AT23950B - Verfahren zur Darstellung von Ammoniak. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Ammoniak.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von Ammoniak. 



   Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist, den Stickstoff der atmosphärischen Luft zu binden und dadurch Ammoniak herzustellen. 



   Das Verfahren, das den Gegenstand der Erfindung bildet, beruht auf der Beobachtung, dass die Hydrüre des Kalziums und   Magnesiums, wenn   sie erhitzt und der Einwirkung von Stickstoff unterworfen werden, in die entsprechenden Nitride   übergehen, während gleich-   zeitig Ammoniak gebildet wird, und dass die Nitride dieser Metalle, wenn sie erhitzt und der Einwirkung von Wasserstoff unterworfen werden, sich in die entsprechenden   Hydrure   verwandeln, ein Vorgang, bei dem ebenfalls Ammoniak gebildet wird. 
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 erhitzt.

   Sodann wird ein Strom von Stickstoff über die Masse geleitet, bis sie in das Nitrid übergeführt ist, worauf der Stickstoffstrom abgestellt und ein Strom von Wasserstoff durch das Rohr geleitet wird, bis die Nitride wieder in die Hydrüre   zurückverwandelt   sind. Bei beiden Operationen entsteht, wie oben erklärt wurde, Ammoniak. 



   Es ist offenbar gleichgiltig, ob man bei der Ausführung des beschriebenen Verfahrens mit einer Beschickung von Hydrür, wie in dem vorhergehenden Beispiel, oder mit einer   Beschickung von Nitrid anfängt.   Im letzteren Fall ist der erste Vorgang eine Behandlung der Masse mit Wasserstoff anstatt Stickstoff und den zweiten Vorgang bildet die Be-   handlung mit   Stickstoff usf. Ausserdem ist zu bemerken, dass es nicht wesentlich ist, dass einer von den Stoffen, Nitrid oder   Hydrür,   allein zugegen ist, wenn der Vorgang beginnt.

   Wenn eines von den beiden Gasen, Stickstoff oder Wasserstoff zur Einwirkung auf eine Mischung von Hydrüren und Nitriden gebracht wird, so wird entweder der eine oder der andere Bestandteil der Mischung umgewandelt, je nach der Wahl des zuerst angewendeten Reagens und, sobald die Substanz einheitlich geworden ist, geht das Verfahren wie oben   beschriolben weiter. Versuche haben auch   ergeben, dass es nicht nötig ist, die Behandlung mit den beiden Gasen abwechseln zu lassen, wie es oben beschrieben wurde. Der Erfolg ist derselbe, wenn ein Gemisch beider Gase ununterbrochen in das Rohr geleitet wird. 



   Es ist bekannt, dass beim Erhitzen von metallischem Kalzium oder Magnesium und beim Einwirkenlassen von Wasserstoff   Kaizium-oder Magnesium-Hydrür   gebildet wird, und dass, wenn man eines der beiden genannten Metalle der Einwirkung von Stickstoff unterwirft,   Kalzium-oder Magnesium-Nitrid entsteht. Hieraus geht   hervor, dass es nicht nötig ist, im Beginne des oben beschriebenen Verfahrens das Rohmaterial, nämlich die Nitride und   Hydr ;lre für sich darzustellen.   Das Verfahren kann daher so ausgeführt 

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   einor Mischung   von beiden, beginnt. 



     Durch Versucho ist festgostellt worden,   dass das Ergebnis des Verfahrens nicht wosontlich geändert wird, wenn man an Stelle reinen Wasserstoffes ein Gemisch von Wasserstoff mit anderen Gasen anwendet, also beispielsweise Wassergas. 



   PATENT. ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Darstellung von Ammoniak, dadurch gekennzeichnet, dass man die Hydrüre bezw. Nitride dos Kalziums oder Magnesiums oder Mischungen dieser Stoffe erhitzt und abwechselnd Stickstoff bezw. Wasserstoff darüber leitet.

Claims (1)

  1. 2. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass statt von den Hydrüren oder Nitriden von den Metallen oder einem Gemisch derselben selbst ausgegangen wird.
    3. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass, anstatt abwechselnd Stickstoff und Wasserstoff einzuleiten, ein Gemisch dieser Gase ununterbrochen über die Masse geleitet wird.
    4. Bei Durchführung dos in den Ansprüchen l, 2 und 3 angegebenen Verfahrens die Benützung eines Gemisches von Wasserstoff mit anderen Gasen-also beispielsweise Wassergas-statt reinen Wasserstoffes. EMI2.2
AT23950D 1905-01-16 1905-01-16 Verfahren zur Darstellung von Ammoniak. AT23950B (de)

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