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Verfahren und Vorrichtung zur fortlaufenden Herstellung eines ununterbrochenen
Stranges eines plastischen Materials Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine
Vorrichtung zur selbsttätigen ununterbrochenen Herstellung eines Stranges aus plastischem
Material. Das plastische Material wird dabei in eine rohrförmige Hülle eingepackt.
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Es sind schon Vorrichtungen bekanntgeworden, bei denen aus einem Vorratsbehälter
fallende, in sich feste Körper von kugeliger oder ähnlicher Gestalt einzeln oder
in bestimmter Anzahl selbsttätig mit einer Papierhülle umgeben werden. Es ist auch
bereits bekannt, plastisches Material in fortlaufendem Verfahren durch eine Maschine
selbsttätig in eine Papierhülle einzuhüllen. Bei dieser letzteren Vorrichtung kommt
allerdings nur ein einzelner Papierstreifen zur Anwendung, welcher zu einem geschlossenen
Rohr umgebogen werden muß und deshalb nur eine geringe Stärke haben kann. Wenn auch
bei dieser Einrichtung der Strang aus plastischem Material in stetigem Verfahren
zugeführt wird, so ist dennoch diese bekannte Vorrichtung dem Erfindungsgegenstand
unterlegen, weil das Rohr an der Stelle, an welcher das plastische Material eingeführt
wird, noch. nicht geschlossen ist, so daß es schwierig ist, eine vollständige Füllung
des aus dem Papierstreifen gebildeten Rohres zu erzielen.
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Gemäß der Erfindung werden zur fortlaufenden Herstellung eines ununterbrochenen
Stranges eines aus einer Düse austretenden plastischen Materials, z. B. von Speiseeis,
welcher von einer aus mehreren endlosen Streifen gebildeten rohrförmigen Hülle umgeben
sein soll, die Streifen des Umhüllungsmaterials längs der Außenseite der zur Lieferung
des plastischen Materials dienenden Düse zugeführt und an die einen Wickeldorn bildende
Düse angebogen und dabei zu einem geschlossenen Rohr verbunden, in welches das plastische
Material in dem Maße eintritt, in dem sich das Rohr vorwärts bewegt. Vorteilhafterweise
werden hierbei während der Bildung des Rohres gleichzeitig seitliche Flansche oder
Lappen gebildet, an welchen die umhüllte Stange bei ihrer Vorwärtsbewegung gefaßt
werden kann. Die spätere Öffnung der Hülle beim Gebrauch kann dadurch erleichtert
werden, daß einer der umhüllenden Streifen mit einer linienförmigen Schwächung versehen
wird, an welcher sich die rohrförmige Umhüllung öffnet, wenn man die seitlichen
Flanschen oder Lappen auseinanderzieht.
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Im Hinblick auf den Stand der Technik soll der Patentanspruch i nicht
für einzelne Merkmale oder Teilkombinationen, sondern nur für die Gesamtkombination
aller Merkmale des Gattungsbegriffes und des kennzeichnenden Teiles dieses Anspruches
Schutz gewähren. Der Schutz erstreckt sich sowohl
auf ein Verfahren
als auch auf eine entsprechende Vorrichtung. In den Unteransprüchen 2 bis 6 sind
noch einige zweckmäßige Einzelheiten gekennzeichnet, die nur in Verbindung mit der
Kombination nach Anspruch i geschützt sein sollen.
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Die Erfindung soll an Hand von Abbildungen, die ein Ausführungsbeispiel
darstellen, näher beschrieben werden.
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Fig. i ist eine Seitenansicht der Maschine nach der Erfindung.
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Fig. i a ist eine perspektivische Ansicht der umhüllten Stange, die
mit dieser Maschine hergestellt ist.
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Fig. 2 ist eine Draufsicht in vergrößertem Maßstabe von dem Teil der
Maschine, der das Rohr formt und das Material einfüllt.
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Fig.3 ist ein senkrechter Längsschnitt gemäß der Linie 3-3 der Fig.
2.
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Fig. q. ist ein Längsschnitt in vergrößertem Maßstabe durch den Teil
der Maschine, der das Rohr fertig formt und die Klebestellen trocknet.
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Fig.5 ist ein Querschnitt gemäß der Linie 5-5 der Fig. q..
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Fig.6 ist ein vergrößerter Querschnitt gemäß der Linie 6-6 der Fig.
4.
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Fig. 7 ist eine perspektivische Ansicht des Dornes, der das Rohr formt.
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Fig.8 ist ein senkrechter Längsschnitt durch das Fördergetriebe, das
die Stange zu der Schneidevorrichtung befördert.
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Fig. 9 ist ein vergrößerter Querschnitt eines anders ausgebildeten
Teiles.
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Fig. io ist eine perspektivische Ansicht einer umhüllten Stange, die
mit der Einrichiung nach der Fig. 9 hergestellt worden ist.
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Mit Bezugnahme auf die Fig. i bis 8 der Zeichnungen stellt Fig. i
eine Gesamtseitenansicht der Maschine dar. T ist eine Bettplatte, unter der ein
Behälter E angeordnet ist, in dem zwei Papierzuführungsrollen A und B untergebracht
sind. Die breitere Papierrolle B liefert das Band i zur Bildung des Rohres, das
über die Grundplatte und durch geeignete Formvorrichtungen einschließlich der Faltführung
F läuft. Die Rolle A trägt ein schmaleres Band 2, das zum Verschließen und zur Bildung
der Flansche oder Lappen dient und das hinter einer Vorrichtung G, in der es mit
Klebestoff versehen wird, durch eine Vorrichtung H geführt wird, die durch Anordnung
entsprechender Führungsrollen dem Klebestoff die Möglichkeit gibt, haftend zu werden.
Schließlich wird das Band durch eine Preß- und Trockenvorrichtung D geführt, wo
das mit Klebestoff versehene Band gefaltet und gegen das schon geformte Rohr gepreßt
und der Klebestoff vollständig getrocknet wird.
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Vor der Stelle, an der das Rohr mit dem Verschlußstreifen versehen
wird, wird das plastische Material in das teilweise geformte Rohr durch ein Zuführungsrohr
mit einer Zuführungsdüse N geleitet, die sich in das Rohr zwischen den noch nicht
zusammengefügten Längskanten hindurch erstreckt.
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Wie weiter unten näherbeschrieben werden wird, ist-, der Dorn,
um welchen das Rohr gebildet wird, unmittelbar neben der Falt-, Preß- und Trockeneinrichtung
für den Verschlußstreifen angeordnet, und die Düse erstreckt sich durch diesen Dorn;
der Verschlußstreifen, der auch die Lappen bildet, wird unter Einwirkung von Hitze
und Druck und unter Verwendung des Dorns als Gegendruckstück auf das Rohr geklebt.
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Jenseits der Grundplatte T ist ein Hauptrahmen M vorgesehen, der die
Fördervorrichtung C trägt. Diese faßt die Laschen der -stetig geformten und eingehüllten
zylindrischen Stange des plastischen Materials und führt die Stange zu irgendeiner
geeigneten Schneidevorrichtung, wo die sich stetig vorwärts bewegende Stange in
einzelneTeile von gleichmäßiger Länge quer zerschnitten wird. Die Teile werden in
geeigneten Behältern K entfernt. Dieser Schneidemechanismus bildet nicht den Gegenstand
des vorliegenden Patents.
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Das Abwickeln des Papiers von den Rollen wird durch die Fördervorrichtung
bewirkt, die die Laschen der geformten Rohre faßt und vorwärts bewegt.
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Der Papierstreifen i, der das Rohr bildet, wird von der Rolle B über
Führungsrollen q. und 5 und durch die Faltführung F geleitet, die aus einem auf
der Grundplatte angebrachten Ring mit konisch erweiterter Eingangsöffnung und zylindrischem
Endteil besteht. Der Papierstreifen i wird zusammengebogen und bildet ein zu drei
Vierteln geschlossenes Zylinderrohr und behält diese Form im wesentlichen bis zu
einer Stelle jenseits des geneigten Endes 6 der Zuführungsdüse N für das Speiseeis
bei.
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Zum Verständnis des weiteren Faltvorganges für das Rohr wird auf die
Fig. q., 5, 6 und 7 verwiesen. Das waagerecht angeordnete Ende 7 der Düse N trägt
nahe seiner Austrittsöffnung einen ihn umgebenden langgestreckten Hohldorn 8, der
mit der Düse starr verbunden ist. Der Dorn ist mit Längsrinnen 8a (Fig. 7) versehen,
um die Reibung zwischen dem Papierrohr und dem Dorn während des Gleitens des Papiers
zu vermindern. Das Ende des Dornes, an das der Papierstreifen i zuerst gelangt,
ist mit einer fest angeordneten Schiene 9 versehen, die ein zugespitztes Ende io
besitzt.
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Der mittlere Teil des Dorns 8 wird umgeben von einem zylindrischen
Durchgang,
der von den einander gegenüberliegenden Flächen einer
feststehenden Faltvorrichtung i i und von einem durch Federdruck angedrückten Führungsglied
12 gebildet wird. Der Teil i i hat einen kragenartigen Ansatz I I11 am Ende des
Blocks 9, der die Kanten des Papierstreifens i in endgültige Rohrform faltet, wenn
die Kanten des Papierstreifens das Ende io dieses Blocks passieren. Der Teil 12
faltet den Verschlußstreifen 2 über das Rohr und die lappenförmigen Kanten
13
dieses Streifens nach außen. Der Teil 12 ist beweglich angeordnet und wird
von einer Feder beeinflußt, um den notwendigen Druck für die feste Vereinigung für
die beiden Papierstreifen zu erzeugen, wobei Hitze angewendet werden kann, um den
Klebestoff vollkommen zu trocknen.
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Der die Lappen formende Streifen 2 läuft von der Papierrolle A aus,
nachdem er über eine Anzahl Führungsrollen 14, 15, 16 und 17
geführt
worden ist (Fig. 3), unter einer Führungsrolle i8vorbei, dann über einemitKlebestoff
versehene Rolle i9, welche in einem Klebestoffbehälter 2o angeordnet ist und von
der Grundplatte T' getragen wird, und von dort unter einer weiteren Führungsrolle
21. Die Rollen 18 und 21 dienen dazu, daß der Papierstreifen mit Sicherheit in Berührung
mit der den Klebestoff zuführenden Rolle ig gebracht wird.
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Der die Laschen bildende Verschlußstreifen 2 ist mit einem Einschnitt
oder einer Falzlinie 211 (Fig. i11) versehen, der vorzugsweise etwas außerhalb der
Mitte des Streifens liegt, und mit einer Reihe im Abstand voneinander liegender
Einschnitte. Die den Klebestoff zuführende Rolle i9 kann ein paar Rippen 22 (Fig.
2) besitzen, die beiderseits und im Abstand von der Linie 211 mit dem Papierstreifen
in Berührung kommen, so daß mit Abstand voneinander zwei Leimstreifen auf der Papieroberfläche
entstehen. Es kann natürlich der Klebestoff schon vorher auf das Papier aufgebracht
und getrocknet werden, und die Rolle ig kann dazu dienen, nur, Feuchtigkeit zuzuführen,
die den Klebestoff aufweicht.
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Der Papierstreifen mit den beiden klebrigen Klebestoffstreifen wird
über drei Führungsrollen 23, 24 und 25 geführt, die sich längs einer Säule 26 einstellen
lassen.
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Diese Rollen oder zumindest die Rollen 23 und 25 sind mit Rillen 27
versehen, die verhindern, daß der Klebestoff auf die Rollen 23 und 25 übertragen
wird. Das Papier wird so in gewundener Bahn geführt, damit der,Klebestoff Zeit hat,
teilweise zu trocknen, d. h. binde- und haftfähig zu werden, so daß die beiden Papierstreifen,
wenn sie zusammengepreßt werden, sehr schnell aneinanderkleben. Die Zeit, die zwischen
dem Befeuchten mit Klebestoff und dem Zusammenkleben der beiden Streifen liegt,
ist durch Änderung der Einstellung der Führungsrollen nach Bedarf änderbar.
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Von der oberen Rolle 25 läuft der Streifen 2, vorzugsweise flach unter
einem Führungsarm 28 und von hier durch eine Öffnung 2911 oberhalb des kragenartigen
Ansatzes ija und unterhalb einer Führungstülle 29, die an dem Führungsteil i2 angebracht
ist. Der Führungsarm 28 läßt sich so einstellen, daß eine einwandfreie Führung des
Klebestreifens gesichert ist. Die Tülle 2g faltet oder biegt den Streifen 2 und
bringt ihn in richtiger Lage auf den Streifen i. Der Führungsteil 12 ist vorteilhaft
mit einem Heizelement 30 versehen, daß die Trocknung des Klebestreifens vervollständigt,
wenn der Streifen 2 auf das geformte Rohr durch den Preßdruck des Füh-. rungsteiles
aufgepreßt wird.
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Beim Aufbringen des Verschlußstreifens 2 auf den Hauptstreifen i (Fig.
6) wird die Falzlinie 211 des Streifens 2 seitlich der Mitte in bezug auf die Stoßfuge,ia,
die von den Seitenkanten des Streifens i gebildet wird, angeordnet. SOWOhl die Stoßfuge
als auch die Falzlinie sind dabei zwischen den beiden Klebestoffstreifen auf dem
Papierband 2.
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Das Zuführungsrohr N für das Speiseeis tritt in das teilweise geformte
Rohr an einer Stelle ein, die vor der Stelle liegt, an der der Verschlußstreifen
2 angebracht wird. Das Einlaufende des Zuführungsrohres ist, wie Fig.3 zeigt, geneigt
und mit einem Zuleitungsrohr fest verbunden mittels einer Kupplung, welche in einer
auf der Grundplatte T angeordneten Konsole 31 befestigt ist.
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Das Füllrohr ist genau zentrisch eingestellt und liegt parallel zu
dem Preßschuh 12, und dem Glied i i.
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Der Aufbau des Preßschuhes i2 und des zugehörigen Führungsteiles i
i, der das fertige Rohr bildet und in dem der Verschluß des Rohres, die Bildung
der Flanschen und das Zusammenkleben stattfindet, ist aus den Fig. 4, 5 und 6 zu
entnehmen.
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Der feste Teil II besteht aus einer langgestreckten, etwa 3/,zylindrischen
Rinne, die auf einem Fuß 32 angeordnet ist, der auf der Grundplatte T verschraubt
ist. Die Rinne ist an ihren oberen Kanten mit einander gegenüberliegenden waagerechten
Flanschen 33 versehen, auf denen die Flansche 13 des Verschlußstreifens 2 gleiten.
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Bogenförmig über den Teil i i ist ein Rahmen 34 in Form eines umgekehrten
U angeordnet, dessen oberer mittlerer Teil eine feste Platte 35 trägt, die sich
über den Dorn und parallel zu diesem erstreckt. Die Platte 35, die mit Bolzen 36
an dem Rahmen 34
oder in anderer Weise befestigt ist, hat an jedem
ihrer Enden senkrechte Führungshülsen 37 für die Führungsstäbe 38 eines Querhauptes
39. Diese Stäbe sind an ihrem unteren Ende mit dem Preßschuh 12 verbunden, -der
eine Vertiefung 4o an seiner Unterfläche aufweist, die die Rinne i i zu einem ungefähr
zylindrischen Durchgang für das Papierrohr ergänzt. An den unteren äußeren Kanten
des Schuhes sind ebene Flächen 41 vorgesehen, die den Flächen 33 des Teiles ii entsprechen,
aber im Abstand von diesen angeordnet sind und als Faltführung für die Flanschen
oder Lappen dienen. Der Heizkörper 30 ist in einer zylindrischen Aussparung,
die sich längs über den Preßschuh erstreckt und die aus geeignetem wärmeleitendem
Material besteht, vorgesehen.
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Die Stäbe 38 gleiten frei in den Hülsen oder Führungen 37. Ein Paar
Gegenmuttern 42 ist auf jedem Führungsstabe 38 angeordnet und begrenzt die Abwärtsbewegung
des Querhauptes unter dem Einfluß von Federn 43, die am unteren Teile der Führungsstäbe
vorgesehen sind. Diese Federn lehnen sich gegen den Schuh 24 und die unteren Enden
der Hülsen 37. Bei dieser Konstruktion wird der Preßschuh unter dem Einfluß der
Federn niedergedrückt, um den oberen mit Klebestoff versehenen Papierstreifen auf
das vorher geformte Rohr zu kleben und es mit diesem unter Einwirkung von Hitze
in innige Verbindung zubringen. Die nicht mit Klebestoff versehenen Ansätze oder
Laschen 13 sind keinem Preßdruck unterworfen.
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Um den Papierstreifen 2 bei Beginn des Verfahrens bequem einführen
zu können, wird der Preßschuh oder Stempel i2 aus seiner Arbeitsstellung gehoben.
Zu diesem Zweck ist ein Nocken 44 auf einer kurzen Welle 45 befestigt, deren Enden
in dem Rahmen 34 gelagert sind. Der Nocken läßt sich mit Hilfe eines Handhebels
46, der auf dem Ende der Welle 45 sitzt, drehen, wodurch das Querhaupt, die Führungsstäbe
und der Stempel angehoben werden.
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Der Dorn 8 endet ein Stück weit vor dem Austrittsende der Düse 7 (Fig.
4), und der innere Durchmesser des Papierrohres ist größer, als es der ausströmenden
zylindrischen Masse des Speiseeises entspricht. Wenn das Eis unter Druck steht und
stark mit Luft durchsetzt ist, um ihm den gewünschten Auftrieb zu verleihen, wird
es versuchen, sich auszudehnen und das Papierrohr, so wie es vom Dorn kommt, auszufüllen.
Wenn aber das Material mit einer etwas größeren Geschwindigkeit stetig zugeführt
wird, als es der Vorschubgeschwindigkeit der Papierstreifen entspricht, dann wird
das Papierrohr "auch vollständig von dem Material ausgefüllt werden, wenn dieses
keinen eigenen Auftrieb besitzt.
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Aus vorstehendem ist zu ersehen, daß der starre Dorn während des Fertigfaltens
des Papierrohres und während des Festklebens des Verschlußstreifens auf dem Rohr
dieses versteift und alle erforderlichen Drücke, die bei dem Klebevorgang aufgewendet
werden, aufnimmt. Außerdem läuft das Rohr durch die Vorrichtung, in der es endgültig
geformt wird, d. h. durch die Vorrichtung, in der sich der Dorn, der Preßschuh und
die Druckplatten befinden, so lange, bis durch den Klebevorgang der Verschlußstreifen
vollkommen festsitzt. Die Hitze des Heizkörpers dringt nicht in beträchtlichem Maße
durch den Dorn hindurch, so daß das innerhalb des Dorns befindliche Eis hierdurch
nicht schmelzen kann.
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Die Fortbewegung der umhüllten , Stange und die Bewegung der Papierstreifen
in den Formmechanismus hinein und durch diesen hindurch erfolgt durch eine Fördervorrichtung,
die die Flanschen 13 des Verschlußstreifens faßt. Eine zweckmäßige Fördervorrichtung
hierfür ist in der Fig. 8 dargestellt.
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Die Fördervorrichtung ist auf zwei einander parallelen, skelettartigen
Rahmenteilen 47 angebracht, die auf dem Hauptrahmen M ruhen und umfaßt ein Paar
zusammenwirkender endloser Gliederketten 48 und 49, die, wie dargestellt, über Kettenräder
laufen. Jedes Glied jeder Kette trägt einen Block 5o, und die wirksame Fläche jedes
Blocks der oberen Kette ist mit einer ebenen flachen Vertiefung versehen, in der
eine bogenförmige Rinne vorgesehen ist.
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Die untere Kette ist ähnlich wie die obere Kette, jedoch mit dem Unterschied,
daß bei ihr die den Blöcken 5o der oberen Kette entsprechenden Blöcke nach außen
vorspringende Flanschen aufweisen, die in Vertiefungen in den Blöcken der oberen
Kette eingreifen. Die Vertiefungen in den Blöcken beider Ketten bilden zusammen
einen im -wesentlichen zylindrischen Durchgang, um die Durchführung der umhüllten
Materialstange 51 zu erleichtern. Die äußeren Teile der herausragenden Flansche
13 ' werden zwischen den ebenen Flächen der Flansche der unteren Blöcke und
der flachen Vertiefung in den oberen Blöcken gehalten.
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Die Blöcke der beiden Ketten werden durch über und unter ihnen angeordnete
Schienen 53 und 52 gegen die umhüllte Stange 5 i gedrückt. Die obere Schiene wird
dabei durch Federn 54 niedergedrückt, so daß die Flansche der umhüllten Stange festgeklemmt
werden und die Stange vorwärts bewegt wird. Es wird jedoch keine Ouetschwirkung
oder irgendeine Zugspannung auf die Materialstange
selbst ausgeübt,
da die einander entsprechenden Vertiefungen in den Blöcken die Stange ohne Druck
aufnehmen.
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Es ist zu beachten, daß die Treibräder der beiden Förderketten synchron
miteinander laufen und daß die Geschwindigkeit der Zufuhr des Speiseeises synchron
mit der Bewegung der Förderketten vor sich gehen muß. Die Förderketten sind durch
geeignete Mittel, die hier nicht dargestellt sind, miteinander gekoppelt, damit
die gleiche stetige Bewegung erzielt wird.
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Wenn auch die Arbeitsweise der Maschine aus der vorstehenden Beschreibung
klar hervorgeht, soll doch noch eine kurze Zusammenfassung folgen: Der das Rohr
formende Papierstreifen i wird von einer Zuführungsrolle B aus über die Führungsrolle
5 durch die erste Formvorrichtung F geführt, die den Streifen zu einem etwa % geschlossenen
Rohr biegt. Der geneigte Teil 6 der Düse N ragt bis in das teilweise geformte Rohr
i hinein, und dieses Rohr wird mit seiner Vorwärtsbewegung in den ringförmigen Zwischenraum
zwischen dem Dorn und dem Falthals i i gebogen. Das Fertigfalten des Rohres erfolgt,
wenn der Papierstreifen die Faltführung 9 durchläuft, und zwar über dem Dorn.
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Der die Flansche bildende Papierstreifen z, der von der Rolle abgewickelt
worden ist, wird um Führungsrollen 1,4, 15, 16, 17 herumgeführt und mit im Abstand
voneinander vorgesehenen Klebestreifen versehen, was durch die Klebestoffzuführungsrolle
i9 geschieht. Der Streifen läuft weiter über die Führungsrollen z3, 24, 25, wobei
der Klebestoff vor Berührung mit diesen Rollen geschützt wird, z. B. durch Rinnen
27 in den Rollen.
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Der Streifen 2 passiert dann mit dem an seiner Unterseite befindlichen
Klebestoff den Arm 28 und wird durch die Öffnung 29a unter der Tülle 29 des Preßschuhes
hindurchgeführt. Durch den Preßschuh wird der Streifen gefaltet und erhält die aus
Fig. 5 ersichtliche, teilweise gebogene Form mit den freien Ansätzen 13, die die
Flansche bilden und in derselben Ebene liegen wie die Platten 33 und die flache
Unterseite der Teile 41 des Preßschuhes.
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Der Schuh, der durch einen Heizkörper 30 beheizt werden kann, vollendet
den Verschluß des Rohres, das dann über das Ende des Dornes hinaus austritt und
die plastische Maße aufnimmt, die stetig aus der Düse zuströmt.
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Das Rohr mit seiner plastischen Füllung wird dann durch eine Fördervorrichtung
C geführt, das gebildete Rohr an den Flanschen erfaßt, um die Papierstreifen von
ihren Rollen abzuziehen und das gefüllte Rohr vorwärts zu bewegen.
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Wenn ein Material vorliegt, das rasch erstarrt, wie z. B. Schmalz
oder Margarine, die bei Zimmertemperatur fest sind, ist ein weiteres Kühlmachen
oder Gefrieren nicht notwendig. Wenn aber das Material in dem Rohr Speiseeis ist,
werden die eingehüllten Stangen, nachdem sie in einer Schneidevorrichtung K abgeschnitten
worden sind, zweckmäßig in einen nicht dargestellten Härteraum gebracht, und nachdem
sie gehärtet worden sind, vorzugsweise in verhältnismäßig kurze Stücke zerteilt,
wobei jedes Stück gerade eine Portion Speiseeis darstellen kann, wie das in dem
britischen Patent 411 788 beschrieben worden ist. Um diese Portionen auszuwickeln
und sie in eine Schale, ein Sodaglas ö. dgl. zu tun, ist es nur notwendig, die beiden
herausstehenden Flansche 13 anzufassen und sie unter entgegengesetztem Zug
auseinanderzuziehen. Dabei wird der Verschlußstreifen längs der Falzlinie auseinandergerissen,
und die Hülle wird ohne weiteres von dem Inhalt entfernt.
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Wenn der Falzstreifen, der aus im Abstand nebeneinander angeordneten
Einschnitten bestehen kann, etwas seitlich der Mitte in bezug auf die Stoßfuge der
Seitenkanten des Rohres i vorgesehen wird,* so wird hierdurch jedes Ausfließen des
plastischen Materials durch die Schlitze vermieden.
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Wenn auch in dem Ausführungsbeispiel der Papierstreifen, der das Rohr
formt, in einer solchen Größe dargestellt worden ist, daß er gerade den ganzen Umfang
des Rohres bilden kann, so läßt sich im Rahmen der Erfindung naturgemäß der Streifen
auch so breit vorsehen, daß ein größerer Zwischenraum zwischen den Stoßkanten verbleibt,
der dann durch den Verschlußstreifen überbrückt wird.
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Die Fig. 9 und io zeigen eine etwas abgeänderte Ausführungsform der
Umhüllung und eine abgeänderte Vorrichtung der Maschine zur Herstellung der Umhüllung.
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Um den in Fig. io dargestellten Gegenstand herzustellen, wird eine
Stange 55 aus plastischem Material von zwei Blatt Umhüllungsmaterial 56 und 57 umgeben,
wobei jedes Blatt etwas mehr als die Hälfte des Umfanges der Stange bedeckt. Eine
Seitenkante jedes Blattes wird von dem anderen Blatt überlappt, und die andere Seitenkante
jedes Blattes wird in einem spitzen Winkel nach außen gebogen, um einen herausragenden
Flansch 58 zu bilden. Die sich überdekkenden Teile der Blätter werden durch punktförmig
angebrachten Klebestoff miteinander verbunden. Vorzugsweise wird ein Klebestoff
verwendet, der die beiden Teile gegen unbeabsichtigtes
Öffnen fest
zusammenhält, aber unter der Anwendung eines Zuges auf die Laschen sich löst, so
daß die sich übergreifenden Teile der Umhüllungsblätter sich voneinander entfernen
lassen und den Inhalt freigeben. Der Klebestoff kann Glycerin oder ein ähnliches
Mittel enthalten, das verhindert, daß- der Klebestoff so fest und trodken wird,
daß er einen dauernden Verschluß darstellt, wenn das Erzeugnis zum Verhraucher
ge-
langt.
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Bei dieser Ausführungsform der Erfindung durchlaufen die Papierstreifen
56 und 57 Vorrichtungen zur Auftragung des Klebestoffes, z. B. kleine Rädchen, die
in regelmäßigen Abständen mit Stiften oder Borsten o. dgi. versehen sind, die den
Klebestoff längs einer Kante jedes Streifens auftragen, wenn die Rolle sich dreht.
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Die beiden Papierstreifen, die auf gegenüberliegenden Seiten mit den
Klebestoffpunkten versehen sind, werden dann, wie schon erläutert, über passend
einstellbare Rollen und danach zwischen verstellbaren Führungsrollen geführt. Dann
werden die Streifen längs entgegengesetzten .Seiten der Düse 7, die von dem Dorn
8 umgeben ist, geführt, die das Speiseeis zubringt, und treten zwischen den Faltführungen,
die in Zusammenwirkung des Dornes 8 und dem durch Federn angepreßten Schuh 59 sowie
durch das feststehende Führungsglied 6o (Fig. 9), das den Teilen i i und 12 in Fig.
5 entspricht, gebildet werden, hindurch. Hier wird die Formung des Rohres und das
Herausbiegen der Flansche und das Zusammendrücken .der übereinandergelegten, mit
Klebestoffpunkten versehenen Kanten der Papierstreifen bewirkt.
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In diesem Falle sind, wie aus Fig. 9 zu ersehen ist, sowohl der Schuh
als auch der feststehende Führungsteil mit Heizkörpern versehen. Diese Elemente
bilden gemeinsam diametral gegenüberliegende schräge Schlitze 61, in denen, die
Kanten der Streifen 56 und 57 um einen spitzen Winkel umgebogen werden, um so die
Flansche 58 zu bilden. Auf diese Weise wird das Rohr fertig geformt und verschlossen,
und es wird, wenn es von dem Dorn entfernt ist, mit dem Strom des plastischen Materials,
der aus der Düse eintritt, gefüllt.
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Wenn auch bei der zuerst beschriebenen Ausführungsform zwei Reihen
von Klebestoff an einem Streifen Anwendung finden und bei der zweiten Ausführungsform
an jedem Papierstreifen eine Klebestoffreihe angebracht ist, kann man das Verfahren
auch abändern und in einem Falle an einem Streifen je eine Klebestoffreihe anbringen.
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Die gelochte oder geschlitzte Linie in dem Verschlußstreifen kann
in der Maschine selbst oder schon vorher hergestellt werden, und die Streifen können
Falzlinien besitzen, um das genaue Umbiegen, der Flansche zu erleichtern. Bei Anwendung
geeigneter Klebestoffe kann unter Umständen ein Beheizen überflüssig sein, und der
Druck kann auf verschiedenste Weise ausgeübt werden, z. B. auch durch Wischer, Bürsten
oder durch Rollen.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. io wird zweckmäßig ein Klebestoff
verwendet, der schnell abbindet, der aber später allmählich durch Feuchtigkeitsaufnahme
erweicht, wenn das Erzeugnis im Schrank des Verbrauchers liegt, wo gewöhnlich höhere
Temperaturen herrschen als im Speicherraum.
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Die Umhüllung kann an dem Füllmaterial entweder infolge der Klebrigkeit
des Materials selbst anhaften oder infolge der Steifheit der Umhüllung oder infolge
des Anfrierens der Feuchtigkeit des Materials unter der Umhüllung. Es ist dann zweckmäßig,
den Klebstoff fortzulassen, wenn die umhüllte Stange unmittelbar in einen Härteraum
gelangt und die Umhüllung festgehalten wird, bis dieHärtung vollzogen ist.
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Das Füllrohr kann so eingerichtet sein, daß es leicht innerhalb des
Dorns gleitet und so frei vorwärts und rückwärts bewegt werden kann. Dies ist wichtig
in dem Falle, wo eine selbsttätige Bewegung des Füllrohres bewirkt wird, um Veränderungen
in der Zuführungsgeschwindigkeit des Füllmaterials und der Umhüllungsstreifen Rechnung
zu tragen.