DE4122570C2 - Vorrichtung zur Dimensionierung von Fleischstücken - Google Patents

Vorrichtung zur Dimensionierung von Fleischstücken

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    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22CPROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
    • A22C7/00Apparatus for pounding, forming, or pressing meat, sausage-meat, or meat products

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Dimensionierung von Fleisch­ stücken.
In Fleischereibetrieben besteht vielfach die Notwendigkeit, Fleischstücke, wie etwa Schnitzel, Steaks etc. mit einem bestimmten, innerhalb eines engen Toleranzbereichs liegenden Gewicht zuzuschneiden. Dies gilt insbesondere für Fertigmenüs, Tiefkühlkost und dergleichen, die über alle Packungen hin­ weg eine im wesentlichen konstante Fleischeinwaage aufweisen müssen. Sol­ len mehrere Fleischstücke in eine Packung gelangen, so besteht in gewissen Grenzen die Möglichkeit, Teile mit Übergewicht und solche mit Unterge­ wicht zu kombinieren. Dies kann auch mit Hilfe von computergesteuerten Wiege- und Zuteileinrichtungen geschehen. Diese Einrichtungen müssen je­ doch versagen, sofern innerhalb der zu verteilenden Fleischstücke nur solche mit Übergewicht oder Untergewicht zur Verfügung stehen.
Es ist daher in der Praxis vielfach üblich, Teile mit Übergewicht von Hand mit einem Messer auf das gewünschte Maß zu verkleinern und solche mit Untergewicht einer anderen Verwendung zuzuführen. Das ist natürlich außer­ ordentlich aufwendig und schließt eine Automatisierung des Zuschneide- und Zuteilvorganges weitgehend aus. Wird ein gewisses Übergewicht zur Vereinfa­ chung des Verfahrens in Kauf genommen, so bedeutet dies einen erheblichen wirtschaftlichen Nachteil für den Hersteller.
Die DE-OS 31 38 012 zeigt und beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Querteilen von Fischen bzw. zum maschinellen Herstellen von längengleichen Schwanzstücken von Fischen. Auf einem Förderband sind quergerichtete, senkrecht auftragende Trennwände angebracht, die in zwei in Längsrichtung des Förderbandes verlaufenden Linien geschlitzt sind und den Eintritt von Kreismessern gestatten. Die Fische werden einzeln in die zwischen den Trennwänden liegenden Fächer gelegt und durch die Kreismesser in entsprechenden Längen abgeschnitten. Dabei ergeben sich zwar Fischteile gleicher Länge, nicht aber in jedem Falle auch gleichen Volumens, wie es nach der Zielsetzung der vorliegenden Erfindung erforderlich ist.
Die AT-PS 306 567 befaßt sich mit einer Presse zum Verformen von Rohwürsten. In eine Reihe von oben offenen Formen werden Rohwürste eingelegt und durch einen absenkbaren Stempel in eine bestimmte, zumeist quaderförmige Form gebracht. Auch dabei geht es nicht um das Bestimmen des Volumens bzw. des Gewichts der einzelnen Würste, da diese bereits zuvor in einen Darm gefüllt worden sind. Vielmehr wird lediglich die Erzielung einer bestimmten äußeren Form angestrebt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine relativ einfache Vorrichtung zu schaffen die es gestattet, im automatischen Betrieb Fleischstücke mit Übergewicht auf das gewünschte Gewicht zu reduzieren.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Vorrichtung der eingangs ge­ nannten Art gelöst durch eine Anzahl von im wesentlichen quaderförmigen, oben und an einer Stirnseite offenen, mit zur Seite gerichteter offener Stirnseite auf einem Förderband befestigten Formen, einen in die Formen absenkbaren Stempel, dessen Absenkhub derart begrenzt ist, daß zwischen dem Stempel im unteren Totpunkt und dem Boden der Form ein Zwischenraum mit vorgegebenem Volumen verbleibt, und eine die offene Stirnseite überstreichende Schneidvorrichtung.
Die zugeschnittenen Fleischstücke werden automatisch oder von Hand in die Form eingelegt. Sodann wird der Stempel, dessen untere Stirnfläche im wesentlichen der offenen oberen Innenfläche der Form entspricht, auf das in der Form liegende Fleischstück abgesenkt, bis sich der Stempel in vorgege­ bener Höhe über dem Boden der Form befindet. Das innerhalb der Form und unterhalb des Stempels liegende Volumen entspricht dem Soll-Volumen der Fleischstücke. Das Fleisch ist auch bei leichtem Zusammendrücken so ver­ formbar, daß es das Innere der Form vollständig ausfüllt. Weist das Fleisch­ stück Übergewicht auf, so tritt der überschüssige Teil aus der offenen Stirnseite aus. Hier wird er durch die Schneidvorrichtung parallel zu der offenen Stirnseite abgeschnitten.
Die genannten Formen können nacheinander auf einem Förderband befestigt werden, und zwar derart, daß die offenen Stirnseiten in einer senkrechten, parallel zur Förderrichtung verlaufenden Ebene liegen. In dieser Ebene kann das Messer der Schneidvorrichtung angeordnet sein, und zwar in einer Posi­ tion, in der es die offenen Stirnflächen überstreicht. Das Förderband kann schrittweise oder auch kontinuierlich laufen. Ein kontinuierlicher Betrieb macht es erforderlich, daß der Stempel über die Schneidposition hinweg mitläuft und dann zurückkehrt.
Eine langgestreckte, im wesentlichen quaderförmige, an einer schmalen Stirnseite offene Form eignet sich im allgemeinen für die gängigen Fleisch­ stücke, wie etwa Schnitzel, Steaks etc. Die Geometrie der Form kann jedoch im Falle anders geformter Fleischstücke entsprechend angepaßt werden.
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 ist eine perspektivische Teildarstellung einer erfindungsgemä­ ßen Vorrichtung;
Fig. 2 ist eine Ansicht auf eine Form und einen Stempel vor dem Ab­ senken des Stempels;
Fig. 3 zeigt eine entsprechende Darstellung nach dem Absenken des Stempels.
Fig. 1 zeigt eine kastenförmige Form 10, die zusammen mit anderen, glei­ chen, nicht gezeigten Formen in Reihe auf einem Förderband 12 befestigt ist, das sich in Richtung des Pfeiles 14 bewegt. Die Form ist als flacher, quader­ förmiger Kasten ausgebildet und besitzt einen Boden 16, zwei längsseitige Seitenwände 18, 20 und eine Stirnwand 22. Auf der der Stirnwand 22 gegen­ überliegenden Seite ist die Form offen.
In der hier interessierenden Schneidestation, in der die Fleischstücke auf das gewünschte Maß zurückgeschnitten werden, befindet sich über der Form 10 ein Stempel 24, dessen Querschnitt im wesentlichen dem Querschnitt des Innenraums der Form entspricht. Der Stempel 24 kann mit Hilfe eines nur angedeuteten Antriebsmechanismus 26, der einen Pneumatikzylinder, in Hebelgestänge oder dergleichen umfassen kann, in das Innere der Form abgesenkt werden.
Während des Betriebs der Vorrichtung werden in die einzelnen Formen Fleischstücke 28 gemäß Fig. 2 eingelegt, die zwar bereits auf die übliche, im wesentliche flache Form von Schnitzeln, Steaks oder dergleichen zugeschnit­ ten sind, im einzelnen jedoch relativ unregelmäßig geformt sind. Nach dem Einlegen der Fleischstücke 28 in die Form 10 wird der Stempel 24 in die Form abgesenkt. Er übt dabei einen leichten Druck auf die Fleischstücke 28 aus, der dazu ausreicht, die Fleischstücke im wesentlichen zu einem Quader zu verformen und in die Ecken der Form 10 hineinzudrücken, bis der Zwi­ schenraum zwischen dem Boden 16 und dem Stempel 24 im wesentlichen vollständig ausgefüllt ist. Es hat sich gezeigt, daß dies verhältnismäßig genau geschieht, ohne daß auf das Fleisch ein Druck ausgeübt werden muß, der die Fleischstruktur zerstören würde. Dabei tritt derjenige Teil des Fleisches, der das Sollvolumen des Fleischstückes überschreitet, aus der offenen Seite der Form heraus, wie in Fig. 3 gezeigt ist. Dieser austretende Teil des Fleisch­ stücks wird mit Hilfe einer Schneideinrichtung 30, etwa eines Kreismessers, das an der offenen Seite der Form 10 angeordnet ist, abgetrennt.
Der untere Totpunkt der Bewegung des Stempels 24 in der Form kann so festgelegt werden, daß der Zwischenraum zwischen dem Stempel 24 und dem Boden 16 der Form das gewünschte Sollvolumen ergibt, das gegebenen­ falls durch Umrechnung aus dem zumeist vorgegebenen Sollgewicht errech­ net wird. Daneben besteht auch die Möglichkeit, den Druck, mit dem der Stempel auf das Fleisch einwirkt, zu begrenzen.
Das Förderband 12 kann entweder im Takt angetrieben werden und jeweils so angehalten werden, daß die Formen nacheinander unter den Stempel 24 gelangen, oder es kann kontinuierlich laufen, sofern der Stempel über eine gewisse Strecke mitläuft und dann zurückkehrt. Im letzteren Falle kann die Schneidvorrichtung ortsfest angeordnet werden, während sie sich im erste­ ren Falle entlang der offenen Seite der Formen bewegen muß.

Claims (2)

1. Vorrichtung zum Dimensionieren von Fleischstücken, gekennzeichnet durch eine Anzahl von im wesentlichen quaderförmigen, oben und an einer Stirnseite offenen, mit zur Seite gerichteter offener Stirnseite auf einem Förderband (12) befestigten Formen (10), einen in die Form absenkbaren Stempel (24), dessen Absenkhub derart begrenzt ist, daß zwischen dem Stempel im unteren Totpunkt und dem Boden (16) der Form (10) ein Zwischenraum mit vorgegebenem Volumen verbleibt, und eine die offene Stirnseite überstreichende Schneidvorrichtung (30).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidvorrichtung (30) ein Kreismesser umfaßt.
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