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Maschine zum Umhüllen von unregelmässig gestalteten Gegenständen, insbesondere der Süsswarenindustrie, vorzugsweise von
Hohlkörpern aus Schokolade
Die Produkte aus der Schokoladenindustrie werden vielfach aus hygienischen Gründen und zum Abschluss gegen den Zutritt der Aussenluft dicht verpackt, insbesondere mit Folien umhüllt. Bei unregelmässigen, insbesondere als Märchenfiguren, wie Osterhasen und Niklas geformten Schokoladekörpern sollensich die Folien dicht an die Körper anschmiegen, damit deren Konturen so deutlich wie möglich hervortreten.
Um das zu erreichen, hat man diese unregelmässig gestalteten Schokoladefiguren bisher von Hand mit Folie bewickelt. Diese Handarbeit erfordert grosse Geschicklichkeit und ist mit grossem Zeitaufwand und damit hohen Lohnkosten verbunden.
Es ist nun bereits bekannt, zum Einpacken und insbesondere zum dichten Umhüllen von Lebens- und Genussmitteln Maschinen zu verwenden, denen das Packmaterial und die zu umhüllenden Gegenstände
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Maschinenichtzum Umhüllen unregelmässiger Schokoladefiguren.
Das gilt auch für eine andere bekannte Maschine, mit deren Hilfe laufend mehrere Sandwiches zusammengepackt werden, da es bei ihr weder angestrebt noch möglich ist, die Umhüllungen der äusseren Form der Sandwiches anzupassen. Beide vorstehend beschriebenen Maschinen weisen in sich geschlossene Gehänge auf, an deren Förderweg in Förderrichtung hintereinander die zum Verpacken erforderlichen Bearbeitungseinrichtungen angeordnet sind.
An SteUe von Gehängen wird bei einer weiteren bekannten Verpackungsmaschine eine revolverartig arbeitende Drehscheibe verwendet. Bei dieser Maschine werden einfach gestaltete Gegenstände automatisch mit einer Folie verpackt, die absatzweise zugeführt wird. Auch hier handelt es sich nicht um ein formgemässes, dichtes Anschmiegen.
Endlich ist eine Maschine zum Verpacken von leicht deformierbaren und an Luft veränderlichen Gegenständen mittels einer absatzweise zugeführten Metallfolie bekannt, bei der jeweils ein Folienstück durch zwei Matrizen und Patrizen zu zwei zusammenhängenden HUllkörpern verformt wird, die nach Einlegen des zu verpackenden Gegenstandes in einen der HUllkörper übereinandergeklappt werden, um danach an ihren Rändern fest miteinander verschweisst und beschnitten zu werden. Diese Maschine ist jedoch nur zum Umhüllen relativ kleiner und einfach gestalteter Gegenstände, wie Suppositorien geeignet, nicht aber für komplizierte und relativ grosse Schokoladekörper.
Vom bekannten ausgehend bezieht sich die Erfindung auf eine Maschine zum Einhüllen von unregel-
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metallische Folien mit absatzweiser ZufUhrung derMetallfolien, mit mindestens einem, den Aussenflächen der Schokoladekörper entsprechenden Paar von gegen Matrizen bewegbaren F,) rmstempeln mit einer
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Anordnung zum Umklappen einer verformten Hüllfolie über die andere, mit dem Schokoladekörper ge- füllte, verformte HUllfolie, mit einer die aufeinanderliegenden Aussenränder der beiden Hüllfolien fest miteinander verbindenden Pressvorrichtung sowie mit einer die vom umhüllten Schokoladekörper abste- henden Randteile der Hüllfolien bis dicht an die Schokoladekörper abschneidenden Schneidevorrichtung.
Sie besteht darin, dass bei einer Maschine der vorgenannten Art auf einem absatzweise bewegten, vorzugsweise elektrisch angetriebenen Fördermittel, das in bei Verpackungsmaschinen bekannter Weise als endloses Band, als in sich geschlossenes Kettengehänge oder als Drehscheibe ausgebildet ist, in glei- chen Abständen Paare von je zwei aufeinanderfolgenden, den gegenüberliegenden Aussenflächen der
Schokoladekörper entsprechenden und gelenkig miteinander verbundenen Matrizen angeordnet sind, und dass an einem das Fördermittel mit den Matrizen aufnehmenden Gestell in Förderrichtung hintereinander in gleichen, den Abständen der Matrizenpaare entsprechenden Abständen folgende Arbeitsmittel ange- bracht sind :
ein Paar starr miteinander verbundener, vertikal bewegbarer mehrteiliger Vorprägestempel, deren Teile bei der Abwärtsbewegung der Stempel von innen nach aussen fortschreitend auf die Folien einwirken, ein Paar ebenfalls starr miteinander verbundener, vertikal bewegbarer ein- oder mehrteiliger Fertigprägesi : empel, eine Vorrichtung zum Einlegen der Schokoladekörper in einen fertiggeprägten Hull- körper sowie zum Umklappen eines andern fertiggeprägten Hüllkörpers über den gefüllten Hüllkörper, eine vertikal bewegbare, kurzzeitig wirkende Schweissvorrichtung und endlich einen vertikal bewegbaren
Schneidstempel.
MitHilfe der Erfindung können erfahrungsgemäss unregelmässigeschokoladegegenstände mit stark ge- gliederter Oberfläche und erheblicher Grösse, z. B. mit einer Höhe von 20 cm und mehr, rasch und ohne nennenswerten Ausschuss dicht anschmiegend mit Metallfolien umhüllt werden.
Um zu erreichen, dass die Vorprägestempel von innen nach aussen fortschreitend auf die Folien ein- wirken und um so ein unnötiges Falten und vor allem ein Einreissen der Folien zu verhindern, weisen die
Vorprägestempel Tragplatten auf, an denen der Form der Matrizen ungefähr entsprechende Stempelteile mit über deren Ränder hinwegreichenden Ansätzen starr befestigt sind, und dass in den festen Stempeltei- len vertikal geführte. vos Federn abwärts gedrUckteStempelteile vorgesehen sind, diebeim Prägengegen- über den festen Stempelteilen voreilen.
Dem gleichen Zweck dient es, wenn die Fertigprägestempel Tragplatten aufweisen, an denen beweg- liche, vertikal geführte, von Federn abwärts gedrUckte, der Form der Matrizen genau entsprechende
Stempelteile und zwei dem Umriss der zu umhüllenden Gegenstände angepasste Gummistreifen, ein in- nerer, aus normalhartem Gummi bestehender Streifen und ein äusserer, aus Moosgummi bestehender
Streifen, angeordnet sind.
Durch die vorstehend erläuterten Merkmale wird zwar bereits eine weitgehende Schonung der HUll- folien erzielt, jedoch kann erfindungsgemäss die Beanspruchung der Folien weiterhin dadurch herabgesetzt werden, dass die Matrizen in gewissem Abstand von den Rändern der der Form der zu umhüllenden Körper entsprechenden Ausnehmungen Rillen aufweisen, die beim Prägen zusammen mit den Moosgummistreifen dem Straffziehen der Uberstehenden Folienränder dienen.
Aus dem gleichen Grunde schlägt die Erfindung vor, die den umhüllten Gegenstand aufnehmende
Matrize mit einem gegenüber der Rille nach innen versetzten elastischen Band zu versehen, das als Ge- genhalter beim Schweissen und Schneiden dient und vorzugsweise aus Silikongummi besteht.
Beiden erfindungsgemäss maschinell zu umhüllenden Figuren handelt es sich in der Regel um stehen- de Figuren mit einer unteren Stehfläche. Um auch diese mit Folie abdecken zu können, weisen gemäss einer Weiterbildung der Erfindung die Matrizen und die Prägestempel an den den Stehflächen der zu um- hUllenden Figuren entsprechenden Stellen Ausbuchtungen von vorzugsweise ellipsoider Form auf, um dem
Abdecken der Stehflächen dienende Folienrandteile mitzuprägen.
Man kann auch die Matrizen an der senkrechten Stehfläche offen lassen und mit einem aufgeklemm- ten oder anvulkanisierten, band-oder plattenförmigen Gummiteil versehen, der während des Prägevor- ganges mechanisch, pneumatisch oder auf ähnliche Weise unter Spannung abgezogen gehalten und nach dem Prägevorgang entspannt wird.
Von besonderer Bedeutung ist es, das Zusammenschweissen der aufeinanderliegenden Ränder der Hüllkörper, rasch und schonend vorzunehmen. Um das zu erreichen, besteht die Schweissvorrichtung aus einem Gegenhalter bzw. Pressstempel und unterhalb dieses Stempels angeordneten, dem Umriss der HUll- körper entsprechenden, der Erzeugung und Übertragung der Schweisswärme dienenden, beispielsweise als
Widerstandsringe ausgebildeten Elementen geringer Masse, die an einem ortsfesten Tragteil federnd be- festigt sind und denen mittels des Schaltexzenters kurzzeitige Heizimpulse zugeführt werden.
Mit Hilfe dieser Vorrichtung ist es möglich, die den Schweissstellen zuzuführende Wärmemenge so
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zu dosieren, dass sie zwar für den Schweissvorgang ausreicht, die angrenzenden Teile des Schokoladekörpers jedoch nicht Ubererwärmt oder gar zum Schmelzen bringt. Infolge der geringen Masse des Widerstandringes wird in ihm auch keine Wärme gespeichert, die nach dem Schweissvorgang abgeleitet oder abgestrahlt werden könnte.
Weitere konstruktive Gestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles, das in den schematischen Zeichnungen dargestellt ist. In diesen zeigen Fig. l eine erfindungsgemässevorrichtung in Seitenansicht, Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie A-A in Fig. l, Fig. 3 die Anordnung zum Vorprägen in Ruhestellung im Querschnitt mit einer um 90 in die Horizontalebene verschwenkten Folienrolle, Fig. 4 die Anordnung zum Fertigprägen in Ruhestellung im Querschnitt, Fig. 5 den linken Teil der gleichen Anordnung in Arbeitsstellung im Querschnitt, Fig. 6 eine schematische Darstellung des Zusammenklappens der beiden Füllkörper im Querschnitt, Fig. 7 die Anordnung zum Verschweissen der Ränder der HUllkörper in Ruhestellung im Querschnitt, Fig. 8 die Anordnung zum Abschneiden des überflüssige Randes in Ruhestellung im Querschnitt, Fig.
9 eine Seitenansicht des fertig umhüllten Gegenstandes, Fig. 10 eine Draufsicht auf einen Vorprägestempel für eine Hasenfigur, Fig. 11 einen Querschnitt nach der Linie B-B in Fig. 10, Fig. 12 eine Ansicht der Matrize für eine Hasenfigur und Fig. 13 einen Querschnitt nach der Linie C-C in Fig. 12.
Gemäss den Fig. 1 und 2 ist die erfindungsgemässe Vorrichtung in einem Gehäuse 1 untergebracht, das an der Rückseite eine glatte Abschlusswand 2 und an der Vorderseite einen unteren glatten Wandteil 3 mit nach hinten gerichtetem Tischteil 4, einem inneren Wandteil 5 und einem oberen, mindestens an den nachstehend erläuterten Arbeitsstellen verstärkten Wandteil 6 aufweist.
An den beiden Enden des Gehäuses 1 sind zwei Kettenräderpaare 7, 8 drehbar gelagert, die in nicht dargestellter Weise von einem Elektromotor absatzweise angetrieben werden. Diese bewegen eine endlose Tragkette, die aus Tragplatten 9 und Scharnierbolzen 10 besteht. Die Tragplatten 9 gleiten auf am Tischteil 4 angeordneten Magnetprismen 11. An ihnen sind so viel Paare von Ma-
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13 auswechselbar angebracht. dass an jeder Arbeitsstellejeweils ein Matrizenpaarkörper und die jeweils rechten Matrizen 13 der Verformung und Aufnahme der oberen HUllkörper.
Im oberen Teil des Gehäuses 1 ist eine längsgerichtete Steuerwelle 14 drehbar gelagert, die ebenso wie die Kettenradpaare 7. 8 elektrornotorisch angetrieben wird, u. zw. derart, dass nacheinander die Tragkette 9, 10 um einen, dem Abstand der Arbeitsstellen entsprechenden Schritt bewegt, danach
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Exzenterscheiben vorzugsweise winkelmässig derart gegeneinander versetzt angeordnet, dass eine gleichmässige Belastung der Steuerwelle 14 erreicht wird.
Die in der durch den Pfeil im linken Kettenradpaar 7 bezeichneten Bewegungsrichtung erste Arbeitsstelle weist einen doppelten Vorprägestempel 24 auf, dessen stabförmiger Tragteil 25 im verstärkten, oberen Wandteil 6 geführt ist und über einen nicht dargestellten Hebel mit der zugehörigen Exzenterscheibe 15 im Wirkschluss steht. Ausserdemsind dieser Arbeitsstelle zwei in Fig. 3 angedeutete Vorratsrollen 26 zugeordnet, von denen in nicht näher dargestellter Weise je ein Folienband abgezogen und quer zur Zeichenebene den beiden ersten Matrizen 12, 13 zugeleitet werden.
Die zweite Arbeitsstelle weist einen doppelten Fertigprägestempel 27 auf, dessen stabförmiger Tragteil 28 ebenfalls im verstärkten oberen Wandteil 6 geführt ist und mit der zugehörigen Exzenterscheibe 16 in Wirkverbindung steht.
An der dritten Arbeitsstelle wird der zu umhüllende Gegenstand 29 von Hand oder maschinell in die linke Matrize eingelegt. Danach wird der Hilllkörper 63 der rechten Matrize 13 aus dieser herausgehoben und über den in die linke Matrize eingelegten Gegenstand 29 gestUlpt.
An der vierten Arbeitsstelle ist, vgl. auch Fig. 2, ein Hebelgestänge angeordnet, das einen oberen, um eine Achse 31 schwenkbaren und mit der zugehörigen Exzenterscheibe 18 zusammenwirkenden, zweiarmigen Hebel 32, einen unteren, um eine Achse 33 schwenkbaren, einarmigen Hebel 34 und eine Verbindungsstange 35 aufweist, die an den beiden Hebeln 32, 34 auf den entgegengesetzten Seiten ihrer Schwenkachsen 31, 33 angelenkt ist und infolgedessen gegenläufige Schwenkbewegungen der beiden Hebel 32, 34 bewirkt. Am oberen Hebel 32 ist ein Haltestab 36 angelenkt, der fest mit einem Schweissstempel 37 verbunden ist, während der untere Hebel 34 von unten gegen einen an der linken Matrize 12 befestigten Stab 48 stösst.
Etwa in der Mitte zwischen dem Schweiss-
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stempel 37 und der Matrize 12 befindet sich, auf die Ruhelage beider Teile bezogen, ein am in- neren Wandteil 5 starr befestigter Schweissring 39, an dem der Schweissstempel 37 und die Ma- trize 12 bei Betätigung des Hebelgestänges 32, 34, 35 durch die Exzenterscheibe 18 zusammen- treffen.
Die weiter oben bereits erwähnte Exzenterscheibe 22 istsoangeordnet, dass siekurzvordem eben beschriebenenzusammentreffen vonschweissring 39 und Matrize 12 mittels des Schalters 20 dem
Schweissring 39 einen kurzen Heizimpuls zuführt.
Die fünfte Arbeitsstelle weist wieder einen vertikal geführten, unter der Wirkung der zugehörigen
Exzenterscheibe 19 stehenden Haltestab 40 auf, der fest mit einem in seiner Umrisslinie dem Um- riss der zu umhüllenden Gegenstände entsprechenden Schneidstempel 41 verbunden ist. Dieser dient dazu, die miteinander verschweissten Randteile der übereinander gestUlpten, aus der linken und der rech- ten Matrize 12, 13' stammenden HUllkörper bis auf einen schmalen Rand von etwa 1 bis 2 mm Breite abzuschneiden. Der Schneidstempel 41 kann gegebenenfalls mit Hilfsmitteln, beispielsweise elasti- schen AndrUckmitteln, ausgerüstet sein, die den schmalen Rand in die seitliche Ebene der zu umhüllenden
Gegenstände umbiegen oder eindrücken.
Dermit der ebenfalls weiter oben erwähnten Exzenterscheibe 23 zusammenwirkende Schalter 21 ist in dem Speisestromkreis des die Kettenräderpaare 7, 8 antreibenden Elektromotors derart einge- schaltet, dass er nach einer Umdrehung der Steuerwelle 14, d. h. also nach Durchführung aller Arbeits- gänge in den fünf Arbeitsstellen, den Stromkreis des genannten Elektromotors fUr einen Zeitraum ein-
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Arbeitsstelle dient.
Nachstehend werden an Hand der Fig. 3-13 die an den einzelnen Arbeitsstellen angeordneten Vorrichtungen und ihre Arbeitsweise näher beschrieben.
Der in Fig. 3 dargestellten, dem Vorprägen dienenden Arbeitsstelle, in der über den beiden Matrizen 12, 13 der vertikal auf-und abbewegbare Vorprägestempel 24 angeordnet ist, werden durch zwei nebeneinanderliegende Vorratsrollen 26, von denen eine um 900 horizontal in die Zeichenebene versetzt gezeichnet ist, mittels nicht dargestellter, beispielsweise mit Reibrollenpaaren ausgerüsteter Fördermittel zwei Folienbänder 42 zugeführt. Diese weisen eine der Breite der Matrizen 12, 13 entsprechende Breite auf, und sie werden absatzweise herangeführt und mittels ebenfalls versetzt gezeichneter, schematisch angedeuteter Scheren 43 in den erforderlichen Längen abgeschnitten.
Die beidenMatrizen 12, 13, die hinsichtlich ihrer Materform völlig Ubereinstimmen, besitzen im AusfUhrungsbeispiel tiefe Mulden 44 und zwischen diesen befindliche Stege 45. Am inneren Rand der Mulden 44 der linken Matrize 12 befindet sich ein mit der Oberkante fluchtender elastischer Ring 46 aus Silikongummi und bei beiden Matrizen 12, 13 sind ausserdem Rillen 47 angeordnet.
Die linke Matrize 12 ist, vgl. auch Fig. 2, mit einem nach unten gerichteten Stab 48 fest verbunden.
Der Vorprägestempel 24 besteht aus einer mit seinem stabförmigen Tragteil 25'fest verbundeden Tragplatte 49, an der zwei völlig miteinander übereinstimmende, gegebenenfalls, wie hier dargestellt, aus einem Stück bestehende, feste Stempelteile 50 starr befestigt sind. Diese weisen Ausnehmungen 51 auf, in denen vertikal bewegliche Stempelteile 52 gleitbar angeordnet sind. Diese Stempelteile werden mittels an ihnen sitzender, nach oben gerichteter Bolzen 53 in der Tragplatte 49 geführt und von in den Ausnehmungen 51 befindlichen Schraubenfedern 54 ständig nach unten gedrückt.
Die vorstehend geschilderte Anordnung ist in der Regel deshalb erforderlich, weil bei der geringen Stärke der Folien bei heisssiegelfähigen Aluminiumfolien, z. B. von 10 bis 15 Jl, ein Prägen und Tiefziehen im üblichen Sinne nicht möglich ist. Die bei der Abwärtsbewegung der Vorprägestempel 24 voreilenden Stempelteile 52 drücken zunächst die Folien 42 über die Stege 45 elastisch in die Mulden 44 hinein. Hernach verformen die allmählich folgenden, etwa der Muldenform entsprechenden, unteren Teile 50'der festen Stempelteile 50 die bereits in die Mulden 44 relativ locker und ungenau hineingedrUckten Folien zusätzlich.
Hiebei unterstützen die verbreiterten Ansätze und Vorsprünge 50", deren Form, Breite und Neigung je nach der Tiefe, Breite und dem sonstigen Umfang der den Figurenformen entsprechenden Mulden verschieden zu wählen sind, das Nachgleiten und Falten der überstehenden Folienbänder, die bis zum Auftreffen der beweglichen Stege 45 von den Stempelteilen 50 allmählich nachgezogen werden.
Bei einfacheren, insbesondere flacheren Formen der zu umhüllenden Gegenstände genügen gegebenen-
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falls einteilige Vorprägestempel, während bei besonders komplizierten und tiefen Formen Vorprägestem- pel mit je mehr als zwei Teilen erforderlich sind, um ein sauberes und genaues Anliegen der Folien zu erzielen.
Die durch den Vorprägestempel gemäss Fig. 3 vorgeformten Folien werden durch die in den Fig. 4 und 5 dargestellten Fertigprägestempel 27 genau passend in die Matrizen 12, 13 eingepresst. Der für beide Matrizen gemeinsame Fertigprägestempel besteht aus einer mit dem Tragteil 28 fest verbunde- nen Platte 55, die zwei vertikal bewegliche, dem Umriss und den Konturen des zu umhüllenden Ge- genstandes genau entsprechende Stempelteile 56 aufweist. Diese werden durch nach oben gerichtete
Bolzen 57 in der Platte 55 gefuhrt und durch in Ausnehmungen 58 untergebrachte Schraubenfe- dern 59 ständig federnd nach unten gedrückt. Am Rande der Ausnehmungen befinden sich aus normal hartem Gummi bestehende, anvulkanisierte, niedrige Streifen 60 und aussen um diese herum ange- klebte, höhere Streifen 61 aus Moosgummi.
Beide Streifen 60 und 61 besitzen den Umrisslinien der
Mulden 44 entsprechende Formen und eine solche Breite, dass die inneren Gummistreifen 60 die
Umrisslinien der Mulden 44 und die Moosgummistreifen 61 die Rillen 47 überdecken.
Wie der Vergleich der Ruhestellung nach Fig. 4 mit der Endstellung nach Fig. 5 zeigt, werden die in den Matrizen 12, 13 befindlichen, vorgeformten Folien 42 beim Abwärtsgehen des Stempels 28 zunächst von den Stempelteilen 56 erfasst und unter der Wirkung der Federn 59 elastisch aber fest in die Matrizen 12, 13 hineingepresst und genau geformt.
Die nacheilende Platte 55 zieht mit dem sich in die Rillen 47 eindrUckendenMoosgummistrei- fen 61 die Aussenränder der Folien 42 glatt und presst danach mit dem härteren Gummistreifen 60 die den Rändern der Mulden 44 unmittelbar benachbarten, dem Verschweissen dienenden Randteile der
Folien 42 völlig glatt. Nunmehr befinden sich in der linken Matrize 12 ein fertiggeprägter Hüllkör- per 62 und in der rechten Matrize 13 ein zweiter, fertiggeprägter Hüllkörper 63.
Fig. 6 lässt erkennen, dass an der nächsten Arbeitsstelle der zu umhüllende Gegenstand 29 auf beliebige Art, vorzugsweise von Hand, in den HUllkörper 62 eingelegt wird, der sich in der linken Matrize 12 befindet. Der Hüllkörper 63 wird dann, wie in Fig. 6 angedeutet ist, aus der rechten Matrize 13 entnommen und über die Matrize 12 und den in ihr enthaltenen Gegenstand 29 gestUlpt. Dieser ist jetzt vollständig in die beiden HUllkörper 62, 63 eingebettet, deren Ränder in der nächsten Arbeitsstelle miteinander verschweisst werden, wie Fig. 7 im Zusammenhang mit den Fig. 1 und 2 zeigt.
Der zum Schweissen von oben nach unten bewegte Schweissstempel 37 und die gleichzeitig von unten nach oben bewegte, den Gegenstand 29 mit den Hüllkörpern 62,63 enthaltende Matrize 12 treffen, wie bereits weiter oben erwähnt wurde, beim Schweissring 39 zusammen. Dieser ist mittels gebogener Tragfedern 64, von denen zwei als Stromzuführung dienen können, an einem starren, ortsfest angebrachten Tragteil 65 elastisch aufgehängt. Seine Unterkante ist dem Umriss des Körpers 29 so angepasst, dass sie bei dem Zusammentreffen mit der Matrize 12 auf dieser möglichst dicht an der Umrisslinie aufsitzt.
Um eine schädliche Wärmebeeinflussung des vorzugsweise aus Schokolade bestehenden Gegenstandes 29 zu verhüten, muss die Aufheizung des Schweissringes 39, die durch ohmsche Erwärmung, Hochfrequenzerhitzung, Überschallerwärmung u. dgl. erfolgen kann, möglichst kurze Zeit andauern.
Ausserdem muss zur Verhütung von Kurzschlüssen bei unmittelbarer Stromzufuhr der Heizstrom abgeschaltet werden, kurz bevor der Schweissstempel 37, der Schweissring 39 und die zusammenliegenden Randkanten der beidenHüllkörper 62,63 miteinander in Berührung kommen. Diesem Zweck dient der bereits erwähnte, von der Exzenterscheibe 22 gesteuerte Schalter 20.
Trotz der grossen Nähe des Schweissringes 39 relativ zum Gegenstand 29 kann man durch Verwendung eines Schweissringes geringer Masse und durch genaue Bemessung der Einschaltzeiten eine solche Erhitzung erzielen, dass sie für das Schweissen völlig ausreicht, den Schokoladegcgenstand jedoch nicht beeinträchtigt. Dazu trägt der gleichzeitig als Isolierung und Gegenhalter dienende Streifen 46 aus Silikongummi wesentlich bei.
Der in Fig. 8 dargestellte, beim Schneiden auf den Silikongummiring 46 auftreffende, mit einem Haltestab 40 versehene Schneidstempel 41 weist eine untere, fein gezahnte Schneidkante 66 auf, deren Umriss vom Umriss des umhüllten Gegenstandes 29 einen möglichst geringen Abstand von beispielsweise 1 bis 2 mm besitzt. Infolgedessen verbleibt beim Abschneiden des überstehenden Randes der beiden HUllkörper 62, 63, wieFig. 9zeigt. ein. kaum nochspürbarerRandwulst, der mittels zusätzli- cher Glättungsglieder eingedrückt oder umgebogen werden kann.
Die bisher erläuterten Stempel und Matrizen sind zum leichteren Verständnis der Erfindung schematisch vereinfacht dargestellt worden. Dagegen zeigen die Fig. 10 - 13 schwierigere Vorprägestempel und
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Matrizen, die zur Herstellung der HUllkörper für eine Hasenfigur aus Schokolide bestimmt sind. So ist der Vorprägestempel aus drei Teilen 67,68 und 69 zusammengesetzt, um ein allmähliches Eindrücken relativgrosser Folienflächen ohne Reissen und übermässiges Falten der Folien zu ermöglichen.
MitRücksicht auf die aus Fig. 11 erkennbare Tiefe der Matrize und die grossen Unregelmässigkeiten der Oberfläche hat der über die Randkontur hinausreichende Randteil 50" (vgl. hiezu Fig. 3) des mit der Platte 49 des Vorprägestempels 24 fest verbundenen Stempelteiles 50 sehr unterschiedliche Breiten und Neigungen erhalten. Das zeigt der Vergleich der Stellen a, b, c und d der Randteile 70, 71 und 72 in Fig. 10 und der beiderseitigen Randteile 73 und 74 in Fig. 11 sehr deutlich.
Auch die Rillen 47 der Matrizen 12. 13 müssen den jeweiligen Figuren entsprechend gewählt werden. Bei der in den Fig. 12 und 13 dargestellten Matrize 75 für eine Hasenfigur weist die Rille 76 stark unterschiedliche Breiten und Tiefen auf. Infolgedessen werden die über den Umriss der Figur hinausreichenden Randteile der Folien an allen Punkten straff in die Rillen eingezogen, und die HUllkörper können sauber und faltenfrei an die Aussenfläche des Hasenkörpers angedrückt werden. Die Verschiedenheit der Rillen ist an den Stellen e - i in Fig. 12 und den Stellen k, l und m in Fig. 13 besonders deutlich zu erkennen.
In Fig. 12 gibt die strichpunktierte Linie C-C nicht nur an, an welcher Stelle der in Fig. 13 dargestellte Schnitt zu denken ist, sondern sie deutet gleichzeitig die Stehfläche der Hasenfigur an. Um diese Fläche. die beim Prägen der Folien nicht geformt werden kann, nach dem Umhüllen abdecken zu können, sind hier Ausbuchtungen 77a, 77b vorgesehen. Die auf diese Weise mitgeprägten Lappen können von Hand oder maschinell in die Ebene der Stehfläche geklappt werden.
Selbstverständlich kann die Erfindung vielerlei Abänderungen und Weiterbildungen erfahren. So kann an Stelle des rein elektrischen Antriebes und der elektrischen Steuerung ein mechanisches, hydraulisches und pneumatisches Antriebs- und Steuersystem allein oder in Kombination miteinander und mit elektrischen Systemen Verwendung finden.
Wie vorstehend bereits gesagt, tritt bei Hohl- und Vollfiguren mit ebenem Boden eine besondere Schwierigkeit auf. Da die Stehfläche etwa senkrecht zu den angrenzenden Körperflächen steht, können die Folien an diesen Stellen durch die Vor-und Endprägestempel nicmL ohne weiteres mitgeformt werden.
Der einfachste Weg, dieser Schwierigkeit zu begegnen, ist der, zunächst auf das Anbringen des Bodenverschlusses zu verzichten und erst nach vollendetem Umhüllen des übrigen Körpers einen aus Papier, Pappe, Oblaten, Schokolade usw. bestehenden Bodenteil unterzukleben, der dann eine aufgedruckte oder eingeprägte Beschriftung erhalten kann. Weiterhin kann man in der bereits geschilderten Weise Ausbuchtungen der Folien mitprägen, verschweissen und beschneiden, die zum Schluss von Hand oder maschinell in die Bodenebene umgeklappt und angedrückt werden.
Hiebei kann man so vorgehen, dass die Matrizen am Boden offen bleiben und mit einem aufgeldemmten oder anvulkanisierten Gummiteil in Form eines Bandes oder einer Platte versehen werden, der während des Prägens mechanisch, pneumatisch oder auf andere Weise abgezogen und gespannt gehalten und nach dem Prägen entspannt wird, so dass er beim Zurückschnellen einen angeprägten Verschlusslappen der Folie über die Stehfläche drücken kann.
Weiterhinkann man für sehr komplizierte Gegenstände, die das Vorprägen, Fertigprägen, Schweissen und Schneiden der Halbkörper in der gleichen Matrize nicht ermöglichen, jedem der einzelnen Arbeitsvorgänge je eine Vorrichtung mit eigener Matri7. zuordnen. Dann werden zweckmässig automatische Fördereinrichtungen vorgesehen, die die in den verschiedenen Bearbeitungsstadien befindlichen Hüllkörper allein und am Ende mit den von ihnen umhüllten Gegenständen von der einen Vorrichtung zur nächstfolgenden verbringen.
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