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Vorrichtung zum Ausschneiden von Behältern
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AnzahlLöcher können auch gezogene Vertiefungen oder Erhöhungen angeordnet sein, s. Fig. 11, 13, 15-20.
Wie in Fig. 2 dargestellt, ist das Behältertablett auf einen Bandstahlschnitt 4 aufgelegt. Der Band- stahlschnitt weist in einer Platte 10 oder in einem Rahmen befestigte Messer 11 auf. Der Rahmen oder die
Platte 10 können aus Holz bestehen. Beiderseits des Messers 11 sind im Rahmen oder in der Platte 10
Stützbolzen 5 befestigt. Das obere Ende 13 jedes Stützbolzens 5 liegt tiefer als die Schnittlinie 12 der
Messer 11. Das obere Ende 13 des Stützbolzens 5 ist von einer elastischen Distanzmanschette 6 umgeben.
Dieser Vorrichtungsteil ist in Fig. 3 vergrössert dargestellt, wobei die Platte 10 eine grössere Höhe hat als in Fig. 2.
In Fig. 4 ist der Bandstahlschnitt 4 mit dem z. B. nunmehr durch irgendein Füllaggregat gefüllten
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vorganges gezeigt. DasDeckeltablettweistnebendenEinbuchtungen 20 tiefgezogene Zapfen 21 auf, die in die Löcher 3 des Behältertabletts einzusetzen sind. Diese Zapfen können auch nach oben ragen, und am Behältertablett vorgesehen sowie gemäss den Fig. 10-20 ausgebildet sein.
Die Fig. 5 zeigt nun einen Teilschnitt durch den Bandstahlschnitt 4 mit dem eingelegten Behältertablett und dem auf dem Behältertablett1 sich befindenden Deckeltablett 19. Die Zapfen 21 des Deckeltabletts 19 sitzen in den Löchern 3 des Behältertabletts 1 innerhalb der Distanzmanschetten 6, u. zw. oberhalb des oberen Endes 13 der Stützbolzen 5. Die Distanzmanschette 6 sorgt für den notwendigen Abstand.
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6vorgesehen. Der Bandstahlschnitt mit dem Tablett und der Stanzplatte, einen sogenannten Sandwich bil- dend, wird nun inRichtung des Pfeiles in eine sogenannte Rollstanze 23 geschoben. Die Rollstanze 23 be- steht aus zwei auf Abstand stehenden Walzen 15,16, die weiter unten beschrieben werden.
Beim Durchrollen des Sandwiches wird ein Schnitt mittels der Messer 11 durchgeführt, wobei unter Zusammenquetschen der Distanzmanschetten 6 die Stützbolzen 5 auf die Zapfen 21 wirken. Diese werden breitge- quetscht, so dass das Deckeltablett an den Ecken bzw. an den andern Stellen jedes auszuschneidenden Behälters mit dem Behältertablett vernietet wird. Die Fig. 7 zeigt nunmehr den ausgeschnittenenBehälter mit dem aufgenieteten Deckel, bestehend aus dem Behälterunterteil mit dem Behälternapf 2 mit dem Deckelteil des Deckeltabletts 19, der nunmehr durch die breitgequetschten Zapfen 21, die die Bohrungen 3 durchsetzen, amBehälterunterteil befestigt ist. Die Figur zeigt also die ausgestanzte Einzelpackung mit dem nicht eingezeichneten Füllgut und den vernieteten Rändern.
Der Verbraucher kann durch Lösen der Vernietung den Deckel abheben und nach Bedarf wieder aufdrücken und festlegen.
Die Fig. 8 zeigt nun eine in einem nichtgezeigten Gestell untergebrachte Vorrichtung der vorstehend beschriebenen Art, die automatisch arbeitet. Die untere Walze 15 ist mittels eines Motors 40 angetrieben. Die obere Walze braucht nicht angetrieben zu sein. Ein vorderes Lagerschild der beiden Walzen 15,16 ist zwecks Verbesserung der Darstellung abgenommen.
Eine Welle 17 der unteren Walze 15 trägt ein Kettenrad 18, das über eine Kette 50 ein Kettenrad 51 einer Welle 52 unter Zwischenschaltung einer Kupplung 39 antreibt. Die Förderwelle 52 trägt Kettenräder 38, die mit Kettenrädern 37 einer gegenüberliegenden Förderwelle 53 fluchten. Über die Kettenräder 37 und 38 sind zwei endlose, zwischen den Walzen 15,16 verlaufende Ketten 29 gelegt. Mittels Laschen 54 sind quer zwischen den beiden Ketten 29 auf Abstand stehende Querschienen 31, 32 befestigt. An der Querschiene 31 ist mittels eines Gelenkes 55 der Bandstahlschnitt 4 befestigt, während am hinteren Ende des Bandstahlschnittes eine Feder 56 befestigt ist, deren freies Ende an der Querschiene 32 befestigt ist.
An der Querschiene 31 ist über eine Stange 57 die Stanzplatte 22 angelenkt, die mittels einer Feder 58 unregelmässig verschiebbar ist, um eine gleichmässige Beanspruchung der Stanzplatte 22 zu bewirken.
An einem Lagerschild 59 der Walzen 15,16 können fernerhin zwei Führungsschienen 35 und 36 befestigt sein. Die Führungsschiene 35 ist so angeordnet, dass sie beim Transport des Bandstahlschnittes 4 in die Rollstanze 23 die Stanzplatte 22 automatisch auf den Bandstahlschnitt 4 herunterdrückt und der Bandstahlschnitt mit den Tabletts 1, 19 und mit der Platte 22 gemeinschaftlich in Form des Sandwiches von den Walzen 15,16 erfasst werden kann. Beim Auslauf greift die Führungsschiene 36 unter die Stanzplatte 22 und hebt diese wieder an. Die Führungsschiene 36 kann entfallen, da am Kettenrad 37 der Bandstahlschnitt 4 mit dem Zubehör nach unten wandert und damit die Stanzplatte 22 durch das eigene Gewicht sich öffnet und die gefüllten, geschlossenen und ausgeschnittenen Behälter nach unten herausfallen.
Die Rutschkupplung 39 hat folgenden Zweck : Vorteilhafterweise läuft der Bandstahlschnitt 4, angetrieben durch die Ketten 29, schneller, als wenn er durch die Rollstanze 23 angetrieben wird. Während des Antriebes des Sandwiches mittels der Rollstanze rutscht also die Rutschkupplung. Beim Auslaufen aus der Rollstanze wird der Sandwich bzw. Bandstahlschnitt wieder durch das Einsetzen der Kupplung 39 mit
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erhöhter Geschwindigkeit ab- und rücktransportiert. Hiedurch kann eine hohe Durchlaufgeschwindigkeit vor der Rollstanze, aber dann durch geringe Laufgeschwindigkeit in der Rollstanze eine exakte Arbeit während des Walzens, insbesondere bei einer Vernietung, gesichert werden. Der Ausstoss der Maschine wird hiedurch verbessert.
Die Rutschkupplung 39 kann aber auch durch ein Fusspedal 41 vom Bedienungs- mann aus-und eingeschaltet werden, um bei einer zugeordneten Abfüllvorrichtung ein gewünschtes An- halten und Starten zu erreichen, wenn die Füllvorrichtung nachhinkt, d. h. nicht rechtzeitig einfüllt.
Dieser Gleichlauf kann auch elektromagnetisch synchronisiert werden. Die Füllvorrichtung ist dabei zwi- chen der Rollstanze 23 und der Welle 52 angeordnet. Gegebenenfalls wird dieser Zwischenraum grösser ausgeführt als dargestellt. - Selbstverständlich kann die Rollstanze 23 ohne Antrieb versehen sein und der Motor 40 nur auf die Wellen 52, 53 wirken, so dass über die Ketten 29 der Durchlauf des Sandwiches bzw. des Bandstahlschnittes mit gleichbleibender Geschwindigkeit in Abhängigkeit vom Antrieb der Wellen 52,
53 erfolgt.
Zum Entfernen der Behälter oder der Reste. die beim Schneiden durch den Bandstahlschnitt 4 entste- hen können, kann der in Fig. 9 dargestellte Haken dienen. Dieser besteht aus einem Stab 42, an dem Ha- ken 43 mit solchem Abstand wie die abfallenden Zwischen-und/oder Randstücke zwischen bzw. neben den Einzelbehältern bzw. die Behälter vorgesehen sind.
An der Kette können eine beliebige Anzahl solcher Sandwiches bzw. Bandstahlschnitte angeordnet werden.
In den Fig. 10-20 sind verschiedene Zapfen dargestellt, die für die Vernietung im oben beschrie- benen Sinne geeignet sind.
Fig. 10 zeigt, vergrössert dargestellt, einen nach oben tiefgezogenen Zapfen 70, der am Behälter- tablett durch Tiefziehen oder Stempeldruck hergestellt ist und an einer Stirnseite 71 die grösste Wand- stärke aufweisen kann. Bei einem derartigen Zapfen 71 hat das Deckeltablett 19 die Löcher, die in Fig. 1 bezüglich des Behältertabletts mit 3 bezeichnet sind. Wie aus Fig. 12 ersichtlich, wird der Zapfen 70 in ein Loch 25 eines Pappdeckels 28 gesteckt, der auch z. B. aus Papier, Blech, Kunststoff usw. hergestellt sein kann. Die Fig. 14 zeigt nunmehr, wie der Zapfen 70 verformt ist, wenn diese beiden vereinigten
Teile durch die oben beschriebene Vorrichtung hindurchgelangt sind. In diesem Falle haben nicht die
Stützbolzen 5, sondern es hat die Stanzplatte 22 die Zapfen breitgequetscht.
Die Enden 13 der Stütz- bolzen 5 müssen dabei bis kurz unter die Schneiden 12 der Messer 11 reichen.
Die Fig. 11 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel. Das Deckeltablett 1 besitzt einen Zapfen 70, der in gleicher Weise wie obenstehend hergestellt sind, und das Deckeltablett 19 besitzt ein grösseres Näpfchen 73, das den Zapfen 70 aufnimmt. Die beiden ineinandergesteckten kegeligen Teile 70,73 sind so ausgebildet, dass das Deckeltablett 19 auf dem Behältertablett 1 satt aufliegen kann.
Wie Fig. 13 zeigt, werden die beiden Teile 70, 73 beim Durchschicken durch die oben beschriebene Vorrichtung gemeinschaftlich breitgequetscht und ergeben damit eine feste Verbindung. Das Zusammenquetschen der Teile 21, 70,73 darf aber nicht schlagartig erfolgen, sondern muss langsam durchgeführt werden. Aus diesem Grunde läuft die Rollstanze 23 entsprechend langsam. Hiedurch wird dem Material Zeit gegeben, sich im kalten Zustand bleibend zu verformen. Das Rückstellvermögen nach der Deformation, das dem Kunststoff eigen ist, geht nicht so weit, dass sich die Teile wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückverändem, da durch die langsam erfolgende, kalte Verformung das Material eine entsprechende Biegung im Faserverlauf bleibend angenommen hat. Diese kalte Verformung ist ausreichend, eine feste Verbindung herzustellen.
Die Vernietung kann also nicht nur bei Tabletts, sondern auch bei Zylindern usw. vorgenommen werden.
Wenn der Zapfen 21 des Deckeltabletts, wie oben dargestellt, nach unten in das Loch 3 des Behältertabletts hineinragt, so wird beim Pressen der Behältemapf 2 des Behaltertabletts 1 zusammengestaucht, da der Zapfen 21 nachgibt. Dieses ist nur dann möglich, wenn der Behälternapf 2 des Behältertabletts eine entsprechende Nachgiebigkeit und Elastizität besitzt. Es kann natürlich auch der Bandstahlschnitt 4 eine entsprechend nachgiebige Gestalt besitzen, was aber den Bandstahlschnitt kompliziert. Ist der Behälternapf 2 stark elastisch, so kann die Platte 10 des Bandstahlschnittes 4 in der Art nach Fig. 3 bis nahe zur oberen Fläche 13 des Stützbolzens 5 geführt sein, was den Vorteil hat, dass der Behälter 2 in grösserem Umfange abgestützt ist.
Normalerweise muss aber die Platte 10 des Bandstahlschnittes 4 in der Art nach den Fig. 2, 4,5 und 6 ausgeführt sein.
Steht dagegen der Zapfen 70 in der Art nach Fig. 10 nach oben zu, so kann es vorKommen. dass beim Durchgang durch die Rollstanze 23 der Zapfen nicht gemäss der Fig. 14 ausgequetscht wird, sondern sich einseitig umlegt.
Beide Nachteile werden durch die Ausführungsformen nach den Fig. 15-20 vermieden.
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15,Durch Zurückgehen der Werkzeuge 94,97 in Richtung der nach oben gerichteten Pfeile der Pfeillinien 100,102 wird die Vorrichtung in die Ausgangsstellung gebracht. Nach Hochfahren der Haube 91 wird das fertiggeformteTablett entnommen, eine neue, erwärmte Folie eingelegt und die Haube 91 wieder in die in Fig. 21 gezeigte Stellung abgesenkt.
Im Rahmen dieser Arbeitsweise kann es vorteilhaft sein, dass auch ein Saugluftzug zur Wirkung kommt, s. nach oben gerichteten Pfeil der Pfeillinie 106.
Falls der Formunterteil 90 entsprechende Saugluftbohrungen aufweist, s. Bezugszeichen 108, kann auch die Folie durch Saugluft entsprechend geformt werden bzw. es kann die Saugluft bei der oben geschilderten Formgebung mitwirken.
Auch die andern oben beschriebenen Näpfchen- oder Ausnehmungs- oder Zapfenformen können auf diese Weise hergestellt werden. Der Verfahrensgang zur Herstellung des Deckeltabletts ist der gleiche.
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Dabei kann der Boden des Näpfchens oder des Zapfens dicker ausgebildet werden als dessen Wandung.
Die in den Fig. 15-20 gezeigten Nietverbindungen können lückenlos aneinandergekettete Vertie- fungen 76,79 haben, die also Kanäle bilden, die zusammenhängend einen Behältemapf 2 umgeben.
Durch Einlage von Wachs od. dgl. in eine der Vertiefungen ist eine luftdichte Verbindung der beiden Teile
75, 78 gegeben. Die Verbindung ist auch so möglich, dass nach dem Ineinanderlegen der Teile 76, 77,
79,80 ohne deren Vernietung dasAusschneidenderNäpfe2 mit demBandstahlschnitt erfolgt und dass dann der Rand um den Behälternapf 2 durch fortlaufendes Walzen vernietet wird, so dass auch die Vertiefungen und Zapfen mit Näpfchen ineinander gequetscht sind.
Diese erfindungsgemässe Nietverbindung nach der vorstehend beschriebenen Arbeitsweise oder in der
Art nach den Fig. 19 und 20 kann wie ein Druckknopf vielfach geöffnet und geschlossen werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Ausschneiden von Behältern aus einer Folie mit einer in dieser vorgesehenen
Vielzahl von Näpfen, die Teile der ausgeschnittenen Behälter sind, dadurch gekennzeichnet. dass zum
Ausschneiden der Behälter aus einem Behältertablett (1, 78) ein dieses aufnehmender Bandstahlschnitt (4) dient, der mittels eines angetriebenen Förderers (29. 37.. 38. 52,53) bis zwischen zwei Walzen einer
Rollstanze (23) geführt ist, deren eine Walze (16) dasBehältertablett (l, 78) gegendieSchneiden (12) des
Bandstahlschnittes unter Abstützung desselben auf der andern Seite durch die andere Walze (15) drückt, wobei die Walzen (15,16) angetrieben (40) sein können.