damit hat also die Kontaktwalze eine Umdrehung ausgeführt und sämtliche Leitungen, die zum Tastenfeld führen, mit entsprechend viel Impulsen beschickt.
Diese Impulse kamen jedoch nur in den Leitungen weiter, für welche die Tasten gedrückt
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also durch die Negativ-Stellung des Umschalters 55 die Anzahl von sieben Impulsen durch, welche wie bei Addition über den Dekadenschalter 15 in die Zählstelle 18 gelangen und zur dortstehenden Zahl"3"dazuaddiertwerden, was an sich "10" ergibt. Somit erscheint also an der Einerstelle wieder eine "0". Durch das Schalten von "9" auf "0" wird für die nächste Zählstelle eine Zehnerschaltung ausgelöst.
Da bei Reihe II - IX bei Negativ-Stellung das Neuner - Komplement der eingetasteten Zahl durchkommt, gehen also über die Taste "4" der Reihe II nur fünf Impulse zur Zählstelle II, welche "4" anzeigte. Diese"4"plus die 5 ankommenden Impulse ergeben die Zahl "9" plus die vorhin erwähnte Zehnerschaltung ergibt wieder "10". Bei Negativ-Stellung des Umschalters 55 erhält die Leitung 73 immer neun Impulse, weshalb sie auch"Neunerleitung"genannt sei. Diese neun Impulse kommen bei allen nicht gedrückten Tasten durch und gelangen über den Dekadenschalter (Stelle I - IX) zu den Zählstellen 18. Diese zeigen zunächst also alle auf jeden Fall eine "9" an. Nun wird aber durch die "10" an der Zählstelle"n"die Zehnerschaltung ausgelöst und geht, da überall eine "9" steht, natürlich durch bis zur letzten Stelle.
Nach dieser kann die "1" der "10" nicht mehr erscheinen, da keine Stelle mehr da ist, die diesen Impuls aufnehmen könnte. Es wird also an allen Stellen wieder eine"0"erhal- ten als Ergebnis der Subtraktion : 43-43. Die Umdrehungs-Zählstellen 18'machen bei dieser Subtraktion folgendes : Bei Addition wird durch die ausgelöste Drehung der Kontaktwalze 14 ein einzelner Impuls xuf die Leitung 74 über einen Gegenschalter 75 in eine Leitung 76, weiter über den Umschalter 55 in den Dekadenschalter 15 und von dort schliesslich über die gerade abgetastete Leitung (in diesem Falle die erste) zur ersten Umdrehungs-Zählstelle 18'gegeben, welche nach diesem Impuls also "1" anzeigt. Dies entspricht der einen Kontaktwalzenumdrehung.
Bei der Subtraktion macht die Kontaktwalze ebenfalls eine Umdrehung, jedoch wurde durch das Drücken der Minus-Taste 34 über MP 60 und unteren Kontakt von Schalter 34 auf die Minus-Spule der Doppelspule 56 ein Impuls gegeben und der Umschalter 55 somit auf Subtraktions-Stellung gebracht. Gleichzeitig zweigt dieser Impuls ab und geht über Gleichrichter 71 zu Antriebsspule 53 der Kontaktwalze 14 und setzt diese für eine Umdrehung in Bewegung (wie unter Addition beschrieben). Der eine Impuls, der vorher zur Addition gebraucht wurde und über Leitung 74 fliesst, gelangt nach dem Umschalter 55 nicht mehr weiter.
Dagegen kommen nun die neun Impulse auf Leitung 77 über Gegenschalter 75 und über Umschalter 55 zum Dekadenschalter 15 und von dort weiter auf die erste Umdrehungs-Zählstelle 19',
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welche zu ihrer "1" noch neun Impulse zählen muss, was also "10" ergibt. Diese neun Impulse kommen aber auch über Kontaktsegment 78 zu jeder weiteren Umdrehungs-Zählstelle, von welcher jede also auf "9" geschaltet wird. Die von der ersten Stelle ausgelöste Zehnerschaltung geht nun durch das ganze Umdrehungs-Zählwerk genau wie beim Resultat-Zählwerk beschrieben. Somit steht auch das Umdrehungs-
Zählwerk nach der Subtraktion 1 - 1 wieder auf"0".
Multiplikation
Beispiel : 24 x 12
Die Zahl "24" wird im Tastenfeld 30 Reihe I und II eingetippt, die Zahl "12" mit Multipli- katorwähler 10 eingestellt und die Multiplikationstaste 31 gedrückt. Die beiden unteren Schalter der Multiplikationstaste 31 schliessen kurz vor dem oberen und bleiben im Gegensatz zu diesem beim
Loslassen der Taste geschlossen. Sie werden erst nach Beendigung der Rechnung durch einen Abschluss-
Impuls wieder geöffnet, ähnlich wie bei der Tastenkontrolle 79. Beim Schliessen der Multiplikationstaste 31 gelangt durch Leitung 59 über MP 60 und über mittleren Kontakt der Multiplikationstaste
31 ein Impuls in die Leitung 80, ebenso in die Leitung 81. Von letzterer aus wird die Plusspule der Doppelspule 56 beschickt, womit die Maschine automatisch in Positiv-Stellung gebracht wird.
Ausserdem geht dieser eine Impuls durch eine Leitung 82, über Dekadenschalter 15 auf eine Leitung 83 bis zur ersten Multiplikatorwählstelle 10, u. zw. einerseits auf eine Schaltspule 84 und anderseits über einen durch Nocke 85 gesteuerten Kontaktgeber 86 in eine Leitung 87 (da Kontaktgeber 86 bei eingestelltem Multiplikator durch die Nocke 85 nach links gedrückt wird und somit links Kontakt gibt) und weiter zur Antriebsspule 53 der Kontaktwalze 14, die eine Umdrehung ausführt (wie bei Addition beschrieben). Die eingetippte Zahl"24"wird in das Resultat-Zählwerk übertragen.
Als zweitletzter Impuls kommt der Zehnerschalt-Impuls in eine Leitung 88 und von dort in alle Zählstellen des Resultatzählwerkes und des Umdrehungszählwerkes.
Als abschliessender Impuls bei der Kontaktwalzendrehung kommt der sogenannte "Erst-Impuls" (so genannt, weil er für die folgenden Funktionen als Einleit-Impuls dient) auf eine Leitung 89. Dieser Erstimpuls geht weiter über den geschlossenen untersten Kontakt der Multiplikationstaste 31 in die Leitung 80 und weiter über Dekadenschalter 15 und Leitung 83 zum Multiplikatorwähler 10. Da dieser anfangs auf "2" eingestellt war und beim ersten Impuls auf "1" gerückt ist, ist also der Kontaktgeber 86 immer noch mit dem linken Kontakt in Berührung, wodurch der ankommende Impuls nochmals über die Leitung 87 zur Schaltspule 53 gelangt und die Kontaktwalze 14 wieder in Drehung versetzt.
Es wird im Resultat-Zählwerk also zu den vorhandenen "24" nochmals dasselbe hinzuaddiert, was "48" ergibt. Der ebenfalls wieder durchgegebene"Erst-Impuls"gelangt auf demselben Weg wieder bis zum Multiplikatorwähler 10. Dieser ist jedoch durch den letzten Impuls von "1" auf "0" gerückt worden, wodurch die Nocke 85 in eine Vertiefung der Kurvenscheibe gelangt ist und damit nach rechts schwenkt und den rechten Kontakt berührt. Der Erstimpuls geht also diesmal über Leitung 90 zum Multiplikationsimpulsgeber 16'bzw. in dessen Arbeitsspule 91. Der Multiplikationsimpulsgeber 16' hat die Eigenschaft, dass er bei einem ankommenden Impuls nach jeweils drei Schritten automatisch abschaltet erster Schritt = Anlaufschritt).
Dieser Anlaufschritt wird also durch den Erstimpuls ausgelöst, dadurch gelangt über die Nase des Schleifringes 92 ein von der Impulsleitung erhaltener Impuls in eine Leitung 93 bis zur "Links-Spule" des Dekadenschalters 15 und schaltet eine Dekade nach links, also werden die "Einer-Tasten" mit der Zehner-Zählstelle und die"Zehner-Tasten"mit der Hunderter-Zähl- stelle verbunden.
Nach dem ersten Schaltschritt des Multiplikationsimpulsgebers 16'wurde die Nase des Schleifringes 92 mit einer Leitung 94 verbunden, wodurch also der zweite, von diesem Gerät automatisch ausgeführte Impuls auf die Leitung 94'und weiter in eine Leitung 95, 82 bis zum Dekadenschalter 15 gelangt und von dort über eine Leitung 96 auf die Spule der zweiten Multiplikatorwählstelle 10 kommt. Gleichzeitig gelangt also dieser Impuls über Kontaktgeber 86 in die Leitung 87 bis zur Spule 53 der Kontaktwalze 14, welche, wie schon bereits beschrieben, eine Drehung macht und dabei ihre Impulse in die Leitungen des Tastenfeldes gibt. Die eingetippte Zahl "24" wird über den Dekadenschalter 15 um eine Stelle versetzt übertragen, also kommt die Zahl "24" zu "48" dazu.
In Zahlen ausgedrückt :
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Der Zehnerschalterimpuls geht leer durch, da in der Rechnung keine Zehnerschaltung stattfand. Der Erst-Impuls hingegen geht über Leitung 89 und über den unteren Kontakt der Multiplikationstaste 31 in die Leitung 80 und über den Dekadenschalter 15 weiter zum Multiplikatorwähler 10. Da dieser beim ersten Impuls auf "0" geschaltet wurde, bekommt die Schaltspule 53 keinen Impuls mehr und bewegt sich also nicht. Hingegen gelangt der Impuls über den Kontaktgeber 86 in die Leitung 90 bis zum Multiplika. tionsimpulsgeber 16', welcher wieder zwei Impulse aussendet Den ersten in die Leitung 93 zur Schaltspule des Dekadenschalters 15, welcher eine Stelle weiterschaltet (nach links), der zweite Impuls geht über Leitung 94,95, Dekadenschalter 15 zur dritten Multiplikatorwählstelle, welche jedoch schon auf "0" steht.
Nun wiederholt sich dasselbe wieder, bis alle Multiplikatorwählstellen durchlaufen sind. Am Schluss
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Leitung 97, 98 und somit an allen Einstellwerk-Anzeigen, welche dadurch auf"0"gelöscht werden.
Division
Beispiel : 144 : 12
Der Dekadenschalter 15 wird durch die Stellenschalttaste 39 nach links geschaltet, was automatisch erfolgen kann. Der Dividend wird dann eingetippt (Stelle I, II, In) und durch Plus-Taste 33 in das Resultatzählwerk gebracht. Das Umdrehungszählwerk wird durch Taste 36 gelöscht, was ebenfalls automatisch ausgeführt werden kann. An der Stelle II und In des Tastenfeldes 30 wird der Divisor "12"eingetippt und anschliessend die Divisionstaste 32 gedrückt. Nun läuft die Division vollautomatisch ab.
Beim Druck auf die Divisionstaste 32 wird der obere Kontakt auf Druckzeitlänge geschlossen, während die beiden unteren bis zum Ende der Rechnung geschlossen bleiben. Über MP 60 und mittleren Kontakt von Divisionstaste 32 geht ein Impuls in die Leitung 70 bis zur Minus-Spule von DoppelRelais 55 und schaltet die ganze Maschine auf Minus. Gleichzeitig geht aber dieser erste Impuls auch, über den Gleichrichter 71 in die Leitung 87 und zur Schaltspule 53 der Kontaktwalze 14 und versetzt diese in Drehung.
Da Umschalter 55 auf Minus steht, wird also die Zahl "12" in der unter "Subtraktion" beschriebenen Weise subtrahiert, u. zw. folgendermassen :
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Der hinterherlaufende Zehner-Impuls erfüllt alle im Zählwerk vorgekommenen Zehnerschaltungen und stellt die Zéhrierschaltglieder wieder auf "normal". Der noch folgende "Erst- Impuls" geht über Leitung 89, unteren Kontakt von Divisionstaste 32 und Leitung 99 zum Umschaltkontakt 100 (letzte Zählwerkstelle).
Da"12"in"14"enthalten ist, fand an dieser letzten Stelle eine Zehnerschaltung statt, so dass also der untere Kontakt geschlossen ist und der ankommende Erst-Impuls in die Leitung 101 weiter über Divisionsschalter 102 und in unterer Stellung befindlichem Endschalter 103 (welcher sich übrigens im Dekadenschalter 15 befindet und nur übersichtshalber an einer andern Stelle gezeichnet wurde) in eine Leitung 104 gelangt. Von hier aus gelangt dieser Impuls über Leitung 87 in das Schrittschaltwerk 53 und die Kontaktwalze macht eine weitere Drehung. Diesmal ergibt sich folgende Rechnung :
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Da die subtrahierte Zahl "12" in "24" nicht mehr enthalten war, erscheinen nach links later"9", d. h. es fand an keiner Stelle mehr eine Zehnerschaltung statt, auch an der letzten nicht mehr.
Der nun von der Kontaktwalze kommende "Erst-Impuls" macht bis zum Umschaltkontakt 100 den gleichen
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den oberen Kontakt des Umschaltkontaktes 100 in eine Leitung 105. Von hier geht einmal dieser Impuls in eine Leitung 106 und gelangt auf die +-Spule des Umschalters 55, womit die Maschine auf + geschaltet wird. Ferner gelangt der gleiche Impuls aber auch über eine Leitung 107 zum Divi-
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sionsimpulsgeber 16", welcher gleich geartet ist wie der schon unter "Multiplikation" beschriebene Impulsgeber 16'. Es wird eine Schaltspule 108 in Tätigkeit gesetzt. Nach dem ersten Schritt wird der äussere Schleifring, welcher an die Impulsleitung 52 angeschlossen ist, mit einer Leitung 109 verbunden.
Nun kommen von der Impulsleitung 52 mehrere Impulse über eine Leitung 110 in den inneren Schleifring, welche über den Abnehmer einmal zur Spule 108 und einmal über den äusseren Schleifring in die Leitung 109 gelangen. So wird bei Ankommen eines Impulses von Leitung 107 immer je ein Impuls in die Leitung 109 und in eine Leitung 111 gegeben, worauf sich der Divisionsimpulsgeber automatisch abschaltet. Es gelangt also ein Impuls in die Leitung 109, welche ihn über den Divisionsschalter 102 und Endschalter 103, Leitung 104 und weiter bis zur Schaltspule
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"Plus-Drehung",geführte Schaltschritt des Divisionsimpulsgebers 16" gibt einen zweiten Impuls, diesmal auf die Leitung 111, welcher zur rechten Spule des Divisionsschalters 102 gelangt und diesen in die linke Stellung bringt.
Von der sich noch drehenden Kontaktwalze 14 wird wieder ein Erst-Impuls abgegeben, welcher wieder den gleichen Weg nimmt wie bereits beschrieben.
Durch die gemachte Plus-Drehung fand an allen Zählstellen wieder eine Zehnerschaltung statt, auch an der letzteren. Dadurch wird der Erst-Impuls wieder in die Leitung 101 und weiter bis zum Divisionsschalter 102 geleitet. Durch die Links-Stellung des Divisionsschalters geht der Impuls weiter in eine Leitung 112 bis zum Abzweigpunkt 113. Von hier aus weiter. zur linken Spule des Dekadenschalters 15, so dass. eine Zehner-Dekade ausgeschaltet wird. Anderseits geht dieser Impuls zur Minus-Spule des Umschalters 55 und schaltet das Gerät auf Negativ-Stellung sowie auch über Leitung 114 zur Arbeitsspule 53 und setzt die Kontaktwalze 14 in Drehung. Der gleiche Impuls gelangt über Verzögerer 112 um eine kleine Zeitspanne verzögert in die"Rechtsspule"des Divisionsschalters 102 und schaltet diesen in die Normalstellung.
(Bei Unterteilung der Kontaktwalzen-Drehung in zwölf Schritte und Ruhestellung der Abnahmebürsten auf "Kontakt", müsste in die Leitung 114 ein Impulsverzögerer eingebaut werden, welcher den zuletzt beschriebenen Impuls um einen Impuls-Zeitintervall verzögert an die Kontaktwalze weitergibt. Näheres bei der Beschreibung der Fig. 5-9.
Durch die eben beschriebene Kontaktwalzen-Drehung erfolgt nachfolgende Rechnung :
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Da bei dieser Operation eine Zehnerschaltung stattfand, wiederholt sich das ganze noch einmal, also :
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Somit wäre die Division beendet, da die Nullen anzeigen, dass sie aufging. Die Maschine muss das gleiche Spiel fortsetzen wie schon beschrieben, bis der Dekadenschalter 15 an der letzten Stelle angelangt ist. In diesem Fall wird Endschalter 103 geöffnet, so dass die Maschine automatisch zum Stillstand kommt.
Löschung
Die Löschung erfolgt, indem durch die Tastenschalter 35,36 und 37 Einstellwerk, Resultat-Zählwerk und Umdrehungs-Zählwerk über Kontakte (z. B. 115 beim Resultat-Zählwerk) an die Impulsleitung 52 angeschlossen werden. Diese Kontakte werden jeweils bei "0"-Stellung geöffnet, so dass alle Stellen auf"0"zum Stillstand kommen.
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mässen Rechenmaschine in ihrem Aufbau und ihrer Schaltung näher beschrieben werden :
Fig. 5 - 13 zeigen den Aufbau des Kontaktwalzenaggregates 14. Im Gehäuse 120 befindet sich eine Welle 121 beidseitig gelagert, auf welcher sich wieder die Kontaktwalze 122 befindet. Letztere ist mit Kontaktbahnen 123 von verschiedener Länge zum Durchlassen verschiedener Impulszahlen pro Umdrehung versehen.
Auf die Kontaktbahnen drücken Abtastbügel 124 und 125, welche lediglich aus Platzgründen um 900 versetzt sind. Diese Bügel führen nach unten und münden in einen Schlitz, in
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welchem ihre bombierten Enden vorstehen (s. Fig. 9). Ein verschiebbarer Riegel 126 ist mit speziell geformten Kontaktstücken versehen und lässt sich nach rechts bzw. links verschieben. Die Kontaktstücke
127 stellen die Verbindung (Fig. 9) beispielsweise zwischen Kontaktbügel 124 und Kontaktstift 137 her.
Wird der Riegel 126 nach rechts verschoben, so gelangen die Kontaktstücke 127 in die gestri- chelt gezeichnete Lage und stellen die Verbindung zwischen Bügel 125 und Stift 137 her. Dies ent- spricht dem Umschaltvorgang von Plus auf Minus. Hervorgerufen wird diese Hin- und Herbewegung durch Elektromagnete 129 und 130 und deren Kolben 131 und 132. Die Kraft der Elektromagnete wird übertragen durch einen vorne gegabelten Schwenkhebel 133.
Ein Schrittschaltwerk 134 dient zum Antrieb der Kontaktwalze 122, die jeweils immer min- destens eine volle Umdrehung ausführen muss. Hiebei-werden je nach Länge der Kontaktbahnen 123 verschiedenviele Impulsevon 0 bis 10 über die Kontakte im Umschaltriegel 126 in Kontaktstifte 137 gegeben. Je nach Stellung des Schaltriegels 126 werden entweder die Impulszahl von 0 bis 10 oder deren komplementären Anzahl in die Kontaktstifte 137 geleitet. Eine Rastfeder 136 sorgt für eine einwandfreie Stellung des Riegels 126 links oder rechts.
Fig. 10 - 12 stellen einen Ausschnitt der Sockelplatte 13 und des Kontaktwalzenaggregates 14 sowie deren Steckverbindung dar. Das Kontaktwalzenaggregat 14 hat seitliche Anschlussstifte 137 und untere Anschlussstifte 138. In der Sockelplatte 13 sind dementsprechend kleine U-förmigeMessingschienen 139, welche Kontaktstifte 137 aufnehmen und Messingbuchsen 140, welche Kontaktstifte 138 aufnehmen, eingebaut. An diese Anschlussteile sind Ableitungen 141 und 142 angelötet. Ein Federschlitz 143 dient der einwandfreien Kontaktgebung.
Der Schaltplan (Fig. 13) verdeutlicht alle elektrischen Vorgänge. An Hand der Fig. 13a sei noch erklärt, wie bei Ankommen eines einzigen Impulses zum Schrittschaltwerk 134 die Kontaktwalze 122 mindestens eine Umdrehung machen muss : Durch Leitung 144 kommt von irgendeiner Stelle ein Impuls, wodurch das Schrittschaltwerk einen Schritt ausführt. Hiedurch kommt aber der Bügel 145 von seinem Isolierfeld 146 weg, da sich letzteres durch den Schaltschritt bewegt hat und trifft auf die leitende Schicht der Kontaktwalze 122. Diese Schicht wird aber über Bügel 147 von der Impulsleitung 52 (s. Fig. 4) stetig mit Impulsen versorgt, welche nun über Bügel 145 und Leitung 148 zum Schrittschaltwerk 134 gelangen und so dieses weitertreiben.
Dies geschieht so lange, bis die Isolationsstelle 146 wieder auf den Bügel 145 trifft und so den Mechanismus automatisch abschaltet.
Fig. 14 -17 veranschaulichen die Funktion einer beispielsweise angeführten Ausführungsform des Eingabemechanismus. An Hand der Fig. 16 kann die Funktion näher erläutert werden : Taste 149 wird nach unten gedrückt. Dadurch treibt Zahnstange 150 eine mit einer Verzahnung versehene Welle 151 an, u. zw. je nach getippter Zahl von 1 bis 9 Zähnen (Beispiel Fig. 16 mit neun Zähnen). Eine Nocke 152 ist so auf der Welle 151 gelagert, dass die durch Tastendruck erreichbare Endstellung der verdrehten Welle so liegt, dass die Nockenspitze nach unten zeigt, wodurch Kontaktfeder 153 von Kontakt 154 gelöst und mit Kontakt 155 verbunden wird. Dies entspricht der Funktion, wie sie im Tastenfeld nach Fig. 4 verlangt wird.
Die Begrenzung der Verdrehung der Welle 151 wird durch eine Zahnaussparung 156 erreicht, da der Eingriff hier unterbrochen wird.
Durch das so ausgeführte Einstellwerk wird erreicht, dass eine zu klein getippte Zahl sofort, ohne zu löschen, korrigiert werden kann und anderseits bei zu gross getippter Zahl jede kleinere Zahl zum Eintip - pen gesperrt wird (Sicherung gegen Fehlbedienung). Wie dies vor sich geht, zeigt Fig. 17. Hier wurde
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zur Zahl "6" zugehörige Nocke 157 zeigt genau nach unten und betätigt somit die gewünschten Kontakte (Fig. 16), während die Nocke für die Zahl" 5" bereits über den untersten Punkt gedreht ist. In dieser Lage ist aber der nicht verzahnte Teil 158 der Welle 151 so gestellt, dass beim Drücken der Taste "5" der erste Zahn 159 der Zahnstange 150 auf ihm aufläuft und ein Verstellen verhindert.
Fig. 18-20 zeigen eine Ausführungsform des Dekadenschalters. Auf einer Welle 160 sitzen folgende Elemente : Eine Kontaktscheibe 161 für Multiplikator-und Umdrehungszahl-Verteiler mit Schleifringen 162 und 163, eine Rastscheibe 164, eine Schaltscheibe 165 für Links-Drehung, Schaltscheibe 166 für Rechts-Drehung, eine Stiftscheibe 167, eine Anzeigenscheibe 168 sowie eine Stützscheibe 169. Alle diese Elemente sind durch einen Keil fest mit der Welle 160 verbunden, während letztere im Gehäuse 170 drehbar gelagert ist.
Eine Sperrgabel 171 ist im Gelenk 172 schwenkbar gelagert. Die Sperrgabel 171 weist einen rechten Sperrzinken 173 und einen linken Sperrzinken 174 auf. Beide Zinken gehen nach unten in Gleitnasen 175 bzw. 176 über. Zwei Schaltmagnete 177 und 178 sorgen für eine Links- bzw. Rechts-
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drehung der Stiftscheibe 167, wobei Schaltfedern 179 bzw. 180 die Schaltschritte auf die Schalt- träger 165 bzw. 166 zu übertragen haben. Umschaltflächen 181,182 bilden mit den Schaltfedern
179,180 einen Teil. Eine Blattfeder 183 sorgt zusammen mit einem Stift 184 für ein Beibehal- ten der linken bzw. rechten Stellung der Sperrgabel 171. Drei Schleifkontakte 186,185 und 189' sind dem Multiplikator- und dem Umdrehungszähl-Verteiler zugeordnet, wobei letzterer in Fig. 19 nicht sichtbar ist.
Kontaktstifte 187,188 geben mit Abnehmern 189, 186'und 190 Kontakt. Abnehmer
189 ist in Fig. 19 ebenfalls nicht sichtbar. Kontaktstifte 191 geben mit Kontaktfahnen 192 Kon- takt. Der Abnehmer 189 ist segmentförmig und hat in Stellung "l" mit allen Stiften 187, unter Ausnahme des ersten, Kontakt. Dieser erste Stift 187 hat hingegen Kontakt mit Abnehmer 186', welcher in Fig. 19 und 20 zu erkennen ist.
Soll der Dekadenschalter eine Schaltung nach rechts ausführen, so erhält die linke Spule 178 einen Impuls. In Fig. 18 ist die Lage so gezeichnet, dass dies ohne weiteres möglich ist und durch die Schaltfeder 180 über die Schaltzähne auf dem Schaltrad 166 eine Bewegung nach rechts (Fig. 18 im Uhrzeigersinn) zustande kommt. Soll der Dekadenschalter nach links geschaltet werden, so bekommt die rechte Spule 177 einen Impuls (oder auch mehrere). Der Magnetkolben zieht die Schaltfeder nach unten und damit auch die Umschaltfläche 181.
Da diese zu ihrer Bewegungsrichtung eine Schräge auf- weist, die an der Nase 175 anliegt, wird durch die Abwärtsbewegung der Fläche die Nase 175 und damit die Sperrgabel 171 nach links gedrückt, wobei der linke Sperrzinken 174 gegen die Schalt- feder 180 drückt und diese ausser Eingriff aus dem Schaltrad 166 bringt. Die Sperrgabel verharrt auf dieser Stellung durch Blattfeder 183 und Bolzen 184, bis ein Impuls von der Gegenseite kommt. Dann wiederholt sich der gleiche Vorgang, jedoch in entgegengesetzter Richtung. Dieses Abheben der der gerade arbeitenden Schaltfeder gegenüberliegenden Schaltfeder ist wichtig, damit letztere die Schaltbewegung nicht sperren kann. Die Rastscheibe 164 sorgt zusammen mit Rastfeder 193 für ein einwandfreies Einrasten der verschiedenen Elemente in jeder Stellung.
Die Anzeigescheibe 168 zeigt durch ein Fenster die jeweils eingeschaltete Stelle der Zählwerke an, da kein bewegter Zählwerkswagen mehr vorhanden ist.
Die elektrischen Funktionen sind am besten aus dem Schaltschema nach Fig. 20 ersichtlich. Die ver- schiedenen festen und bewegten Kontakte sind an Kontaktstifte angeschlossen, wie aus dem Schema hervorgeht. Diese Kontaktstifte muss man sich im Gehäuse befestigt vorstellen. Sie dienen hauptsächlich der guten Auswechselbarkeit.
Fig. 21-24 zeigen einen Multiplikatorwählschalter (in Fig. 4 mit 10 bezeichnet).
Auf einer Welle 194 sind miteinander verbunden und auf ihr drehbar gelagert : eine Rändelscheibe 195, eine Zahlenrolle 196, ein Schaltrad 197, eine Steuerscheibe 198, eine Kontaktscheibe 199 und eine Rastscheibe 200. Sie sind alle verbunden durch Stift 201. Ein Schrittschaltwerk 202 übt die übliche Funktion aus. Eine Bürste 203 schleift auf Kontaktscheibe 199, ebenso ein Schleifkontakt 204, welcher sich in Stellung"0"des Wählers auf einer Isolierstelle 205 befindet. Ein Steuerhebel 206 wird durch eine Feder 207 mit der Nase an seinem oberen Arm gegen die Steuerscheibe 198 gedrückt. Der Steuerhebel 206 ist im Lager 208 drehbar gelagert und im unteren Teil mit einem Kontaktlappen 209 versehen. Zwei Kontakte 210 und 211 werden je nach Lage mit dem Kontaktlappen 209 verbunden. Eine Sperrklinke 212 sorgt dafür, dass das Rändelrad 195 nur in einer Richtung gedreht werden kann.
Eine Rastfeder 213 gibt mit der Rastscheibe 200 jeweils die richtige Lage der auf der Achse 194 drehbaren Elemente.
In der gezeichneten Stellung befindet sich der Multiplikatorwählschalter in Ruhestellung, also auf Stellung "0". Soll eine Zahl, mit welcher eine eingetippte Zahl multipliziert werden soll, eingestellt werden, so wird das Rändelrad 195 in Pfeilrichtung verdreht. Die Zahlenrolle 196 dreht sich mit, so dass die gewählte Zahl auch kontrolliert werden kann. Durch das Verdrehen des Rändelrades 195 wird die Isolationsstelle 205 der Kontaktscheibe 199 ebenfalls verdreht, so dass der Schleifkontakt 204 auf die leitende Stelle der Kontaktscheibe 199 kommt, womit über die Bürste 203, die ebenfalls mit der Kontaktscheibe 199 in Kontakt steht, eine leitende Verbindung bis zum Sockelstift 214 hergestellt wird (s. Fig. 24).
Gleichzeitig wird durch das Verdrehen der Steuerhebel 206 aus der Vertiefung 215, in welche er mit seinem nasenförmigen Oberteil hineinragt, herausgehoben, so dass eine Linksdrehung (gegen Uhrzeiger in Fig. 21) des Steuerhebels eintritt. Dabei wird der Kontaktlappen 209 nach rechts gegen die Kontaktfeder 211 gedrückt, wodurch die leitende Verbindung zwischen zwei Sockelstiften 214 hergestellt wird (s. auch Fig. 24). Wie die Verbindungen von den Sockelstiften 214 nach aussen weitergehen, ist in Fig. 4 zu verfolgen.
Wird z. B. die Zahl "3" eingestellt, so dreht sich die Isolationsstelle 205 soweit, dass sie nach
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drei Schaltschritten wieder auf dem Schleifkontakt 272 anlangt, wobei der Stromkreis zum Schrittschaltwerk 202 unterbrochen und so automatisch abgeschaltet wird. Ebenso wird nach drei Schaltschritten bei eingestellter Zahl "3" die Nase des Steuerhebels 206 wieder in die Vertiefung 215 hineingleiten, wobei der Kontaktlappen 209 die Verbindung mit der Kontaktfeder 210 herstellt. Die Weiterführung der Leitungen muss ebenfalls wieder in Fig. 4 verfolgt werden. Die Rastscheibe 195 kann nur in Pfeilrichtung gedreht werden, da sonst die Schaltfeder 216 beschädigt würde. Eine Gegendrehung wird durch die Sperrklinke 212 verhindert.
In Fig. 25 - 27 wird der Multiplikationsimpulsgeber, der auch als Divisions-Impulsgeber Verwendung findet (in Fig. 4 mit 16'und 16" bezeichnet), näher erläutert. Auf einer Welle 217 sitzen mit ihr fest verbunden eine Rastscheibe 218, eine Schaltscheibe 219 und eine Kollektorscheibe 220.
Die Welle ist im Gehäuse drehbar gelagert. Ferner sitzt auf der Welle eine Kontaktscheibe 221, die aber fest mit dem Gehäuse durch einen Stift 222 verbunden ist. In der Kollektorscheibe 220 befindet sich eine Kontaktscheibe 223. Diese weist in gewissen Abständen Isolierstellen 224 auf. Auf jeweils eine dieser Isolierstellen trifft im Ruhestand des Impulsgebers eine Bürste 225. Ein Schleifkontakt 226 hat dauernd Kontakt mit dem leitenden Teil der Kontaktscheibe 223. Mit letzterer ist auch ein Schleifbolzen 227 leitend verbunden, welcher bei'Drehung der Kontaktscheibe 223 mit allen Kontaktstiften 228 eine leitende Verbindung herstellen kann. Die Stifte 228 sind abwechselnd mit Leitungen 229 und 230 verbunden, welche je in einen Sockelstift 231 münden. Ein Schrittschaltwerk 232 übt zusammen mit einer Schaltfeder 233 und dem Schaltrad 219 die übliche Antriebsfunktion aus.
Eine Rastfeder 234 sorgt für einwandfreie Stellung der sich drehenden Elemente in ihrer Ruhelage.
Kommt ein einzelner Impuls von aussen in die Antriebsspule 232, so wird das Schaltrad 219 und damit auch die Kollektorscheibe 220 um einen Schritt verdreht, wobei die bis jetzt auf einer Isolierstelle 224 gewesene Bürste 225 auf die leitende Stelle der Kontaktscheibe 223 gelangt. Dasselbe geschieht mit Schleifstift 227, welcher Verbindung mit einem Kontaktstift 228 aufgenommen hat.
Die Kontaktscheibe 223 wird von aussen, da sie an die Impulsleitung 52 (Fig. 4) angeschlossen ist, dauernd mit Impulsen beschickt, welche nunmehr über die Bürste 225 in das Schrittschaltwerk gelangen, welches also einen weiteren Schritt macht. Dieser Impuls, der also diesen zweiten Schaltschritt veranlasst, geht aber gleichzeitig über den Schleifstift 227 (s. Fig. 27) in die Leitung 229 und weiter zu einem Sockelstift 231. Unmittelbar darauf - wenn der Impuls zu Ende ist-drückt die Druck- feder den Schaltkolben mitderSchaltfeder 233 nach oben und bewirkt eine weitere Drehung der Schalt- scheibe 219, der Kollektorscheibe 220 und der Rastscheibe 218.
Der nun wieder einsetzende Impuls (der dritte) zieht den Schaltkolben'wieder an, und geht ausserdem über den Schleifstift 227, diesmal jedoch weiter in einen Kontaktstift 228, welcher mit der Leitung 230 verbunden ist und mündet schliesslich in einen Sockelstift 231. Ist dieser dritte Impuls vorbei, dann führt der Kolben durch die Druckfeder angetrieben, wieder eine Bewegung nach oben durch, wobei über die Schaltfeder 233 wieder eine Drehbewegung der Kollektorscheibe 220 und der andern Scheiben hervorgerufen wird. Dabei gelangt jedoch eine Isolationsstelle 224 wieder vor die Bürste 225 und sperrt die Impulszufuhr, die über den Schleifkontakt 226 auf die Kontaktscheibe 223 erfolgt, so dass das Schrittschaltwerk automatisch abstellt.
Gleichzeitig gelangt auch der Schleifstift 227 auf eine isolierende Stelle zwi- schen zwei Kontaktstiften 228, so dass weder in die Leitung 229 noch in die Leitung 230 Impulse gelangen können. Der Impulsgeber ermöglicht es also, dass ein ankommender Impuls je einen solchen auf die Leitung 229 und 230 abgibt, wobei er danach selbsttätig wieder in die Ausgangslage versetzt wird und der Vorgang sich beliebig oft wiederholen kann. Die Impulswege können in Fig. 4-ausgehend von den Sockelstiften - weiter verfolgt werden.
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Auf einer Welle 235 sitzen eine kombinierte Steuer-und Rastscheibe 236,237, ein Schaltrad 238, eine Zahlenrolle 239 und ein Zahnrad 240. Alle diese Elemente sind mit der Welle 235 auf Drehung fest verbunden. Über zwei Zwischenräder 241 und 242 wird ein Kupplungsrad 243, welches mit Kupplungswelle 244 durch einen Keil verbunden ist, angetrieben. Ein Steuerhebel 245 weist eine drehbare Steuerrolle 246 auf und ist selbst um ein Lager 247 drehbar. Eine Blattfeder 248 übt auf den Steuerhebel 245 einen Druck aus, der nach oben gerichtet ist. Eine Drehfeder 249 drückt einen Kontaktwinkel 250 nach unten, welcher jedoch in seiner Lage verharren muss, da er auf der Nase eines Sperrhebels 251 aufliegt. Eine Blattfeder 252 übt auf einen Anker 253 einen Druck nach unten aus, welcher jedoch ebenfalls auf der Nase des Sperrhebels 251 aufliegt.
Letztere wird durch eine Blattfeder 254 um einen Drehpunkt 255 nach rechts gedrückt, so dass für den Anker 253 und
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Kommen ein oder mehrere Impulse zur Schaltspule des Aggregates, so wird der Kolben 267 angezogen, wobei die Schaltfeder 268 über den nächsten Zahn des Schaltrades 265 nach unten abgleitet.
Da die Schaltfeder 268 immer einen leichten Druck gegen das Schaltrad 265 ausübt, ist es klar, dass sie nach Abgleiten über den Zahn in diesem gleich von unten einhängt. Hört der sehr kurz dauernde Impuls wieder auf, so wird die Magnetspule strom- und dadurch auch kraftlos. Die beim Nachuntenziehen des Gleitkolbens 267 gespannte Druckfeder 269 kann sich nun wieder ausdehnen und drückt den Gleitkolben 267 samt der Schaltfeder 268 nach oben. Da letztere aber in einem Zahn des Schaltrades 265 eingehängt hat, wird dieser um einen gewissen Betrag - nämlich 360 - nach rechts gedreht (Fig. 33), womit eine bestimmte Zahl im Fenster angezeigt wird.
Bei der Schaltung der Zahlenrolle von "9" auf "0" muss diese eine sogenannte"Zehnerschaltung" für die nächsthöhere Zählstelle ausführen. Dies geschieht folgendermassen : Bei Schaltung der Zahlenrolle von "9" auf "0" kommt die Zehnerschaltnocke 280 in eine solche Lage, dass sie am abgebogenen Teil
274 der Zehnerklinke 273 vorüberstreichen muss. Die Nocke 280 drückt dabei den abgebogenen Teil 274 gegen das Zentrum der Zahlenrolle, so dass die Zehnerklinke 273 eine leichte Drehung entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn ausführt. Ihr unteres, zugespitztes Ende wird somit nach rechts über die Kröpfung 287 des Zehnerkontaktes 276 gedrückt, wobei letzterer Kontakt mit dem Sockelstift 277 gibt.
In diesen Sockelstift gelangt von aussen im richtigen Moment der Zehnerimpuls, der nun über den Zehnerkontakt 276 den Weg zur nächsten Zählstelle nehmen kann. Dieser Zehnerimpuls geht aber gleichzeitig in die Zehnerspule 270 der nächsten Zählstelle und erregt diese, so dass der Zehnerkolben 271 nach oben gezogen wird. Die obere, abgerundete Kuppe des Zehnerkolbens schlägt dabei gegen die schräge Fläche der Zehnerschaltklinke 273. Da der Kolben bis dahin jedoch einen bestimmten Weg machen muss, verstreicht eine gewisse Zeit, die genügt, dass der gleiche Impuls, der den Magnet erregt, über den Zehnerkontakt zur nächsten Zählstelle gelangt und dort das Schrittschaltwerk auslöst.
Sofort darauf, also nach der Bewegungszeit des Zehnerkolbens, bis dessen Kuppe auf der Schräge der Zehnerklinke 273 aufschlägt, wird letztere durch den Schlag des Kolbens auf die Schrägfläche etwas im Uhrzeigersinn verdreht und damit wieder in ihre ursprüngliche (in Fig. 33 gestrichelt gezeichnete) Lage versetzt. Der Zehnerkontakt 276 ist dabei wieder mit dem oberen Kontakt 278 verbunden. Die Druckfeder 272 drückt den Zehnerkolben nach Aussetzen des Impulses gleich wieder in seine untere Lage zurück. Die Resultatzählwerk-Stelle, welche sich im Zählwerk ganz links befindet, ist, wie aus Fig. 4 zu entnehmen, wegen der Steuerung der automatischen Division etwas anders geschaltet. In der Beschreibung der Division ist darüber Näheres zu entnehmen.
Die Löschung ist so ausgestaltet, dass bei jeder eingestellten Zahl (ausser "0") die beiden Kontakte 283 und 284 geschlossen sind. Der Kontakt 284 ist über die Löschtaste an die Impulsleitung 52 (Fig. 4) angeschlossen, die stetig Impulse liefert. Diese Impulse gehen also auf Kontakt 283 über und weiter in das Schrittschaltwerk 288, welches so lange schaltet, bis die Zahl "0" am Fenster erscheint. Bei "0" ist nämlich die Löschnocke 282 auf den Kontakt 283 aufgelaufen und hat diesen vom Kontakt 284 getrennt, womit das Schaltwerk automatisch zum Stillstand kommt. Dies ist bei allen Zählaggregaten gleich. Dieser Vorgang kann ebenfalls in Fig. 4 genau verfolgt werden.
Fig. 36 ist die schematische Darstellung des Zählaggregates, wobei erwähnt sei, dass die Darstellung der mechanischen Funktionen der Schalter und Kontakte nicht völlig der technischen Ausführungsform der Fig. 33 entspricht. Die Funktionen sind jedoch dieselben.
Die Hauptrechenmaschine nach Fig. 37 istso ausgebildet, wie in Fig. l und 2 dargestellt. Es sind entweder so viele Buchsen 46 vorhanden wie die Rechenmaschine Stellen hat oder aber eine Buchse kann mehrere Pole besitzen, so dass mehrere Stellen in einer Buchse zusammengefasst sind. Mit speziellen An- schlusssteckern können Nebenzählwerke über ein Verteilerglied an diese Buchsen angeschlossen werden. Je nach der Anzahl der Anschlüsse im Verteilerglied können verschieden viele Nebenzählwerke angeschlossen werden.
Das Rechenwerk nach Fig. 38 besitzt so viele Eingangsbuchsen wie Einstellstellen vorhanden sind bzw. entsprechend weniger bei mehreren zusammengefassten Leitungen. An ein Sammelglied vor dem Rechenwerk werden alle Einstellwerke angeschlossen. Von diesem Sammelglied aus führen die Leitungen in das Rechenwerk. Soviele Anschlüsse das Sammelglied auf der Eingangsseite besitzt, soviele Einstellwerke sind anschliessbar. Ebenso verhält es sich mit dem Zählwerk, wie aus der Beschreibung der Fig. 37 hervorgeht. Ähnlich liegen auch die Verhältnisse bei den Anordnungen nach Fig. 39 und 40.
Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern es sind die verschiedensten Abwandlungen möglich, ohne dass der Rahmen der Erfindung verlassen wird.