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Filmwiedergabegerät Die auf dem Markt befindlichen Filmwiedergabegeräte weisen eine der Aufnahme des Filmes während der Vorführung desselben dienende Aufnahmespule oder-trommel auf, so dass der Filmanfang eine innen liegende Windung und das Filmende bzw. eine dem Filmende unmittelbar voraufgehende Filmlänge aussen liegende Windungen des auf der Spule gebildeten Filmwickels bilden. Das bedeutet aber, dass man den Film, falls nicht eine entgegengesetzt den zeitlichen Verhältnissen bei der Aufnahme verlaufende Vorführung des Films gewünscht wird, wieder auf eine Vorratsspule zurückspulen muss, so dass das Filmende die Windung kleinsten Durchmessers und der Filmanfang die Windung grössten Durchmessers des entstan- denen Filmwickels bilden.
Abgesehen davon, dass durch die Rückspulung unnötige Zeitverluste entstehen, stört diese-Rückspulung erheblich den Eindrück, der mit der Vorführung erweckt werden soll, zumal die Umstellung des Wiedergabegerätes von der Vorführung auf die Rückspulung Schwierigkeiten verursacht, mit denen ein unerfahrener Vorführer nicht ohne weiteres fertig wird.
Damit ergibt sich die vorliegender Erfindung gestellte Aufgabe dahin, dieses bisher unvermeidliche Rückspulen des Filmes selbsttätig ohne einen Eingriff des Vorfahrers in das Wiedergabegerät durchzuführen.
Ein zur Lösung dieser Aufgabe vorgeschlagenes Filmwiedergabegerät mit einer der Aufnahme des Filmes während der Vorführung desselben dienenden Aufnahmespule oder-trommel, bei der der Filmanfang eine innen liegende Windung und eine dem Filmende unmittelbar voraufgehende Filmlänge aussen liegende Windungen des auf der Spule oder Trommel gebildeten Filmwickels bilden, kennzeichnet sich erfindungsgemäss durch eine (beispielsweise als Schwenkhebel oder-feder ausgebildete) Verlegeeinrichtung für das Filmende durch eine entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung des Filmendes beim Aufwickeln auf die Aufnahmespule oder-trommel umlaufende, Mitnehmer für den Film aufweisende Vorratsspule oder - trommel und eine auf den Eintritt des Filmendes ansprechende Auslösevorrichtung für die das Filmende damit in den Wirkbereich der Mitnehmer bringende Verlegeeinrichtung.
Ein diese Merkmale aufweisendes Filmwiedergabegerät kann in den verschiedensten Ausführungsformen verwirklicht werden. Einige wegen ihrer Einfachheit und bezüglich ihrer Einzelheiten und Vorteile besonders bemerkenswerten Ausführungsbeispiele sind in der Zeichnung dargestellt und werden im nachfolgenden wie folgt beschrieben.
Fig. l gibt zunächst in schematischer Darstellung eine Seitenansicht auf die wesentlichsten Teile eines erfindungsgemäss ausgebildeten Wiedergabegerätes wieder, während Fig. 2 einer Draufsicht auf das Gerät nach Fig. l entspricht. Fig. 3 gibt eine Draufsicht auf eine dem Verlegehebel zugeordnete, bewegliche Filmführungsbahn wieder, in Pfeilrichtung III der Fig. l gesehe n. Fig. 4 entspricht einem se nkre ehten Qúer- schnitt nach Linie IV-IV der Fig. 3.
Während die Fig. l - 4 im wesentlichen nur eine vertikale Grundplatte des Gerätes mit bemerkenswerten Anbauteilen an sie veranschaulicht, zeigt Fig. 5 die Draufsicht der Fig. l mit der Abänderung, dass nunmehr ein Film in der Vorführstellung wiedergegeben ist, wobei davon ausgegangen ist, dass der Film auf einer in üblicher Weise ausgebildeten, genormten Vorratsspule üblicher Ausführung aufgespult ist. Fig. 6 zeigt dabei das Gerät der Fig. 5 in der Ansicht von oben, Fig. 7 entspricht der Seitenansicht der Fig. 5 mit der Abänderung, dass die in üblicher Weise ausgebildete Vorratsspule abgezogen ist.
Während sich der Film in der Darstellung der Fig. 7 in derjenigen Stellung befindet, in der er gerade zu Beginn der vorläufigen Aufwicklung auf eine zur vorübergehenden Aufnahme des Filmes dienende Aufnahmespule veranschaulicht ist, zeigt Fig. 8 eine Stellung des Filmes, in der die vorläufige
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Aufspulung fast beendet ist. Fig. 9 veranschaulicht in der Seitenansicht eine an einer Vorratsspule angeordnete Verbindungsvorrichtung, in einer Ausbildung, die gegenüber der Ausführungsform nach den Fig. T und 8etwas abgeändert ist. Fig. 10 zeigt die Draufsicht auf den Zahnbestandteil nach Fig. 9.
Fig. 11 zeigt den Zustand des Wiedergabegerätes für den Fall, dass sich der Film nicht auf einer Vorratsspule üblicher, genormter Ausbildung befindet, sondern dass bereits eine Sonderausbildung derartiger Vorratsspulen benutzt worden ist, welche die Umständlichkeiten des Vorgehens nach den Fig. 5 und 6 erspart. Fig. 12 zeigt das Gerät in einem Zustand, der sowohl bei der Ausführungsform nach den Fig. 5 und 6 als auch nach Fig. 11 in dem Zeitpunkt eintritt, in dem das Ende des vorgeführten Filmes den Filmschleifenbildner gerade verlassen hat.
Fig. 13 zeigt das Gerät in einer Lage seiner Teile, die sich unmittelbar an den Zustand der Fig. 12 *anschliesst. In dieser Figur ist der Beginn der sich an die Vorführung des Filmes anschliessenden, selbsttätigen Rückspulung auf eine Vorratsspule veranschaulicht. Fig. 14 gibt die Draufsicht auf das Ende des Filmführungskanals wieder, der für die vorläufige Aufwicklung des Filmes auf eine Wickelspule dient. Fig. 15 gibt die Seitenansicht auf das Endstück dieses Filmführungskanals wieder.
In den Fig. 1 - 4 ist mit 1 eine vertikal verlaufende Grundplatte des Gerätes gezeigt, die in Ver- bindungmiteinemRahmengestell, das als solches nicht gezeichnet worden ist, die wesentlichen Teile des Vorführungsgerätes an Ort und Stelle hält. Von diesen wesentlichen Teilen sind gezeigt die Beleuchtungsquelle 2, das Objektiv 3, die Einführungsvorrichtung 4 für den vorzuführenden Film und die Filmschleifen 5. 6 mit den Führungsrollen'7, 8 des Filmschleifenbildners, dessen Ausführung als solche bekannt ist und demgemäss nicht veranschaulicht wurde.
Zu erkennen ist weiter eine Antriebsachse 9 mit Mitnahmestift 10 für eine in den Fig. 1 - 4 noch nicht veranschaulichte Spule, deren Aufgabe es sein soll, den Film so aufzuspulen, dass das Filmende an der Nabe liegt, während der Filmanfang den äu- sseren Umfang des Filmwickels bildet, so dass ein auf einer derartigen Spule befindlicher Film sofort vorführungsfähig ist. Diese Spule oder Trommel soll daher im Nachfolgenden als Vorratsspule oder-trommel bezeichnet werden. Der Antrieb der Achse 9 ist nicht veranschaulicht. Er besteht in üblicher Weise aus einem Getriebe mit zwischengeschaltetem Reibungsschluss, um bei Störungen der Filmaufwicklung ein Zerreissen des Filmes mit Sicherheit verhüten zu können. Der Bewegungsantrieb der Spule 9 ist dabei impulsbetätigt.
Derartige Impulsbetätigungen, beispielsweise in Form eines Mikroschalters, sind bekannt.
In welcher Weise der Impuls zeitlich ausgelöst werden kann, wird noch zu erörtern sein. Vorhanden ist eine in ähnlicher Weise angetriebene Antriebsachse 11 für die Aufnahmespule oder-trommel 12.
Diese Spule oder Trommel 12 ist mit als Mitnehmer bezeichneten, widerhakenartig ausgebildeten Zähnen 13 besetzt, die so ausgebildetsind, dass sie leicht in die Perforationen 14 des Filmes 15 ein- rasten können. Auch der Antrieb der Achse 11 ist reibungsschlüssig. Die Drehrichtung der Trommel 12
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einfädelungsvorrichtung zur Einführung des Filmes in den Schlitz einer in üblicher Weise ausgebildeten Spulen-oder Trommelrohrnabe.
An die zweite Filmschleife 6 schliesst sich eine Filmführungsbahn 18 mit nachfolgender Eingriffvorrichtung 19 in die Perforation des Filmes 15 an. Es folgt die Verlegeeinrichtung in Form eines Verlegehebels 20, der als einarmiger, bei 21 gelagerter Hebel ausgebildet ist. Er bildet eine Filmführungsfläche 22 und er ist in der Ruhestellung der Fig. l auf einem festen Anschlag 23 abgestützt. Um Verlagerungen des Filmes während des Eingriffvorganges auf die zur vorübergehenden Aufnahme des Filmes dienende Trommel oder Spule 13 auszuschliessen, liegt oberhalb des Verlegehebels 20, dessen Drehachse 21 exzentrisch zu der von ihm gebildeten Filmführungsfläche 22 liegt, eine Filmführungsbahn 24, deren Ausbildung aus Fig. 3 zu erkennen ist.
Diese Figur zeigt in Verbindung mit Fig. 4, dass die Filmführungsbahn 24 durch die Vernkalwand l, die dabei zur Führung der Filmführungsbahn dient, durchgeführt ist. In dem durchgeführten Teil der Filmführungsbahn 24 sind Schrägschlitze 25,26 angeordnet, die durch Stifte 27, 28 durchsetzt sind. Die Stifte 28 sind an einer Kulisse 29 befestigt, die mittels des Teiles 30 in Längsrichtung des Hebels 20 verschiebbar ist.
Der Teil 30 steht unter dem Einfluss eines nicht gezeichneten Zugmagneten in der einen Richtung, währendinderandernRichtungeineFederwirksam ist, welche die Teile 30,29, 28,24 in die in Fig. 3 gezeigte Lage zu verlegen sucht.
Wird der Zugmagnet betätigt, so ziehen die Stifte 28 die Filmführungsbahn 24 in eine Lage, in der ihre vordere Begrenzungskante mit der Vertikalwand 1 bündig abschliesst. Fig. 3 lässt durch die
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dassder bei 32 in eine Fangnase übergeht. Die Zunge 31 ist also gegenüber der perforationsseitigen Be- grenzungskante 32'des Filmes 15 zurückgesetzt. In dem durch den Rücksprung der Zunge 31 ge- genüber Kante 32'entstandenen Bereich ist somit der Film 15 durch die Führungsfläche 22 des
Verlegehebels 20 nicht abgestützt. Ausserdem trägt die Zunge 31 noch die zahnartige Erhebung 33 mit dem Querschnitt einer Perforation.
Die Wandung 1 dient noch zur Aufnahme eines Lagerbolzens
34, in welchem der eine Arm 35 eines U-förmigen Bügels mit dem zweiten Arm 36. und mit einem die Arme 35,36 verbindenden Mittelschenkel 37 drehbar gelagert ist. Auf dem Arm 35 ist die
Wickelfeder 38 derart angeordnet, dass der Bügel 35-37 um den Arm 35 entgegengesetzt zum
Uhrzeigersinne verdreht wird. Auf dem Arm 36 ist die Rolle 39 so angeordnet, dass sie beim Zustand des Gerätes nach Fig. 1 auf der Filmführungsbahn 24 aufliegt. Der Arm 35 des Bügels 35 - 3'1 ist bei 40 verlängert. Die Verlängerung trägt einen Nocken 41. Unter dem Einfluss des Nockens 41 steht ein nicht gezeichneter Schalter, in dessen Stromkreis der Antriebsmotor des Reibgetriebes liegt, das zum Antrieb der Achse 9 dient.
Die so beschriebenen Teile stellen, wie noch darzulegen sein wird, eine auf den Eintritt des Filmendes ansprechende Auslösevorrichtung für die das Filmende in den Wirkbereich der Mitnehmer 61 bzw. 64 oder 74 bringende Verlegeeinrichtung 20 dar, wobei auf die genannten Mitnehmer noch einzugehen sein wird.
Die Fig. 1 - 4 lassen weiter erkennen, dass sich an das Ende des Verlegehebels 20, in Bewegungsrichtung 42 des Filmes 15 in Fig. 1 gesehen, ein verschwenkbarer Filmführungskanal 43 anschliesst, der bei 44 drehbar gelagert ist. Er steht unter dem Einfluss einer Feder 45, die ihn um den Drehpunkt 44 im Uhrzeigersinne zu verschwenken sucht. Der Einlauf des vom Filmführungskanal 43 begrenzten Hohlraumes 46 ist bei 47 trompetenförmig erweitert, so dass ein Mundstück entsteht, das die Einführung des Filmes in den Hohlraum 46 erleichtert. Die Fig. 14 und 15 lassen die Ausbildung des Endes des Kanals 43, das in der Nähe der Aufwickeltrommel 12 liegt, genauer erkennen.
Es setzt sich nur die der Achse 11 gegenüber abgewandte Begrenzungswand 48 des Kanals 43 zum Umfang der Trommel 12 hin fort, wobei Fig. 15 erkennen lässt, dass diese achsabgewandte Begrenzungswand 48 zur Trommel 12 hin konkav ausgewölbt ist, um die Berührungsfläche des Filmes 15 mit dem Umfang der Trommel 12 zu vergrössern. Weiter zeigt Fig. 14, dass die Begrenzungswandung 48 einen Schlitz 49 aufweist, der im Verhältnis zur Perforation 14 des Filmes 15 so angeordnet ist, dass er dieser Perforation genau gegenüberliegt. Der Zwischenraum 49 zwischen den massiv ausgeführten Teilender Begrenzungswand 48 sorgt also wieder dafür, dass der Film den Widerhaken 13 gegenüber nicht abgestützt ist, so dass die Widerhaken in die Perforation 14 des Filmes 15 eindringen können, ohne dass eine Widerlagerbildung entsteht.
Die Fig. 1 - 4 lassen schliesslich erkennen, dass Führungsrollen 50 an der Tragwand 1 vorgesehen sind, um die Führung des Filmes 15 zu erleichtern. Vorhanden ist weitereine Fangvorrichtung 52 für den Filmanfang nach dessen Aufspulung auf die Vorratsspule, zu deren Antrieb die Achse 9 vorgesehen ist. Zu erwähnen ist schliesslich noch die Abdeckung 52 des Schachtes, der zur Abführung der Kühlluft four die Lichtquelle 2 dient.
Die Fig. 5 und 6 zeigen das Gerät nach den Fig. 1 - 4 für den Fall, dass sich ein vorzuführender Film nicht auf einer Vorratsspule befindet, die eine die Vorführung auf erfindungsgemäss ausgebildeten Geräten erleichternde Sonderausführung, sondern die übliche, genormte Ausbildung besitzt. Eine derartige Spulenausbildung ist bei 53 zu erkennen.
Die Spule besteht in üblicher Weise aus den Flanschen 54, 55 mit der Nabe 56, die einen nicht gezeichneten Schlitz aufweisen, in welchen das Filmende eingeführt ist, um den Film auf diese Weise auf der Nabe 56 zu halten, Um in diesem Fall mit den üblichen, genormten Spulen arbeiten zu können, ist, wie bereits aus Fig. 2 der Zeichnung ersichtlich, die Antriebsachse 11 über den zur Lagerung der Trommel 12 erforderlichen Bereich so verlängert worden, dass eine derartige, übliche und genormte Spule 53 aufgesteckt werden kann. Das Gerät erhält dadurch das Aussehen, das in Fig. 6 dargestellt ist. Die gleiche Figur zeigt, dass auf die Achse 9 eine Vorratsspule 57 mit den Flanschen 58,59 und mit einer Nabe 60 aufgesteckt ist, die durch die Anordnung der widerhakenartigen Zähne 61 eine Sonderausbildung besitzt.
Jedoch ist es nicht erforderlich, die Vorratsspule 57 selbst in anomaler Ausführung auszubilden. Vielmehr lässt Fig. 7 erkennen, dass es möglich ist, eine Nabe 62 üblicher Ausführung mit Schlitz 63 zu benützen. um ein Zahnband 64 auf die Nabe 62 aufzustecken, das seinerseits mit den widerhakenartigen Zähnen besetzt ist. Das Zahnband 64 besteht dabei zweckmässig aus Federstahl, ohne dass andere Werkstoffe ausscheiden. Ein radialer Ansatz 65 des Zahnbandes 64 kann in den Schlitz 63 eingeführt werden, so dass die Stellung des Zahnbandes 64 im Verhältnis zur Nabe 62 unveränderlich ist.
Es bedarf nur eines einfachen Aufspreizens des Stahlbandes derart, dass der Ansatz 65 im Schlitz 63 liegt und die aufgeweiteten En-
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den des Stahlbandes die Nabe übergreifen, um das Zahnband an Ort und Stelle bringen zu können. Auf diese Weise ist es also möglich, Spulen 66 (Fig. 7) üblicher und genormter Ausbildung in Verbindung mit einem erfindungsgemäss ausgebildeten Gerät benutzen zu können.
Fig. 5 lässt die besondere Aufgabe der Führungsrolle 50 erkennen. Diese Führungsrolle hat die Aufgabe, den auf einer üblichen, normalen Vorratsspule 53 befindlichen Film 15 in bezug auf seine Bereiche 67,68 so zu führen, dass die Einführung des Filmes in die Fördereinrichtung 4 und in den darauffolgenden Schleifenbildner keinerlei Schwierigkeiten macht, so dass also das Gerät zu Beginn der Vorführung eines Filmes das Aussehen besitzt, das in den Fig. 5 und 7 veranschaulicht ist. Fig. 7 im einzelnen lässt erkennen, dass der in Fig. 1 veranschaulichte Verbindungsvorgang zwischen dem Filmanfang 69 (Fig. 1) und den widerhakenartig ausgebildeten Zähnen 13 der Trommel 12 bereits zur Bildung des Filmwickels 70 gedient hat.
Etwa zu diesem Zeitpunkt oder auch schon vorher, wenn nur einige Filmlagen auf die Wickeltrommel 12 aufgespult worden sind, kommt es etwa in Abhängigkeit von der Verschwenkung des Filmführungskanals 43, dessen Auslaufende 48 durch den gebildeten Wickel 70 weggedrücktwird, zur Auslösung eines elektrischen Impulses, der die nicht gezeichnete Zugmagnetanord- nungerregt, die auf den Verstellteil 30 wirkt.
Dadurch wird entgegen der Wirkung einer nicht gezeichneten Feder die Filmführung 24 (siehe Fig. 4) so zurückgezogen, dass ihre Begrenzungskante mit der dem Film zugewandten Begrenzungsfläche der Tragplatte 1 bündig abschliesst, In diesem Zeitpunkt fällt das Widerlager fort, dasdie Filmführung 24 im Bereiche 71 (siehe Fig. l) für die Rolle 39 gebildet hatte, so dass sie zur unmittelbaren Auflagerung auf den Film 15 kommt. Dieser Auslösezustand ist in Fig. 8 dargestellt. Die Bildung des Filmwickels 70 hat gegenuber der Bildung des Filmwickels 70 in Fig. 7 zugenommen. Dadurch ist Filmführungskanal 43 um den Drehpunkt 44 noch stärker verschwenkt worden, als es in Fig. 7 gezeigt ist. Im übrigen hat sich an der Lage der Teile nichts wesentliches geändert.
Die sich an den Fortfall des Widerlagers im Bereiche 71 anschliessenden Vorgänge sind in Fig. 12 dargestellt und in Verbindung mit dieser Figur beschrieben.
Die Fig. 9 und 10 zeigen eine gegenüber der Ausführungsform nach den Fig. 5-8 etwas abge nderte Form des Zahnbandes 72 für den Fall, dass dieses nicht als nahezu geschlossenes Band die Nabe 62 einer in üblicher Weise, genormt ausgebildeten Spule 66 umfassen soll. Das Zahnband ist in den Fig. 9 und 10 nur als Zahnbandteil mit radialem Ansatz 73 und widerhakenartig ausgebildeten Zähnen 74 dargestellt. Die Befestigung an der Nabe 62 erfolgt in diesem Falle durch Ankleben, Anpunkten oder in einer sonstwie geeigneten Weise, beispielsweise mittels umgebogener Blechlappen.
Fig. 11 zeigt eine Ausführung des Gerätes für den Fall, dass sich der Film bereits auf einer Vorratsspule in Sonderausführung befindet. In diesem Falle fällt das Aufstecken einer den aufgespulten Film enthaltenden Vorratsspule 53 (s. Fig. 5'und 6) auf die Achse 11 fort. Stattdessen wird die Vorratsspule in Sonderausbildung 66 sofort auf die Achse 9 aufgesetzt. Dadurch kann der vorzuführende Film auf dem kurzen Wege 75 unmittelbar in die Fördervorrichtung 4 eingeführt werden. Das Getriebe der Achse 9 ist dabei so eingerichtet, dass in Fig. 11 eine Leerlaufstellung desselben herrscht, so dass der AbzugvonderSpule 66 nicht entgegen der Reibwirkung der Reibungskupplung im Antrieb erfolgen muss.
Das ist anders beim Aufspulvorgang auf die Spule 66, der noch zu erörtern sein wird. In diesem Falle ist die Reibungskupplungin Wirksamkeit und das Getriebe wird unmittelbar angetrieben. Die gleiche Ausbildung ist zweckmässig in bezug auf die Wickeltrommel 12 vorgesehen. Wickelt diese entsprechend dem Richtungssinn 16 in Fig. l auf, so ist die Reibungskupplung wirksam und die Achse 11 ist angetrieben. Das Umgekehrte ist während des RUckspulens des Filmes auf die Vorratsspule 66 der Fall. In diesem Falle befindet sich das die Achse 11 antreibende Getriebe im Leerlauf, so dass die Möglichkeit entsteht, die Umlaufgeschwindigkeit der Achse 9 während dieses Rückspulens des Filmes gegenüber der normalen Wickelgeschwindigkeit zu vergrössern.
Auf diese Weise kann das Rückspulen des Filmes auf die Vorratsspule 66 auf wenige Sekunden beschränkt werden. Damit hiebei keine unzulässigen Beanspruchungen der Beschichtung des Filmes 15 eintreten, ist die obere Begrenzungswand 76 (s. Fig. 11) des Filmführungskanals 43 mit dem Hohlraum 46 zweckmässig im Querschnitt hutförmig ausgebildet. Dadurchentstehenschmale Führungsleisten, die lediglich auf den Randbereichen des Filmes aufliegen, so dass die Filmschicht nicht beschädigt wird. Aus dem gleichen Grunde kann es vorteilhaft sein, eine besondere Führungsrolle 77 (vgl. Fig. 8) an der trompetenförmigen Erweiterung 47 des Filmführungkanals 43 an der Einlaufseite für den Film 15 vorzusehen.
Fig. 12 zeigt den Zustand des Gerätes, in welchen das Filmende 78 gerade vorgeführt wurde und an der Rolle 39 vorbeigeglitten ist. Diese Rolle hat, wie bereits erwähnt, infolge der Verschiebung der Filmführungsbahn 24 parallel zu sich selbst im Bereich 71 (Fig. l) das Widerlager verloren, das im Zustand der Fig. l, 5 und 7 eine Bewegung des Bügels 35 - 37 entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn um
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die Mittellinie des Schenkels 35 verhindert hatte, Sobald nun das äusserste Filmende 79 an der Rolle 39 vorbeigegangen ist, vermag sich die Kraft die Wickelfeder 38 auszuwirken und es kommt zu der bereits erwähnten Verschwenkung des Bügels 35 - 37 in Richtung des Pfeiles 80.
Dadurch wird diePerforationdesäusserstenFilmendes 79 auf die Fangnase 32 des Verlegehebels 20 aufgestreift, bzw. die Fangnase 32 dringt infolge der nach unten gerichteten Lage des äussersten Filmendes 79 in dessen Perforation 14 ein. Ausserdem legt sich die Erhebung 33 in eine der nächsten Perforationen hinein, so dass eine doppelte Sicherheit für die vorübergehende Festlegung des Filmes 15 am Verlegehebel 20 gegeben ist. Die Achse 11 zieht aber den Film während dieses Zustandes weiter ab, so dass indem Filmende 78 noch die volle Abziehspannung herrscht. Infolge der exzentrischen Lage des Drehpunktes 21 des Verlegehebels 20 zu dem Filmende 78 tritt ein Drehmoment auf, das den Verlegehebel in Richtung 81 nach oben verschwenkt.
Durch die besondere Gestaltung der Zunge 31 (siehe Fig. 3) des Verlegehebels 20 ist der Film. in dem Bereich, in welchem die widerhakenartige Zahnreihe 61 auftritt, nicht abgestützt, so dass es zu einem elastischen Anschmiegen des Filmendes 78 an das Zahnband 64 kommt. Durch die Verschwenkung des Bügels 36 - 38 war der Nocken 41 in eine Lage gekommen, in welcher der Stromkreis des Motors geschlossen worden war, der zum Antrieb des auf die Achse 9 wirkenden Getriebes dient. Es hatte sich also die Spule 66 in Pfeilrichtung 17 in Bewegung gesetzt, so dass es auf Grund der Verschwenkungsbewegung 81 und der Umlaufrichtung 17 der Vorratstrommel 66 mit Sicherheit zu einem Einrasten des Filmes 15 bzw. des Filmendes 78 mit dem äussersten Ende 79 in die widerhakenartigen Zähne 61 kommt.
Es wird also dadurch, dass das Filmende-78, 79 die innersten Wickellagen des Filmwickels, der sich dadurch auf der Vorratsspule 66 bildet, liefert und dass der Filmanfang im fertigen Wickel dessen äusseren Umfang begrenzt, der Film so aufwickelt, dass er sofort wieder vorgeführt werden könnte. Soll der Film nicht sofort vorgeführt werden, was gemäss der Darstellung der Fig. 11 möglich wäre, so wird die Vorratsspule 66 von der Achse 9 abgezogen und zur nächsten Vorführung bereitgelegt. Durch Verwendung einer gezahnten Nabe oder durch Aufstecken der Zahnbänder 64 oder 72 liegt die Spule 66 bereits in Sonderausführul1g vor, so dass bei der nächsten. Vorführung unmittelbar von der Stellung der Teile in Fig. 11 ausgegangen werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Filmwiedergabegerät mit einer der Aufnahme des Filmes bei Vorführung desselben dienenden Aufnahmespule oder-trommel. bei der der Filmanfang eine innen liegende Windung und eine dem Filmende unmittelbar voraufgehende Filmlänge aussen liegende Windungen des auf der Spule oder Trommel entstehenden Filmwickels bilden, gekennzeichnet durch eine (beispielsweise als Schwenkhebel (20) oder -feder (86) ausgebildete) Verlege einrichtung für das Filmende (79 in Fig. 12) durch eine entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung des Filmendes beim Aufwickeln auf die Aufnahmespule oder-trommel (12 ; 110) umlaufende, Mitnehmer (61 ;
64 ; 74) für den Film aufweisende Vorratsspule oder-trommel (10) und eine auf den Eintritt des Filmendes ansprechende Auslösevorrichtung (18,19, 36 - 41) für die das Filmen Je in den Wirkbereich der Mitnehmer bringende Verlegeeinrichtung.