AT230325B - Verfahren zur Erhöhung der Naßformbeständigkeit von Cellulose enthaltendem oder daraus bestehendem Fasergut - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung der Naßformbeständigkeit von Cellulose enthaltendem oder daraus bestehendem Fasergut

Info

Publication number
AT230325B
AT230325B AT951161A AT951161A AT230325B AT 230325 B AT230325 B AT 230325B AT 951161 A AT951161 A AT 951161A AT 951161 A AT951161 A AT 951161A AT 230325 B AT230325 B AT 230325B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
polyvinyl compounds
fiber material
ether groups
compounds
Prior art date
Application number
AT951161A
Other languages
English (en)
Inventor
Heinz Dr Graefje
Ernst Dr Ploetz
Original Assignee
Basf Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Basf Ag filed Critical Basf Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT230325B publication Critical patent/AT230325B/de

Links

Landscapes

  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Erhöhung der Nassformbeständigkeit von Cellulose enthaltendem oder daraus bestehendem Fasergut 
Es ist bekannt, Fasergut, das Cellulose enthält oder daraus besteht,   durch Imprägnieren mit reaktions-   fähigen Stoffen, beispielsweise mit Methylolverbindungen, mit Epoxyden oder mit Aldehyden, und Er- hitzen in Gegenwart sauer reagierender Verbindungen in seiner Formbeständigkeit zu verbessern.

   Diese bekannten Verfahren sind jedoch nicht voll befriedigend : Wählt man die Verfahrensbedingungen so, dass eine ausreichende Erhöhung der Formbeständigkeit erzielt wird, so muss man in Kauf nehmen, dass die
Reissfestigkeit des Behandlungsgutes in äusserst unerwünschtem Masse herabgesetzt wird, bei Textilgut aus
Baumwolle beispielsweise um   20 - 300/0.   Sofern diese sogenannte Knitterfestausrüstung unter Verwendung stickstoffhaltiger Methylolverbindungen   durchgefuhrt   wird, wie es bei den gebräuchlichen Verfahren der
Fall ist, besteht ausserdem die Gefahr, dass das behandelte Gut Fischgeruch und eine unerwünscht hohe Chlorretention hat. 



   Es wurde nun gefunden, dass man die oben geschilderten Nachteile vermeiden und die Nassformbeständigkeit von Cellulose enthaltendem oder daraus bestehendem Fasergut durch Imprägnieren mit reaktionsfähigen Stoffen und Erhitzen in Gegenwart sauer reagierender Verbindungen in äusserst befriedigender Weise erhöhen kann, wenn man als reaktionsfähige Stoffe Acyloxymethyläthergruppen enthaltende Polyvinylverbindungen verwendet. 



   Erfindungsgemäss sind solche Polyvinylverbindungen der oben gekennzeichneten Art von besonderem technischen Interesse, die auf je 5 Vinyleinheiten mindestens 1, vorzugsweise mehr als 1 Acyloxymethyl- äthergruppe enthalten. Ausserdem können sie weitere Substituenten, beispielsweise Hydroxymethyläther-,   Alkyläther- und Acyloxygruppen enthalten. Sie   sind beispielsweise erhältlich durch vollständige oder teilweise Hydrolyse oder Alkoholyse von Homopolymerisaten der Vinylester oder ihrer Mischpolymerisate mit andern Vinylverbindungen, z. B. Alkylvinyläthern, Vinylchlorid und Vinyllactamen, wie Vinylpyrrolidon, Überfuhrung der so gebildeten Hydroxylgruppen mit Formaldehyd in Hydroxymethyläthergruppen und deren Acylierung. 



   Besonders vorteilhaft ist es, die neuen Hilfsmittel durch Acylierung von Polyvinylhydroxymethyl- äthern herzustellen, deren K-Werte nach Fikentscher zwischen 20 und 90 liegen und deren Hydroxylgruppen zu   5 - 10oslo   mit Hydroxymethylresten veräthert sind ; solche Polyhydroxymethyläther können erhalten werden, wenn man Lösungen oder Suspensionen von Polyvinylalkohol in wässerigem, organischem oder gemischt wässerig-organischem Medium bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise zwischen 80 und   1300C,   im pH-Bereich von 6, 5 bis 9 mit Formaldehyd umsetzt. Polyvinylverbindungen mit verhältnismässig niedrigem mittlerem Molekulargewicht zwischen 2000 und 100 000, insbesondere zwischen 5000 und   30000,   wie sie   z.

   B.   ausgehend von Vinylesterpolymerisaten mit   K-Werten   zwischen 5 und 50 erhalten werden, finden für das neue Verfahren bevorzugte Anwendung. 



   Áls Acylierungsmittel kommen vorwiegend Anhydride aliphatischer Carbonsäuren, beispielsweise der Essig-, Propion-, Butter-, Capron-, Laurin-,   Palmitin-und Stearinsäure,   in Betracht. Selbstverständlich kann man aber auch andere unter Veresterung reagierende Derivate solcher Säuren,   z.

   B.   die Halogenide, verwenden. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> diesem <SEP> FalleNassknitterwinkel <SEP> (Schuss) <SEP> gemessen <SEP> nach
<tb> Methode <SEP> Tootal
<tb> unbehandeltes <SEP> Gewebe <SEP> 690
<tb> behandelt <SEP> gemäss <SEP> Beispiel <SEP> 1 <SEP> 1290
<tb> behandelt <SEP> gemäss <SEP> Beispiel <SEP> 1 <SEP> nach <SEP> 5 <SEP> Kochwäschen <SEP> 1330
<tb> behandelt <SEP> gemäss <SEP> Beispiel <SEP> 1 <SEP> nach <SEP> 10 <SEP> Kochwäschen <SEP> 1300
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
Beispiel 2 : Mit einer nach den Angaben des Beispieles 1 erhaltenen Lösung wird Zellwollgewebe imprägniert. Man quetscht das getränkte Gewebe auf eine Restfeuchtigkeit von   901o   ab, trocknet es bei
800C und erhitzt es anschliessend 5 min auf 1400C.

   Das so behandelte Gewebe ist in nassem und in feuch- tem Zustand knitterbeständig. Der erzielte Effekt wird auch durch mehrfach wiederholte Kochwäschen nicht verschlechtert. Reissfestigkeit und Scheuerfestigkeit sind praktisch nicht verändert. 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Nassknitterwinkel <SEP> (Schuss) <SEP> gemessen <SEP> nach
<tb> Methode <SEP> Tootal
<tb> unbehandeltes <SEP> Gewebe <SEP> 950 <SEP> 
<tb> behandelt <SEP> gemäss <SEP> Beispiel <SEP> 2 <SEP> 1400
<tb> behandelt <SEP> gemäss <SEP> Beispiel <SEP> 2 <SEP> nach <SEP> 3 <SEP> Kochwäschen <SEP> 1500
<tb> behandelt <SEP> gemäss <SEP> Beispiel <SEP> 2 <SEP> nach <SEP> 5 <SEP> Kochwäschen <SEP> 1550
<tb> 
 
Beispiel 3 : Zu einer Lösung von 75 Teilen des im Beispiel 1 genannten Polyvinylhydroxyme- thyläthers in 75 Teilen Dimethylformamid gibt man langsam unter Rühren bei etwa   600C   130 Teile Pro- pionsäureanhydrid. Das erhaltene Produkt wird unter Verwendung des Anlagerungsproduktes von 25 Mol Äthylenoxyd an 1 Mol Spermölalkohol als Emulgator in 1500 Teilen Wasser emulgiert und 20 Teile Zink- 
 EMI3.2 
 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Erhöhung der Nassformbeständigkeit von Cellulose enthaltendem oder daraus bestehendem Fasergut durch Imprägnieren mit Vinylpolymerisaten und durch Erhitzen in Gegenwart sauer reagierender Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man als Vinylpolymerisate reaktionsfähige, Acyloxymethyläthergruppen enthaltende Polyvinylverbindungen, vorzugsweise mit einem mittleren Molekulargewicht zwischen 2000 und   100 000   und in Mengen von 2 bis   10go,   bezogen auf das Gewicht des trockenen Behandlungsgutes, verwendet.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man solche Polyvinylverbindungen verwendet, die auf je 5 Vinyleinheiten mindestens 1 Acyloxymethyläthergruppe enthalten.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man solche Polyvinylverbindungen verwendet, deren Acyloxymethyläthergruppen bis zu 5 Kohlenstoffatome in den Acylresten enthalten.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man solche Polyvinylverbindungen verwendet, die neben Acyloxymethyläthergruppen unveresterte Hydroxymethyläthergruppen enthalten.
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Polyvinylverbindungen in wässeriger Lösung anwendet.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man die Polyvinylverbindungen zusammen mit den sauer reagierenden Stoffen auf das Fasergut aufbringt.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man das Fasergut vor oder während des Erhitzens einer mechanischen Behandlung zur Verleihung dauerhafter Formveränderungen unterwirft.
    8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7. dadurch gekennzeichnet, dass manausserdenacyloxy- methyläthergruppen enthaltenden Polyvinylverbindungen untergeordnete Mengen von Methylolverbindungen des Harnstoffes oder cyclischer Harnstoffderivate mitverwendet.
AT951161A 1960-12-23 1961-12-15 Verfahren zur Erhöhung der Naßformbeständigkeit von Cellulose enthaltendem oder daraus bestehendem Fasergut AT230325B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE230325T 1960-12-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT230325B true AT230325B (de) 1963-12-10

Family

ID=29721557

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT951161A AT230325B (de) 1960-12-23 1961-12-15 Verfahren zur Erhöhung der Naßformbeständigkeit von Cellulose enthaltendem oder daraus bestehendem Fasergut

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT230325B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE762964C (de) Verfahren zum Wasserabweisendmachen von Cellulosefasern
DE1084232B (de) Verfahren zum Schrumpffestmachen von Cellulose enthaltenden Textilien
DE1282598B (de) Verfahren zum Flammfestmachen von cellulosehaltigem Material
DE1419498A1 (de) Verwendung der Homo- und Mischpolymerisate von Perfluoralkylfettsaeurevinyl- und allylestern als Impraegnier- bzw. UEberzugsmittel
AT230325B (de) Verfahren zur Erhöhung der Naßformbeständigkeit von Cellulose enthaltendem oder daraus bestehendem Fasergut
DE1147190B (de) Verfahren zum Nassfixieren von harzartigen Aminoplasten auf Faserstoffen
DE1419505A1 (de) Verfahren zum OEl- und Wasserabweisendmachen von Textilien und Mittel zur Durchfuehrung dieses Verfahrens
DE1141252B (de) Verfahren zur Erhoehung der Nassform-bestaendigkeit von Cellulose enthaltendem oder daraus bestehendem Fasergut
CH388900A (de) Verfahren zur Verminderung der Nassanschmutzbarkeit von Textilien
DE1619185A1 (de) Verfahren zur Behandlung eines cellulosischen Textilgewebes
DE2752444A1 (de) Masse zur behandlung cellulosischer traeger
DE915686C (de) Verfahren zum Impraegnieren und zum UEberziehen von Gegenstaenden, vorzugsweise Fasermaterialien
DE1469276C3 (de) Verfahren zum Trocknen- und NaBknilterfestmachen von Textilien, die ganz oder überwiegend Regeneratcellulosefasern enthalten
DE702449C (de) Verfahren zur Herstellung von knitterfesten Geweben
DE980038C (de) Verfahren zum Wasserabstossendmachen von Fasergut
DE2333600A1 (de) Nicht katalytisches verfahren des dauerhaften pressens zum behandeln von cellulosematerial unter verwendung von formaldehyddampf und nacherhitzung
DE2210283C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensatlösungen als lagerbeständige Ausrüstungsmittel für cellulosehaltige Textilien
AT154479B (de) Verfahren zum Wasserfestmachen von Textilstoffen.
DE1194363B (de) Verfahren zum Appretieren und antistatischen Ausruesten von Fasern oder Textilien
DE977450C (de) Verfahren zum Wasserabstossendmachen von Fasergut
AT211268B (de) Verfahren zur Herstellung von reinigungsbeständiger Hydrophobierung auf Textilien aller Art
DE1146029B (de) Verfahren zur krumpf- und knitterechten Ausruestung von Textilmaterial aus Celluloseenthaltenden Stoffen
AT223167B (de) Verfahren zum Veredeln von Textilmaterial
DE965314C (de) Verfahren zur Herstellung von Gebilden mit wasserabstossender, plueschartiger Oberflaeche
DE970110C (de) Verfahren zur Herstellung lagerfaehiger, unter Einwirkung von Druck und Hitze aushaertbarer, polyestergebundener, faserhaltiger Gebilde