AT24594B - Verfahren zur Herstellung einer Anstrichmasse. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Anstrichmasse.Info
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Description
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Schmilzt man das z. B. mit Zinkoxyd verseifte Harz mit Wollfett (Ncutralwo ! ! fett) zusammen, so bildet sich eine klare Schmelze. Lost man diese Schmelze noch warm in
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bekannt, dass die Seifen der alkalischen Erden und auch der Alkalien, sofern sie mit Wollfettsäuren hergestellt sind, sich in Petroleumdestillaten klar auflösen. Es sei hier ferner auf die Untersuchungen Donaths in der"Chemiker-Zeitung"1899, Nr. 7, Seite 63 verwiesen, in welchen nähere Mitteilungen über die Löslichkeit solcher Seifen in Mineralölen gemacht werden.
Magnesiaseifen der Wollfettfettsäuren übertreffen nun in ihrer Wirkung die Seifen der alkalischen Erden und der Alkalien noch um ein ganz bedeutendes, so dass man
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sondern, dass sich noch grosse Quantitäten Neutralwollfett hinzufügen lassen, welche ebenfalls neben den Magnesiaseifen dauernd klar gelöst bleiben. Diese Wirkung geht soweit, dass ein Neutralwollfett mit nur 5-6% Magnesiaseifengehalt sich dauernd klar in Teerölen und ähnlichenLösungsmittelnlöst.
Der Fabrikationsgang ist im nachstehenden beschrieben. Als Ausgangsmaterial für das
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erfolgen, also im Autoklaven bei zirka t U Atm. Die hiebei entstehenden Produkte sind zwar brauchbar aber kostspielig herzustellen und infolge ihres Wassergehaltes meist nicht ganz klar löslich. Man geht vorteilhaft vom Wollwaschwasser aus, welches in bekannter Weise mit Magnesiasalzon unter Zusatz von sehr wenig Kalk gefällt wird. Der entstandene
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durch Abdestillieren vom Benzin befreit.
Es resultiert ein sehr dunkles Wollfett, welches sämtliche Wollfettfettsäuren, die im Wollwaschwasser als Kali- oder Natronseifen vorhanden
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und zwar variiert die Menge des Harzes je nach dem Verwendungszweck in dem Ver- hältnis von l Teil Wollfett zu 1 Teil Harz bis 1 Teil Wollfett zu 1/3 Teil Hart. dites
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selbst wenn man es längere Zeit erhitzt. Trägt man aber das maximal erforderliche Zink- oxyd auf einmal unter heftigem Umrühren in das 130 warme Harzwollfettgemisch ein, so
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Reaktionswärme eine Tcmpcraturstoigorung auf, gleich darauf erfolgt ein Temperaturabfall, da das entstandene Wasser verdampft werden muss.
Auf 100 Teile Harz sind bei diesem Arbeiten 12-5 Teile Zinkoxyd erforderlich. Mit Zinkkarbonat ist diese Verbindung nicht herstellbar, wohl aber lässt sich ein Teil des Zinkoxydes durch Magnesia ersetzen. Das eutraIwollfett in dorn Harzwollfettgemisch bleibt beim Erhitzen mit den Oxyden unverändert.
Es resultiert bei dieser Arbeit eine vollständig klare, gelbbraune Schmelze, welche vollkommen homogen ist und bleibt, und welche sich in den verschiedensten Lösungsmitteln
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beigemengten Farben eine vorzügliche deckende, harte und zähe Haut bildet.
Das Wesentliche der vorliegenden Krssndung ist erstens die beschriebene Maximalverseifung des Harzes mit Zinkoxyd bezw. Magnesia, zweitens die Vorwendung des Neutral- wollfettes mit einem geringen Gehalte an Magnesiaseifen der Wollfettfettsauren. Obwohl
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zweibasisch ist, konnte aus dieser Angabe ein Schluss auf das Verhalten des Harzes gegen Zinkoxyd nicht gezogen werden. Denn gerade das Verhalten gegen Zinkoxyd zeigt als neue Tatsache, dass die beiden Basizitäten ungleichwertig sind, und dass demnach vielleicht eine einbasische Oxysäure vorliegt. Ist die Karboxylgruppe dieser einbasischen Oxysäure mit Zinkoxyd einfach neutralisiert, so nimmt die Säure kein Zinkoxyd weiter auf, weil die saure Eigenschaft der Hydroxylgruppe zu. schwach geworden ist.
Verseift man aber momentan mit dem maximal anwendbaren Zinkoxyd, so bildet sich das basische Zinksalz der Harzsäure, wahrscheinlich unter gleichzeitiger Verseifung etwa vorhandener Ester, so dass dann mehr als die doppelte Menge Zinkoxyd gebunden wird. Gerade diese Zinkverbindung ist die einzige für das beschriebene Verfahren anwendbare.
Auch die Verwendung des Ncutralwollfettes mit einem geringen Gehalt an Magnesiascifen der Wollfettfettsäuren ist als neu zu bezeichnen. Wenn auch bekannt war, dass sich Erdalkaliseifen der Wollfettfettsaurc allein in Petroleumdestillaten klar lösen, so war damit
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mitteln klar gelöst bleibt, wenn man einen winzigen Bruchteil von Magnesiaseifen der Wollfettfettsäuren hinzufügt. Denn gerade das klare Auflösen von Wollfett in kalten Lösungsmitteln macht ungeheure Schwierigkeiten, während Erdalkaliseifen leicht in Lösungmitteln klar aufzulösen sind.
Es waren erst zahlreiche Versuche notwendig, ehe das beschriebene Verfahren aufgefunden wurde, und erschwert wurden diese Versuche noch dadurch, dass die Magnosiaseifen erst zuletzt probiert wurden, weil Magnesium bekanntlich nicht zu den eigentlichen Erdalkalimetallen gehört. Dass schliesslich nur eine so kleine
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neuen Körper darstellt, der bisher weder vorgeschlagen, noch hergestellt wurde.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : EMI3.5 Anstrichmasse, dadurch gekennzeichnet, dass man einerseits Kolophonium mit der maximalen Menge eines geeigneten Metalloxydes, besonders Zinkoxyd, unter eventuellem teilweisen Ersatz des Zinkoxydes durch Magnesia verseift, andererseits ein Neutralwoltfett mit Gehalt EMI3.6
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