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Einrichtung zur Spurkranzschmierung an Schienenfahrzeugen, insbesondere Schienentriebfahrzeugen
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Spurkranz des RadesintensivenBremsung des Zuges herangezogen werden. Im allgemeinen erfolgt die Zugbremsung mit Hilfe . der Bremsen der Waggons, die eine wesentlich günstigere Bremswirkung ergeben. Eine ausreichende Ver- sorgung der Spurkranzlaufflächen mit Schmiermittel ist jedoch auch bei den Lokomotiven sichergestellt, da bei den Bahnverwaltungen die Vorschrift besteht, dass auch die Bremsen der Triebfahrzeuge innerhalb einer vorgeschriebenen Fahrstrecke, z. B. alle 50 km, betätigt werden müssen.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann das Schmiermittel am Bremsklotz mittels eines Klebemittels oder Kittes, beispielsweise auf Alkydharz-Basis, befestigt sein, welche vorzugsweise zugleich als thermische Isolierung dienen. Wie sich gezeigt hat, reicht diese einfache Massnahme aus, um eine genügende Befestigung des Schmiermittels im Hohlraum sicherzustellen und gleichzeitig damit ohne Mehraufwand auch eine allenfalls erforderliche Wärmeisolation gegenüber dem Bremsklotz zu erzielen.
Bei Verwendung eines aus einem festen Formstück bestehenden Schmiermittels, z. B. aus durch Bindemittel verbundenem Molybdändisulfid, sieht die Erfindung weiterhin vor, das Formstück am Bremsklotz seitlich anzusetzen, vorzugsweise mittels im Formstück eingegossener Stifte, z. B. aus Weichaluminium, zu befestigen, die in Ausnehmungen des Bremsklotzes eingreifen und in diesem z. B. eingekittet sind, wobei der Kitt z. B. auf Alkydharz-Basis, auch zur thermischen Isolierung dienen kann. Es handelt sich dabei um eine besonders einfache Ausführungsform der Erfindung, bei welcher zur Anbringung des Schmiermittels am Bremsklotz an diesem nur minimale Änderungen gegenüber den bisher verwendeten Ausführungen erforderlich sind, die auch nachträglich leicht durchgeführt werden können.
Im Betrieb ergibt sich hiebei der Vorteil, dass an der zu schmierenden Spurkranzfläche während der Schmierung keine Teile des Bremsklotzes schleifen, sondern lediglich das Schmiermittel anliegt. Durch die freiliegende Anordnung des Schmiermittels wird dieses auch durch den Fahrtwind gekühlt.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung mit einem aus einem festen Formstück bestehenden Schmiermittel, z. B. aus durch Bindemittel verbundenem Molybdändisulfid, bestehtdarin, dassdasForm- stück mittels eines eigenen Halters seitlich am Bremsklotzschuh starr oder in Achsrichtung des Rades federnd befestigt ist.-Es ist dadurch eine grössere Freiheit bei der Wahl des Standortes des Schmierkörpers erzielt, was sich insbesondere als vorteilhaft erweisen kann, wenn jedem zu bremsenden Rad mehrere Bremsklötze zugeordnet oder auch zwei oder mehrere Bremsklötze auf demselben Bremsklotzschuh befestigt sind. Man kommt dabei mit einem einzigen Schmierkörper für jedes Rad aus und vermeidet ausserdem eine Änderung der Bremsklötze sowie allenfalls die Verwendung verschiedenartiger Bremsklötze.
Bei Anordnung des Schmierkörpers am Bremsklotzschuh ist die einfache Befestigung des Halters bei guter Zugänglichkeit gewährleistet, was beim Auswechseln des Schmierkörpers von Vorteil ist.
Bei der zuletzt genannten Ausführungsform kann schliesslich im Rahmen der Erfindung der Halter samt Formstück am Bremsklotzschuh lösbar befestigt sein, wobei er vorzugsweise in eine am Bremsklotzschuh seitlich vorgesehene und sich in Einsteckrichtung verjüngende Schwalbenschwanznut eingreift und in dieser mittels eines Klinkengesperres feststellbar ist. Durch diese Massnahme wird das Erneuern des Schmierkörpers wesentlich erleichtert, zu welchem Zweck lediglich der Halter samt Schmierkörper abgenommen und durch einen neuen Körper ersetzt wird.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen : Fig. l die Seitenansicht eines Ausführungsbeispieles der Erfindung, Fig. 2 eine Draufsicht zur Ausführungsform nach Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 111-111 in Fig. l, Fig. 4 einen Querschnitt durch eine andere Ausführungsform, Fig. 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung in Seitenansicht, Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI in Fig. 5 und Fig. 7 einen Schnitt durch ein Detail nach der Linie VII-VII in Fig. 5.
Bei dem in Fig. 1 - 3 dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen Bremsklotz 8 in üblicher Bauart, auf dessen dem Spurkranz zugewendeter Seite Stege 9 und 10 seitlich angesetzt sind, die einen nach oben durch eine Wand 11 abgeschlossenen Hohlraum 12 bilden. Der Hohlraum 12 ist sowohl seitlich als auch nach unten gegen die Bremsfläche 13 des Bremsklotzes 8 zu offen und mit einem festen Schmiermittel 14 ausgefüllt. Das Schmiermittel kann z. B. in pastenförmigem Zustand in den Hohlraum eingebracht und sodann ausgehärtet werden oder es kann als festes Formstück vorgefertigt sein und von unten in den Hohlraum 12 eingeschoben werden.
Die Befestigung des Schmiermittels im Hohlraum erfolgt liebe vorzugsweise durch eine Klebeschicht oder mittels eines Kittes, welche zugleich auch als thermische Isolierung des Schmierkörpers gegen den Bremsklotz dienen können. Zur besseren Verankerung des Schmiermittels 14 im Hohlraum 12 ist dieser, wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist, schwalben- chwanzförmig ausgebildet.
Wie aus Fig. 3 hervorgeht, ragt der Hohlraum 12 mit dem Schmiermittel 14 seitlich über die Brems-
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fläche 13 des Bremsklotzes 8 hinaus. Am unteren Ende des Hohlraumes 12 sind die Stege 9 und 10 und mit diesem auch das Schmiermittel 14 abgeschrägt bzw. der in diesem Bereich anliegenden Hohlkehle zwi- schen Lauffläche und Spurkranzfläche angepasst. Die Stege 9 und 10, die im dargestellten Ausführungsbei- spiel mit dem Bremsklotz 8 aus einem Stück bestehen, schleifen sich beim Bremsen zusammen mit dem
Bremsklotz 8 ab, so dass die Gewähr gegeben ist, dass stets auch Schmiermittel auf die zu schmierende
Spurkranzfläche aufgebracht wird. Nach einer bestimmten Betriebsdauer bzw.
Kilometerleistung werden die Bremsklötze ausgewechselt, so dass damit zugleich auch eine Ergänzung des Schmiermittels erfolgt und jede eigene Überwachung und Wartung der Schmiereinrichtung entfallen kann.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 wird ein durch Bindemittel zu einem festen Formstück 15 ver- bundenes Schmiermittel verwendet. Das vorgefertigte Formstück 15 ist dabei am Bremsklotz 16 seitlich angesetzt und an diesem mittels imFormstück eingegossener Stifte 17 aus Weichaluminium befestigt. Die
Stifte 17 greifen in Bohrungen 18 des Bremsklotzes 16 ein und sind in diese eingekittet. Während der
Bremsung liegt hiebei lediglich das feste Formstück 15 an der zu schmierenden Spurkranzfläche an.
Die in den Fig. 5 - 7 gezeigte Ausführungsform der Erfindung weist einen eigenen Halter 19 auf, der das aus einem vorgefertigten festen Formstück 20 bestehende Schmiermittel - eventuell in Richtung der
Radachse federnd-trägt. Der Halter 19 ist seitlich am Bremsklotzschuh 21 lösbar befestigt, welcher in diesem Fall zwei mittels des einsteckbaren Bremsklotzkeiles 24 befestigte Bremsklötze 22 und 23 trägt.
Die Befestigung des Formstückes 20 im Halter 19 erfolgt mittels Stiften 25, die allenfalls zusammen mit dem Halter 19 aus einem weichen Material, beispielsweise aus Aluminium bestehen und in das Formstück
20 eingesetzt sind. Das Formstück 20 kann in seinem unteren Teil abgeschrägt oder gleich schon der Spur- kranzfläche entsprechend geformt sein.
Zur lösbaren Befestigung des Halters 19 samt Formstück 20 am Bremsklotzschuh 21 ist an diesen, wie aus Fig. 7 ersichtlich ist, eine sich nach oben verjüngende Schwalbenschwanznut 26 vorgesehen, in die der Halter 19 von unten eingesteckt werden kann. Die Schwalbenschwanznut 26 wird von einem eigenen
Zwischenstück 27 gebildet, welches mittels Schrauben 28 und 29 am Bremsklotzschuh 21 seitlich festgeschraubt ist. Die Fixierung des eingesteckten Halters 19 samt Formstück 20 erfolgt mittels eines Klinkengesperres, welches aus zwei am Zwischenstück 27 verschwenkbar gelagerten Klinken 30 und 31 besteht, die mit einem Ansatz 32 am oberen Ende des Halters 19 zusammenarbeiten. Zur Verschwenkung sind die Klinken mit Nasen 33 und 34 versehen.
Durch die separate Befestigung des Schmiermittels mit Hilfe des Halters 19 und des Zwischenstückes 27 kann die Befestigungsstelle am Bremsklotzschuh beliebig gewählt werden, wobei ausserdem auf die spezielle Ausbildung und Anordnung der Bremsklötze keinerlei Rücksicht genommen werden braucht. Die lösbare Befestigung des Halters ergibt den weiteren Vorteil, dass ein Auswechseln des Schmierkörpers jederzeit rasch und auf einfache Weise möglich ist. Zu diesem Zweck werden lediglich die Klinken 30 und 31, z. B. durch Hammerschläge auf die Nasen 33 und 34, so weit verschwenkt, bis sie mit dem Ansatz 32 des Halters 19 ausser Eingriff kommen. Der Halter 19 kann sodann aus der Schwalbenschwanznut 26 herausgezogen und durch einen neuen Halter mit einem neuen Schmierkörper ersetzt werden.
Ein weiterer Vorteil, der bei vom Bremsklotz getrennt angeordneter Befestigung des Schmiermittels erzielt wird, ist die sich dadurch ergebende bessere Wärmeisolierung zwischen Bremsklotz und Schmiermittel, die bei möglichen Ausführungen von besonderem Vorteil sein kann.
PATENT ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Spurkranzschmierung an Schienenfahrzeugen, insbesondere Schienentriebfahrzeugen, bei der mittels einer Vorrichtung ein festes Schmiermittel auf den Spurkranz des Rades aufgedrückt wird, wobei die Schmiervorrichtung gemeinsam mit der Fahrzeugbremse zeitweise an den zu schmieren- denSpurkranz des Rades anpressbar ist, nach Patent Nr. 227759. dadurch gekennzeichnet, dass das Schmier- mittel aussen an der dem Spurkranz zugekehrten Seitenwand des Bremsklotzes oder Bremsklotzschuhes befestigt ist.