AT141832B - Mehrstufiges Verfahren zur Herstellung von Titankarbid. - Google Patents
Mehrstufiges Verfahren zur Herstellung von Titankarbid.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Es ist bereits vorgeschlagen worden, Titankarbid durch Erhitzen des Oxyds im Geniisch mit Kohle oder einer kohlenden Atmosphäre herzustellen, wobei das Karbid in feinpulveriger Form bei einer unterhalb der Schmelztemperatur des Karbids liegenden Temperatur erzeugt wurde. Dieses Verfahren eignete sich jedoch nicht zur Herstellung von Hartmetallen, da das nach diesem Verfahren hergestellte Produkt EMI1.2 teurer sind. Die Erfindung betrifft die Herstellung von Titankarbid, wie es insbesondere zur Herstellung von Hartmetallegierungen verwendet wird. ohne auf diese Anwendung beschränkt zu sein. Solche Hartmetallegierungen werden heute in erster Linie zur Herstellung der arbeitenden Teile von Werkzeugen benutzt, die zur Schnellbearbeitllng. z. B. Drehen. Fräsen. Boren von Metallen, ( ; estein usw., benutzt werden. Das Metall Titan hat die Eigenschaft, sich in hohem Masse mit Kohlenstoff, ebenso aber auch mit Sauerstoff zu verbinden. Für die Anwendung in Hartmetallegierungen ist jedoch ein möglichst vollkommen sauerstofffreies Karbid erwünscht. Die Erfindung gibt eine Verfahrensweise an, mit der dieses Ergebnis mit Sicherheit erreicht wird. Die Erfindung geht von bekannten Verfahrensweisen aus, welche den oxydischen Ausgangsstoff mit der für die Reduktion und Karburierung notwendigen Kohlenstoffmenge mischen und das Ge- EMI1.3 geführt wird, findet eine Vorreduktion und-vielleicht-unvollständige Karburierung statt, und in der letzten erfolgt die Fertigkarburierung. Die Erfindung stellt fest, dass auf diesem Wege jedenfalls kein sauerstoffreies Karbid erhalten werden kann, für dessen Verwendbarkeit und guten Erfolg aber. insbesondere in Hartmetallegierungen, gerade diese Sauerstofffreiheit von ausschlaggebender Brdeutung ist. Die Erfindung verfährt darum derart, dass sie in einer ersten Verfahrensstufe das oxydisehe Ausgangsmaterial mit kohlenstoffhaltigem Material, insbesondere mit reinem Lampenruss mischt, den Kohlenstoffzusatz aber absichtlich so bemisst. dass er zur vollständigen Reduktion und Karburierung des Titanoxyds nicht ausreicht. Darauf wird nach der ersten Verfahrensstufe festgestellt, welche Menge Sauerstoffs im Gemenge vorhanden ist und welche Menge Kohlenstoffs darum zur Entfernung dieses Sauerstoffs und zur Karburierung der restlichen Titanmenge erforderlich ist. Diese Kohlenstoffmenge wird nun zugesetzt und hierauf die Hitzebehandlung entweder bei gleicher oder aber bei erhöhter Temperatur fortgesetzt. Das Verfahren wird eventuell wiederbolt, bis ein vollständig sauerstofffreies und gesättigtes Karbid erhalten ist. Dadurch, dass anfänglich eine unzureichende Kohlenstoffmenge beigegeben wird, muss nach der ersten Verfahrensstufe durch Untersuchung immer ein messbarer Sauerstoffrest festgestellt werden können. und man ist darum in der Lage, Kohlenstoff gerade in solcher Menge zuzusetzen, dass dieser Sauerstoffrest mit Sicherheit entfernt wird, ohne dass ein Kohlenstoffüberschuss eingeführt wird, der dann zu un- EMI1.4 <Desc/Clms Page number 2> Oxyd der zweiten Hitzebehandlung unterworfen wird, der Angriff des Kohlenstoffs auf die Sauerstoffrestmenge, besonders bei erhöhter Temperatur, gesichert zu werden. Auf jeden Fall wird durch die Erfindung ein sauerstofffreies, gesättigtes Titankarbid erreicht, wie es nach bekannten Verfahren bisher nicht möglich war, auch dann nicht, wenn die Fertigkarburierung in kohlenstoffhaltiger Atmosphäre durchgeführt wurde. Letzteres wahrscheinlich deshalb nicht, weil das Karbid bei diesen Temperaturen bereits plastisch ist und das Eindringen der Atmosphäre in das Innere des Gemisches nicht mehr zulässt. ebenso wie der Austritt der sich entwickelnden Sauerstoffgas durch die sich schliessenden Poren erschwert wird. Ausführungsbeispiel : 80 Teile gepulvertes Titanoxyd werden mit 33 Teilen Lampenruss etwa 1-2 Stunden im Wasserstoffstrom bei etwa 1500-17000 im Kohlerohr geglüht. Diese Behandlung kann mehrfach unterbrochen und wiederholt werden. Anschliessend wird der Kohlenstoff-und Sauerstoffgehalt der anfallenden Masse bestimmt und ihr Lampenruss in solcher Menge innig zugemischt, als zum Reduzieren des Sauerstoff- EMI2.1 jedoch vorteilhaft nur einen Bruchteil der Zeitdauer der vorangegangenen Wärmebehandlung. Das anfallende Gemisch wird sodann im VakuumvonO'OlbisO'QOOl mm Druck bei einer weiter erhöhten Temperatur von etwa 1900bjs 20000 und darÜber fertigkarburiert. Die Erhitzung im Vakuum erfolgt vorteilhaft durch elektrische Induktion (Hochfrequenz). Das anfallende Titankarbid (TiC) enthält 20" Kohlenstoff. Die Fertigkarburierung kann, an Stelle im Vakuum, im Wasserstoffstrom erfolgen. An Stelle des Wasserstoffs kann irgendein anderes Gas unter beliebig höherem oder niedrigerem Druck angewendet EMI2.2 PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Mehrstufiges Verfahren zur Herstellung von Titankarbid, insbesondere zur Verwendung für Hartmetallegierungen, dadurch gekennzeichnet, dass man das Titanoxyd in einer ersten Stufe mit kohlenstoffhaltigem Material in solcher Menge mischt, welche nicht zur vollkommenen Desoxydierung und Karburierung ausreicht, und dieses Gemisch bei erhöhten Temperaturen, etwa 1500-1700 C, behandelt und sodann die fehlende Kohlenstoffmenge feststellt und dem Gemisch zusetzt, das sodann bei gleicher oder, vorteilhaft, erhöhter Temperatur, zwischen etwa 1500-20000 C, weiter- bzw. fertig- karburiert wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sauerstoffgehalt des Gemisches nach der Behandlung in der ersten Verfahrensstufe festgestellt und hienach die zuzusetzende Restmenge kohlenstoffhaltigen Materials, vorteilhaft reinen Lampenrusses, bemessen wird.3. Verfahren nach Anspruch l oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer ersten und einer letzten Verfahrensstufe eine Zwischenstufe eingeschaltet wird, dergestalt, dass man die errechnete Kohlenstoffrestmenge zusetzt und das Gemisch auf ungefähr gleiche Temperatur erhitzt wie in der ersten Verfahrensstufe, jedoch während kürzerer Zeit als in dieser letzteren, und hieran erst die letzte Verfahrensstufe anschliesst, in welcher die Fertigkarburierung bei höherer Temperatur als in der ersten Verfahrensstufe stattfindet.4. Durchführung eines Verfahrens nach Anspmch 1, 2 oder 3 in an sich bekannter Weise im Vakuum oder im Wasserstoffstrom oder (und) durch Hoehfrequenzerhitzung.
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|---|---|---|---|
| DE141832X | 1931-07-15 |
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| AT141832D AT141832B (de) | 1931-07-15 | 1931-12-09 | Mehrstufiges Verfahren zur Herstellung von Titankarbid. |
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| AT (1) | AT141832B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1009171B (de) * | 1953-07-21 | 1957-05-29 | Horizons Titanium Corp | Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Titancarbid und Titanmonoxyd in fester Loesung |
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1931
- 1931-12-09 AT AT141832D patent/AT141832B/de active
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