AT235839B - Verfahren zur Herstellung von Chinazolon-(4)-Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Chinazolon-(4)-Derivaten

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AT235839B
AT235839B AT542762A AT542762A AT235839B AT 235839 B AT235839 B AT 235839B AT 542762 A AT542762 A AT 542762A AT 542762 A AT542762 A AT 542762A AT 235839 B AT235839 B AT 235839B
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Zoltan Dipl Ing Chem Ecsery
Ildiko Dipl Ing Chem Kosa
Eva Dipl Ing Chem Somfai
Laszlo Dr Med Tardos
Gyoergy Dr Med Leszkovszky
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Chinoin Gyogyszer Es Vegyeszet
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von   Chinazolon- (4)-Derivaten   Es wurde gefunden, dass   Chinazolon- (4)-Derivate   der allgemeinen Formel   I :   
 EMI1.1 
 hergestellt werden   können.   wenn man eine   N-Acylanthranilsäure   oder ein in der Phenylgruppe substituiertes Derivat einer solchen mit Kohlensäure-Derivaten der allgemeinen Formel   II :   
 EMI1.2 
 oder der allgemeinen Formel III :

   
 EMI1.3 
 umsetzt, wobei in den Formeln I, II und III der Substituent Y für ein Wasserstoff- oder Halogenatom, oder eine Nitro-, Alkyl-, Acylamino-, Oxy-oder Alkoxygruppe, das Symbol X für -O- oder für -S-, der Substituent Rl   für     eine -NH-R2 oder -X -Gruppe   und die Symbole   Rund R2 für Alkyl-,   Cycloalkyl-, Aralkyl-oder Arylgruppen stehen, wobei R und   R   gleich oder verschieden sein können. 



   Von den vorbekannten Verfahren für die Herstellung von   Chinazolon- (4)-Derivaten   ist die Umsetzung   von Anthranilsäure   mit Säureamiden die bekannteste   (1.   Prakt. Chem. 51   [1895],   S. 564). Bei diesem Verfahren besteht der Nachteil, dass, im Falle von   Säureamiden   von höherem Molekulargewicht, ledig- 
 EMI1.4 
 



  Auch hier sind die Ausbeuten ungenügend. Nach einer verbesserten Methode wird N-Acyl-anthranilsäure in Gegenwart von Phosphortrichlorid oder Oxychlorid mit Aminen umgesetzt (J. Am. Chem. Soc. 68   [1946],     S. 542).   Diese Methode ist jedoch nicht allgemein anwendbar und kann in Fällen von   z. B. 3-Allyl-,   3-Cyclohexyl-Derivaten nicht verwendet werden. 



   Mit dem erfindungsgemässen Verfahren können sehr vorteilhaft Verbindungen hergestellt werden, in welchen die Bedeutung von R bzw.   le   ein aromatischer Ring, zweckmässig ein Phenylring, ist, der gegebenenfalls einen oder mehrere Substituenten tragen kann. Geeignete Substituenten dieser Art sind Halogenatome-, Alkoxy-oder Alkylgruppen, z. B. Chloratom, Bromatom, Methyl-, Äthyl-, Methoxy-, 

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 Äthoxygruppen usw. In ähnlicher Weise können auch Verbindungen hergestellt werden, in welchen R bzw. 



    R ? Alkylgruppen z. B.   einen Isobutylrest, bedeuten. 



   Die für das Verfahren angewendete   N-Acylanthranilsäure   ist zweckmässig mit einer aliphatischen Carbonsäure acyliert. Die Wahl hängt vom Substituenten in 2-Stellung des   Chinazolon- (4)-Endproduktes   ab. So kann als Ausgangsstoff die N-Formyl-, N-Aceyl-, N-Propionyl- usw. -anthanilsäure verwendet werden. Es kann auch eine Anthranilsäure verwendet werden, die einen aromatischen Carbonsäurerest als Substituenten trägt, z. B.   N-Benzoylanthranilsäure.   



   Als zweite Reaktionkomponente kann man entsprechend N-substituierte Isocyanate, Isothiocyanate, Harnstoffe, Thioharnstoffe,   S - und 0 -Alkyl-thiourethane   oder Dithiourethane verwenden. 



   Die Reaktion wird zweckmässig in Gegenwart oder Abwesenheit eines organischen Lösungsmittels unter Erwärmen der Reaktionskomponenten auf   120 - 2200C   durchgeführt. Als Nebenprodukte der Reaktion entstehen-in Abhängigkeit von dem angewendeten   Kohlensäurederivat-Kohlenoxysulfid,   Kohlendioxyd, Wasser oder Alkohol. Es ist   zweckmässig,   die Nebenprodukte aus dem Reaktionsgemisch zu entfernen, wodurch das Reaktionsgleichgewicht günstig beeinflusst wird. 



   Als   Verdünnungs-bzw.   Lösungsmittel kann man ein Lösungsmittel mit geeignet hohem Siedepunkt, z. B. Xylol, Nitrobenzol, Petroleum usw., verwenden. 



   Bei einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens wird die N-Acylanthranilsäure mit dem   Kohlensäure-bzw. Thiokohlensäurederivat   vermischt und   3 - 12   h lang bei einer Temperatur von 120 bis 1800C erwärmt. Man kann auch so verfahren, dass map   N-Acylanthranilsäure   in einem der genannten Lösungsmittel löst und   das Thiosäurederivat   der so erhaltenen Lösung zusetzt. und anschlie- ssend auf die oben erwähnte Temperatur erwärmt. Das Produkt kann   z. B.   in folgender Weise aus dem Reaktionsgemisch gewonnen werden : Das Reaktionsgemisch wird in einem Lösungsmittel, z. B. Benzol, gelöst, vorauf in Gegenwart einer basischen Substanz, z. B. wässerigen Natriumbicarbonats. die N-Acylanthranilsäure entfernt wird.

   Nach   Ansäuern   der Lösung wird das Produkt in Form des entsprechenden Salzes erhalten. Die Lösung kann-z. B. im Falle der Verwendung von Salzsäure - schwach alkalisch gemacht werden, wodurch man ein sehr reines Produkt erhalten kann. 



   Weitere Einzelheiten des Verfahrens sind in den Beispielen zu finden :
Beispiel 1 : 11, 5 g N-Acetylanthranilsäure werden mit 8 g o-Tolyl-isothiocyanat vermischt, worauf das Gemisch 5 h lang auf 1800C erwärmt wird. Hierauf wird die Schmelze abgekühlt. und in'Benzol gelöst. Die erhaltene Benzollösung wird vorerst mit 40 und anschliessend mit 20 ml einer 10%igen Sodalösung extrahiert, worauf die entstandene Emulsion filtriert wird. Die Benzolphase wird abgetrennt und fünfmal mit je 50 ml einer   50/eigen   Salzsäurelösung extrahiert. Die vereinigten Salzsäurelösungen werden mit einer   10'/oigen Ammoniumhydroxydlösung   schwach alkalisiert, worauf der ausgeschiedene Niederschlag filtriert, mit Wasser chloridfrei gewaschen und bis zu konstantem Gewicht getrocknet wird. 



  Es werden 9, 47 g   2-Methyl-3-o-tolyl-chinazolinon- (4)   erhalten. F: 114 - 116 C. 



   Beispiel   2 : 1, 79   g N-Acetylanthranilsäure werden mit 1, 28 g   N. N'-Di-o-tolyl-thioharnstoff,   wie im Beispiel 1 beschrieben, umgesetzt und aufgearbeitet. Es werden 1, 77 g 2-Methyl-3-o-tolylchinazolinon- (4) erhalten.   F : 115-116 C.   



   Beispiel3 :5,37gN-Acetylanthranilsäureund3,6gN,N'-Di-o-tolylharnstoffwerdennachder 
 EMI2.1 
   Beispiel 1 zur Reaktion gebracht und aufgearbeitet. Es werden 3,79 g 2-Methyl-3-allyl-chinazolinon- (4) erhalten. F : 74-760C. Nach Umkristallisation aus Benzin schmilzt die Substanz bei 80-810C.   
 EMI2.2 
 eis p iel 6 : 1. 79 g N -AcetylanthraniIsäure werden mit 2. 23 g 3. 4-Dimethoxy-phenyl-äthyl-iso-B e i s p i e l 7: 3,58 g N-Acetylanthranilsäure werden mit   1. 88   g N, N'-n-Dibutylharnstoff, wie im Beispiel 1 beschrieben, umgesetzt. Nach erfolgter Extraktion mit wässerigem Natriumcarbonat wird die Benzolphase zur Trockne eingeengt. Der harzige Rückstand wird in 5 ml wasserfreiem Alkohol aufgenommen und mit salzsaurem Alkohol angesäuert.

   Die ausgeschiedenen Kristalle werden filtriert, mit Äther 

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 EMI3.1 
 spiel 1 beschrieben, umgesetzt und aufgearbeitet, worauf 2-Methyl-3-allyl-chinazolinon-(4) erhalten wird. 



     Beispiel 9 : l,   72 g N, N'-Diisobutylharnstoff werden sorgfältig mit 3, 58 g   N-Acetylanthranilsäu-   re vermischt, worauf das Gemisch 5 h lang auf 1800C erwärmt wird. Hierauf wird das Reaktionsgemisch abgekühlt, und unter mildem Erwärmen in Benzol gelöst. Die erhaltene Benzollösung wird dreimal mit je 20 ml einer   l Obigen   wässerigen Sodalösung extrahiert. Die Benzolphase wird abgeschieden und dreimal mit je 28 ml einer   5% gen   Salzsäurelösung   ausgeschüttelt.   worauf die vereinigten   Salzsäurelösungen   mit einer 1 : 1 Ammoniumhydroxyd-Wasserlösung schwach alkalisch gemacht wird. Der ausgefallene Niederschlag wird filtriert. mit Wasser chloridfrei gewaschen und bis zu konstantem Gewicht getrocknet. 



  Es werden 1, 42 g 2-Methyl-3-isobutyl-chinazolinon-(4) erhalten.   F : 75-76 C.   Schmelzpunkt des Chlorhydrats :256-258 C. 
 EMI3.2 
    10 : 1, 88azolinon- (4)   erhalten.   F : 75-76 C.   



     Beispiel 11 : l, 15   g Isobutylsenföl und   l,   79 g N-Acetylanthranilsäure werden 5 h lang in einem Ölbad auf 1600C erwärmt. Des weiteren wird wie im Beispiel 9 beschrieben verfahren, worauf   1. 28   g 
 EMI3.3 
 
Beispiel 13 : 4, 39 g N,N'-Di-(2-methyl-4-bromphenyl)-thioharnstoff und 3, 58 g N-Acetylanthranilsäure werden, wie im Beispiel 1 beschrieben, umgesetzt und aufgearbeitet. Es werden   l,   98 g   2-Methyl-3- (2'-methyl-4'-bromphenyl)-chinazolinon- (4)   erhalten. F : 173-174 C. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von   Chinazolon- (4)-Derivaten   der allgemeinen Formel I : 
 EMI3.4 
 aus N-Acylanthranilsäuren, dadurch gekennzeichnet, dass man eine N-Acylanthranilsäure oder ein in der Phenylgruppe substituiertes Derivat einer solchen mit Kohlensäurederivaten der allgemeinen Formel II : 
R-N=C=X (II) oder der allgemeinen Formel III : 
 EMI3.5 
 umsetzt, wobei in den Formeln I, II und III der Substituent Y für ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder eine Nitro-, Alkyl-, Acylamino-, Oxy- oder Alkoxygruppe, das Symbol X   für-0-oder für-S-,   der Substituent Rl für eine -NH-R2 oder -XR2-Gruppe und die Symbole   Rund R2   für Alkyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl- oder Arylgruppen stehen, wobei   R und R   gleich oder verschieden sein können.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man als Kohlensäurederivate der allgemeinen Formeln II bzw. III N-substituierte Isocyanate, Isothiocyanate, Harnstoffe, Thioharnstoffe, S-und 0-Alkyl-thiourethane oder Dithiourethane verwendet.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion in Gegenwart oder Abwesenheit eines organischen Lösungsmittels unter Erwärmen der Reaktionskomponenten auf 120 - 220 C durchführt. <Desc/Clms Page number 4>
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsstoff Kohlensäurederivate verwendet, in welchen R bzw. R ? einen ein-oder mehrfach durch Halogenatome, Alkoxy- oder Alkylgruppen substituierten aromatischen Rest, zweckmässig einen Phenylrest, bedeutet.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Kohlensäurederivate der allgemeinen Formeln II bzw. III verwendet werden, in welchen R bzw. R Alkylgruppen bedeuten.
AT542762A 1962-02-08 1962-07-05 Verfahren zur Herstellung von Chinazolon-(4)-Derivaten AT235839B (de)

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