AT222123B - Verfahren zur Herstellung neuer 2-(p-Aminobenzolsulfonamido)-5-alkoxypyrimidine - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer 2-(p-Aminobenzolsulfonamido)-5-alkoxypyrimidine

Info

Publication number
AT222123B
AT222123B AT1186160A AT1186160A AT222123B AT 222123 B AT222123 B AT 222123B AT 1186160 A AT1186160 A AT 1186160A AT 1186160 A AT1186160 A AT 1186160A AT 222123 B AT222123 B AT 222123B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
group
sep
aminobenzenesulfonamido
alkoxypyrimidines
new
Prior art date
Application number
AT1186160A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Schering Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schering Ag filed Critical Schering Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT222123B publication Critical patent/AT222123B/de

Links

Landscapes

  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung neuer   2- (p-Aminobenzolsulfonamido) -5-alkoxypyrimidine   
Es wurde gefunden, dass man zu neuen, langwirkenden Benzolsulfonamidoderivaten, nämlich 2- (p-   Aminobenzolsulfonamido) -5-alkoxypyrimidinen,   gelangen kann, wenn man   Benzolsulfon-, -sulfen- oder     -sulfinsäuren,   deren Kern in p-Stellung durch eine Amino- oder in eine solche überführbare Gruppe substituiert ist, entsprechend dem in der deutschen Patentschrift Nr. 971656 angegebenen Verfahren, 
 EMI1.1 
 Alkoxygruppe bedeutet, reagieren lässt. Als solche ss-Dicarbonylverbindungen seien z. B. alkoxylierte Malondialdehydderivate und Methoxymalonsäurediäthylester genannt.

   Nach der Umsetzung werden gegebenenfalls in 4- und bzw. oder 6-Stellung befindliche Hydroxygruppen durch Wasserstoff ersetzt, worauf man erforderlichenfalls, wenn von Sulfen- oder Sulfinsäuren ausgegangen worden ist, die Sulfongruppe durch Oxydation gewinnt, und wenn man von einer in die Aminogruppe überführbaren Gruppe am Benzolring ausgegangen ist, die Aminogruppe freisetzt. 



   Die so hergestellten 2-Sulfanylamido-5-alkoxypyrimidine gehören in die Gruppe der hochwirksamen Benzolsulfonamide der Pyrimidinreihe und unterscheiden sich von den bekannten Vertretern dieser Reihe durch die Substitution des Pyrimidinringes in 5-Stellung durch eine Alkoxygruppe, z. B. eine Methoxygruppe oder eine Äthoxygruppe. Es wurde nun gefunden, dass sie die gleich gute Wirkung besitzen, wie sie den bekanntesten Vertretern aus dieser und auch ähnlicher Gruppen von Sulfonamiden zukommen, u. zw. sowohl hinsichtlich der Anwendungsbreite als auch der Wirkungsstärke. 



   Dies zeigte sich in einer Reihe von Vergleichsversuchen mit   2-Cp-Aminobenzolsulfonamido) -pyrimidin,   dem Wirkstoff vieler bekannter Arzneimittel, und mit dem ebenfalls therapeutisch bewährten Sulfanilamido-äthyl-thiodiazol. Diese Versuche wurden als in-vitro-Untersuchungen im Plattenverdünnungstest mit antagonistenfreiem Busamagar   (2%     Fleischhydrolysat "Busam", 1% Dextrose, 0, 5%   Kochsalz, Agar) mit 5% Pferdeblutsatz durchgeführt. Die Sulfonamidkonzentrationen in den Platten betrugen 1 : 10. 000,   1 : 30. 000, 1 : 100. 000, 1 : 300. 000, 1 : 1, 000. 000.   Von den im folgenden aufgeführten Keimen wurden auf jede Platte 10 Impfstriche gegeben. 



   Deutliche bis völlige Hemmung des Bakterienwachstums ergab sich in guter Übereinstimmung bei den Verdünnungen 1 : 30. 000 und 1 : 100. 000, in einzelnen Fällen (Br. abortus Bang, E. coli, Str. pyrogenes) sogar 1 : 300. 000. 



   Die Toxizität liegt im Vergleich mit Sulfonamiden von entsprechend hoher Wirksamkeit in der gleichen Grössenordnung. 
 EMI1.2 
 
<tb> 
<tb> 



  Kleinste <SEP> KKleinste <SEP> tödHche <SEP> Dosis <SEP> 
<tb> Verbindung <SEP> ing/kg <SEP> Ratte <SEP> i. <SEP> v. <SEP> LD/50
<tb> 2-Sulfanilamido-5-methoxy-pyrimidin <SEP> 1, <SEP> 1 <SEP> 
<tb> 2-Sulfanilamido-pyrimidin <SEP> 0, <SEP> 9 <SEP> 
<tb> 3-Sulfanilamido-6-methoxy-pyridazin <SEP> 1, <SEP> 1
<tb> 3-Sulfanilamido-2-phenyl-pyrazol <SEP> 0,7
<tb> 
 
Gegenüber den nicht alkoxylierten Pyrimidinverbindungen stellte es sich als besonderer Vorteil heraus, dass bei der Anwendung am Menschen ein besonders hoher Blutspiegelgehalt erreicht wird und überraschend lange aufrechterhalten bleibt. Bereits bei Verabreichung von 1 g Natriumsalz des 2-Sulfanilamido-5-methoxypyrimidins per os wurde ein Blutspiegel erreicht, der nach 4-8 Stunden durchschnittlich zwischen 4 und 5 mg/100 cm3 beträgt.

   Bei Darreichung intravenös wird nach 1 Stunde eine Blutspiegel von über 5 mg/100 cm3 im Blut festgestellt. Auch nach 24 Stunden lag der Blutspiegel in allen durchgeführten Versuchen noch über 3 mg/100 cm3, teilweise sogar bei 4   mg/100     cm3.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Mit dem chemisch nächststehenden Sulfonamid, dem   2-Sulfanilamido-pyrimidin,   wird ein etwa gleich hoher Blutspiegelgehalt (von etwas über 4 mg/100 cm3) erst nach peroraler Darreichung von 3 X 1 g erreicht, der sich bereits nach 20 Stunden auf 2 mg/100 cm3 vermindert. 



   Entsprechend langsam erfolgt auch die Harnausscheidung des 2-Sulfanilamido-5-methoxypyrimidins. 



  Sie beträgt durchschnittlich nach peroraler wie auch intravenöser Gabe von 1 g der Prüfungssubstanz nach 24 Stunden weniger als 30% der Eingabe. Davon ist nur ein kleiner Bruchteil acetyliert. 



   Gerade in letzter Zeit wendet sich das Interesse mehr und mehr den langwirkenden Sulfonamiden zu, um die lästigen, bei der heutigen Therapie in kurzen Abständen zu wiederholenden Darreichungen, die zur Aufrechterhaltung eines wirksamen Blutspiegels notwendig sind, auf eine geringere Anzahl, die in längeren Abständen erfolgen kann, zu beschränken. Es war keineswegs vorauszusehen, dass die Einführung der Alkoxygruppe in die 5-Stellung des Pyrimidinringes von   2-Sulfanilamido-pyrimidin   eine derartige Wirkungsverlängerung zur Folge hat.

   Besonders überraschend ist es, dass diese Wirkungsverlängerung ohne Herabsetzung der Wirkungsstärke einhergeht, insbesondere dann, wenn man berücksichtigt, dass bisher bereits eine grosse Anzahl von Substitutionen an diesem Pyrimidinkern versucht worden ist, die in den meisten Fällen mit einem Wirkungsverlust verbunden ist. Auch die Einführung der Alkoxygruppe in 4-Stellung und in 6-Stellung wurde bereits beschrieben und ging mit einer derart starken Herabsetzung der bakteriostaten Wirkung einher, dass diese Substanzen für den praktischen Gebrauch wertlos schienen (vgl. dazu z. B. Am. Journ. Chem. Soc., 1947, Bd. 69, II, S. 3072-3078). Auch eigene Versuche bestätigten, dass eine Einführung einer Methoxygruppe in 4-Stellung und in 6-Stellung des hetero-   cyclische   Ringes von 2-Sulfanilamido-pyrimidin zu einer starken Wirksamkeitsminderung führte. 



   Beispiel :
26 g Acetylsulfaguanidin, 12 g Natriummethylat und 16 g Methoxymalonsäuredimethylester werden in 200 ml Methanol 8 Stunden im Autoklaven auf 140   C erhitzt. Nach dem Erkalten wird der Niederschlag abgesaugt und in 300 ml Wasser gelöst. Durch Fällen der Lösung mit Salzsäure werden 30 g 2- (4-   Acetamino-benzolsulfonamido)-4, 6-dihydroxy-5-methoxypyrimidin   vom Zersetzungspunkt   195-200  C   erhalten. 



   30 g dieser Verbindung werden mit 160 ml Phosphoroxychlorid   1/2   Stunde unter Rückflusskühlung gekocht. Das überschüssige Phosphoroxychlorid wird anschliessend im Vakuum abdestilliert, der Rückstand auf Eis gegossen und 1 Stunde gerührt. Die entstandene Lösung wird über Kohle filtriert und mit Ammoniak auf ein   pu-vos   6 bis 7 gebracht. Der Niederschlag von   2-(4-Acetaminobenzolsulfonamido)-     4, 6-dichlor-5-methoxypyrimidin   wird abgesaugt und in 450   ml l   n-Natronlauge mit 20 g Zinkstaub 2, 5 Stunden bei 95   C gerührt. Vom Zink wird heiss abfiltriert. Zur vollständigen Verseifung der Acetylgruppe wird das Filtrat nach Zugabe von 50 ml   35%iger   Natronlauge noch 1 Stunde auf dem Dampfbad erhitzt. 



  Nach Klären der Lösung mit Kohle werden durch Fällung mit Eisessig   19,   5   g 2-C 4-Aminobenzolsulfon-     amido)-5-methoxypyrimidin   vom Fp. =   210-2120 C   erhalten. Die Reduktion der Dichlorverbindung kann auch in Methanol in Gegenwart säurebindender Basen, wie Kalziumcarbonat, durch Hydrierung mit Palladium ausgeführt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung neuer 2- (p-Aminobenzolsulfonamido) -5-alkoxypyrimidine, dadurch gekennzeichnet, dass man Benzolsulfon-, -sulfen- oder -sulfinsäuren, deren Kern in p-Stellung durch eine Aminogruppe oder in eine solche überführbare Gruppe substituiert ist, in Form ihrer Sulfonylguanidine mit zur ringschliessenden Kondensation geeigneten, am mittleren Kohlenstoffatom alkoxylierten ss-Dicarbonylverbindungen mit der Gruppe-CO-CHX-CO-, worin X eine Alkoxygruppe bedeutet, gegebenenfalls unter nachfolgendem Ersatz der Hydroxylgruppen in 4- und bzw. oder 6-Stellung des Pyrimidinringes durch Wasserstoff, umsetzt, erforderlichenfalls das Umsetzungsprodukt zur Sulfonsäure oxydiert und bzw. oder die Aminogruppe am Benzolring freisetzt.
AT1186160A 1959-07-08 1960-05-09 Verfahren zur Herstellung neuer 2-(p-Aminobenzolsulfonamido)-5-alkoxypyrimidine AT222123B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE222123X 1959-07-08

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT222123B true AT222123B (de) 1962-07-10

Family

ID=5843704

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT1186160A AT222123B (de) 1959-07-08 1960-05-09 Verfahren zur Herstellung neuer 2-(p-Aminobenzolsulfonamido)-5-alkoxypyrimidine

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT222123B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2154245C3 (de) 3-Hydrazino-6-(2-hydroxypropylamino)-pyridazinderivate, Verfahren zu ihrer Herstellung und sie enthaltendes pharmazeutisches Präparat
DE2337154C2 (de) Neue Carbazolderivate
DE2713933C2 (de)
AT222123B (de) Verfahren zur Herstellung neuer 2-(p-Aminobenzolsulfonamido)-5-alkoxypyrimidine
DE1101428B (de) Verfahren zur Herstellung langwirkender Aminobenzolsulfonsaeure-amidderivate
AT219598B (de) Verfahren zur Herstellung neuer 2-(p-Aminobenzolsulfonamido)-5-alkoxypyrimidine
DE2250103A1 (de) Pyrido-pyrimidine, verfahren zu ihrer herstellung und verfahrenszwischenprodukte
CH441336A (de) Verfahren zur Herstellung neuer langwirkender 2-(p-Aminobenzolsulfonamido)-5-alkoxypyrimidine
DE2427272B2 (de) (5), Verfahren zur Herstellung sowie dieses enthaltende Arzneimittel
DE1283841B (de) Basisch substituierte AEther des AEthanolamins
DE3048318A1 (de) 4-alkoxyalkyl substituierte (beta)-carbolin-3-carbonsaeurederivate, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung als arzneimittel
DE1000387C2 (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, in 9-Stellung substituierten 1, 10-Diazaanthracenen
AT254405B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Aminosteroiden
DE1147946B (de) Verfahren zur Herstellung von Phenthiazinderivaten und ihren Saeureadditionssalzen
DE1195321B (de) Verfahren zur Herstellung von substituierten Chinazolon-(4)-derivaten
CH540900A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Carbonsäuren
DE663586C (de) Verfahren zur Darstellung neuartiger Abkoemmlinge des 8-Oxychinolins
DE1670378C (de) Verfahren zur Herstellung des Salzes aus4-n-Butyl-3,5-dioxo-l,2-diphenylpyrazolidin und dem beta-Diäthylamino-äthylamid der p-Chlorphenoxyessigsäure
AT278037B (de) Verfahren zur Herstellung neuer borhaltiger heterocyclischer Verbindungen
AT202133B (de) Verfahren zur Herstellung von gemischten, sekundären Aminen und deren Salzen
DE1670494C3 (de) Borhaltige heterocyclische Verbindungen
AT167093B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen, antiepileptisch wirkenden 1,3,3-Trimethyl-2,4-dioxopiperidins
AT146819B (de) Verfahren zur Darstellung von Diaminochinolinen.
AT323161B (de) Verfahren zur herstellung neuer 2-carboxy-4-oxo-4h, 10h(2)-benzopyrano-(4,3-g)-(1)-benzopyrane und ihrer salze
AT294809B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen p-Aminobenzoesäureaniliden und deren Salzen