AT225001B - Verfahren zum Aufbringen von Überzügen auf Oberflächen von oxalierbaren Nichteisenmetallen - Google Patents

Verfahren zum Aufbringen von Überzügen auf Oberflächen von oxalierbaren Nichteisenmetallen

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AT225001B AT737061A AT737061A AT225001B AT 225001 B AT225001 B AT 225001B AT 737061 A AT737061 A AT 737061A AT 737061 A AT737061 A AT 737061A AT 225001 B AT225001 B AT 225001B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Aufbringen von Überzügen auf Oberflächen von oxalierbaren Nichteisenmetallen 
Es ist bekannt, Überzüge auf eiserne Oberflächen durch Behandlung mit einer wässerigen sauren Lö- sung aufzubringen, die Oxalsäure und als Beschleuniger eine Schwefelverbindung enthält, die in der Lösung schwefelige Säure ergibt. Die schwefelige Säure zerfällt in Wasser und Schwefeldioxyd, das aus dem
Bad verlorengeht. Zur Aufrechterhaltung der Aktivität müssen derartige Lösungen deshalb mit Beschleuniger ergänzt werden. 



   In der Praxis werden Natriumthiosulfat und Natriumsulfit als Beschleuniger verwendet. Beidehaben den Nachteil, dass die zur Ergänzung des Bades erforderlichen, oftmals zu wiederholenden Zusätze zu einer Anreicherung von Natrium in der Lösung führen. Dies wiederum führt zu einer Ausfällung des ziemlich unlöslichen Natriumoxalates als Schlamm und demgemäss zu einer Vergeudung von Oxalat. Um die Anreicherung von Natrium zu vermeiden, hat man schon vorgeschlagen, die Aktivität der Lösung dadurch aufrechtzuerhalten, dass man gasförmiges Schwefeldioxyd durch das Bad leitet. Hiedurch ergeben sich aber apparative Schwierigkeiten, und es wird die Verwendung einer teuren Ausrüstung erforderlich. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Aufbringen von Überzügen auf Oberflächen von oxalierbaren Nichteisenmetallen, wie z. B. Nickel, Kupfer, Chrom und ihren Legierungen mittels saurer wässeriger Lösungen, die   Oxalsäure   und eine in der Lösung schwefelige Säure ergebende Komponente und gegebenenfalls zusätzlich einen Aktivator enthalten, bei der die Aktivität der   schichtbildenden Ldsung   durch Zusatz einer Lösung aufrechterhalten wird, die durch Auflösen von Schwefeldioxyd im wässerigen Ammoniak hergestellt wird.

   Dies ist sowohl bei den für die Behandlung eiserner Oberflächen bekannten Lösungen möglich, bei denen Natriumthiosulfat oder Natriumsulfit oder andere bekannte, in der Lösung schwefelige Säure ergebende Beschleuniger beim Ansatz verwendet wurden, als auch bei Lösungen, bei denen auch bereits beim Ansatz in wässerigem Ammoniak gelöstes Schwefeldioxyd als schwefelige Säure ergebende Komponente benutzt wurde. 



   Ein Vorteil dieser Ergänzungslösungen liegt darin, dass sie einen hohen Gehalt an Schwefeldioxyd besitzen können. Während die Löslichkeit von Schwefeldioxyd In Wasser von   250C   weniger als   91o   beträgt, sind Lösungen von   50%   oder sogar mehr Schwefeldioxyd in wässerigem Ammoniak möglich. Bei dem erfindungsgemässen Verfahren werden bevorzugt Ergänzungslösungen benutzt, die mindestens 30   Gew. -0/0   Schwefeldioxyd enthalten. 



   Die Tendenz der Schlammbildung ist bedeutend geringer, als wenn das Bad mit Natriumsalzen ergänzt wird, da Ammoniumoxalat löslicher ist als Natriumoxalat. 



   Zur Erzielung bester Ergebnisse soll das Verhältnis von Schwefeldioxyd zu Ammoniak, ausgedrückt als   SO,:NH, zwischen   2 und 5 und vorzugsweise zwischen 3,5 und 4,5 liegen. 



   Die besten Ergebnisse werden erhalten, wenn die Konzentration an Schwefeldioxyd in der schichtbildenden Lösung 0,   3-6 g/l   und vorzugsweise 1 - 4 g/l beträgt. Diese einmal zu Beginn eingestellte Lösung kann sehr bequem aufrechterhalten werden, indem die Ergänzungslösung tropfenweise in die schichtbildende Lösung In einer Menge zugegeben wird, dass die Verluste an Schwefel an die Atmosphäre und während der Schichtbildung ausgeglichen werden. 



   Die Ergänzungslösung wird bevorzugt auch beim Ansatz der schichtbildenden Lösung benutzt. 



   Die Lösung kann ausserdem einen zusätzlichen Aktivator enthalten, beispielsweise Halogen, Ferri- cyanid oder Thiocyanat. 

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   Die erfindungsgemässen Überzüge sind insbesondere geeignet, die Kaltverformung zu erleichtern oder die Gleitung auf der Metalloberfläche zu verbessern, wie dies beispielsweise bei Lagern erwünscht ist. 



  Die erfindungsgemäss aufgebrachten Überzüge können der elektrischen Isolation dienen und eignen sich auch zur Vorbereitung für das Aufbringen von organischen Überzügen, die auf einem solchen Überzug besser haften als auf dem blanken Metall.   Die'Überzüge schützen   auch ohne weitere organische Überzüge die Metalloberfläche vor Korrosion. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zum Aufbringen von Überzügen auf Oberflächen von oxalierbaren Nichteisenmetallen, wie z. B. Nickel, Kupfer, Chrom und ihren Legierungen, mittels saurer, wässeriger Lösungen, die Oxalsäure und eine in der Lösung schwefelige Säure ergebende Komponente und gegebenenfalls zusätzlich einen Aktivator enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivität der schichtbildenden Lösung mit einer durch Lösen von Schwefeldioxyd in wässerigem Ammoniak hergestellten Ergänzungslösung aufrechterhalten wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auch zur Herstellung der schichtbildenden Lösung in wässerigem Ammoniak gelöstes Schwefeldioxyd als schwefelige Säure ergebende Komponente benutzt wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die schichtbildende Lösung mit einer Lösung, die mindestens 30 Gew.-% Schwefeldioxyd enthält, ergänzt wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die schichtbildende Lösung mit einer Lösung ergänzt wird, in der das Gewichtsverhältnis von Schwefeldioxyd zu Ammoniak, ausgedrückt als SO,: NH3, 2-5, vorzugsweise 3, 5 - 4, 5, beträgt.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die schichtbildende Lösung mit einer solchenMenge Ergänzungslösung ergänzt wird, dass der Gehalt an Schwefeldioxyd in der schichtbildenden Lösung zwischen 0, 3 und 6, vorzugsweise zwischen 1 und 4 g/l, gehalten wird.
AT737061A 1960-08-29 1960-09-20 Verfahren zum Aufbringen von Überzügen auf Oberflächen von oxalierbaren Nichteisenmetallen AT225001B (de)

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