AT227161B - Dichte Verpackung zur Konservierung von Frischhefe und Maschine zu ihrer Herstellung - Google Patents
Dichte Verpackung zur Konservierung von Frischhefe und Maschine zu ihrer HerstellungInfo
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Description
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Dichte Verpackung zur Konservierung von Frischhefe und
Maschine zu ihrer Herstellung
Die Erfindung bezieht sich auf eine dichte Verpackung zur Konservierung von Frischhefe nach Patent
Nr. 219481.
Das Stammpatent bezieht sich auf eine solche Verpackung, die der Hefe den Verbrauch des in der
Verpackung enthaltenen Sauerstoffes durch den natürlichen Stoffwechsel gestattet und ein merkbares Ein- dringen von von aussen kommendem Sauerstoff hintanhält, wobei ein Austritt von überschüssiger Kohlen- saure ermöglicht wird.
Nach der Erfindung gemäss dem Stammpatent ist die Verpackung dadurch gekenn- zeichnet, dass mehrere, gegebenenfalls für sich in Papier gehüllte Formstücke aus Hefe in der gemein- samen Verpackung in Gestalt eines Sackes aus plastischem Material angeordnet sind, und dass der Sack selbst in einer Kartonschachtel verpackt und mit einer Öffnung in Gestalt zweier Lippen versehen ist oder ein Ventil aufweist, wobei die Lippen bzw. das Ventil die Verpackung dicht abschliessen und sich nur un- ter der Wirkung eines inneren überdruckes der Kohlensäure öffnen.
Erfindungsgemäss sind die Seitenwandungen der Öffnung der Hülle, in welche die Hefepakete eingebracht sind, um sich selbst rückgefaltet und bilden dabei eingerollt oder aufeinander rückgebogene Fal- ten.
Diese Faltung der Hüllenöffnung, die sehr leicht durchgeführt werden kann, ermöglicht ein Entweichen des Überschusses an Kohlensäure, die durch die Atmung der Hefe frei geworden ist, verhindert aber den Zutritt der Aussenluft.
Man kann Hüllen aus Polyäthylen od. ähnl., für Wasser gänzlich und für Gase (Sauerstoff, Stickstoff, Kohlensäure) praktisch undurchlässigem Material verwenden und sie aus einem Schlauch herstellen, dessen Querabmessung annähernd gleich jener der Kartonschachtel ist und dessen Boden durch eine vollkommen dichte Schweissung abgeschlossen wird. Die Höhe dieser Hülle ist derart, dass sie nach Einführung in die offene Schachtel, deren Deckelwandungen ausreichend, z. B. um etwa 10 cm. überragt.
Die Kartonschachtel kann üblicher Art, z. B. parallelepipedisch sein. Die seitlichen Wandungen werden durch Klebung oder Heftung mit Hilfe von bei der Schachtelherstellung üblichen Maschinen vereinigt und werden dem Arbeiter bei-der Maschine in Gestalt eines flachen Stapels zur Verfügung gestellt.
Die Erfindung betrifft ferner eine Maschine, die weitgehend die zur Ausführung der Verpackung notwendigen Arbeitsgänge erleichtert und die Zahl des Bedienungspersonals herabsetzt, dabei trotzdem ein unbeanstandbares Aussehen der Verpackungen erreicht.
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform einer Maschine nach der Erfindung veranschaulicht, u. zw. ist Fig. 1 eine Ansicht, teilweise ein Schnitt ; Fig. 2 eine Draufsicht auf die Maschine ; Fig. 3 eine schematische Darstellung, welche die Bewegung der Träger und die Wirkungsweise der Pressorgane zeigt ; Fig. 4 eine schematische Teilansicht des Antriebes der Träger ; Fig. 5 eine Detailansicht einer Sicherheiteinrichtung ; Fig. 6 eine Einzelheit des Antriebes der Pressorgane. Die Fig. 7 und 8 zeigen im vertikalen Schnitt bzw. in der Draufsicht den die Arbeitszylinder für die Pressorgane steuernden Verteiler ; die Fig. 9 bis 9b zeigen Ansichten, wie die Hülle aus Polyäthylen und die Kartonschachtel auf die Träger aufgebracht werden ; die Fig. 10-lOb veranschaulichen die Faltung der sackartigen Hülle aus plastischem Material.
Die Maschine enthält eine gewisse Anzahl identischer Träger l, beim dargestellten Beispiel sechs an
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Steuerung des Zylinders 22 verhindert ist.
Eine Feder 53 ist bestrebt, den Fusstritt 32 in die Hochstellung zurückzubringen. Eine Feder 54 wirkt auf den Hebel 44 ein, um ihn in die Ruhestellung zurückzuholen.
Die beschriebene Maschine arbeitet wie folgt :
Während der Arbeit befindet sich einer der Träger vor dem Arbeiter und nimmt eine Schrägstellung an (die Platte 18 wurde vorher durch Herstellung der Verbindung des dem Träger zugehörigen Zylinders mit der freien Luft abgehoben). Die Schräge des Hebels dieses Trägers beträgt ungefähr 300 zur Vertikalen.
Der Arbeiter stülpt nun eine Hülle 55 aus Polyäthylen über den Träger (Fig. 9) und biegt die beiden Ecken des Hüllenbodens gegen die Wände des Trägers. Hierauf bringt er nun über die Hülle eine Kartonschachtel
56 auf den Träger auf, nachdem er sie von Hand aus ausgebreitet hat. Er biegt sodann zwei der Boden- wände um, bringt Klebemittel auf und biegt dann die beiden andern Bodenwände darüber (Fig. 9a).
Hierauf schwenkt der Arbeiter den Hebel händisch in die Vertikalstellung. Diese Bewegung des Hebels hat zur Folge, dass Druckluft in den Betätigungszylinder 11 des Hebels 15 der Platte 18 hineingeschickt wird. Die Pressorgane 19 senken sich auf den Boden der Schachtel herab, und halten die Bodenwände der- selben so lange fest, bis die Klebung oder Haftung der Wände ausreicht und bis die Schachtel, welche eine vollständige Umdrehung des Göpels mitgemacht hat, der Maschine entnommen werden kann.
Wenn der Arbeiter die lotrechte Stellung des Hebels wieder hergestellt hat, befinden sich die Hülle und die Schachtel am Träger mit nach abwärts gerichteter Öffnung ; die Teile der Schachtel, die für die Deckelbildungbestimmtsind, befinden sich dabei in der Verlängerung der Seitenwände dieser Schachteln.
Der Arbeiter biegt nun von Hand aus auf die Deckelwände den der Öffnung entsprechenden Teil der Hülle
55a nach aufwärts, wodurch die Öffnung der Schachtel freigelegt wird. Aus diesem Grunde muss die Hülle eine um etwa 10 cm grössere Höhe aufweisen, als der Summe der Höhe der geschlossenen Schachtel und der Höhe der Deckelwände entspricht. Weiters ist diese grössere Höhe notwendig, um ein entsprechendes
Falten der Hülle gemäss den Fig. 10-lOb zu ermöglichen, das später noch erklärt werden wird.
Der Arbeiter betätigt hierauf den Fusstritt 42, wodurch der Zylinder 22 mit Druckluft gefüllt wird und daher das Zahnrad 21 weiterschaltet, wodurch im vorliegenden Falle eine Drehung des Göpels um 60 er- folgt, um vor dem Arbeiter wieder den Träger zuzubringen, der soeben eine vollständige Umdrehung aus- geführt hat.
Man ersieht, dass, wie dies früher angegeben wurde, die in Fig. 5 veranschaulichte Sicherheitsein- richtung eine Betätigung des Fusstrittes solange verhindert, als der Traghebel nicht wieder in lotrechter
Lage ist.
Der eingesenkte Teil 6a der Führung 6 ist bestrebt, den Hebel des Trägers, der sich vor dem Arbeiter befindet, in Schräglage zu bringen. Die Schräglage des Hebels aber steuert den zugehörigen Zylinder 11 unter Vermittlung der Verteiler 40b und 45.
Der Arbeiter zieht sodann die mit ihrer Hülle vereinigte Schachtel ab, und beginnt wieder mit dem
Aufsetzen einer andern Schachtel.
Die so fertiggestellte Schachtel wird an eine Transportkette abgegeben, welche die zu verpackenden Hefepakete heranbringt. Diese werden von Hand aus oder mittels entsprechender Maschinen in die Schachtel eingebracht. Die gefüllte Schachtel gelangt zur nächsten Stellung, wo ein anderer Arbeiter den korrespondierenden Teil der Hüllenöffnung nach Art der Fig. 10-lOb faltet.
Nachdem der freistehende Teil der sackartigen Hülle mit beiden Händen ausgezogen ist, faltet ihn der Arbeiter unter Andrücken an die Hefepakete, wobei die Luft abzieht ; er bildet hierauf eine grosse Falte (Fig. 10), hierauf kleinere übereinandergerollte Falten (Fig. 10a), dann biegt er die Seiten der Hülle um, indem er sie dabei an die Wände 56a der Schachtel anhält und auch letztere umbiegt. Er stellt die Verpackung fertig, indem er die andern Seiten 56b umbiegt und sie hierauf verklebt.
Die beschriebene besondere Art der Faltung der Hülle lässt den Überschuss an von der Hefe erzeugter Kohlensäure entweichen, lässt aber praktisch Aussenluft nicht wieder zutreten.
Geschlossene Schachteln werden alsdann in Vorrat gelegt oder dem Versand zugeführt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Dichte Verpackung zur Konservierung von Frischhefe, nach Patent Nr. 219481, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwandungen der Öffnung der Hülle um sich selbst gefaltet sind und dabei eingerollte oder aufeinander rückgebogen Falten bilden.
Claims (1)
- 2. Maschine zur Herstellung der Verpackung nach Anspruch l, gekennzeichnet durch eine Anzahl von aus im allgemeinen parallelepipedischen Körpern gebildeten Trägern (l), auf welche eine Hülle aus pla- <Desc/Clms Page number 4> stischem Material aufgebracht und von einer Kartonschachtel überdeckt wird, deren Querschnitt annähernd gleich jenem der Hülle ist und auf deren Aussenwand ein Teil des Sackes umgebogen wird, der diese Schachtel überragt, und dass die verschiedenen Träger (1) in gleichen Abständen um einen vertikalen, zentralen Ständer (2) unter Bildung einer Art Göpel angeordnet sind, und jeder Träger auf einem Hebel (3) sitzt, der an den beweglichen Teil (5) des Göpels so angelenkt ist, dass er geneigt wird, um Hülle und Schachtel aufbringen zu können.3. Maschine nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen von einem Verteiler (45) gespeisten Zylinder (11), der eine mit einem Pressorgan (19) versehene Platte (18) zu einer auf den Träger aufgebrachten Hülle samt Schachtel schafft, die die vorher mit Klebemittel versehenen Schachtelbodenteile auf den Träger (1) bis zu dem Zeitpunkt angepresst hält, wo die Klebung der Bodenteile fertig ist. worauf diese Platte (18) abgehoben wird, sobald der Träger eine komplette Drehung vollführt hat.4. Maschine nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen pneumatisch betätigten Zylinder (22), der, durch einen Fusstritt (42) zur Funktion gebracht, ein Schaltrad (21) betätigt, welches an dem sich drehenden Teil des Göpels befestigt ist und soviel Zähne besitzt als Träger vorhanden sind, so dass der Göpel um einen Winkel von 360 /n gedreht wird, wobei n die Zahl der Träger darstellt.5. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Sicherheitseinrichtung (51, 52) aufweist, welche eine Betätigung des die Drehung des Göpels steuernden Zylinders (22) so lange verhindert, als der Hebel (3) des Trägers (1) schräg steht.6. Maschine nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Führung (6) in Gestalt eines Nockens, welcher die Neigung jener Hebel (3) zustande bringt bzw. - zulässt, auf welchen die Träger (1) angeordnet sind, sobald letztere vor den Arbeiter gelangen.
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