AT232669B - Vorrichtung zum Vorwärmen von Glasformen auf Drehtischpressen durch elektrische Induktion bei Netzfrequenz - Google Patents

Vorrichtung zum Vorwärmen von Glasformen auf Drehtischpressen durch elektrische Induktion bei Netzfrequenz

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AT232669B
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Description


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  Vorrichtung zum Vorwärmen von Glasformen auf Drehtischpressen durch elektrische Induktion bei Netzfrequenz 
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vorwärmen von Glasformen auf Drehtischpressen durch elektrische Induktion bei Netzfrequenz, welche Vorrichtung einfach mittels eines Kranes übertragbar ist. 



   Bei der Serienglasgrossproduktion werden Karussellpressmaschinen verwendet, bei welchen auf dem
Drehtisch eine grössere Anzahl von Gusseisenformen befestigt ist. Wenn eine solche Presse in Betrieb gei setzt werden soll, ist es notwendig, alle auf ihr befestigten Formen auf die verlangte Temperatur zu er- wärmen, was gewisse Schwierigkeiten verursacht. 



   Die Erwärmungseinrichtung ist für eine ziemlich kurze Zeit in Betrieb und nach der Erfüllung ihrer
Funktion ist es notwendig, sie wieder zu beseitigen, damit sie beim folgenden Pressvorgang nicht hinder- lich ist. Die nötige Erwärmung wurde bisher durch eines der folgenden bekannten Verfahren durchgeführt :
1. Durch Abtropfen des flüssigen Glases in die Formen. 2. Durch   Flammenerwärmung   mittels Brenner (direkt auf der Presse). 3. Durch Erwärmung der Formen in einem Ofen ausserhalb der Presse. 



   Das unter Punkt 1 angeführte Verfahren ist ziemlich kostspielig und es besteht die Gefahr des Zer- springens der Formen bei der Berührung des glühenden Glases mit der kalten Form. 



   Das unter Punkt 2 angeführte Verfahren ist zeitraubend, es besteht die Gefahr einer Oxydation der
Formenoberfläche (und dadurch ihres Entwertens) und die Manipulation mit dem offenen Feuer direkt auf der Presse ist unerwünscht. 



   Das unter Punkt 3 angeführte Verfahren weist ähnliche Nachteile wie jenes nach Punkt 2 auf. Es be- steht die Möglichkeit einer Oxydation der Formenoberfläche und ausserdem ist der Zusammenbau der heissen Formen auf dem Drehtisch und ihr Zentrieren   mit dem Prägestempel   sehr unangenehm und schwierig. 



   Die Nachteile der angeführten Verfahren werden durch die erfindungsgemässe Vorrichtung beseitigt. 



   Diese   istdadurch gekennzeichnet, dass aufder vorderenseite   auf   einem Tragrahmen Träger der Induktoren,   auf der rückwärtigen Seite Elemente zum Anschluss des elektrischen Stromes und des Kühlwassers be- festigt sind, wobei die Vorrichtung in drei Punkten über einer Öffnung im Boden sitzt, die ihre Position gegenüber der Presse sichern und die Strom- und Kühlwasserzuleitung durch die Öffnung im Boden erfolgt und wobei ferner die Vorrichtung drei Induktoren aufweist, welche entweder parallel und symmetrisch das
Netz belasten, gegebenenfalls aber nur ein beliebiger Induktor oder zwei Induktoren in Betrieb gesetzt werden können. 



   Durch die erfindungsgemässe Vorrichtung erfolgt vorteilhafterweise das Vorwärmen der Gusseisenformen direkt auf der Presse durch elektrische Induktion bei Netzfrequenz ; ausserdem werden gleichzeitig drei
Formen erwärmt, wodurch die Gesamtzeit der Erwärmung aller Formen gekürzt und eine symmetrische
Belastung aller drei Phasen des Netzes gesichert ist. Im Bedarfsfalle ist es natürlich auch möglich, die
Erwärmung von bloss einer oder zwei Formen durchzuführen. 



   Die erfindungsgemässe Vorrichtung ermöglicht ferner eine senkrechte Bewegung jedes Induktors und ein genaues Einstellen desselben in der   Houzontalebene   so, dass er mit der zugehörigen Form zusammen- passt. Nach dem Einschieben der Induktoren in die Formen wird der elektrische Strom eingeschaltet und nach einigen Minuten tritt die Erwärmung der Formen auf die verlangte Temperatur ein. Die dazu not- 

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   wendige Zeit kann experimentell bestimmt und auf einem Zeitrelais eingestellt werden, das nach dieser Zeit den Strom automatisch ausschaltet. Der bedienende Arbeiter hebt die Induktoren, sichert sie in der oberen Position und dreht den Tisch der Presse um drei Teilungen. Er senkt die Induktoren wieder in die Formen ein und schaltet den Strom ein. Der Prozess der Erwärmung wird wiederholt.

   Der ganze Prozess wird so oft wiederholt, bis alle Formen erwärmt sind. Wenn die Gesamtzahl der Formen, die sich auf der Pressmaschine befinden, nicht durch drei (Anzahl der Induktoren) teilbar ist, werden bei der letzten Erwärmung nur eine oder zwei Formen erwärmt. Die Vorteile der beschriebenen Lösung bestehen darin, dass die Erwärmung der Glasformen mittels der erfindungsgemässen Vorrichtung sehr schnell erfolgt, die polierte Oberfläche der Formen mit den Verbrennungsprodukten nicht in Berührung kommt, so dass kein Entwerten der Oberfläche durch Oxydation u. ähnl. Vorgänge eintreten kann. Die Formen können bequem im kalten Zustand befestigt und ihre Erwärmung direkt auf der Presse durchgeführt werden.

   Die erfindungsgemässe Vorrichtung kann einfach mit Hilfe eines Kranes zur Presse gestellt werden, sie sitzt in drei Punkten in Löchern im Boden auf, wodurch die gegenseitige Position der beidenMaschinen gesichert ist und es ist nicht notwendig, sie zu befestigen. 



  Nach Beendigung der Erwärmung wird die erfindungsgemässe Vorrichtung mit Hilfe des Kranes beseitigt, die Öffnung mit Riffelblech bedeckt und die Umgebung der Presse bleibt für das folgende Pressen frei. 



  Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung ist in den Zeichnungen dargestellt. Darin zeigen Fig. l eine Seitenansicht, Fig. 2 den Grundriss, Fig. 3 einen Schnitt durch die Führungen in einer Ebene, die senkrecht auf der Achse der Säule des Tragarmes des Induktors steht, und Fig. 4 einen Schnitt durch die Führung in einer Ebene, die in der Achse der Säule und des Führungsbolzens liegt.   
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 befestigt sind. Diese Elemente sind mit einem Stahlblech 4 bedeckt. Darüber befindet sich ein Trichter für das Abfallwasser 5, der eine Kontrolle des Kühlwasserdurchflusses hinsichtlich Menge und Temperatur aller Kühlkreise ermöglicht. Die Durchflussmenge ist mittels der Ventile 6 einstellbar. Die Vorrichtung ist in drei Punkten 7 (vorne zwei, hinten einer) über einer Öffnung am Boden befestigt, wodurch ihre Position gegenüber der Presse gesichert ist.

   Die Strom- und Kühlwasserzuleitung erfolgt durch die Öffnung im Boden. Die Vorrichtung weist ferner drei Induktoren 3 auf, welche entweder parallel und symmetrisch das Netz belasten, gegebenenfalls aber nur ein beliebiger Induktor oder zwei Induktoren in Betrieb gesetzt werden können. 



   Die Träger der Induktoren 3 bestehen aus einem Arm 10, Führungsrohren 2, Verbindungsplatten 9, Führungen 15, ausgleichenden Gegengewichten 11, Kettenrollen 13, Rollenketten 12 und einem Handhebel 14, wobei alle beweglichen Teile 3,10, 14,15 durch zwei Gegengewichte 11 ausgewogen sind, die sich senkrecht inmitten der Führungsrohre 2 bewegen, wobei ihr Hub dem doppelten Hub des Induktors 3 gleich ist und das Gewicht der Gegengewichte dem halben Gewicht der auszuwuchtenden beweglichen Teile gleicht. Die Wirkung des Gegengewichtes auf die beweglichen Massen wird durch die Rollenkette 12 über zwei Kettenrollen 13 (für jedes Gegengewicht) übertragen. In der unteren Platte 9 des Trägers sind Löcher für Schrauben, durch die der Träger am Tragrahmen 1 befestigt ist.

   Der Arm 10, welcher den Induktor 3 trägt, trägt in seinem unteren Teil Führungen 15, die auf die Bolzen 18 aufgeschoben und in zwei Ebenen übereinander zu beiden Seiten der Säule des Arms 10 angebracht sind. Es sind insgesamt vier Führungen vorhanden, von denen jede zwei Rollen 17 aufweist, die auf der äusseren Zylinderfläche der Führungsrohre 2 beim Heben oder Senken des Induktors abrollen. Die Führungen 15 sind in einer zur Achse der Säulen des Arms 10 senkrechten Ebene durch Abdrückschrauben 20 gesichert, die in die Öffnung von Unterlagen 21einpassen, wobei die Führungen mittels   der Abdrückschrauben   in der Richtung der Mittellinie des Bolzens 18 und durch eine Mutter 19 einstellbar sind, die die gewünschte Lageeinstellung sichert. Dadurch kann die Berührung der Rollen 17 mit den Führungsrohren 2 ohne Spiel eingestellt werden. 



   Die Steuerung des Arms 10 erfolgt von Hand, mittels des Hebels 14, der auf einem Bolzen in der senkrechten Säule des Arms befestigt ist. Der Hebel ist in der waagrechten Ebene in einem derartigen Bereich drehbar, dass es möglich ist, ihn in die Ausschnitte der senkrechten Leiste zu schieben, die an den Führungsrohren 2 angeschweisst ist (in den Figuren nicht eingezeichnet) und so den Arm 10 in den Endpositionen zu sichern. 



   Die elektrischen Leitungen und die Wasserzuleitungen gehen durch die Öffnung 8 im Boden hindurch. 



  Der Anschluss ist ohne Schraubenverbindungen ausgeführt, um eine einfache und schnelle Handhabung zu ermöglichen. Der Anschluss des elektrischen Stromes ist in einer Art ausgeführt, wie dies bei den Trennschaltern üblich ist, die Messersammelschienen auf der erfindungsgemässen Vorrichtung werden in die 

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 Federstöpselköpfe eingeschoben, die im Boden befestigt sind. Die Wasserzuleitung erfolgt durch Anschluss des senkrechten verschiebbaren Rohres auf der Vorrichtung (auf das obere Ende des Rohres ist ein Gummischlauch 16 aufgeschoben) an ein festes Rohr im Boden mittels eines Spezialverschlusses, wobei eine dichte Verbindung durch ein blosses Umdrehen des Handhebels erfolgt. Der Wasserabfluss aus dem Trichter 5 ist durch Einlassen von teleskopartigen Rohren in einen Trichter unter dem Boden ausgeführt.

   Nach der Beseitigung der erfindungsgemässen Vorrichtung wird die Öffnung 8 durch ein Riffelblech verdeckt. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Vorrichtung zum Vorwärmen von Glasformen auf Drehtischpressen durch elektrische Induktion bei Netzfrequenz, welche Vorrichtung einfach mittels eines Kranes übertragbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf der vorderen Seite auf einem Tragrahmen   (1)   Träger der Induktoren, auf der rückwärtigen Seite   Elemente zum Anschluss   des elektrischen Stromes und des Kühlwassers befestigt sind, wobei die Vorrichtung in drei Punkten über einer Öffnung im Boden sitzt, die ihre Position gegenüber der Presse sichern und die   Strom-und Kühlwasserzuleitung   durch die Öffnung im Boden erfolgt und wobei ferner die Vorrichtung drei Induktoren (3) aufweist, welche entweder parallel und symmetrisch das Netz belasten,

   gegebenenfalls aber nur ein beliebiger Induktor oder zwei Induktoren in Betrieb gesetzt werden können.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger der Induktoren (3) aus einem Arm (10), Führungsrohren (2), Verbindungsplatten (9), Führungen (15), ausgleichenden Gegengewichten (11), Kettenrollen (13), Rollenketten (12) und einem Handhebel (14) bestehen, wobei alle beweglichen Teile (3, 10, 14, 15) durch zwei Gegengewichte (11) ausgewogen sind, die sich senkrecht inmitten der Führungsrohre (2) bewegen, wobei ihr Hub dem doppelten Hub des Induktors (3) gleich ist und das Gewicht der Gegengewichte dem halben Gewicht der auszuwuchtenden beweglichen Teile gleicht.
    3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen (15) in einer zur Achse der Säulen des Arms (10) senkrechten Ebene durch Abdrückschrauben (20) gesichert sind, die in die Öffnung von Unterlagen (21) einpassen, wobei die Führungen mittels der Abdrückschrauben in der Richtung der Mittellinie des Bolzens (18) und durch eine Mutter (19), welche die gewünschte Lageeinstellung sichert, einstellbar sind.
AT874061A 1960-11-25 1961-11-20 Vorrichtung zum Vorwärmen von Glasformen auf Drehtischpressen durch elektrische Induktion bei Netzfrequenz AT232669B (de)

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