AT222486B - Kamera mit einer die Belichtungszeit und die Blendenöffnung beeinflussenden selbsttätigen Belichtungsregelvorrichtung - Google Patents

Kamera mit einer die Belichtungszeit und die Blendenöffnung beeinflussenden selbsttätigen Belichtungsregelvorrichtung

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AT222486B
AT222486B AT171860A AT171860A AT222486B AT 222486 B AT222486 B AT 222486B AT 171860 A AT171860 A AT 171860A AT 171860 A AT171860 A AT 171860A AT 222486 B AT222486 B AT 222486B
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Description


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  Kamera mit einer die Belichtungszeit und die Blendenöffnung   beeinflussenden selbsttätigen Belichtungsregelvorrichtung    
Die Erfindung betrifft eine Kamera mit einer die Belichtungszeit und die Blendenöffnung beeinflus- senden selbsttätigen Belichtungsregelvorrichtung, die einen Verschluss und eine mit zwei beweglichen
Blendenlamellenlagerringen versehene Blende umfasst. 



   Es ist ein Ziel der Erfindung, eine Kamera dieser Gattung so auszugestalten, dass eine wahlweise Um- schaltung der Kamera auf eine Einstellage für selbsttätige Belichtungsregelung der Belichtungszeit und
Blende und eine Handeinstellage sowie in der Handeinstellage eine Einstellung nach zwei nach verschie- denen Gesichtspunkten ausgewählten Belichtungswertreihen mittels eines Einstellers möglich ist. 



   Erfindungsgemäss ist hiezu ein von einer mittleren Einstellage für selbsttätige Belichtungsregelung zur Handeinstellung von Belichtungswerten in   zwei Drehrichtungen bewegbarer Handeinsteller   vorgesehen, der in jeder Drehrichtung mit einem der Blendenlamellenlagerringe in Mitnahmeverbindung überführbar und mit einem Träger eines in mindestens einer Drehrichtung wirksamen   Verschlusszeitsteuergliedes,   beispiels- weise einer Verschlusszeitsteuerkurve für die einstellbaren Belichtungszeiten oder einer Steuerausnehmung für die Ball-Einstellung, fest verbunden oder kuppelbar ist und dass die Belichtungsregelvorrichtung ein Kraftübertragungsgetriebe zur selbsttätigen Einstellung des einen Blendenlamellenlagerringes umfasst. 



   Vorteilhaft sind die Blendenlamellenlagerringe unabhängig voneinander drehbar angeordnet und unter Wirkung von Rückholfedern gegen feste Anschläge geführt. 



   Der Handeinsteller ist zweckmässig als konzentrisch zu den Blendenlamellenlagerringen drehbar gelagerter Ring ausgebildet. Vorzugsweise trägt der Handeinsteller mindestens einen Mitnehmeranschlag, der entsprechend der Drehrichtung in den Handeinstellagen mit je einem Mitnehmerlappen eines der beiden Blendenlamellenlagerringen zu dessen Verstellung zusammenwirkt. 



   Weiterhin ist   erfindu. 1gsgemäss   in den Handeinsteller wenigstens ein Verschlusszeitsteuerglied eingeschnitten. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der Handeinsteller mit einem Verschlusszeitsteuerglied in Mitnahmeverbindung, das zwei unterschiedlich ausgestaltete, je einem Handeinstellbereich zu-   geordnete Steuerbereiche aufweist. Vorzugsweise   ist ferner wenigstens einer der Blendenlamellenlagerringe fest mit einem Verschlusszeitsteuerglied verbunden. 



   Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Kraftübertragungsgetriebe für die selbsttätige Belichtungsregelung an den einen mit   dem Verschlusszeitsteuerglied verbundenen Lagerring   angeschlossen. 



  Nach einer andern Ausgestaltung der Erfindung ist das Kraftübertragungsgetriebe für die selbsttätige Belichtungsregelung an den einen, lediglich die Blendenlamellen beeinflussenden Lagerring angeschlossen und umfasst einen zusätzlichen, eine Verschlusszeitsteuerkurve tragenden Steller, vorzugsweise einen Stellarm. 



   Zweckmässig umfasst das Kraftübertragungsgetriebe zwei einzeln um eine gemeinsame Achse drehbare Stellhebel für Verschlusszeit und Blende, von denen der eine Stellhebel mittels einer Antriebsfeder gegen eine Steuerfläche eines Abtastschiebers geführt   ist sowie einen Mitnehmeransatz   trägt und von denen der andere Stellhebel mittels einer der Antriebsfeder entgegenwirkenden Feder in Anlage an dem Mitnehmeransatz gehalten ist. 



   Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist zwischen dem Handeinsteller und dem Kraft- übertragungsgetriebe eine wechselweise wirksame, im Automatikeinstellbereich den. Einsteller und in den Handeinstellbereichen das Getriebe blockierende Verriegelungsvorrichtung vorgesehen. Diese besteht vorteilhaft aus einem Verriegelungsansatz an einem Stellhebel des Kraftübertragungsgetriebes und einem 

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 Einschnitt am Handeinsteller. Dabei steht der Einschnitt in der Automatikeinstellage in dem bei Durchführung einer Belichtungsregelung zu durchmessenden Weg des Ansatzes, während der Ansatz in den Handeinstellagen an einer Umfangsfläche des Handeinstellers anliegt. Zweckmässig ist der Einschnitt entsprechend dem Weg des Ansatzes gebogen, wobei seine Breite die Breite des Ansatzes geringfügig übersteigt. 



  Die erfindungsgemässe Kamera bietet den Vorteil, dass Belichtungswerte von Hand ohne vorhergehende Betätigung eines Umschalters, sondern lediglich durch Bedienung eines einzigen Handeinstellers durchgeführt werden können. Dabei besteht die Möglichkeit, mittels des einen Handeinstellers die von Hand einzustellenden Werte aus zwei unterschiedlichen Steuerprogrammen auszuwählen. Weiterhin können beim   Gegenstand derErfindung   die Zeit-Blenden-Paarungen sowohl des Steuerprogrammes der selbsttätigen Belichtungsregelung als auch der von Hand einstellbaren Steuerprogramme beliebig festgelegt werden. 



   In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung wiedergegeben. Es zeigen Fig. l ein erstes Ausführungsbeispiel in einer Ansicht von hinten, Fig. 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel in einer perspektivischen Darstellung und Fig. 3 ein drittes Ausführungsbeispiel in einer der Fig. 2 entsprechenden Wiedergabe. 



   Beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig.   l   sind die Kamera mit 1 und ein kamerafester Innentubus mit 2   bezeichnet. Konzentrisch zumObjektivtubus   2 sind zwei Blendenlamellen-Lagerringe 3 und 4 drehbar gelagert. Zwischen den beiden Lagerringen 3 und 4 sind die Blendenlamellen 5 angeordnet. Von diesen ist zur besseren Übersicht lediglich eine dargestellt. Zur Lagerung weist jede der Blendenlamellen 5 zwei Stifte 6 bzw. 7 auf, von denen der eine in einen in den Lagerring 3 eingeschnittenen Steuerschlitz 8 und der andere in eine Bohrung 9 im Lagerring 4 eingreift. 



   Hinter den Lagerringen 3, 4 ist eine kamerafeste   Verschlussplatine   10 vorgesehen. Die Verschlusspla- tine 10 trägt eine Achse 11, um die drehbar ein Segment 12 des Zeitregelwerkes des Verschlusses gela- gert ist. Das Segment 12 kämmt mit einem Ritzel 13, das gemeinsam mit einer Schwungscheibe 14 um eine weitere an der Platine 10 befestigte Achse 15 drehbar gelagert ist. An einem Stift 16 des Segmentes 12 liegt weiterhin das eine Ende einer Schenkelfeder 17 an, deren anderes Ende sich an einem ebenfalls an der Platine 10 angeschlossenen Stift 18 abstützt. Die Schenkelfeder 17 sucht dabei das Segment 12 in Richtung des Pfeiles a zu verstellen. Dns Segment 12 trägt ferner einen Stift 65, der sich bis in den Bewegungsbereich eines an sich bekannten, nicht dargestellten Antriebsgliedes erstreckt. 



   Die Verschlussplatine 10 trägt zusätzlich eine Achse 19, um die ein Hebel 20 zur Ball-Einstellung drehbar gelagert ist. Der Hebel 20 steht ebenfalls unter der Wirkung einer Schenkelfeder 21, deren eines Ende sich an einem Stift 22 des Hebels und deren anderes Ende sich an einem Stift 23 der Verschlussplatine 10 abstützt, und die das Bestreben hat, den Hebel 20 in Richtung des Pfeiles b zu verschwenken. 



   Weiterhin ist an der Verschlussplatine 10 ein fester Anschlag 24 vorgesehen, an dem in der in Fig. l wiedergegebenen Ruhestellung je ein Mitnehmerlappen 25 bzw. 26 der beiden Lagerringe 3 bzw.   4an-   liegt. Hiezu greift am Lagerring 3 eine Zugfeder 27 an, deren anderes Ende an der Verschlussplatine 10 befestigt ist. Der Lagerring 4 wird dagegen mittels einer später noch näher beschriebenen Feder in diese Stellung   überführt.   



   Konzentrisch zum Tubus 2 ist ein   ringförmiger   Handeinsteller 28 drehbar angeordnet. Der Handeinsteller 28 ist mit   Fingerauflagen29   sowie einer Einstellmarke 30 versehen. Die Einstellmarke 30 wirkt mit einer in drei Bereiche   31a, 31b, 31c   unterteilten Skala zusammen. Dabei weist der mittlere Bereich 31b lediglich ein Symbol für die Einstellage für selbsttätige Belichtungsregelung auf. In den Bereichen 31a und   31 c sind dagegen die üblichen Blendenwerte aufgetragen. Zusätzlich wéist der Bereich 31a   ein auf die Ball-Einstellage und der Bereich 31c ein auf die Blitzlicht-Einstellage hinweisendes Symbol auf. Dar- über hinaus ist der Handeinsteller 28 mit einer Steuerausnehmung 32 versehen, in den ein Steuerstift 33 des Ball-Einstellhebels 20 eingreift.

   Am Handeinsteller 28 ist weiterhin ein stiftförmiger Mitnehmeranschlag 34 für die Mitnehmerlappen 25 bzw. 26 der Lagerringe 3 bzw. 4 befestigt. Der Lagerring 4 ist über ein Gelenk 35 mit einer Koppelstange 36 verbunden, die über ein weiteres Gelenk 37 an einen Blendenstellhebel 38 angelenkt ist. Der Blendenstellhebel 38 seinerseits ist drehbar auf eine   gehäusefeste Achse   39 aufgesetzt, die auch die Lagerung für einen Verschlusszeitstellhebel 40 bildet. Der Blendenstellhebel 38 trägt einen Stift 41, an dem das eine Ende einer Schenkelfeder 42 anliegt, deren anderes Ende sich an einem Stift 43 einer Zwischenwand 44 der Kamera abstützt. Die Schenkelfeder 42 hat dabei das Bestreben, den Blendenstellhebel 38 in Richtung des Pfeiles c zu verstellen.

   Infolge der Verbindung des Blendenstellhebels 38 mit dem Lagerring 4 über die Koppelstange 36 folgt auch der Lagerring 4 dieser Verstellbewegung, so dass die Feder 42 den Mitnehmerlappen 26 gegen den Anschlag 24 führt. 



   Der Verschlusszeitstellhebel 40 weist einen in der Schwenkebene des Hebels abgewinkelten Arm 45 auf, der mit einer Verschlusszeitsteuerkurve 46 versehen ist. An der Verschlusszeitsteuerkurve 46 liegt 

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 unter der Wirkung der Schenkelfeder 17 ein Steuerstift 47 des Segmentes 12 an. Der   Verschlusszeitstel1-   hebel 40 trägt ferner einen als Justierexzenter ausgebildeten Mitnehmeransatz 48, gegen den der Blenden- stellhebel 38 unter der Wirkung der Schenkelfeder 42 geführt ist. Weiterhin ist auf den Verschlusszeitstell- ring 40 ein stiftförmiger Verriegelungsansatz 49 aufgesetzt. Dieser Verriegelungsansatz 49 kann in der Einstellage für selbsttätige Belichtungsregelung mit einer schlitzförmigen Ausnehmung 50, die in den Handeinsteller 28 eingeschnitten ist, zusammenwirken.

   Die Ausnehmung 50 ist dabei entsprechend dem von dem Verriegelungsansatz 49 um die Achse 39 bei der Einstellung zurückgelegten Weg gebogen, wäh- rend die Breite der Ausnehmung etwas grösser als der Durchmesser des Verriegelungsansatzes 49 bemessen ist. Die Stellhebel 38, 40 bilden zusammen mit der Koppelstange 36 ein   Kraftübertragungsgetriebe,   das die Einstellbewegung vom Abtastschieber 54 auf den Blendenlamellenlagerring 4 bzw. die Steuerkurve
46   überträgt.   



     Am Verschlusszeitstellhebel40   greift weiterhin das eine Ende einer Antriebsfeder 51 an, deren anderes
Ende an der Zwischenwand 44 befestigt ist. Die Antriebsfeder 51 hat das Bestreben, den Verschlusszeit- stellhebel 40 in Richtung des Pfeiles d zu verschwenken und dabei einen am Hebel 40 angeschlossenen
Steuerstift 52 gegen eine Steuerfläche 53 eines Abtastschiebers 54 zu führen. Der Abtastschieber 54 ist in einer an der Zwischenwand 44 angeordneten Lagerung 55 geradlinig verschiebbar angeordnet. Das obere, abgewinkelte Ende 54a des Abtastschiebers 54 ist mit einer Abtastkurve 56 versehen. Die Abtastkurve 56 wirkt mit einem über der als Widerlager 57 ausgebildeten oberen Fläche der Zwischenwand 44 drehbar angeordneten Zeiger 58   eines Drehspulinstrumentes 59 zusammen.

   Das Drehspulinstrument   59 ist in an sich bekannter Weise mit einem nicht dargestellten, lichtempfindlichen Element, beispielsweise einer Photozelle, verbunden. 



   An der Zwischenwand 44 ist weiterhin um einen Bolzen 60 drehbar eine Messtaste 61 gelagert. Die Messtaste 61 ist unter der Wirkung einer Zugfeder 62 gegen einen Anschlagstift 63 auf der Zwischenwand 44 geführt. An der Messtaste 61 liegt weiterhin ein Anschlagstift 64 an, der auf den Abtastschieber 54 aufgesetzt ist. Die Feder 62 ist stärker als die Feder 51 ausgebildet und kann infolgedessen über den Anschlagstift 64, den Abtastschieber 54, die Steuerfläche 53 und den Steuerstift 52 auch den   Verschlusszeitstell-   hebel 40 in der einen Endstellung halten. 



   Soll eine Aufnahme mit selbsttätiger Belichtungsregelung durchgeführt werden, so wird der Handeinsteller 28 so weit verdreht, bis die Einstellmarke 30 - wie in Fig. l dargestellt-auf den Bereich 31b der Skala 31 eingestellt ist. Anschliessend wird die Messtaste 61 in Richtung des Pfeiles f niedergedrückt. Nunmehr kann sich der Abtastschieber 54, der über den Verschlusszeitstellhebel 40 unter der Wirkung der An-   triebsfeder   51 steht, bis zum Auflaufen der Abtastkurve 56 auf den Zeiger 58 verstellen. Diese Verstellbewegung ruft gleichzeitig eine Verschwenkung des Verschlusszeitstellhebels 40 um die Achse 39 in Richtung des Pfeiles d hervor. Über den Mitnehmeransatz 48 wird diese Bewegung auch auf den   Blendenstell-   hebel 38 übertragen.

   Die Grösse der Verstellbewegung der Stellhebel 38 und 40 steht dabei zur gemessenen Lichtmenge in eindeutiger Beziehung. 



   Bei dieser Einstellbewegung verstellt der Verschlusszeitstellhebel 40 mittels der Steuerkurve 46 den Steuerstift 47 des Segmentes 12. Hiedurch wird der Stift 65 des Segmentes 12 mehr oder weniger weit aus dem Bewegungsbereich des nicht dargestellten Antriebsgliedes herausgeführt und somit die Öffnungszeit des Verschlusses geändert. Die Anordnung ist dabei so getroffen, dass sich die Verschlusszeit mit zunehmender Verschwenkung des Verschlusszeitstellhebels 40 verkleinert. Gleichzeitig mit der Steuerung der Verschlusszeit ist auch über den Blendenstellhebel 38 und die Koppelstange 36 der Blendenlamellenlagerring 4 verdreht worden.

   Da sich der Blendenlamellenlagerring 3 infolge der Anlage seines Mitnehmerlappens 25 am Anschlag 24 in dieser Richtung nicht weiter verdrehen kann, bewirkt die Verstellung des Lagerringes 4 eine Verschwenkung der Blendenlamellen 5, wodurch beim dargestellten Ausführungsbeispiel ein Schliessen der Blende hervorgerufen wird. 



   Bei der Verschwenkung des Verschlusszeitstellhebels ist der Verriegelungsansatz 49 in die Ausnehmung 50 eingetreten. Hiedurch wird eine anschliessende versehentliche Verstellung des Handeinstellers 28 wirksam verhindert. 



   Nach Freigabe der Messtaste 61 geht diese unter der Wirkung der Zugfeder 62 in ihre Ausgangslage zurück. Hiebei wird über den Anschlagstift 64 der Abtastschieber 54 und über den Steuerstift 52 sowie die Steuerfläche 53 der Verschlusszeitstellhebel 40 sowie der Blendenstellhebel 38 entgegen der Wirkung der Antriebsfeder 51 mitgenommen. Hiedurch wird der Blendenlamellenlagerring 4 in seine Ausgangslage zurückgedreht, während die Zeitsteuerkurve 46 so weit zurückverschwenkt wird, dass das Segment 12 mit dem Steuerstift 47 unter der Wirkung der Schenkelfeder 14 ebenfalls in die Ausgangsstellung zurückkehren kann. 

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   Zur Durchführung einer Aufnahme unter Verwendung eines Blitzlichtgerätes wird der Handeinsteller
28, ausgehend von der in Fig. 1 wiedergegebenen Stellung, so weit verdreht, bis die Einstellmarke 30 auf den gewünschten Blendenwert des Bereiches 31c der Skala 31 zeigt. Hiebei wird über den Mitnehmeran- schlag   34   und den Mitnehmerlappen 26 wiederum der Blendenlamellenlagerring 4 verdreht, während der Blendenlamellenlagerring 3 fest stehenbleibt. Es wird daher lediglich die Blende geregelt. Der Verschluss bleibt unverändert auf die längste Momentzeit eingestellt. 



   Eine Verschwenkung des Verschlusszeitstellhebels 40 bzw. eine Betätigung des Abtastschiebers 54 ist dadurch verhindert, dass bei der Verdrehung des Handeinstellers 28 die Ausnehmung 50 aus dem Weg des
Verriegelungsansatzes 59 herausgeführt wird, so dass dieser Ansatz am Aussenumfang des Handeinstellers 28 anliegt. 



   Um eine Aufnahme mit der Ball-Einstellung des Verschlusses durchzuführen, wird der Handeinsteller
28 so lange verdreht, bis die Einstellmarke 30 einem Blendenwert des Bereiches 31a der Skala 31 gegen- übersteht. Hiedurch ist der Blendenlamellenlagerring 3 über den Mitnehmeranschlag 34 und den Mitneh- merlappen 25 verstellt und dadurch die Grösse der wirksamen Blendenöffnung   verändert   worden. Gleichzeitig ist der Steuerstift 33 des Ball-Hebels 20 in den erweiterten Bereich der Steuerausnehmung 32 ein- getreten. Auch bei dieser Verstellung des Handeinstellers 28 ist wiederum die Ausnehmung 50 aus dem
Weg des Verriegelungsansatzes 49 herausgeführt worden, so dass eine Bewegung des Verschlusszeitstellhe- bels 40 ebenso wie   eine Betätigung des Abtastschiebers   54 unmöglich ist.

   Bei der Auslösung einer Aufnah- me kann sich nunmehr der Ball-Hebel 20 entgegen der Richtung des Pfeiles b verstellen und dadurch be- wirken, dass die Verschlusslamellen so lange offen bleiben, bis der Auslöser wieder freigegeben wird. 



   Beim Rückführen des Handeinstellers 28 in die Automatikstellung läuft der Blendenlamellenlagerring 3 unter der Wirkung der Zugfeder 27 in seine Ausgangsstellung zurück, in der der Mitnehmerlappen 25 am festen Anschlag 24 anliegt. 



   Das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2 weicht von dem ersten Ausführungsbeispiel lediglich in der andern Ausgestaltung der Mittel zur Steuerung der Verschlusszeit ab. Hiebei ist auf den hinteren Teil 2a des Innentubus, der mit der Verschlussplatine 10 fest verbunden ist, wiederum der Blendenlamellenlager- ring 3 aufgesetzt. Der Blendenlamellenlagerring 4 ist drehbar an dem vorderen Teil 2b des Innentubus ge- lagert, der auch die Halterung für den Handeinsteller 28 bildet. 



   Die Verschlussplatine 10 steht mit einer den vorderen Teil 2b des Innentubus tragenden Zwischen- platine 66 über einen   hülsenförmigenAnsatz   67 in Verbindung. Die Zwischenplatine 66 weist einen ring- förmig gebogenen Schlitz 68 auf, durch   deb   der Mitnehmeranschlag 34 des Handeinstellers   28,   der mit den Mitnehmerlappen 26, 25 der beiden Lagerringe 3, 4 zusammenwirkt, hindurchragt. In der Zwischen- platine 66 ist weiterhin eine Ausnehmung 69 vorgesehen, die zum Durchtritt des Verriegelungsansatzes 49, der mit der Ausnehmung 50 des Handeinstellers 28 zusammenwirkt, dient.

   Der Verriegelungsansatz 49 ist dabei an einem Stellhebel 70 angebracht, der in gleicher Weise wie der Verschlusszeitstellhebel 40 bei dem ersten Ausführungsbeispiel mit dem Abtastschieber zusammenwirkt und unter der Wirkung einer An- triebsfeder steht. Um die in Fig. 2 nicht mehr dargestellte Drehachse des Stellhebels 70 ist, ebenso wie beim ersten Ausführungsbeispiel, auch der Blendenstellhebel 38 verschwenkbar. Dieser Stellhebel 38 steht mit dem Blendenlamellenlagerring 4 wiederum über die Koppelstange 36 in Verbindung. Die Stellhe- bel 38, 70 bilden wiederum zusammen mit der Koppelstange 36 ein Kraftübertragungsgetriebe. 



   Abweichend vom vorher beschriebenen Ausführungsbeispiel dient   der Blendenlamellenlagerring 4   nicht nur zur Einstellung der Blende, sondern ist mit einer Zeitsteuerkurve 71 versehen. An dieser Steuerkurve liegt derSteuerstift 47 des Segmentes 12 an, der einenschlitz 72 in derVerschlussplatine 10 und eine Aus- nehmung 73 des Blendenlamellenlagerringes 3 durchsetzt. Der weitere Aufbau der Anordnung stimmt im wesentlichen mit dem Ausführungsbeispiel gemäss   Fig. 1   überein. 



   Zur Durchführung einer Aufnahme mit selbsttätiger Belichtungsregelung wird nach Einstellen der
Marke 30 des Handeinstellers 28 auf das Symbol des Bereiches 31b der Skala 31 durch Betätigen der nicht   dargestelltenmesstaste inpfellrichtung   g der Stellhebel 70 so lange verstellt, bis der Abtastschieber gegen den Zeiger des Belichtungsmessers aufläuft. Diese Bewegung führt zu einer Verschwenkung des Stellhe- bels 70 in Richtung des Pfeiles d, bei der über den Mitnehmerausatz 48 auch der Blendenstellhebel 38 mitgenommen wird. Infolge der Kupplung des Blendenstellhebels 38 mit dem Blendenlamellenlagerring 4 über die Koppelstange 36 verdreht sich hiebei der Lagerring 4.

   Diese Verdrehung bewirkt zum einen, da der Blendenlamellenlagerring 3 unbeweglich stehenbleibt, eine Verstellung der Blendenlamellen 5 und damit eine Veränderung der wirksamen Blendenöffnung. Zum andern wird der Steuerstift 47 mittels der
Verschlusszeitsteuerkurve 71 ebenfalls betätigt und führt den Stift 65 des Segmentes 12 entsprechend der gemessenen Helligkeit mehr oder weniger weit aus dem Bewegungsbereich des nicht dargestellten bekann- ten Antriebsgliedes des Verschlusses heraus, so dass sich gleichzeitig eine Veränderung der Verschlusszeit ergibt. 

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   Die Anordnung kann, ebenso wie beim ersten Ausführungsbeispiel vorgesehen, weiterhin in eine Einstellage für Blitzlichtaufnahmen und eine Einstellage für Ball-Aufnahmen überführt werden. Um eine Blitzlichtaufnahme durchzuführen, wird lediglich der Handeinsteller 28 so weit verstellt, bis die Marke 30 auf den gewünschten Blendenwert des Bereiches 31c der Skala 31 zeigt. Hiebei nimmt der Handeinsteller 28 über den Mitnehmeranschlag 34 und den Mitnehmerlappen 25 den Blendenlamellenlagerring 3 mit. 



  Die zwischen dem Lagerring 3 und dem festgehaltenen Lagerring 4 angeordneten Blendenlamellen 5 verstellen sich daher und bilden eine dem eingestellten Wert entsprechende freie Blendenöffnung. Gleichzeitig wird die Ausnehmung 50 aus dem Weg des Verriegelungsansatzes 49 herausgeführt. Der Ansatz 49 liegt daher an einer Umfangsfläche des Handeinstellers 28 an und blockiert dadurch das aus den Hebeln 38 und 70 gebildete Getriebe zur selbsttätigen Belichtungswerteinstellung. Die Verschlusszeit bleibt bei der vorgenannten Einstellung unverändert, da sich der Blendenlamellenlagerring 4 mit der Verschlusszeitsteuerkurve 71 nicht verstellt.

   Nach Durchführung der Blitzlichtaufnahme kann die Kamera lediglich durch Drehen des Handeinstellers 28, bis die Marke 30 wiederum dem entsprechenden Symbol des Bereiches 31b der Skala 31 gegenübersteht, in die Einstellage für selbsttätige Belichtungsregelung   überführt   werden. 



   Zur Durchführung von Aufnahmen mit der Ball-Stellung des Verschlusses wird der Handeinsteller 28 in der entgegengesetzten Richtung verstellt, so dass die Marke 30 auf einen der Werte des Bereiches 31a der Skala 31 zeigt. Hiebei gelangt zunächst der Steuerstift 33 des Ball-Hebels 20 in den erweiterten Be- reich der Steuerausnehmung 32. Gleichzeitig wird über den Mitnehmeranschlag 34 und den Mitnehmer- lappen 26 der Blendenlamellenlagerring 4 bis auf den gewünschten Wert verdreht. Hiedurch ergibt sich wiederum eine Veränderung der wirksamen Blendenöffnung. 



   Bei dieser Einstellbewegung wird auch der Steuerstift 47 des Segmentes 12 des Zeitregelwerkes mit beeinflusst. Diese Verstellung der Verschlusszeit spielt jedoch praktisch keine Rolle, da Aufnahmen mit der Ball-Einstellung des Verschlusses in der Regel mit Verschlusszeiten von mehr als 1 sec durchge- führt werden, während die Verstellung des steuerstiftes 47 lediglich eine Veränderung der Verschlusszeit in einem Bereich von etwa 1/30 bis 1/500 sec hervorruft. 



   Das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 3 unterscheidet sich von den vorbeschriebenen Ausführungsformen dadurch, dass neben einer Einstellage für selbsttätige Belichtungsregelung zwei Einstellagen für   Handen-   stellung vorgesehen sind, in denen sowohl Verschlusszeit als auch Blende beeinflusst werden. In der einen Handeinstellage können dabei diejenigen Zeit-Blenden-Paarungen eingestellt werden, die für die jeweils gegebene Aufnahmehelligkeit die grösste Tiefenschärfe gewährleisten, während in der andern Handeinstellage diejenigen Zeit-Blenden-Paarungen einstellbar sind, die unter Berücksichtigung der herrschenden Helligkeit zur Aufnahme von bewegten Objekten besonders geeignet sind. 



   Bei dieser Ausführungsform sind wiederum an der Verschlussplatine 10 der hintere Teil 2a des Innentubus befestigt sowie das Segment 12 drehbar gelagert. Auf den hinteren Teil 2a des Innentubus ist der Blendenlamellenlagerring 3 aufgesetzt. Der Blendenlamellenlagerring 4 sitzt auf dem vorderen Teil 2b des Innentubus, der an   dec Zwischenplatine   66 angeschlossen ist. Die Platine 66 ist, ebenso wie beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2, mit der   Verschlussplatine   10 über den hülsenförmigen Ansatz 67 verbunden. In der Zwischenplatine 66 sind neben dem Schlitz 68 und der Ausnehmung 69 ein weiterer Schlitz 75 für den Steuerstift 76, der auf das Segment 12 aufgesetzt ist, vorgesehen.

   Der Steuerstift 76 durchsetzt weiterhin die Aussparung 73 des Blendenlamellenlagerringes 3 sowie eine weitere Ausnehmung 77 im Blendenlamellenlagerring 4 und liegt mit seinem einen Ende an einer Zeitsteuerkurve 78 an, die in den Handeinsteller 28 eingeschnitten ist. Die Zeitsteuerkurve 78 ist in zwei Bereiche mit je zwei Abschnitten 78a, 78b bzw. 78c, 78d unterteilt. Dabei sind die Abschnitte 78a und 78c als Teile eines Kreisbogens um die Drehachse des Handeinstellers 28 ausgebildet. Liegt daher der Steuerstift 76 an diesen Abschnitten an, so ruft eine Verdrehung des Handeinstellers 28 keine Verstellung des Steuerstiftes 76 und damit der Verschlussöffnungszeit hervor. Die Abschnitte 78b und 78d sind dagegen gegenüber den Abschnitten 78a und 78c geneigt und können somit eine Verstellung des Steuerstiftes 76 bei der Verdrehung des Handeinstellers 28 hervorrufen. 



   Der Handeinsteller 28 trägt wiederum die Einstellmarke 30, die mit einer Skala 79 zusammenwirkt. 



  Die Skala 79 umfasst einen ersten Bereich 79a, der ein Symbol für die Automatik-Einstellage aufweist, sowie zwei weitere Bereiche 79b, 79c, auf die Lichtwerte sowie jeweils ein Symbol für das entsprechende Steuerprogramm aufgetragen sind. 



   Zur Übertragung der Einstellbewegung vom Handeinsteller 28 auf die Lagerringe 3, 4 dienen wiederum der Mitnehmeranschlag 34, der den Schlitz 68 der Zwischenplatine 66 durchsetzt, sowie die Mitnehmerlappen 25, 26. Die Mitnehmerlappen 25, 26 liegen in der Ruhestellung an dem Anschlag 24 unter der Wir- 

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   kung der Zugfeder 27 bzw. der nicht dargestellten, am Übertragungsgetriebe angreifenden Federn an. Der Anschlag 24 ist dabei an der Verschlussplatine 10 befestigt. Seine Länge und damit der gegenseitige Abstand der Mitnehmerlappen 25, 26 in der Ruhestellung ist gleich der Länge des Abschnittes 78b der Verschlusszeitsteuerkurve 78 bemessen. Hiedurch wird erreicht, dass zunächst die Verschlusszeit und erst ani schliessend die Blendenöffnung verändert werden kann. 



  Am Blendenlamellenlagerring 4 greift die Koppelstange 36 an, deren anderes Ende am Blendenstellhebel 38 angelenkt ist. Der Blendenstellhebel 38, der nur teilweise dargestellt ist, ist ebenso ausgebildet wie derjenige gemäss Fig. 1. Das gleiche gilt für den Verschlusszeitstellhebel 40, dessen Steuerkurve 46 mit dem verlängerten rückwärtigen Ende des Steuerstiftes 76 zur Einstellung der Verschlusszeit bei selbsttätiger Belichtungsregelung zusammenwirken kann. Der Stellhebel 40 trägt darüber hinaus den Verriegelungsansatz 49, der eineAusnehmung 80 derVerschlussplatine 10 sowie die Ausnehmung 69 der Zwischenplatine 66 durchsetzt und in der Ruhestellung des Handeinstellers 28 vor dem äusseren Ende der Ausnehmung 50 steht. 



  Die Verschlusszeitsteuerkurve 78 und die Blendenlamellenlagerringe 3 und 4 der Anordnung gemäss Fig. 3 sind so angeordnet, dass in der Ruhestellung die grösste Blendenöffnung und die längste Verschluss- öffnungszeit, beispielsweise 1/30 sec, eingestellt sind. Dabei weisen die zwischen den Lagerringen 3, 4 angeordneten Blendenlamellen 5, von denen nur eine dargestellt ist, Steuerschlitze auf, die in'zwei Bereiche 8a, 8b unterteilt sind. Die Bereiche 8a, 8b sind so ausgebildet, dass, solange die Stifte 6 im Bereich 8a verstellt werden, eine Verschwenkung der Blendenlamellen 5 um die Stifte 7 erfolgt, während die Lamellen 5 nach Eintritt des Stiftes 6 in den Bereich 8b ihre gegenseitige Lage nicht mehr verändern.

   Die Länge der Bereiche 8a bzw. 8b entspricht dabei der Länge der Abschnitte 78c bzw. 78d der Verschlusszeitsteuerkurve 78. " Hinsichtlich der Durchführung. der selbsttätigen Belichtungsregelung bestehen bei der Anordnung gemäss Fig. 3 keine Unterschiede gegenüber der Einrichtung gemäss Fig. 1. Die Regelung wird wiederum durch den Druck auf die nicht dargestellte Messtaste ausgelöst. Hiedurch werden die Stellhebel 38 bzw. 40 entsprechend der vom Belichtungsmesser gemessenen Helligkeit verstellt.

   Die Verstellbewegung hat zum einen eine Verdrehung des über die Koppelstange 36 an den Blendenstellhebel 38 angeschlossenen Lager-   
 EMI6.1 
 Steuerkurve 46 des Verschlusszeitstellhebels 40 der Steuerstift 76 und damit das Segment 12 mit dem in den Bewegungsbereich eines nicht dargestellten Antriebsgliedes des Verschlusses mehr oder minder weit hineinführbaren Stift 65 verstellt. Hiedurch ergibt sich eine Veränderung der Verschlussöffnungszeit. 



  Gleichzeitig tritt der Verriegelungsansatz 49 in die Ausnehmung 50 und verhindert dadurch eine ungewollte Verstellung des Handeinstellers 28. 



   Nach Freigabe der Messtaste geht die Anordnung unter der Wirkung der an dem die Stellhebel 38, 40 und die Koppelstange 36 umfassenden Kraftübertragungsgetriebe angreifenden Federn wieder in die in Fig. 3 dargestellte Ausgangsstellung zurück. Die Anordnung ist dabei so getroffen, dass bei der selbsttätigen Belichtungsregelung die Verschlusszeit und die Blende fortlaufend miteinander verstellt werden. 



  Sollen nun sehr schnell bewegte Motive oder Motive, die eine sehr grosse Tiefenschärfe erfordern, aufgenommen werden, so kann dies durch Betätigen des Handeinstellers 28 erfolgen. 



   Zur Aufnahme sehr schnell bewegter Motive wird zunächst die Aufnahmehelligkeit, beispielsweise mit dem eingebauten Belichtungsmesser, gemessen und dann der so ermittelte Lichtwert unter Benutzung der Marke 30 an der Skala 79b eingestellt. Die hiezu erforderliche Verdrehung des Handeinstellers 28 ruft zunächst eine Veränderung der Verschlusszeit hervor, da der Steuerstift 76 entlang des Abschnittes 78b der Zeitsteuerkurve gleitet. Die Blende wird hiebei noch nicht verstellt, da der Mimehmeranschlag 34   den Mitnehmerlappen 25 noch nicht erreicht. Ist die Aufnahmehelligkeit   gross, so gelangt der Steuerstift 76 vom Abschnitt 78b der Steuerkurve in den Abschnitt 78a. In diesem Abschnitt erfolgt keine weitere Verstellung des Steuerstiftes 76.

   Dagegen hat nunmehr der Mitnehmeranschlag 34 den Mitnehmerlappen 25 erreicht und kann somit den Blendenlamellenlagerring 3 verdrehen. Dies hat eine Veränderung der wirksamen Blendenöffnung zur Folge. 



   Nach Einstellung der Marke 30 auf den gewünschten Lichtwert des Bereiches 79b der Skala 79 kann die Aufnahme ausgelöst werden. Anschliessend können weitere Handeinstellungen durchgeführt oder durch Einstellen der Marke 30 auf den Bereich 79a der Skala 79 die Kamera wieder in die Einstellage für selbsttätige Belichtungsregelung überführt werden. 



   Soll ein Motiv, bei dem eine grosse Tiefenschärfe erforderlich ist, aufgenommen werden, so wird   nach Ermittlung des Lichtwertes die Marke   30 auf den entsprechenden Wert des Bereiches 79c der Skala 79 eingestellt. Bei dieser Einstellbewegung des Handeinstellers 28 gleitet der Steuerstift 76 zunächst entlang 

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 des Abschnittes 78c der Steuerkurve 78, ohne verstellt zu werden. Dagegen nimmt der Mitnehmeran- schlag 34 den Mitnehmerlappen 26 und damit den Blendenlamellenlagerring 4 sofort mit. Da hiebei die
Stifte des Lagerringes 4 in dem wirksamen Teil 8a des Steuerschlitzes 8 der Blendenlamellen 5 gleiten, wird hiedurch eine Veränderung der wirksamen Blendenöffnung erreicht. 



   Bei grösserer Aufnahmehelligkeit gelangt der Steuerstift 76 in den Bereich 78d, der eine Verstellung des Steuerstiftes und damit des Segmentes 12 hervorruft. Gleichzeitig gelangen die Stifte 6 in die unwirk- samen Bereiche 8b der Steuerschlitze 8, in denen keine weitere Verstellung der Blendenlamellen erfolgt. 



   Es wird daher nunmehr bei konstanter Blende nur noch die Verschlusszeit geregelt. 



   Durch   die Betätigung des Handeinstellers   28 ist in allen Handeinstellagen die Ausnehmung 50 aus dem
Weg des Verriegelungsansatzes 49 herausgeführt worden, so dass eine ungewollte Verstellung von Ver- schlusszeit oder Blende durch Betätigen der Messtaste vermieden ist. 



   An Stelle der beschriebenen Lichtwerteinstellung bei der Betätigung des Handeinstellers 28 könnte dieser Einsteller auch in an sich bekannter Weise mit dem Nachführzeiger für den Belichtungsmesserzeiger versehen werden. Dann kann auf das Auftragen von Lichtwertziffern auf den Bereichen 79b, 79c der Skala 79 verzichtet werden. 



   Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Beispielsweise könnte an Stelle eines der Handeinstellprogramme der Anordnung gemäss Fig. 3 auch eine Blitzlichteinstellage gemäss Fig. l und 2 vorgesehen sein. Auch können die verschiedenen Lichtwerten zugeordneten Verschlusszeit-Blenden-Paarungen sowohl bei der selbsttätigen Belichtungsregelung als auch bei den Handeinstellprogrammen nach verschiedenen Gesichtspunkten ausgewählt werden. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Kamera mit einer die Belichtungszeit und die Blendenöffnung beeinflussenden selbsttätigen Belichtungsregelvorrichtung, die einen Verschluss und eine mit zwei beweglichen Blendenlamellen-Lagerringen versehene Blende umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass ein von einer mittleren Einstellage für selbsttätige Belichtungsregelung zur Handeinstellung von Belichtungswerten in zwei Drehrichtungen bewegbarer Handeinsteller (28) vorgesehen ist, der in jeder Drehrichtung mit einem der Blendenlamellenlagerringe (3, 4) in Mitnahmeverbindung überführbar und mit einem Träger eines in mindestens einer Drehrichtung   wirksamen Verschlusszeitsteuergliedes, beispielsweise   einer Verschlusszeitsteuerkurve   (71 ;

     78) für die einstellbaren Belichtungszeiten oder einer Steuerausnehmung (32) für die Ball-Einstellung, fest verbunden oder kuppelbar ist und dass die Belichtungsregelvorrichtung ein   KraftUbertragungsgetriebe   zur selbsttätigen Einstellung des einen Blendenlamellenlagerringes umfasst.

Claims (1)

  1. 2. Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Blendenlamellenlagerringe (3, 4) unabhängig voneinander drehbar angeordnet und unter der Wirkung von Rückholfedern (27,42) gegen feste Anschläge (24) geführt sind.
    3. Kamera nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Handeinsteller (28) als konzentrisch zu den Blendenlamellenlagerringen (3, 4) drehbar gelagerter Ring ausgebildet ist.
    4. Kamera nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Handeinsteller (28) mindestens einen Mitnehmeranschlag (34) trägt, der entsprechend der Drehrichtung in den Handeinstellagen mit je einem Mitnehmerlappen (25, 26) eines der beiden Blendenlamellenlagerringe (3, 4) zu dessen Verstellung zusammenwirkt.
    5. Kamera nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Handeirsteller (28) wenigstens ein Verschlusszeitsteuerglied (32, 78) eingeschnitten ist.
    6. Kamera nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Handeinsteller (28) mit einem Verschlusszeitsteuerglied (78) in Mitnahmeverbindung verbunden ist, das zwei unterschiedlich ausgestaltete, je einem Handeinstellbereich zugeordnete Steuerbereiche (78a, 78b bzw. 78c, 78d) aufweist.
    7. Kamera nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Blendenlamellenlagerringe (3, 4) fest mit einem Verschlusszeitsteuerglied (71) verbunden ist.
    8. Kamera nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das EMI7.1
    9. Kamera nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraft- übertragungsgetriebe (36, 38, 40) für die selbsttätige Belichtungsregelung an den einen lediglich die Blendenlamellen (5) beeinflussenden Lagerring (4) angeschlossen ist und einen zusätzlichen, eine Verschlusszeitsteuerkurve (46) tragenden Steller (45) vorzugsweise einen Stellar, umfasst. <Desc/Clms Page number 8>
    10. Kamera nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftübertragungsgetriebe zwei einzeln um eine gemeinsame Achse (39) drehbare Stellhebel (40,38) für Verschlusszeit und Blende umfasst, von denen der eine Stellhebel (40) mittels einer Antriebsfeder (51) gegen eine Steuerfläche (55) eines Abtastschiebers (54) geführt ist sowie einen Mitnehmeransatz (48) trägt und von denen der andere Stellhebel (38) mittels einer der Antriebsfeder (51) entgegenwirkenden Feder (42) in Anlage an den Mitnehmeransatz (48) gehalten ist.
    11. Kamera nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Handeinsteller (28) und dem Kraftübertragungsgetriebe (36, 38, 40 ; 70) eine wechselweise EMI8.1
    ;12. Kamera nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsvorrichtung aus einem Verriegelungsansatz (49) an einem Stellhebel (40, 70) des Getriebes (36, 38. 40 ; 70) und einem Einschnitt (50) am Handeinsteller (28) besteht und der Einschnitt (50) in der Automatikeinstellage in dem bei Durchführung einer Belichtungsregelung zu durchmessenden Weg des Ansatzes (49) steht, während der Ansatz.
    (49) in den Handeinstellagen an einer Umfangsfläche des Handeinstellers (28) anliegt.
    13. Kamera nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Einschnitt (50) entsprechend dem Weg des Ansatzes (49) gebogen ist und seine Breite die Breite des Ansatzes (49) geringfügig übersteigt.
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