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Traghebel für das Hebelwerk einer Brückenwaage
Die Erfindung betrifft einen Traghebel für das Hebelwerk einer Brückenwaage, insbesondere einer
Strassenbrückenwaage, der einen Kopfteil mit einer Stützschneide und einer Lastschneide und einen
Schnabelteil mit einer Gewichtsschneide aufweist.
Die sorgfältige und genaue Bearbeitung der auf den Traghebeln, den Last-, Zwischen- und Über- tragungshebeln angeordneten Schneidenhalter zur Herstellung verlässlicher Sitze für die Schneiden ist bekanntlich eine wesentliche Vorbedingung für die Genauigkeit der Waagen. Wegen der Sperrigkeit der
Hebel, die Zwischenhebel sind z. B. mehrere Meter lang, ist die Bearbeitung der Schneidenhalter umständ- lich und teuer und erfordert grosse und schwere Maschinen.
Um die Schwierigkeiten des Transportes der Hebel und ihres Aufspannens auf die Bearbeitungsmaschi- nen zu umgehen, wurde bei Hebeln aus Stahl schon vorgeschlagen, die bereits bearbeiteten Schneiden- halter auf die Stahlträger aufzuschweissen. Doch verziehen sich dabei die Schneidenhalter und damit die vorbearbeiteten Flächen der Sitze, wodurch die Genauigkeit der Sitze verlorengeht und damit die der
Waage nicht mehr gegeben ist.
Die Erfindung vermeidet nicht nur diese Nachteile, sondern ermöglicht darüber hinaus eine wesentliche
Vereinfachung der Herstellung und der Lagerhaltung.
Sie besteht im Wesen darin, dass sich zwischen der Lastschneide, die in dem der Länge des Lastarmes bei Verwendung des Hebels als Lasthebel entsprechenden Abstand von der Stützschneide angeordnet ist, und der Gewichtsschneide ein weiterer Schneidenhalter am Kopfteil des Hebels befindet, der in dem der
Länge des Lastarmes bei Verwendung des Hebels als Zwischenhebel entsprechenden Abstand von der
Stützschneide angeordnet ist und zur Aufnahme der Lastschneide beim Zwischenhebel dient.
Für den erfindungsgemässen Traghebel können Kopf- und Schnabelteil als getrenntes Stück hergestellt werden. Durch die Anordnung eines weiteren Schneidenhalters auf dem Kopfteil des erfindungsgemässen
Traghebels ist es möglich, den Kopfteil für den Aufbau eines Last-, Zwischen-oder Übertragungshebels zu verwenden. Die Bearbeitung des jeweiligen Schneidenhalters erfolgt vor dem Zusammenbau des Hebels.
Da der Kopfteil eine kleinere Länge und ein geringeres Gewicht aufweist als ein ganzer Hebel, ist er einfacher und leichter zu transportieren und auf die Maschine aufzuspannen, die auch nicht die für die Hebel notwendige Grösse besitzen muss. Während bisher die gegossenen Hebel in verschiedenen Längen, entsprechend den Waagenabmessungen vorrätig gehalten werden müssten, brauchen nunmehr nur die gegossenen Kopf- und Schnabelteile gelagert werden, wobei die doppelte Verwendbarkeit des Kopfteiles eine weitere Erleichterung für die Lagerung und Verwaltung bringt.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann der als Lasthebel ausgebildete Traghebel aus einem Stück gegossen und zur Teilung in einen Kopf- und einen Schnabelteil für einen verlängerten Traghebel zwischen dem Schneidenhalter und der Gewichtsschneide an beiden Seiten des Steges seines im wesentlichen I-förmigen Querschnittes und zu beiden Seiten der Teilungsebene mit Angüssen versehen sein, die querverlaufende Bohrungen zur Befestigung eines Stahlzwischenstückes aufweisen. Die Herstellung des als Lasthebel ausgebildeten Traghebels ergibt den Vorteil, dass einerseits eine Hebelart fertig am Lager gehalten und anderseits dieser Hebel in einen Kopf- und einen Schnabelteil für die andern Hebelarten bzw. einen abnorm langen Traghebel geteilt werden kann.
Diese Traghebel werden in der für Lasthebel gebräuchlichen Länge gegossen, die nur von der durch die höchstzulässige Fahrzeugbreite bestimmte Brückenbreite abhängig und daher für die meisten Waagentypen gleich gross ist. Da der Lasthebel nicht übermässig lang ist, etwa 1 m bei der üblichen Brückenbreite von 3 m, kann dieser noch ohne wesentliche Schwierigkeiten bearbeitet werden.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1 zeigt schematisch das Hebelwerk einer Brückenwaage, Fig. 2 und 3 die Ansichten eines als Lasthebel bzw. als Zwischenhebel ausgebildeten Traghebels und Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3.
Die Lasthebel 1 der Waagenbrücke 18 in Fig. 1 können wie der Traghebel in Fig. 2 und die Zwischenhebel und der Übertragungshebel wie der Traghebel in Fig. 3 ausgebildet sein. Es ist aber ohnweiters im Falle einer besonders breiten Brücke möglich, den Lasthebel wie den Traghebel in Fig. 3 aufzubauen.
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Der gegossene Lasthebel nach Fig. 2 ist mit zwei Schneidenhaltern 4, 5 versehen. In dem Schneiden- halter 4 ist die Lastschneide 6 eingesetzt, die von der Stützschneide 7 den Abstand 11 in der Grösse des
Lastarmes des Lasthebels aufweist. Der Schneidenhalter 5 ist so angeordnet, dass die eingesetzte Schneide des Zwischenhebels 2 mit der Länge g2 und des Übertragungshebels 3 mit der Länge g3 um den Lastarm 12 von der Stützschneide 7 entfernt ist (Fig. 3). Die Längen der Lastarme li und 12 sind für alle
Waagentypen gleicher Breite und einer Länge, die ein ganzzahliges Vielfaches des in Fig. 1 dargestellten
Hebelsystems beträgt, gleich gross. Bei andern Brückenabmessungen, die andere Hebellängen erfordern, können die vorgegebenen Lastarme l.
L ; einer Standardgrösse des Traghebels dadurch ausgeglichen werden, dass zwischen dem Übertragungshebel 3 und dem Auswägeapparat 9 weitere Zwischenhebel ange- ordnet werden. Dies ist auch möglich, wenn der Auswägeapparat von der Brücke weiter entfernt ist als dem in die Berechnung von 12 eingesetzten Gewichtsarm des Übertragungshebels 3 entspricht.
Der Traghebel nach Fig. 2 ist zwischen dem Schneidenhalter 5 und der Gewichtsschneide 10 nach der
Querebene a-b für den Aufbau eines Zwischen- bzw. Übertragungshebels nach Fig. 3 in einen Kopfteil 11 und einen Schnabelteil teilbar. Zu beiden Seiten des Mittelsteges 13 des einen im wesentlichen I-för- migen Querschnitt aufweisenden Traghebels und zu beiden Seiten der Querebene a-b sind Angüsse 14 vorgesehen, deren Stirnflächen für das satte Anliegen an das Stahlzwischenstück 15 des Zwischenhebels bearbeitet werden. In zweckmässiger Weise erfolgt die Bearbeitung der Schneidenhalter vor der Teilung, so dass die gleichen Vorrichtungen und Maschinen wie zur Bearbeitung des Lasthebels verwendet werden können.
Das Stahlzwischenstück 15 besteht bei dem Zwischenhebel nach Fig. 3 und 4 aus zwei C-Trägern 16, zwischen deren Stegen der Kopf- und der Schnabelteil angeordnet und mit Schrauben 17 mit den Stegen verbunden sind. Für den Aufbau der Zwischen- bzw. Übertragungshebel können natürlich auch allein für sich gegossene Kopfteile verwendet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Traghebel für das Hebelwerk einer Brückenwaage, insbesondere einer Strassenbrückenwaage, der einen Kopfteil mit einer Stützschneide und einer Lastschneide und einen Schnabelteil mit einer Gewichts- schneide aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen der Lastschneide (6), die in dem der
Länge (1J des Lastarmes bei Verwendung des Hebels als Lasthebel entsprechenden Abstand von der
Stützschneide (7) angeordnet ist, und der Gewichtsschneide (10) ein weiterer Schneidenhalter (5) am
Kopfteil des Hebels befindet, der in dem der Länge (TJ des Lastarmes bei Verwendung des Hebels als
Zwischenhebel entsprechenden Abstand von der Stützschneide (7) angeordnet ist und zur Aufnahme der
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