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Laboratoriumszentrifuge mit Schneckengetriebe.
Zum Antrieb für Zentrifugen ist allgemein als Bewegungsmechanismus die Verwendung von Schneckenrädern, welche in eine Schnecke oder Schraube ohne Ende eingreifen, bekannt. Nach vorliegender Erfindung wird die Schnecke nicht durch ein Schneckenrad, sondern durch ein Stiftenrad angetrieben, wie es in anderen, jedoch dem hier in Frage kommenden Verwendungsgebiet sehr fernliegenden Zweigen der Technik bereits verwandt wird.
Der dadurch erzielte allgemeine Vorteil, der zwar mit der Verwendung der Stiften- räder überhaupt verbunden ist, ist zunächst der, dass die Zähne des Antriebsrades nicht, wie bei dem Schneckenrad, in der Form genau der Schnecke angepasst sein müssen, um
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eher und billiger ersetzt und an die richtige Stelle gesetzt werden, als ein sich dnr Schraubenform anpassender Zahn.
Ein weiterer Vorteil, der die neue und fortschrittliche Wirkung des Erfindungsgegenstandes erkennen lässt, ergibt sich aus dem besonderen Zwecke, zu dem gerade die vorliegende Zentrifuge Verwendung finden soll. Bei Laboratoriumszentrifugen zu wissen- schaftlichen Untersuchungen erscheint es wünschenswert, dass der von Hand erforderliche Antrieb zeitweise unterbrochen wird, um die horizontale Scheibe vermöge des Trägheitsgesetzes selbsttätig weiter rotieren zu lassen. Die Unterbrechung des Antriebs ist in Laboratorien aus naheliegenden Gründen deshalb erforderlich, um für andere Massnahmen freie Hand zu haben.
Um nun bei Stillstehen der durch eine Kurbel zu betätigenden horizontalen Antriebswelle ein Weiterrotieren der vcrtilialen Achse und der auf derselben sitzenden vertikalen Scheibe zu ermöglichen, muss eine Ausrückvorrichtung eingeschaltet
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Berührungsfläche der Schnecke oder Schraube mit dem Schnecken- oder Schranbenrad möglichst gross gemacht und die Form beider genau angepasst wird. Ausserdem würde ein sofortigesEinkuppelndesSchneckenradeswährendderBewegungdervertikalenAchsenur dann erfolgen, wens in dem betreffenden Zei@punkt die in Betracht kommenden Zähne des Schneckenrades genau in die Lücke der Schnecke einpassten.
Da dies aber nicht mit der erforderlichen Genauigkeit erreicht werden kann, werden die Zähne des Schnecken- rades, sowie das Gewinde der Schnecke erheblich abgenutzt, so dass nach verhältnismässig
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Die Reibung zwichen den Stiften a des Stiftenrades und den Gängen c der Schraube ist eine geringe, der durch die Stifte auf die Gänge ausgeübte Druck jedoch ein derartiger, dass nach wenig Umdrehungen eine genügend grosse Umdrehungsgeschwindigkeit der Schraubenwelle erreicht wird.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass, bei Nachlassen der Antriebskraft, das Stiftenrad selbsttätig zur Ausrückung gebracht wird, indem dieses, dem Druck der Schnockongänge nachgebend, mit seiner Welle seitlich ver- schoben wird (bezogen auf Fig. 2 von unten nach oben).
Die in Fig. 3 und 4 zur Darstellung gebrachte Ausführungsform hat den besonderen
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