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rundeten Bereich mit Verstärkungen 16 versehen. Diese Verstärkungen 16 besitzen am oberen Rand des Gehäuses 10 konische Einführungen für das Deckelscharnier, besonders für die beiden Enden des
Stiftes 15. Die konischen Einführungen 17 sind am Ende kreisförmig erweitert und entsprechen an der tiefsten Stelle etwa dem Durchmesser des Stiftes 15. An der Spitze 10a ist im Schiffchengehäu- se 10 ein etwa halbkreisförmiger Steg 18 angeordnet, der zum Abstützen der Seitenwände des Ge- häuses 10 dient und als vorderer Anschlag für die eingelegte Bobine 13 und als Auflage für den
Deckel 11 bestimmt ist. Dieser Steg 18 nimmt nur zwei Drittel der Seitenwandhöhe ein und der
Abstand zur Spitze des Gehäuses beträgt beispielsweise 10 mm.
Eine Seitenwand des Gehäuses 10 ist am Rand über dem Steg 18 mit einem nach innen überstehenden Falz 19 versehen, unter den der
Deckel 11 beim Verschliessen des Schiffchens eingedrückt wird.
Das Auswechseln eines Schiffchenteiles geht wie folgt vor sich : Der Stift 15 des Deckelscharniers am Deckel 11 wird mit seinen Enden in die Einführungen 17 im verstärkt ausgebildstsn Teil 16 desGehäuses 10 eingedrückt. Der elastische Kunststoff gibt dabei nach und nimmt das Deckelscharnier so auf, dass es zwar drehbar im Gehäuse 10 gelagert ist, aber nicht von selbst aus diesem herausfallen kann. Dafür sorgt vor allem das Ende der konischen Einführung 17, da der Durchmesser des Stiftes 15 grösser als die lichte Weite der Einführung 17 im Hals des konischen Bereiches ist. Nach dem Einlegen einer Bobine 13 kann der Deckel 11 das Schiffchen verschliessend zwischen die Seitenwände des Gehäuse 10 eingedrückt werden.
Der Falz 19 dient dabei als Sperre gegen ein selbsttätiges Zu- rückklappen des Deckels 11, der zwischen dem Falz 19 und dem Steg 18 fest zwischen den Seitenwänden des Gehäuses 10 eingeklemmt ist. Um den Deckel 11 aus dem Bereich der Seitenwände hochzuklappen, oder diesen aus dem Gehäuse zu entfernen, muss erst der Kunststoff elastisch deformiert werden.
Der besondere Vorteil der Erfindung liegt in der leichten und schnellen Auswechselbarkeit der Teile des Schiffchens. Bei einer Beschädigung des Deckels oder des Gehäuses kann ein Schiffchen von einem Laien mit nur wenigen Handgriffen wieder repariert werden. Der Steg im vorderen Teil des G. äu'es verhindert, dass der Deckel zu weit auf die eingelegte Bobine heruntergedrückt wird und arretiert diese derart, dass die Bobine bei der Vor- und Rückwärtsbewegung des Schiffchens während des Arbeitsvorganges nicht in diesem hin-und herrutschen kann. Dadurch erhält der aus dem Schiffchen austretende Faden eine ständig gleichbleibende Fadenspannung, die Fadenlagen der Bobine können sich nicht verwerfen, Fadenbrüche werden vermieden und das Stichbild ist sehr gleichmässig.
Die im Schiffchenkanal der Automaten durch einep Treibernagel angetriebenen Schiffchen aus Kunststoff unterliegen praktisch keiner Abnutzung und brauchen aus diesem Grunde nicht nachgeschliffen oder nachpoliert zu werden. Die Schiffchen eines Automaten besitzen so ständig die gleichen Abmessungen und die Stichbilder der Nähte allerNadeln sind. gleichmässig, ein zeitraubendes Einregulieren unterschiedlicher Schiffchen auf ein einheitliches Stichbild aller Nadeln entfällt.
Die erfindungsgemässen Schiffchen aus Kunststoff sind einfach und billig herzustellen. Sie haben eine lange Lebensdauer, weil die beschleunigte Masse in der Maschine wesentlich herabgesetzt wird ; sämtliche beweglichen Teile der Mehrnadelsteppstich-und Grossstickautomaten werden dadurch weitgehendst geschont.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schiffchen für Mehrnadelsteppstich- und Grossstickautomaten od. dgl. mit einem dieses abschlie- ssenden, klappbaren Deckel, der auswechselbar mittels Scharnierstift beidseitig im Gehäuse gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Scharnierstift (15) in seitlichen, elastisch nachgiebigen, mit Verstärkungen (16) versehenen Einführungen (171 eines Kunststoffgehäuses (10) auswechselbar gelagert ist und dass an der Spitze (10a) des Kunststoffgehäuses (10) ein etwa halbkreisförmiger Steg (18) angeordnet und über dem Steg (18) am Rand einer Seitenwand ein nach innen vorstehender Falz (19) vorgesehen ist.