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Gerät zur Regelung der Belichtungszeit
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät für photographische Kameras, das zur Regelung der Belieh- tungszeiten im Arbeitsbereich B vorgesehen und als Zusatzgerät am Drahtauslöseranschlussstück der Ka- mera ansetzbar ist, ferner mit einem der Auslösung des Verschlusses dienenden Auslösewerk sowie einem einstellbaren Zeitlaufwerk versehen ist.
Geräte dieser Art sind zur Erweiterung des Belichtungszeiteinstellbereiches photographischer Kameras gedacht, da sich mit ihnen zusätzlich zu den bei einer Kamera bereits zur Verfügung stehenden Moment- belichtungszeiten noch weitere, im voraus einstellbare Belichtungszeiten von relativ langer Dauer in der
Grössenordnung von mehreren Sekunden erzielen lassen. Die Arbeitsweise der an sich bekannten Geräte be- ruht hiebei im wesentlichen darauf, dass das Zeitlaufwerk zu Beginn seiner Ablaufbewegung den auf B-Be- lichtungen eingestellten Kameraverschluss auslöst bzw. ein die Auslösung des Verschlusses bewerkstelli- gendes Auslösewerk zum Ablauf freigibt und am Ende seines voreingestellten Ablaufweges die die Ver- schlussblätter in Offenstellung haltende B-Einrichtung ausser Wirkung setzt.
Diese bekannten Anordnungen sind insofern noch unvollkommen, als der Ablauf des Zeitlaufwerkes abhängig ist von einigen unbestimm- baren Faktoren, wie Länge des Auslöseweges sowie Grösse des Auslösemoments, was sich insgesamt nach- teilig auf die Genauigkeit bzw. Konstanz der mit Hilfe solcher Geräte erzielbaren Belichtungszeiten aus- wirkt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Zeitregelungsgerät der eingangs bezeichneten Art zu schaffen, bei dem die den bekannten Geräten anhaftenden Nachteile auf einfache und zuverlässige Wei- se vermieden sind.
Eine Lösung dieser Aufgabe ist gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass das Auslösewerk mit einer
Betätigungseinrichtung, beispielsweise einer Kurvenscheibe, in Treibverbindung steht, die bei ihrer Ab- laufbewegung einen im Drahtauslöseranschlussstück geführten Stössel betätigt, der die Auslösung des Ver- schlusses herbeiführt und die eingeschaltete B-Einrichtung zur Wirkung freigibt, während eine Sperrvor- richtung den Stössel in seiner Auslösestellung festhält, und dass zur Betätigung einer das Zeitlaufwerk in gespannter Stellung haltenden Sperre in an sich bekannter Weise ein Elektromagnet dient, der im Strom- kreis eines auf den Verschlussablauf synchronisierten Blitzlichtkontaktschalters angeordnet und durch Be- tätigen des Kontaktschalters erregbar ist, und dass eine weitere,
vom Zeitlaufwerk gesteuerte Betätigungs- einrichtung vorgesehen ist, mittels welcher nach einem voreinstellbaren Ablaufweg des Zeitlaufwerkes die den Stössel festhaltende Sperrvorrichtung lösbar ist, so dass der Stössel unter der Einwirkung einer an ihm angreifenden Feder in seine Ausgangslage zurückkehrt.
Durch die Erfindung ist ein Gerät für photographische Kameras geschaffen worden, mit dessen Hilfe im Arbeitsbereich B der Kamera Belichtungszeiten von grösstmöglichster Genauigkeit und Konstanz erziel- bar sind, insofern, als der Ablauf des Zeitlaufwerkes erst nach erfolgter Auslösung des Kameraverschlusses einsetzt. Dies wieder ist dadurch erreicht, dass die für die Präzision des Auslösevorganges entscheidenden
Faktoren keinen massgeblichen Einfluss auf die Dauer der Belichtungszeit mehr haben. Was die Genauigkeit der mit Hilfe des erfindungsgemässen Gerätes erzielten Belichtungszeiten anbetrifft, so liegen auch in die- ser Beziehung optimale Verhältnisse vor, da zur Steuerung des Auslösezeitpunktes des Zeitlaufwerkes der bei Kameras im allgemeinen ohnehin vorhandene Blitzlichtkontaktschalter Anwendung finden kann.
Ein
Vorteil, der vor allem darin begründet liegt, dass der Kontaktschluss mit dem Verschlussablauf synchroni-
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siert ist, d. h., die Freigabe des Zeitlaufwerkes zu einem Zeitpunkt des Verschlussablaufes erfolgt, an dem die Verschlussblätter beispielsweise die Offenstellung erreicht haben. Am Gerät sind vor dessen Benutzung lediglich die gewünschte Belichtungszeit unter Berücksichtigung des Zeitpunktes des Kontaktschlusses der Blitzlichtsynchronisationseinrichtung einzustellen. Dieser Kontaktschluss erfolgt je nach Art i der verwendeten Synchronisation entweder vor bzw. innerhalb der Öffnungszeit des Verschlusses (M- und F-Synchronisation) oder innerhalb der Offenzeit desselben (X-Synchronisation).
Um zu gewährleisten, dass der an den Elektromagnet abgegebene Strom stets eine konstante Spannung aufweist, sowie zwecks Vermeidung unnötiger Kapazitätsverluste kann in an sich bekannter Weise mit einer der Speisung des Elektromagnets dienenden Batterie ein Kondensator parallelgeschaltet, ferner im Ladekreis des Kondensators ein Trennschalter angeordnet sein, der in Abhängigkeit vom Herstellen der Funktionsbereitschaft des Gerätes geschlossen wird.
Ein unverwickelter und übersichtlicher Aufbau des Zeitlaufwerkes ergibt sich durch Verwendung eines mit dem Zeitlaufwerk in Antriebsverbindung stehenden Sperrsegments, an dem sich die die Betätigungeinrichtung fürdiedenAuslösestössel festhaltende Sperrvorrichtungwährend derAblaufbewegung des Zeitlaufwerkes mittels eines Armes abstützt, derart, dass der Arm am Ende der Ablaufbewegung vom Sperrseg- ment abgleitet und dabei die Sperrvorrichtung betätigt.
Zur Erzielung verschiedener Belichtungszeiten kann das Sperrsegment ferner gegenüber dem ihm zugeordneten Antriebsrad des Zeitlaufwerkes relativ einstellbar sein. Unabhängig von der jeweiligen Einstellung des Sperrsegments bleibt hiebei dem Zeitlaufwerk stets der gleiche Ablaufweg zugeordnet.
Die Berücksichtigung der verwendeten Blitzlichtsynchronisation bei der Einstellung der Belichtungszeit lässt sich aufunverwickelte, keinen wesentlichen zusätzlichen Aufwand beanspruchende Art dadurch erreichen, dass zur Einstellung des Sperrsegments eine Belichtungszeitskala sowie eine Korrekturskala gegeneinander verstellbar angeordnet sind, und dass wahlweise mindestens eine dieser Skalen oder eine mit der einen dieser Skalen zusammenarbeitende Einstellmarke am Sperrsegment bzw. an einem mit dieser fest verbundenen Träger angeordnet ist.
. Weiterhin lässt sich eine schnelle und bequeme Bedienungsweise des Gerätes dadurch erreichen, dass das Auslösewerk, das Zeitlaufwerk sowie gegebenenfalls die Betätigungseinrichtung für die den Auslöse - stössel festhaltende Sperre mittels einer von Hand betätigbaren Vorrichtung gemeinsam in Spannstellung bewegbar sind.
Ein sich durch Unverwickeltheit und Übersichtlichkeit auszeichnender Aufbau des Auslösewerkes und der mit diesem zusammenarbeitenden Teile ist dadurch erreichbar, dass das Auslösewerk und der durch die Kurvenscheibe des Werkes betätigbare Auslösestössel an einer entgegen der Wirkung von Federn in Spannlage überführbaren Trägerplatte angeordnet sind, welche durch die mit dem Zeitlaufwerk in Wirkungsverbindung stehende Sperrvorrichtung in Spannlage gehalten wird, derart, dass nach dem Lösen der Sperrvorrichtung die Trägerplatte in die Ausgangslage zurückkehrt und dabei dem Stössel die Rückkehr in die Ausgangslage unter Wirkung seiner Feder ermöglicht.
In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel gezeigt.
Fig. 1 zeigt in schematischer, auseinandergezogener Darstellung ein gemäss der Erfindung ausgebildetes Gerät zur Regelung der Belichtungszeit und dessen Verbindung mit der Blitzlichtkontakteinrichtung einer Kamera. Das Gerät befindet sich in gespannter Stellung. Fig. 2 zeigt schematisch, in einer Draufsicht von vorn, eine photographische Kamera mit Objektivverschluss, einer vom Verschluss gesteuerten Blitzlichtkontakteinrichtung, einer Einrichtung zur Durchführung von B-Aufnahmen sowie einer Drahtauslöser-Anschlussvorrichtung, mit welcher das Belichtungszeit-Regelungsgerät verbunden ist. Die Frontplatte des Verschlusses ist zwecks Sicht in den Verschlussinnenraum entfernt. Der in gestrichelten Linien dargestellte Belichtungszeit-Einsteller des Verschlusses befindet sich in Stellung"B". Fig. 3 zeigt in einer Draufsicht von oben. eine Einstellvorrichtung des Gerätes.
Fig. 4 ist ein Schnitt A-B durch die Einstellvorrichtung gemäss Fig. 3.
In Fig. 2 ist mit 1 das Gehäuse einer photographischen Kamera bezeichnet. An der Oberseite desselben sind in an sich bekannter Weise Betätigungsknöpfe 2 und 3 für den Transport bzw. die Rückspulung des Films angeordnet. Weiterhin befindet sich an der Oberseite des Gehäuses'l ein Aufsteckschuh 4, welcher zur Befestigung von Zusatzgeräten, beispielsweise Blitzlichtgeräten oder Entfernungsmessern, dient.
Der an der Vorderseite des Kameragehäuses 1 angeordnete Objektivverschluss besitzt ein Verschlussgehäuse 450, in welchem in an sich bekannter Weise eine Verschlussgrundplte 5 angeordnet ist. Ander Rückseite der Platte 5 befindet sich ein Verschlussblätterring 6, der zum Antrieb von Verschlussblättern 7 dient. Letztere sind am Ring 6 um Stifte 8 gelagert und ausserdem in Schlitzen 7a an ortsfesten Stiften 9
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geführt. Der Antrieb des Verschlussblätterringes 6 erfolgt über eine Klinke 10, die an der unter der Wirkung einer Antriebsfeder 11 stehenden Antriebsscheibe 12 angelenkt ist. Mit ihrem Maul umfasst die Klinke 10 einen am Verschlussblätterring befestigten Stift 13. In ihrer gespannten Stellung wird die Antriebsscheibe 12 durch einen Hebel 14 gehalten, der durch einen Auslösehebel 15 betätigbar ist.
Die Teile 12, 14 und 15 sind an der Grundplatte 5 um Achsen 16 bzw. 17 bzw. 18 gelagert. Der Auslösehebel 15 steht über einen in senkrechter Richtung gegen die Wirkung einer Feder 20 bewegbaren Auslösestössel 21 mit einer an der Kameraoberseite angeordneten Auslösetaste 19 in Verbindung, welche in an sich bekannter Weise mit einem Drahtauslöseranschlussgewinde 19a versehen ist.
Für den Anschluss von Blitzlichtgeräten besitzt der Verschluss einen Kontaktnippel 22, mit dessen isoliertem Stift 23 eine Kontaktfeder 24 in an sich bekannter Weise zusammenarbeitet. Zum Betätigen der Kontaktfeder, die einen an 22 anzuschliessenden Zündstromkreis im Augenblick des völligen Freigebens der Verschlussöffnung schliesst, dient ein mit dem Stift 13 in Verbindung stehender Hebel 25, der an der Verschlussgrundplatte um eine Achse 26 gelagert ist.
Weiterhin besitzt der Verschluss eine Einrichtung zur Durchführung von B-Aufnahmen. Diese umfasst einen Sperrhebel 27, welcher an der Verschlussgrundplatte 5 um eine Achse 28 gelagert und durch eine Feder an einem Stift 29 des Auslösehebels15 angelegt ist. Unter Wirkung dieser Feder kann der Hebel 27 der Auslösebewegung des Hebels 15 nachfolgen, wobei ein Lappen 27a des Hebels 27 in den Bewegungsweg eines Vorsprungs 12a der Antriebsscheibe 12 gelangt, so dass letztere in einer der Offenstellung der Verschlussblätter 7 entsprechenden Lage festgehalten wird. Das Lösen dieser Festhaltung zwecks Schliessens der Verschlussblätter erfolgt in Abhängigkeit vom Loslassen des Auslösehebels 15 bzw. der Auslösetaste 19, bei welchem der Sperrhebel 27 wieder in die dargestellte Ausgangslage zurückgestellt wird.
Das Einschalten der B-Einrichtung geschieht in an sich bekannter Weise mittels eines in Fig. 2 in ge-
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lichtungszeitskala 30 eingestellt, so befindet sich der Lappen 27b im erweiterten Teil der Steuernut 29a, welche bei einer Betätigung des Verschlussauslösehebels 15 ein Ausschwingen des Sperrhebels 27 in Sperrstellung gestattet. Bei Einstellung des Belichtungszeiteinstellringes 29 auf eine Momentbelichtungszeit befindet sich der Lappen 27b dagegen im engen Teil der Steuernut 29a, welche ein Verschwenken des Hebels 27 in Sperrstellung verhindert.
Das Gerät zur Erzielung zusätzlicher, selbsttätig gesteuerter Belichtungszeiten besitzt ein Gehäuse 31, das in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist. Am Boden des Gehäuses ist ein drehbares, mit einem Gewinde 32a und einer Griffrändelung 32versehenes Drahtauslöseranschlussstück 32 an sich bekannter Art angeordnet, mittels welchem das Gerät in der in Fig. 2 gezeigten Weise im Drahtauslöseranschlussgewinde 19a der Auslösetaste 19 befestigbar ist. Ebenso könnte das Gerät auch im Aufsteckschuh 4 der Kamera angebracht sein, wobei die Verbindung über ein auf die Gewinde 19a und 32a aufschraubbares Drahtauslöserzwischenstück hergestellt würde.
Im Gehäuse 31 ist eine Trägerplatte 33 angeordnet. Diese ist in senkrechter Richtung gegen die Wirkung zweier sich am Gehäuseboden abstützender Federn 34 und 35 verschiebbar, wobei sie in Schlitzen 33a an ortsfesten Schrauben 36 und 37 geführt ist. Im Bewegungsweg der Platte 33 sind zwei ortsfeste Anschläge 38 und 39 angeordnet, welche die Bewegung der Platte in Spannrichtung der Federn 34und 35 begrenzen. In Spannstellung wird die Platte durch einen Sperrhebel 40 gehalten, welcher im Gehäuse 31 um eine Achse 41 gelagert ist und dessen Arm 40a unter der Wirkung einer Feder 42 mit einer Ausnehmung 33b der Platte in Eingriff steht.
Die Platte 33 dient als Träger eines Verschlussauslösewerks. Dieses ist in an sich bekannter Weise aufgebaut und umfasst Zähnräder 43,44, 45 und 46, welche an der Platte um Achsen 47,48, 49 und 50 gelagert sind. Zum Antrieb des Werks dient eine Spiralfeder 51, die am Zahnrad44angreift. Das Spannen der Feder erfolgt mit Hilfe eines im Gehäuse 31 und an der Platte 33 geführten, ein Betätigungsgriffstück 52a besitzenden Schiebers 52, dessen Verzahnung 520 mit einem mit dem Zahnrad 43 fest verbundenen Zahnritzel 53 kämmt. Die Feder 51 ist hiebei schwächer als die die Platte 33 beeinflussenden Federn 34 und 35, so dass bei der Spannbewegung des Schiebers 52 zuerst das Auslösewerk und sodann die Platte 33 in die dargestellte Spannstellung gebracht werden.
Zur Übertragung der Verschiebebewegung des Schiebers 52 auf die Platte 33 besitzt der Schieber einen Bund 52b, mittels welchem er nach erfolgtem Spannen des Auslösewerks zur Anlage an einer an der Platte befestigten, zur Führung des Schiebers dienenden Buchse 33c gelangt.
Zum Festhalten des gespannten Auslösewerks dient ein an der Platte 33 um eine Achse 54 gelagerter Sperrhebel 55, der durch eine Feder 56 im Uhrzeigersinn beeinflusst wird. Der eine Arm 55a dieses He-
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bels besitzt einen Vorsprung 55b, an welchem in gespanntem Zustand des Werks ein am Zahnrad 43 befe- stigter Stift 57 anliegt. Mit seinem andern Arm 55c arbeitet der Hebel 55 dagegen mit einer von Hand betätigbaren Auslösetaste 58 zusammen, welche am Gehäuse 31 in einer Buchse 59 geführt ist und durch eine Feder 60 beeinflusst wird.
Mit dem Zahnrad 46 des Auslösewerks ist weiterhin eine Steuerkurve 61 fest verbunden, anderen Um- fang ein in senkrechter Richtung gegen die Wirkung einer Feder 62 bewegbarer Auslösestössel 63 anliegt.
Letzterer ist an der Platte 33 und im Drahtauslöseranschlussteil 32 geführt und arbeitet mit seinem freien
Ende mit dem in Fig. 2 dargestellten Auslösestössel 21 der Kamera zusammen.
Im gespannten Zustand des Werks, nimmt der Auslösestössel 63 die in Fig. l dargestellte, unwirksame
Lage ein, in welcher er unter Wirkung seiner Feder 62 am tiefsten Punkt der Kurvenscheibe 61 anliegt.
Wird das Werk nunmehr durch Betätigen der Auslösetaste 58 zum Ablauf freigegeben, so bewirkt die mit ablaufende Kurvenscheibe 61 ein Verschieben des Auslösestössels 63 gegen die Wirkung der Feder 62. Im
Zuge dieser Bewegung wird über den Stössel 21 und den Auslösehebel 15 die Auslösung des Verschlusses herbeigeführt, welcher bei Erreichen seiner Offenstellung mittels des B-Sperrhebels 27 in der bereits be- schriebenen Weise festgehalten wird. Der Auslösestössel 63 liegt im abgelaufenen Zustand des Werks am höchsten Punkt der Kurvenscheibe 61 an und hält dadurch die Auslöseeinrichtung des Kameraverschlusses in niedergedrückter Stellung, welcher der Wirkstellung des B-Sperrhebels entspricht.
Zwecks Erzielung zusätzlicher, selbsttätig gesteuerter Belichtungszeiten wird die Zeitdauer der durch die B-Einrichtung bewirkten Festhaltung des Kameraverschlusses in Offenstellung durch ein mit einer An- triebsvorrichtung versehenes Zeitlaufwerk bestimmt, das nach einem voreinstellbarenAblaufwegdieRück- kehr des Auslösestössels 63 in seine Ausgangslage veranlasst und damit die B-Einrichtung ausser Wir- kung setzt.
Das im Gehäuse 31 untergebrachte Zeitlaufwerk umfasst im Ausführungsbeispiel Zahnräder 64 und 65, welche ortsfeste Lagerachsen 66 bzw. 67 besitzen, und von denen das Zahnrad 64 mit einem mit dem
Zahnrad 65 fest verbundenen Ritzel 68 kämmt. Darüber hinaus besitzt das Werk weitere Zahnräder und
Zahnritzel sowie ein mit einem Hemmanker 69 zusammenarbeitendes Ankerrad, welche der Einfachheit halber durch eine strichpunktierte Linie angedeutet sind. Zum Antrieb des Werks dient eine am Zahnrad
64 angreifende Feder 70. Das Spannen dieser Feder geschieht gemeinsam mit dem Spannen der Träger- platte 33 mittels eines an ihr ausgebildeten Fortsatzes 33d, 33e, der im Gehäuse 31 eine Stift-Schlitzfüh- rung 33f, 71,72 besitzt.
Das abgebogene Ende 33g des Fortsatzes arbeitet mit einer in Spannrichtung wirksamen Mitnehmerklinke 73 zusammen, welche auf der Achse 66 des Zahnrades 64 drehbar gelagert ist und durch eine Feder 74 in Anlage an einem am Zahnrad 64 befestigten Stift 75 zu halten gesucht wird.
Die beschriebene Vorrichtung wirkt derart, dass bei der Spannbewegung der Trägerplatte 33 über die
Teile 33d, 33e, 73. und 75 das Zeitlaufwerk gleichfalls in Spannstellung gebracht wird, während die Plat- te 33 bei ihrer Rückkehr in die Ausgangslage keinen Einfluss auf das Werk hat.
Zum Festhalten des Zeitlaufwerks in der in Fig. 1 dargestellten Spannlage dient ein im Gehäuse 31 um eine Achse 76 gelagerter Hebel 77. Der eine Arm 77a dieses Hebels besitzt einen Vorsprung 77b, an welchem in gespanntem Zustand des Werks ein an dessen Zahnrad 65 befestigter Stift 78 anliegt. Eine Fe- der 79 sucht den Hebel 77 in der dargestellten Sperrlage zu halten.
Zur Betätigung des Hebels 77 dient ein Elektromagnet 80, in dessen Stromkreis die bereits beschriebene Blitzlichtkontakteinrichtung 22,23, 24 des Verschlusses angeordnet ist, und der durch Schliessen die- ser Kontakteinrichtung erregbar ist. Der Anker dieses Magnets ist als Hebel 81 ausgebildet. derim Gehäu- se 31 um eine Achse 82 gelagert ist und mit dem der Sperrhebel 77 in Eingriff steht. Bei abgeschaltetem Magnet 80 nimmt der Hebel 81 unter Wirkung einer an ihm angreifenden Feder 83 die in Fig. l dargestellte Lage ein, welcher der Sperrstellung des Hebels 77 zugeordnet ist. Wird der Magnet 80 dagegen durch Schliessen der Kontakteinrichtung 22,23, 24 unter Strom gesetzt, so wird der Hebel 81 angezogen und dadurch der Sperrhebel 77 ausser Eingriff mit dem Stift 78 des Zahnrades 65 gebracht.
Das auf diese Weise zum Ablauf freigegebene Zeitlaufwerk steuert eine weiter unten näher beschriebene Betätigungseinrichtung, mittels welcher nach einem voreinstellbaren Ablaufweg des Zeitlaufwerks die die Trägerplatte 33 in gespannter Stellung festhaltende Sperre 40 lösbar ist.
Der Magnet selbst ist im Entladekreis eines von einer Batterie 85 gespeisten Kondensators 84angeordnet. Im Entladekreis des Kondensators befindet sich dagegen ein Trennschalter 86,87, der durch denBund 52b des Spannschiebers in Offenstellung gehalten wird und sich beim Niederdrücken des Schiebers schliesst.
Die erwähnte Betätigungseinrichtung für die die Trägerplatte 33 in Spannstellung festhaltende Sperre
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40 umfasst im Ausführungsbeispiel einen Hebel 88, der im Gehäuse 31 um eine Achse 89 gelagert ist und durch eine Feder 90 im Uhrzeigersinn beeinflusst wird. Der Hebel 88 besitzt eine eigene Spannvorrichtung, mittels welcher er gemeinsam mit der Platte 33 in die in Fig. 1 dargestellte Spannstellung bewegbar ist.
Als Spannvorrichtung dient ein federnder Arm 33h des Fortsatzes 33d, 33e, welcher mit einem am Hebel befestigten, eine Schrägfläche besitzenden Stift 91 zusammenarbeitet. In gespannter Stellung wird der
Hebel 88 durch einen Hebel 93 gehalten, der im Gehäuse 31 um eine Achse 94 gelagert ist und den eine
Feder 95 in Sperrstellung zu halten sucht. Die Betätigung des Sperrhebels 93 erfolgt beim Ablauf des Aus- lösewerks mittels dessen Steuerkurve 61. Zur Verbindung von Steuerkurve und Hebel dient ein in einer ortsfesten Führung 96 verschiebbarer Stift 97. Der Betätigungshebel 88 vollführt nach seinerfreigabedurch den Sperrhebel 93 eine kleine Bewegung im Uhrzeigersinn, wobei ein abgebogener Arm 88a des Hebels auf ein mit dem Zeitlaufwerk in Antriebsverbindung stehendes Sperrsegment 98 auftrifft.
Diese Bewegung hat noch keinen Einfluss auf den in Sperrstellung befindlichen. die Trägerplatte 33 in Spannstellung fest- haltenden Sperrhebel 40.
Beim Ablauf des Zeitlaufwerks bewegt sich das Sperrsegment 98 entgegen dem Uhrzeigersinn, wo- durch schliesslich ein Abfallen des Betätigungshebels 88 vom Sperrsegment eintritt. Bei diesem Abfallen führt der Sperrhebel 88 unter Wirkung seiner Feder 90 eine Schwenkbewegung im Uhrzeigersinn aus, wo- bei sein Stift 99 zur Anlage am Sperrhebel 40 gelangt und letzteren ausser Eingriff mit der Ausnehmung
33b der Trägerplatte 33 bringt. Mit der Freigabe der Platte 33 und damit des Auslösestössels 63 endet die
Festhaltung der Auslöseeinrichtung des Kameraverschlusses, so dass nunmehr der Verschluss zurSchliessbe- wegung freigegeben wird.
Das Sperrsegment 98 ist im Ausführungsbeispiel um die Achse 66 des Zahnrads 64 des Zeitlaufwerks gela-
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und ist zwecks Erzielung von Belichtungszeiten verschiedener Grösse gegenüber dem mit der Achse102, mit der eine an der Scheibe 101 angeordneten Einstellmarke 103 zusammenarbeitet. Weiterhin ist der
Scheibe 101 eine Strichskala 104 zugeordnet, zu deren Einstellung eine an der Achse 66 befindliche Ein- stellmarke 105 dient. Letztere Skala ist eine Korrekturskala, mittels welcher die Kamerakonstanten, bei- spielsweise die Art der bei der Kamera verwendeten Blitzlichtsynchronisation (M-, F-, oderX-Synchroni- sation), berücksichtigbar sind.
Zur Verbindung der Stellscheibe 100 mit dem Sperrsegment 98 besitzt letzteres einen Stift 106, wel- cher in eine an der Scheibe 100 ausgebildete Bohrung 100b eingreift. Ferner ist die Scheibe 101 mit den
Markierungen der Belichtungszeitenskala 102 zugeordneten Bohrungen 101b versehen, mit denen ein Stift
107 der Stellscheibe 100 in Eingriff steht. Dieser Eingriff wird durch eine Feder 108 aufrechterhalten, die sich an der Unterseite der Stellscheibe 100 und an dem Sperrsegment 98 abstützt. Zwecks Einstellung ei- ner andern Belichtungszeit ist die Verbindung 107, 101b durch Niederdrücken der Stellscheibe 100 lösbar und sodann die Scheibe gemeinsam mit dem Sperrsegment relativ zu der Stellscheibe 101 verdrehbar. Letz- tere ist mittels einer Madenschraube 109 mit der Achse 66 und damit mit dem Zahnrad 64 verbunden.
Zwecks Einstellung eines andern Wertes an der Korrekturskala 104 ist die Madenschraube 109 zu lösen und sodann die Scheibe 101 gemeinsam mit der Stellscheibe 100 und dem Sperrsegment 98 relativ zum Zahnrad 64 zu verstellen.
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