AT230896B - Verfahren zur Herstellung von neuen Carbaminsäureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Carbaminsäureestern

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AT230896B
AT230896B AT227662A AT227662A AT230896B AT 230896 B AT230896 B AT 230896B AT 227662 A AT227662 A AT 227662A AT 227662 A AT227662 A AT 227662A AT 230896 B AT230896 B AT 230896B
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AT
Austria
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sep
carbamic acid
acid esters
preparation
new
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AT227662A
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English (en)
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Rudolf Dr Heis
Ernst Dr Boecker
Guenter Dr Unterstenhoefer
Original Assignee
Bayer Ag
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Carbaminsäureestern Gegenstand der Erfindung sind neue Carbaminsäureester der allgemeinen Formel I : 
 EMI1.1 
 in welcher R für Wasserstoff oder Methyl,   R'für   Wasserstoff oder einen niedrigen Alkylrest und   R" für  
Wasserstoff, Halogen, eine Alkyl-, Alkoxy-, Alkylmercapto- oder eine Alkylaminogruppe steht. 



  Diese neuen Verbindungen werden nach prinzipiell bekannten Methoden hergestellt,   z. B.   entweder durch Umsetzung von Phenolen der allgemeinen Formel II : 
 EMI1.2 
 worin R, R'und R"die oben angegebene Bedeutung besitzen, mit den entsprechend substituierten Carbaminsäurederivaten oder indem entsprechende Chlorameisensäurephenylester bzw. Kohlensäure-bis-phenylester mit Methyl- bzw.

   Dimethylamin umgesetzt werden. 
 EMI1.3 
 
Die neuen, erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen zeigen sehr gute insektizide Eigenschaften, wie aus folgenden Tabellen hervorgeht. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 a) 2-sek.-Butenylphenyl-N-methylcarbamat: 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Konzentration <SEP> in <SEP> % <SEP> Abtötung <SEP> in <SEP> 1%
<tb> (wässerige <SEP> Emulsion) <SEP> Plutella <SEP> Drosophila <SEP> Blattläuse <SEP> Systanisch
<tb> maculipennis <SEP> S.

   <SEP> granarium
<tb> 0,2 <SEP> 100% <SEP> 100% <SEP> 100% <SEP> 100%
<tb> 0,02 <SEP> 90% <SEP> 100% <SEP> 100% <SEP> -
<tb> 0,002 <SEP> 20% <SEP> 60% <SEP> 95% <SEP> Konzentration <SEP> in <SEP> Schaben <SEP> Raubwanzen <SEP> Kornkäfer <SEP> Fliegenmaden
<tb> (wässerige <SEP> Emulsion)
<tb> 0, <SEP> 1 <SEP> 100% <SEP> 100% <SEP> 100% <SEP> 100%
<tb> 0, <SEP> 01 <SEP> 100% <SEP> 100% <SEP> 80% <SEP> 0% <SEP> 
<tb> Konzentration <SEP> in <SEP> % <SEP> 100% <SEP> igue <SEP> Abtötung <SEP> bei
<tb> (wässerige <SEP> Emulsion) <SEP> Fliegen <SEP> Stechmücken
<tb> 9, <SEP> 1 <SEP> nach <SEP> 15 <SEP> min <SEP> nach <SEP> 60 <SEP> min
<tb> 0, <SEP> 01 <SEP> nach <SEP> 70 <SEP> min <SEP> nach <SEP> 120 <SEP> min
<tb> 
 
Die neuen,

   erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen zeichnen sich vor den bis jetzt als Insektizide bekanntgewordenen Carbamaten weiter durch ihre Kalkbeständigkeit aus, wie folgender Vergleich zeigt. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
Bei dieser Spezialprüfung wird der Wirkstoff in einer WP- (wettable powder) Formulierung in einer bestimmten Aufwandmenge (1 g Wirkstoff pro m2) auf gekälktem Ton aufgespritzt. Die Ergebnisse dieser Versuche sowie die Einzelheiten derVersuchsanstellung sind der vorstehenden Tabelle zu entnehmen. Die knockdown-Zeiten der unmittelbar vom Spritzstrahl getroffenen Tiere sind in der ersten Spalte unter Initialwirkung aufgeführt. Die Verbindungen zeichnen sich dabei durch eine relativ rasche Anfangswirkung aus.

   Die Residualwirkung der Spritzbeläge auf der porösen alkalischen Unterlage wird in der Weise getestet, dass in bestimmten   Zeitabständen   neues Tiermaterial auf die behandelten Unterlagen aufgebracht wird und die prozentuale Abtötung innerhalb einer 8stündigen Verweilzeit bestimmt wird. 



   Die Versuche zeigen eine-starke Überlegenheit der erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen im Hinblick auf die Initial- und Residualwirkung im Vergleich zu einem Handelsprodukt. Besonders auffallend ist die gute Wirksamkeit gegenüber Gelbfiebermücken (Aedes aegypti). 



   Beispiel 1 : 
 EMI4.1 
 
 EMI4.2 
 
 EMI4.3 
 
 EMI4.4 
 



   25 g   (0,   15 Mol) 2-sek.-Butenyl-4-methylphenol werden mit 9, 7 g (0, 17 Mol) Methylisocyanat und zirka 10   mlwasserfreiemXylol verrührt. NachZugabe   von 3 Tropfen Triäthylamin erwärmt sich das Reaktionsgemisch. Das entstandene Carbamat wird in Benzol gelöst und die Lösung zweimal mit Wasser gewaschen. Nach dem Trocknen der Lösung mit Natriumsulfat wird das'Benzol im Vakuum abdestilliert. 



  Ausbeute 28, 3 g   (88%   der   Theorie) ; Fp : 38-400C.   



   In eine Mischung von 162 g   (1   Mol)   2-sek.-Butenyl-4-methylphenol,   175 ml Wasser und 100 ml Benzol leitet man 55 g (0, 55 Mol) Phosgen ein. Die Reaktionslösung wird durch gleichzeitiges Zutropfen 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 von 98 g 45%iger NaOH alkalisch gehalten. Nach Beendigung der Reaktion leitet man noch eine geringe Menge Phosgen ein, so dass die Lösung schwach sauer reagiert. Die Benzolschicht trennt man von der wässerigen Schicht ab, verdünnt sie mit 150 ml Benzol und tropft bei 5-10 C 107 ml einer   29, 2%gen   Methylaminlösung ein. Man lässt 4 h nachrühren, extrahiert mit 500 ml 2n-NaOH und wäscht die Benzolschicht nochmals mit Wasser. Das Lösungsmittel wird abdestilliert und das Reaktionsprodukt aus Ligroin umkristallisiert. 



   Das 2-sek.-Butenyl-4-methylphenyl-N-methylcarbamat kann auch durch   Umesterungvon2-sek.-     - Butenyl-4-methylphenol   mit Phenyl-N-methylcarbamat gewonnen werden. 



   Beispiel 3 : 14, 8 g (0, 1 Mol)   Z-sek.-Butenylphenol   werden in 60 ml Benzol gelöst, mit 10, 8 g (0, 1 Mol) Dimethylcarbaminsäurechlorid und 10, 1 g (0, 1 Mol) Triäthylamin versetzt und unter Rückfluss gekocht. Nach beendigter Reaktion wird wie gewöhnlich aufgearbeitet. 



     Beispiel 4: 16,2   g   (0, 1 Mol) 2-sek. -Butenyl-5-methylphenol werden in wasserfreiem Xylol ge-   löst und mit 6, 3 g (0, 11 Mol) Methylisocyanat unter Zusatz von 3 Tropfen Triäthylamin umgesetzt. Nach beendeter Reaktion wird die Lösung mit Wasser gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet und anschlie- ssend das Xylol im Vakuum abdestilliert. Es werden 18, 4 g reines Carbamat erhalten. 
 EMI5.1 
 thylisocyanat in wasserfreiem Xylol unter Zusatz von 3 Tropfen Triäthylamin umgesetzt. Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches erfolgt wie in Beispiel 4 angegeben. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
Verfahren zur Herstellung neuer Carbaminsäureester der allgemeinen Formel I : 
 EMI5.2 
 in welcher R für Wasserstoff oder Methyl,   R'für   Wasserstoff oder einen niedrigen Alkylrest und   R" für   
 EMI5.3 
 gekennzeichnet, dass Phenole der allgemeinen Formel II : 
 EMI5.4 
 worin R,   R'und R"die   oben angegebene Bedeutung besitzen, mit den entsprechend substituierten Carbaminsäurederivaten oder entsprechende Chlorameisensäurephenylester bzw. Kohlensäure-bis-phenylester mit Methyl- bzw. Dimethylamin umgesetzt werden. 
 EMI5.5 


AT227662A 1961-03-21 1962-03-20 Verfahren zur Herstellung von neuen Carbaminsäureestern AT230896B (de)

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