AT139093B - Verfahren zur Herstellung von Werkzeugen aus harten Metallverbindungen und Zusatzmetallen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Werkzeugen aus harten Metallverbindungen und Zusatzmetallen.

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AT139093B
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 einer starken Nachpressung aussetzen und die Bearbeitung erst nach dieser vornehmen. Der Zusammenhalt des Materials wird durch diese Nachpressung noch besser, und die Formstücke können dann auch zu kompliziertesten Werkzeugen bearbeitet werden. Während beispielsweise die erste Pressung bei einem verhältnismässig niedrigen Druck, beispielsweise 1000   kg/cm2,   durchgeführt werden kann, kann bei der Nachpressung ein bedeutend höherer Druck, beispielsweise 10.000   kg/cm2,   angewendet werden. 



   Durch die Wärmebehandlung   werden überschüssige   Mengen der verwendeten Chemikalien in Gasform, gegebenenfalls unter Dissoziation'entfernt, respektive die gebildeten Verbindungen teilweise oder ganz zersetzt. Zweckmässig werden nur solche Chemikalien verwendet, welche auf diese Weise leicht entfernbar sind. Wenn das Formstück, welches der Einwirkung von Chemikalien unterworfen war, später, also beispielsweise nach oder während der Wärmebehandlung, einer Reduktion im Wasserstoffstrom unterworfen wird, so. wird die Festigkeit des Produktes noch gesteigert. Es muss angenommen werden, dass durch letzteren Vorgang frische   Metallflächen   entstehen, welche bei der Nachpressung zu einem besonders innigen Zusammenhalt führen. 



   Ausführungsbeispiele :
1. Eine Mischung von harten Metallkarbiden, wie Wolframkarbiden, Molybdänkarbiden, mit beispielsweise 5% Kobaltmetall wird fein vermahlen und   %   Salmiak zugesetzt. Die Mischung wird zu Stangen verpresst, wobei ein Druck von etwa   1900   Atm. per   cm2   angewendet wird. Sodann folgt eine mehrstündige Behandlung bei zirka 500 , wodurch alles   überschüssige   Ammonehlorid dissoziiert und entweicht. Das   Formstück   wird sodann in gewünschter Weise bearbeitet und einer Endsinterung unterworfen. 



   2. Die oben erwähnte Wärmebehandlung erfolgt in einem Wasserstoffstrom bei der oben angegebenen Temperatur. Danach wird eine Nachpressung vorgenommen, wobei ein Druck von etwa 10.000 Atm. per cm2 angewendet wird. Das   Formstück   lässt sich sodann ausgezeichnet bearbeiten ; danach erfolgt die Endsinterung. 



   Gegebenenfalls kann die erfindungsgemässe Einwirkung von Chemikalien auf die Oberfläche der Metallteilchen zur Erzielung eines grösseren Zusammenhaltes des Formstückes statt, wie oben beschrieben, vor der Pressung, auch teilweise oder ganz zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. So kann man beispielsweise das gepresste Formstück in einem geschlossenen Raum lagern lassen, welcher mit geeigneten reaktionsfähigen Gasen, wie etwa mit Chlor oder mit Sauerstoff, bei gewöhnlichem oder   eventuell Überdruck   erfüllt ist. Das Gas wird in solchen Fällen die Oberfläche der Metallteilchen in den Formstücken nach entsprechend längerer Einwirkungsdauer ähnlich verändern wie die oben beschriebenen Chemikalien bei Zusatz vor der Pressung. Auch hier sind dann Ausgestaltungen durch eine nachfolgende Reduktion und/oder Nachpressung   möglich..

   Es   hat sich gezeigt, dass in vielen Fällen auch auf diese Weise der 
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   Die Auswahl der Reagentien erfolgt jedoch stets zweckmässig derart, dass   überschüssige   Mengen leicht entfernt werden können und Blasenbildung nicht auftritt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Werkzeugen aus harten Metallverbindungen, wie beispielsweise Karbiden, Nitriden u. dgl. mehr in Mischung mit Zusatzmetallen, wie Eisen, Kobalt, Kupfer u. dgl. mehr, wobei eine Formgebung vor der Endsinterung stattfindet, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch vor oder nach der Pressung der Einwirkung von Chemikalien ausgesetzt wird, so dass, gegebenenfalls bei schwacher Wärmebehandlung, ein fest zusammenhängendes und gut bearbeitbares Formstück erhalten wird, das nach der mechanischen Bearbeitung einer Sinterung bei hoher Temperatur unterworfen wird.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Pulvergemisch mit Salmiaklösung befeuchtet oder mit etwas trockenem Salmiak vermischt wird.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Pulvergemisch mit einer die Teilchen des Zusatzmetalles oberflächlich angreifenden Säure behandelt wird.
    4. Ausgestaltung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Formstück zwischen Pressung und Bearbeitung einer Erhitzung bis auf höchstens 6000 C, zweck- mässig 400-500 C, ausgesetzt wird.
    5. Ausgestaltung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Formstück nach der Wärmebehandlung einer Nachpressung unter Anwendung stärkeren Drucks, wie beispielsweise 10.000 Atm. per c, ausgesetzt, sodann bearbeitet und schliesslich einer Endsinterung unterworfen wird.
AT139093D 1932-11-03 1932-11-03 Verfahren zur Herstellung von Werkzeugen aus harten Metallverbindungen und Zusatzmetallen. AT139093B (de)

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