AT226856B - Verfahren zur Herstellung von neuen reaktiven Phthalocyaninfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen reaktiven Phthalocyaninfarbstoffen

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AT226856B
AT226856B AT290761A AT290761A AT226856B AT 226856 B AT226856 B AT 226856B AT 290761 A AT290761 A AT 290761A AT 290761 A AT290761 A AT 290761A AT 226856 B AT226856 B AT 226856B
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AT
Austria
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sulfonic acid
phthalocyanine
general formula
acid chloride
preparation
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AT290761A
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Arnold Dr Tartter
Hans Dr Baumann
Hans Ruprecht Dr Hensel
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Basf Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen reaktiven Phthalocyaninfarbstoffen 
Gegenstand des Stammpatentes Nr. 223303 ist ein Verfahren zur Herstellung von neuen reaktiven Phthalocyaninfarbstoffen der allgemeinen Formel : 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 eine Methylgruppe, eine MethoxygrUppe oder ein Chloratom und   Z2   fur ein Wasserstoffatom, ein Chloratom oder eine Sulfonsäuregruppe stehen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man auf je ein Mol eines Phthalocyaninsulfonsäurechlorids der allgemeinen Formel : 
 EMI1.3 
 worin ein Teil der Sulfonsäurechloridgruppen hydrolysiert sein kann, n Mole eines l- (Aminophenyl)-   - 4, 5-dihalogen-pyridazons- 6 der   allgemeinen Formel :

   
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 in welchen Formeln Pc, m, n,   Z, Z   und X die obige Bedeutung haben, einwirken lässt,   u. zw.   vorzugsweise in Anwesenheit eines Säurebindemittels, und für den Fall, dass noch unumgesetzte Sulfonsäurechloridgruppen vorliegen, diese durch Hydrolyse in   Sulfonsäuregruppen überführt.   



   Es wurde nun gefunden, dass man die gleichen Farbstoffe erhält, wenn man auf je ein Mol eines   Phthalocyaninsulfonsäurechlorids   der allgemeinen Formel : 
 EMI2.1 
 . worin ein Teil der Sulfonsäurechloridgruppen hydrolysiert sein kann, n Mole eines Aminophenylhydrazins der allgemeinen Formel : 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 ralsäuren zur   Pyridazon-6-verbindung   cyclisiert, und für den Fall, dass noch unumgesetzte Sulfonsäurechloridgruppen vorliegen, diese durch Hydrolyse in Sulfonsäuregruppen überführt. 



   Bei der Mineralsäurebehandlung werden nach dem folgenden Schema Pyridazonabkömmlinge gebildet : 
 EMI2.4 
 
Die die Cyclisierung bewirkenden Mineralsäuren verwendet man entweder in wasserfreier oder weitgehend wasserfreier Form oder in Form verdünnter wässeriger Lösungen. Wird die Cyclisierung mit wässerigen Lösungen von Mineralsäuren, z. B. verdünnter Schwefelsäure oder verdünnter Salzsäure, durchgeführt, so arbeitet man vorteilhaft bei höherer Temperatur, z. B. bei 60 C bis zum Siedepunkt der Mineralsäurelösungen. Bei Verwendung von wasserfreien oder weitgehend wasserfreien Säuren,   z. B. 96% iger   Schwefelsäure, verläuft die Cyclisierung bereits bei Raumtemperatur oder mässig erhöhter Temperatur,   z. B. 40 C,   mit befriedigender Geschwindigkeit. 
 EMI2.5 
 Stammpatent Nr. 223303 genannt. 



   Als Aminoarylhydrazone der oben angegebenen allgemeinen Formel kommen beispielsweise die Verbindungen der folgenden Tabelle in Betracht : 
 EMI2.6 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
   Man erhält die aufgeführten Verbindungen z. B. durch Umsetzung der entsprechenden Arylhydrazine mit Mucochlorsäure bzw. Mucobromsäure in mineralsaurer Lösung bei Raumtemperatur. 



  Die Umsetzung der Phthalocyaninsulfonsäurechloride mit den genannten Aminophenylhydrazonen kann man beispielsweise in wässerigen Medien bei Raumtemperatur oder davon nicht stark abweichenden Temperaturen, z. B. bei 0 - 500C, gegebenenfalls in Anwesenheit von säurebindenden Stoffen, wie Alka- limetallhydroxyden,-carbonaten,-hydrogencarbonaten und/oder-acetaten, vornehmen. Verwendet man je Äquivalent Phthalocyaninsulfonsäurechlorid ein Mol oder mehr des betreffenden Aminophenylhydrazons, so kann man alle oder nahezu alle Sulfonsäurechloridgruppen in die entsprechend substituierten Sul- fonsäureamidgruppen überfahren. Verwendet man weniger als ein Mol Aminophenylhydrazon je Äquivalent Phthalocyaninsulfonsäurechlorid, so erhält man Umsetzungsprodukte, die im Molekül noch Sulfonsäurechloridgruppen enthalten.

   Diese führt man anschliessend auf bekannte Weise in Sulfonsäuregruppen über, soweit nicht bereits während der Umsetzung eine Verseifung stattgefunden hat. Man kann aber auch schon vor der Umsetzung mit den Aminophenylhydrazonen einen Teil der Sulfonsäurehalogenidgruppen derTetrazaporphinabkömmlinge auf bekannte Weise in Sulfonsäuregruppen umwandeln und dann die Umsetzungsprodukte mit den Aminophenylhydrazonen umsetzen. 



  Zur Herstellung in Wasser schwerlöslicher Farbstoffe werden die Sulfonsäurechloridgruppen der Phthalocyaninabkömmlinge möglichst vollzählig mit den genannten Aminophenylhydrazonen umgesetzt. Wasserlösliche Farbstoffe erhält man, wenn die Umsetzung mit den Aminophenylhydrazonen nicht alle Sulfonsäurechloridgruppen der Phthalocyaninabkömmlinge erfasst und die fertigen Farbstoffe Sulfonsäurereste im Molekül enthalten. Die Wasserlöslichkeit der Farbstoffe kann auch durch andere wasserlöslichmachende Gruppen, z. B. Carbonsäure- oder Sulfonsäuregruppen, bewirkt werden, die im Phenylenrest der verwendeten Aminophenylhydrazone vorhanden sind. Die wasserlöslichen, insbesondere die Sulfonsäuregruppen enthaltenden Farbstoffe sind die bevorzugten Verfahrensprodukte. 



  Die im Beispiel genanntenTeile sind, soweit nicht anders bezeichnet, Gewichtsteile. Raumteile verhalten sich zu Gewichtsteilen wie Liter zu Kilogramm unter Normalbedingungen. Prozentangaben beziehen sich auf Gewichtsprozente. 



  Beispiel : 30 Teile Kupferphthalocyanin erwärmt man in 250 Teilen Chlorsulfonsäure langsam auf 1250C und nach einstündige Umsetzung noch 4 h auf 130-1350C. Man lässt die Mischung erkalten, giesst sie in Eiswasser, filtriert den Niederschlag ab und wäscht ihn mit kaltem Wasser. 



  Der erhaltene noch feuchte Filterkuchen wird mit 250 Teilen zerkleinertem Eis angeteigt, die Mischung mit verdünnter Natronlauge neutralisiert und mit einer Lösung von 45 Teilen des Aminoarylhydrazons der Formel   
 EMI3.2 
 
 EMI3.3 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

    Wasser verrohrt.zehnstündigem   Rühren bei Raumtemperatur gibt man zu der Mischung so viel verdünnte Schwefelsäure oder Salzsäure, dass sich in ihr ein pH-Wert von etwa 1 einstellt, fügt 150 Teile Natriumsulfat oder Natriumchlorid zu und filtriert nach kurzem Stehen das Umsetzungsprodukt ab. Den Rückstand trägt man in 600 Teile einer etwa   12% gen   wässerigen Salzsäure ein, erhitzt die erhaltene Suspension unter Rühren   3 - 4   h auf 80 - 900C und filtriert den Farbstoff ab.

   Man kann aber auch den Rückstand unter Kühlung in 1300 Teile   96% igue   Schwefelsäure eintragen und das Gemisch etwa 10 h bei   30 - 400C rUhren.   Man giesst es dann in eine Mischung aus Eis und gesättigter Natriumchloridlösung, filtriert den Niederschlag ab und trocknet ihn bei mässiger Temperatur. Es werden etwa 90 Teile eines in Wasser leicht löslichen blauen Farbstoffes erhalten. 



   Man klotzt Baumwollbatist mit einer wässerigen Lösung, die im Liter 30 g dieses Farbstoffes enthält, trocknet das Färbegut und klotzt es nochmals mit einer wässerigen Lösung, die im Liter 20 g Natriumhydrogencarbonat und 300 g Natriumsulfat enthält. Man dämpft das gefärbte Gut 8 min bei 100oC, spült und seift es und erhält eine   türkisblaue   Färbung von vorzüglicher Licht- und Nassechtheit. 



   Verwendet man anStelle des im ersten Absatz beschriebenen Kupferphthalocyaninsulfonsäurechlorids 
 EMI4.1 
 



   Einen wasserlöslichen   türkisblauen     Farbstoff erhält   man auch, wenn man an Stelle des im zweiten Absatz des Beispieles genannten Aminoarylhydrazons die entsprechende sulfonsäuregruppenfreie Verbindung verwendet. Die CycIisierung nimmt man dann z. B. durch Kochen in   10loiger   wässeriger Salzsäure vor.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von neuen reaktiven Phthalocyaninfarbstoffen der allgemeinen Formel : EMI4.2 in der Pc den Rest des Kupferphthalocyanins, eines Chlorkupferphthalocyanins mit 1 - 4 Chloratomen im Molekül, eines Phenylkupferphthalocyanins mit 1 - 4 Phenylresten im Molekül oder des Nickelphthalocyanins und X ein Chlor- oder Bromatom bedeuten, m eine ganze Zahl von Null bis 5 und n eine ganze Zahl von 1 bis 4 und die Summe aus m und n nicht mehr als 6 beträgt und Z für ein Wasserstoffatom, eine Methylgruppe, eine Methoxygruppe oder ein Chloratom und Zz für ein Wasserstoffatom, ein Chloratom oder eine Sulfcnsäuregruppe stehen, nach Patent Nr. 223303, dadurch gekennzeichnet, dass man auf je ein Mol eines Phthalocyaninsulfonsäurechlorids der allgemeinen Formel :
    EMI4.3 worin ein Teil der Sulfonsäurechloridgruppen hydrolysiert sein kann, n Mole eines Aminophenylhydrazins der allgemeinen Formel : EMI4.4 <Desc/Clms Page number 5> EMI5.1
AT290761A 1960-05-04 1961-04-11 Verfahren zur Herstellung von neuen reaktiven Phthalocyaninfarbstoffen AT226856B (de)

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