AT228225B - Verfahren zur Herstellung von neuen Poly-Chlorbenzylisothiuroniumchloriden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Poly-Chlorbenzylisothiuroniumchloriden

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AT228225B
AT228225B AT477761A AT477761A AT228225B AT 228225 B AT228225 B AT 228225B AT 477761 A AT477761 A AT 477761A AT 477761 A AT477761 A AT 477761A AT 228225 B AT228225 B AT 228225B
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AT
Austria
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sep
chlorides
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xylylene
chlorobenzylisothiuronium
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AT477761A
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Hermann Dr Schnell
Gustav Dr Buchwald
Werner Dr Daum
Guenther Dr Hermann
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Bayer Ag
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Verfahren zur Herstellung von neuen   Poly-Chlorbenzylisothiuroniumchloriden   
Es wurde gefunden, dass man durch Anwendung der an sich bekannten Umsetzung von Chlorbenzylchloriden mit Thioharnstoff in Gegenwart eines Lösungsmittels zu neuartigen, praktisch wertvollen Polychlorbenzylisothiuroniumchloriden der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 in welcher m für 1 oder 2 und n für 6-m bzw. 6- (m+l) steht, dadurch kommen kann, dass man Polychlor- - chlormethylbenzole der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 umsetzt. 



   Die neuen Produkte sind farb- und geruchlos, teils in Wasser, teils in Mischungen von Wasser und Dimethylformamid oder von Wasser und Dimethylsulfoxyd löslich, hingegen z. B. in Äthanol sehr schwer löslich, so dass sie bei der Herstellung in diesem Lösungsmittel kristallin ausfallen und sich durch einfaches Abtrennen gewinnen lassen. Bemerkenswerterweise sind sie ausgezeichnete Abschreckmittel für Nagetiere. 



   Als Ausgangsstoffe für das erfindungsgemässe Verfahren zu verwendende Polychlor-chlormethylbenzole   sind Tetrachlor-und Pentachlorbenzylchlorid   und   Trichlor-und Tetrachlorxylylendichloride.   Diese Stoffe kann man z. B. analog den in der USA-Patentschrift Nr. 2,412, 389 angegebenen Vorschriften herstellen. 



   Geeignete Lösungsmittel für das erfindungsgemässe Verfahren sind z. B. Äthanol, Propanol, Isopropanol, Butanol, Isobutanol und Glykole. 



     Beispiel l :   60 g Pentachlorbenzylchlorid (0, 2 Mol) werden in 300 ml siedendem Butanol gelöst. 



  Dazu gibt man unter Rühren 15,5 g Thioharnstoff (0,203 Mol) und lässt die Mischung noch 2 h kochen. Danach wird das heisse Reaktionsgemisch abgesaugt und das Kristallisat mit 50 ml heissem Butanol nachge- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 



  Molekulargewicht   : 375.   



   Beispiel 2 : 59 g   Tetrachlor-p-xylylendichlorid   (0, 196 Mol) und 30 g   Thioharnstoff (0, 394Mol)   werden 6 h in 800 g absolutem Äthanol unter Rühren am Rückfluss gekocht. Anschliessend wird das Reaktionsprodukt abgesaugt und mit 200 g heissem Alkohol gewaschen. Die Ausbeute an Tetrachlor-p-xyly-   len-bis-isothiuroniumchlorid   beträgt 87 g, das sind   980/0   der Theorie. Das Produkt enthält 45, 5% Chlor und   13,     50/o   Schwefel, die berechneten Werte betragen 45, 7% Chlor und 13, 8% Schwefel. Bei Erhitzung auf etwa 2700C tritt Zersetzung ein. 
 EMI2.3 
 



  Molekulargewicht : 465. 



   Beispiel3 :84gTrichlor-m-xylylendichlor(0,302Mol)und45,7gThioharnstoff(0,6Mol)werden 2 h in 500 g Äthanol unter Rühren am Rückfluss erhitzt. Das Reaktionsprodukt wird abgesaugt und mit Alkohol gewaschen. Die Ausbeute an Trichlor-m-xylylen-bis-isothiuroniumchlorid beträgt 120 g. das sind   92%   der Theorie. Der Schmelzpunkt der Verbindung beträgt 255 C, der Chlorwert wird zu 40,   8%,   der Schwefelwert zu 14,   9%   bestimmt. Die theoretischen Werte betragen   41, 1%   Chlor und 14,   86%   Schwefel. 
 EMI2.4 
 



  Molekulargewicht : 430, 6. 



   Beispiel 4: Man erhitzt 62, 5 g Tetrachlor-m-xylylendichlorid (0, 2 Mol) und 31 g Thioharnstoff (0,407 Mol) in 800 g wasserfreiem Äthanol unter Rühren zum Sieden, saugt nach 2 h die gebildeten Kristalle in der Wärme ab und wäscht mit 100 g heissem Äthanol nach. Die Ausbeute an Tetrachlor-m- -xylylen-bis-isothiuroniumchlorid beträgt 86 g, das sind   920/0   der Theorie. Das Produkt enthält   11, 480/0   Stickstoff, der berechnete Wert beträgt 12,   04%   Stickstoff. Die Verbindung schmilzt bei 203 C. 
 EMI2.5 
 



  Molekulargewicht : 465. 



   Es ist bekannt, dass Nager mit gewissen N-substituierten Thioharnstoffderivaten, wie N-a-Naphthylthioharnstoff und N-(4-Chlorphenyldiazo)-thioharnstoff, bekämpft werden können. Diese Stoffe stellen aber 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 zum Unterschied von den erfindungsgemäss hergestellten Isothiuroniumchloriden Frassgifte dar, d. h. sie müssen, damit sie wirksam werden, von den Nagetieren aufgenommen werden. Ihnen kommt keine abschreckende Wirkung zu. 



   Die beträchtliche Abschreckwirkung der erfindungsgemäss hergestellten Verbindungen auf Nagetiere ist aus folgenden Werten zu ersehen, die sich in 24stündigen Wahlversuchen mit Mäusen ergaben. 



   Je zwei gemeinsam gehaltenen Mäusen wurden 6 g 0,   50/0   Wirkstoff enthaltendes und 6 g unbehandeltes Futter zur Auswahl vorgesetzt. 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Versuch <SEP> Präparat <SEP> Gefressen <SEP> in <SEP> g
<tb> Nr. <SEP> behandelt <SEP> unbehandelt
<tb> 1 <SEP> (Kontroll-4, <SEP> 7*) <SEP> 3, <SEP> 9 <SEP> 
<tb> versuch)
<tb> 2a <SEP> Pentachlorbenzyliso- <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> 6, <SEP> 0
<tb> 2b <SEP> thiuroniumchlorid <SEP> 0,6 <SEP> 6,0
<tb> 3a <SEP> Tetrachlor-p-xylylen-0, <SEP> 3 <SEP> 5,2
<tb> 3b <SEP> - <SEP> bis-isothiuroniumchlorid <SEP> 0,3 <SEP> 6, <SEP> 0
<tb> Tetrachlor-m-xylylen-
<tb> 4 <SEP> -bis-isothiuroniumchlorid <SEP> 0,7 <SEP> 4,6
<tb> 
 *) bei Versuch 1 ebenfalls unbehandelt 
Zwangsversuche, in denen (mit Ausnahme von Versuch Nr. 5) ausschliesslich behandeltes (0, 5% Wirkstoffgehalt wie in den Versuchen 1-4) Futter zu Verfügung stand, ergaben das gleiche Bild :

   Insgesamt frassen 2 gemeinsam gehaltene hungrige Mäuse in 24 h von den ihnen gebotenen 6 g : 
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> Versuch <SEP> Präparat <SEP> Gefressen <SEP> in <SEP> %des
<tb> Nr. <SEP> in <SEP> g <SEP> Gebotenen
<tb> 5 <SEP> (Kontroll--6, <SEP> 0 <SEP> 100
<tb> versuch)
<tb> 6 <SEP> Pentachlorbenzylisothiuroniumchlorid <SEP> 0,8 <SEP> 13,3
<tb> 7 <SEP> Tetrachlor-p-xylylen-
<tb> - <SEP> bis-isothiuroniumchlorid <SEP> 0,8 <SEP> 13,3
<tb> 8 <SEP> Trichlor-m-xylylen-
<tb> - <SEP> bis-isothiuroniumchlorid <SEP> l, <SEP> 6 <SEP> 26,6
<tb> 
 
 EMI3.3 


Claims (1)

  1. 3. Tetrachlor-m-xylylen-bis-isothiuroniumchlorid PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von neuen Polychlorbenzylisothiuroniumchloriden der allgemeinen Formel EMI3.4 <Desc/Clms Page number 4> in welcher m für 1 oder 2 und n für 6-m bzw. 6- (m+l) steht, dadurch gekennzeichnet, dass man Polychlor-chlormethylbenzole der allgemeinen Formel EMI4.1 in welcher n und m obige Bedeutung haben, mit Thioharnstoff in Gegenwart eines Lösungsmittels in an sich bekannter Weise umsetzt.
AT477761A 1960-07-21 1961-06-20 Verfahren zur Herstellung von neuen Poly-Chlorbenzylisothiuroniumchloriden AT228225B (de)

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