AT224073B - Mittel zum Schutze von Fasern und Textilien gegen Mottenfraß - Google Patents

Mittel zum Schutze von Fasern und Textilien gegen Mottenfraß

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Publication number
AT224073B
AT224073B AT494660A AT494660A AT224073B AT 224073 B AT224073 B AT 224073B AT 494660 A AT494660 A AT 494660A AT 494660 A AT494660 A AT 494660A AT 224073 B AT224073 B AT 224073B
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AT
Austria
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sep
fibers
protection
textiles
preparations
Prior art date
Application number
AT494660A
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English (en)
Inventor
Karl Thiele
Heinz Naeser
Original Assignee
Wolfen Filmfab Veb
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  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Mittel zum Schutze von Fasern und Textilien gegen Mottenfrass   Als Mittel zum Schutze der Fasern und Textilien, Teppiche u. dgl. gegen Befall durch Motten sind bisher verschiedene Verbindungen bekannt geworden. Beispielsweise verwendet man Hexachlor-hexahydro-dimethan-naphthalin oder Hexachlor-epoxyoctahydro-dimethan-naphthalin in der Textilindustrie. 



  Die Mittel sind jedoch nicht beständig gegen Seifenwäsche. Die Gruppe der Mottenschutzmittel, die sich wie Farbstoffe verhalten und aus sauren und neutralen Bädern auf Wolle aufziehen, wie 4-Chlor-oKresotinsäure, das älteste Produkt dieser Gruppe, oder Triphenylmethan-Derivate, z. B. Triphenyl-3, 4- Dichlorbenzolsulfomethylamid, werden nur in der Textilindustrie eingesetzt und haben keinen Eingang in die Haushalte gefunden. Das für Haushalte gedachte Produkt auf Basis Dichlor-diphenyl-trichloräthan ist leicht aus den Stoffen auswaschbar und erhält dadurch nur untergeordnete Bedeutung. Auch liegen die toxikologischen Werte für die meisten der verwendeten Mittel sehr hoch. Die Dosis letalis bei Ratten beträgt für Hexachlor-hexahydrodimethan-naphthalin 67 mg/kg, für Hexachlor-epoxy-octahydrodimethannaphthalin 87 mg/kg, während für DDT dieser Wert bei 150-300 mg/kg liegt.

   Einige der Mittel bewirken eine Verschiebung der Farbnuance der gefärbten Textilien, so dass man sie nur im Färbebad selbst zur Anwendung bringen kann. 



  Es bestand somit die Aufgabe, zur Sicherung der Fasern und Textilien gegen Mottenfrass ein Mittel zu entwickeln, das in grosser Breite allgemein anwendbar ist, leicht appliziert werden kann, waschfest ist und die anderen Nachteile nicht zeigt. 



  Ein solches Mittel wurde erfindungsgemäss entwickelt auf der Basis eines Gemisches von ss, ss, ss-Tri- chlor-oc-oxyäthyl-phosphonsäure-dimethylester mit Dimethoxydiphenyl-trichloräthan (DMDT). Der Gehalt des Gemisches an Phosphonsäureester kann 5-20% und an DMDT auch 5-20% betragen. 



  Die Wirkstoffe werden in einem Lösungsmittel gelöst. Geeignete Lösungsmittel sind z. B. Trichloräthylen, Chlorbenzol, Dichlorbenzol, Alkohole, wie Butanol oder Propanol, Kohlenwasserstoffe. 



  Ausserdem fügt man dem Gemisch noch einen Emulgator zu, wie z. B. ein Paraffinsulfonat, Paraffinsulfamid oder ein polyoxäthyliertes Phenol. Der Anteil des Dispergiermittels beträgt etwa 10-20%. 



  Es ist vorteilhaft, nicht nur ein einziges Lösungsmittel, sondern ein Gemisch zu verwenden. Das erfindunggemässe Mittel wird in Wasser eingerührt im Verhältnis von etwa 1 bis 5 : 1000, und in dieses Bad legt man das zu behandelnde Textilgut ein. Man kann aber auch das Textilgut mit dem Mittel in entsprechender Verdünnung besprühen oder irgendeine andere Art der bekannten Applikationen wählen. 



  Durch die Erfindung wird es erstmals möglich, Insektizide, vor allem vom Typ der Phosphonsäureester, waschecht auf die Fasern bzw. das Textilgut aufzubringen. Ausserdem sind die Schweissechtheit und die Bügelechtheit usw. gewährleistet. Die nachstehenden zwei Übersichten geben ein klares Bild über die vorteilhaften Eigenschaften der erfindungsgemässen Mittel. 



  Übersicht 1 :    
 EMI1.1 
 
<tb> 
<tb> Konzentration
<tb> Applikationszeit <SEP> DDT-Mittel <SEP> Erfindung <SEP> Bemerkung
<tb> Temperatur
<tb> 3 <SEP> ml/l <SEP> Frassspuren <SEP> kein <SEP> Frass
<tb> 20 <SEP> min <SEP> 
<tb> 40"C <SEP> Wollschutz <SEP> gut <SEP> 1 <SEP> Wollschutz <SEP> gut
<tb> 3 <SEP> ml/l <SEP> mittelstarker <SEP> Frass <SEP> Frassspuren
<tb> 20 <SEP> min <SEP> 2 <SEP> mal <SEP> ge-
<tb> 400 <SEP> C <SEP> I <SEP> Wollschutz <SEP> mangelhaft <SEP> Wollschutz <SEP> gut <SEP> waschen
<tb> 1 <SEP> ml/l <SEP> geringer <SEP> Frass <SEP> I <SEP> Frassspuren
<tb> 20 <SEP> min
<tb> 20 <SEP> min <SEP> i <SEP> Wollschutz <SEP> nicht <SEP> aus-Wollschutz <SEP> gut <SEP> 
<tb> reichend
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Übersicht 2 :

   
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Zusatz <SEP> zum <SEP> Färbebad <SEP> (bei <SEP> 80-99  <SEP> C) <SEP> Ergebnis
<tb> DMDT+Emulgator <SEP> ohne <SEP> Phosphon- <SEP> Das <SEP> Mittel <SEP> zeigt <SEP> im <SEP> Originalzustand <SEP> eine <SEP> Schutzsäureester <SEP> wirkung, <SEP> die <SEP> aber <SEP> nach <SEP> einer <SEP> chemischen <SEP> Trockenreinigung <SEP> bzw. <SEP> einer <SEP> Seifenwäsche <SEP> verlorengeht.
<tb> 



  Phosphonsäureester+Emulgator <SEP> Keine <SEP> Schutzwirkung, <SEP> die <SEP> behandelten <SEP> Textilien
<tb> ohne <SEP> DMDT <SEP> werden <SEP> von <SEP> den <SEP> Kleidermottenlarven <SEP> zerstört.
<tb> 



  DMDT+Emulgator+Phosphonsäureester <SEP> Die <SEP> Schutzwirkung <SEP> ist <SEP> im <SEP> Originalzustand <SEP> und <SEP> nach
<tb> einer <SEP> mehrfachen <SEP> chemischen <SEP> Trockenreinigung
<tb> oder <SEP> Seifenwäsche <SEP> noch <SEP> vorhanden. <SEP> Beständigkeit
<tb> bei <SEP> Anwendung <SEP> der <SEP> schweren <SEP> alkalischen <SEP> Walke,
<tb> Schweissechtheit, <SEP> Wasserechtheit, <SEP> Bügel- <SEP> und <SEP> Lichtechtheiten <SEP> sind <SEP> gegeben.
<tb> 
 



   Beispiel 1 : 10   Gew.-Teile ss,ss,ss-Trichlor-&alpha;-oxyäthyl-phosphonsäuredimethylester und   10   Gew.-   Teile Dimethoxy-diphenyl-trichlor-äthan werden unter Rühren bei 40   C in 53   Gew.-Teilen   Trichlor- äthylen gelöst. Nach Abkühlung der Mischung auf etwa   20 0 C   gibt man noch 12 Gew.-Teile eines Paraffinsulfonates, 8   Gew.-Teile   Chlorbenzol und 7   Gew.-Teile   eines Kohlenwasserstoffes mit 12-18 C-Atomen im Molekül zu. 



   Dieses Mittel zum Schutz von Fasern und Textilien gegen Mottenfrass kann man nun in entsprechender wässeriger Verdünnung, etwa   l :   1000, zur Imprägnierung von Textilgut verwenden. 
 EMI2.2 
 gelöst. Nach Abkühlen auf Zimmertemperatur fügt man dem Gemisch 10   Gew.-Teile   eines Emulgators auf Basis eines Gemisches eines Sulfamids und eines Sulfonierungsproduktes langkettiger Paraffinkohlenwasserstoffe mit 12-18 C-Atomen zu und mischt noch 10   Gew.-Teile   Chlorbenzol und 8   Gew.-Teile   
 EMI2.3 
 Mottenschutz.

Claims (1)

  1. PATENT ANSPRUCH : Mittel zum Schutze von Fasern, Textilien u. dgl. gegen Mottenfrass, gekennzeichnet durch einen Gehalt EMI2.4 diphenyltrichloräthan als Wirkstoff, einen Gehalt an Lösungsmittel, wie z. B. Trichloräthylen, Chlorbenzol, Dichlorbenzol, Alkohol wie Butanol oder Propanol und/oder Kohlenwasserstoffe, einzeln oder im Gemisch, und einen Gehalt an Emulgatoren bzw. Dispergiermitteln wie z. B. Paraffinsulfonate, Paraffinsulfamide oder polyoxäthylierte Phenole.
AT494660A 1960-04-19 1960-06-28 Mittel zum Schutze von Fasern und Textilien gegen Mottenfraß AT224073B (de)

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