AT58408B - Verfahren zur katalytischen Darstellung von Ammoniak aus den Elementen. - Google Patents
Verfahren zur katalytischen Darstellung von Ammoniak aus den Elementen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur katalytischen Darstellung von Ammoniak aus den Elementen. haler und Le Rossignol beschreiben die katalytische Darstellung von Ammoniak aus den Elementen mittels Eisen als Kontaktsubstanz. Sie gehen hiebei von reinstem käuflichen Eisenoxyd aus, welches sie entweder bei sehr hoher Temperatur. nämlich bei 1000 C, mit Wasserstoff reduzieren (Ber. 1907, pag. 2147), oder über welches sie direkt bel 900"C das Stickstoff- Wasserstoff-Gemisch leiten (Zeitschrift für Elektro- chemie 1908, pag. 190). Die Ausbeuten an Ammoniak sind mit dem auf diese Weise erhaltenen Eisen äusserst gering. Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, dass mit reinem Eisen eine bedeutend bessere Wirkung erzielt wird, wenn man die Katalyse bei Temperaturen, die 600 nicht wesentlich übersteigen und darunter, ausführt und auch schon bei der lleistellungdesEisenkontaktesbestimmteBedingungeninnehält. Eine solche Bedingung besteht darin. dal. man den für die Katalyse bestimmten EMI1.1 600 C liegenden Temperaturen innehält. Falls von derartigen hocherhitzten Eisenoxyden ausgegangen wird, ist es nicht erforderlich. die Reduktion bei relativ niedrigen, zweckmässig nicht wesentlich über 600 liegenden Temperaturen vorzunehmen, sondern man erhält auch bei höheren Reduktionstemperaturen wirksame Eisenkontakte ; zweckmässig führt EMI1.2 erh@tzten Eisenoxyde kann z. B. reines Eisen oder reines Eisenoxyd in Gegenwart von Sauerstoff oder Eisenoxyd, auch bei dessen Abwesenheit, auf hohe Temperaturen, zweck- mässig zum Schmeizen, erhitzt werden. Auch im Falle der Verwendung von Ammoniak für die Reduktion der roneo Eisenverbindungen erhält man gleichfalls ein wirksames Eisen, wenn man höhere Reduktion- temperaturen als etwa 600 anwendet : man muss dann aber dafür sorgen. dass bei der Reduktion mehr unzersetztes Ammoniak zugegen ist, als dem Gleichgewicht bei der entsprechenden Reduktionstemperatur entspricht. Um dies zu erreichen, muss man das Ammoniak schnell durchleiten. und zwar um so schneller, je höher die angewandte eduktions- temperatur ist. Führt man die Ammoniakdarstellung mit so hergestellten Eisenkontakten, wie eingangs vorgeschrieben, bei Temperaturen nicht wesentlich über 6000 aus, so zeigt die Kontaktmasse chenfalls eine gute Wirksamkeit. <Desc/Clms Page number 2> Beispiel 1. Reines Eisenoxyd wird im Kontaktofen bei 550 bis 600. mittels Wasserstoff reduziert, worauf die katalytische Vereinigung von Stickstoff und Wasserstoff bei gleicher Temperatur und einem Druck von z. B. 150 Atmosphären erfolgt. Beispiel 2. EMI2.1 zerkleinert und mit reinem Wasserstoff-Stickstoff-Gemisch bei 800 bis 900"rasch reduziert. Die erhaltene Kontaktmasse zeigt bei der Ammoniaksynthese bei Temperaturen von nicht wesentlich über 6000, insbesondere im Dauerbetrieb, eine höhere Wirksamkeit als das Eisen, aus dem sie erhalten wurde. Beispiel 3. Reines Eisennitrat wird kalziniert, das erhaltene Oxydpulver im Knallgasgebläse geschmolzen und das erstarrte Oxyd wie nach Beispiel 1 oder 2 behandelt. Beispiel 4. Reines ungeschmolzenes Eisenoxyd wird in einem raschen Ammoniakstrom schnell auf 8000 erhitzt und das erhaltene stickstoffhaltige Eisen zur katalytischen Darstellung von Ammoniak, z. B. bei Temperaturen von 500 bis 6000, unter Druck verwendet. EMI2.2 1. Verfahren zur katalytischen Darstellung von Ammoniak aus den Elementen unter Verwendung reinen Eisens als Kontaktsubstanz, dadurch gekennzeichnet, dass man die Katalyse bei Temperaturen, die 6000 nicht wesentlich übersteigen und darunter, ausführt und als Kontaktsubstanz ein reines Eisen bzw. Eisennitrid verwendet. welches bei relativ niedrigen, zweckmässig nicht wesentlich oberhalb 6000 liegenden Temperaturen ! aus seinen Verbindungen hergestellt wurde.
Claims (1)
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, darin bestehend, dass man reines Eisenoxyd, Eispnoxyduloxyd U8W. in das Kontaktrohr einfüllt und Stickstoff-WasserstoffGemisch bei relativ niedrigen Temperaturen, zweckmässig nicht wesentlich über 6000. überleitet.3. Ausfl1hrungsform des in den Ansprüchen 1 und 2 geschützten Verfahrens, dadurch EMI2.3 einem zuvor hocherhitzte, zweckmässig geschmolzenen Eisenoxyd durch Reduktion erhalten wurde.4. Abänderung der Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Kontaktmassc om aus zuvor hocherhitzten, zweckmässig geschmolzenen Eisenoxyden durch Reduktion bei Temperaraturen wesentlich über 600"erhaltenes reines Eisen verwendet, aber auch hier bei der Ammoniakdarstellong 6000 nicht wesentlich übersteigende Temperaturen innehält.Fi. Abänderung des durch Anspruch 1 geschützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet. dass man hier als Kontaktmasse solches reines Eisen bzw. Eisennitrid verwendet, welches aus seinen Verbindungen durch Reduktion mittels Ammoniak wesentlich oberhalb 6000 hergestellt wurde, wobei dafür zu sorgen ist, dass bei der Reduktion mehr untersetztes Ammoniak zugegen ist, als dem Gleichgewicht bei der Reduktionstemperatur entspricht, wobei man auch hier bei der Ammoniakdarstellung die in Anspruch 1 gekennzeichneten Temperaturen innehält.
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