AT221367B - Verfahren zur Beeinflussung der Gradation von farbenphotographischem Kopiermaterial - Google Patents

Verfahren zur Beeinflussung der Gradation von farbenphotographischem Kopiermaterial

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AT221367B
AT221367B AT671860A AT671860A AT221367B AT 221367 B AT221367 B AT 221367B AT 671860 A AT671860 A AT 671860A AT 671860 A AT671860 A AT 671860A AT 221367 B AT221367 B AT 221367B
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Austria
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gradation
exposure
influencing
color photographic
copy
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AT671860A
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Heinz Dr Berger
Hans Dr Berghaus
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Agfa Ag
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C5/00Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)
  • Control Of Exposure In Printing And Copying (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Beeinflussung der Gradation von farbenphotographischem Kopiermaterial 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 flachung des Bildes notwendig ist. Für die eigentliche Hauptbelichtung durch die Kopiervorlage wird die Kopierfilterung in bekannter Weise gesondert bestimmt. 



   Nach einer besonderen Anwendungsform des Verfahrens kann man hiemit ein an   sich"kippendes"   Kopiermaterial in Farbbalance bringen oder umgekehrt. Hiezu muss man die Schichten mit zu steilen Gradationen mit dem Licht vorbelichten, für das sie empfindlich sind. Wenn beispielsweise eine soge-   nannte"kippende"Gradation   des Kopiermaterials vorliegt, d. h. wenn die drei Farbdichtekurven des farbenphotographischen Mehrschichtenmaterials nicht parallel oder übereinander liegen oder zumindest eine Gradation steiler ist als die andern, kann eine Neutralstellung des Materials dadurch erzielt werden, dass die Emulsionsschicht mit der steileren Gradation mit dem Licht vorbelichtet wird, für das sie empfindlich ist, wodurch die gewünschte Verflachung dieser Einzelgradation eintritt. 



   Die Zusatzbelichtung kann gegebenenfalls mit subtraktiven oder additiven Filtern durchgeführt werden. 



   Das Verfahren ist hauptsächlich für die maschinelle Verarbeitung von farbenphotographischem Mehrschichtenmaterial geeignet, jedoch kann es auch für die Gradationsbeeinflussung von Blattware Verwendung finden. 



   In der Zeichnung ist eine gemäss dem vorliegenden Verfahren erzielte Gradationsbeugung einer Einzelschicht eines Mehrschichtenmaterials beispielsweise dargestellt. 



   Kurve I zeigt die Gradationskurve, die ohne Vorbelichtung erhalten wurde. 



   Für Kurve II wurde eine Vorbelichtung, die   4, 30/0   der Gesamtbelichtung beträgt, verwendet. 



   Für Kurve III beträgt die Vorbelichtung   7%   der Gesamtbelichtung. 



   Beispiel : Es wird ein Positivmaterial der folgenden Zusammensetzung verwendet :
Auf einem Schichtträger aus barytiertem Rohpapier befindet sich eine rotempfindliche Chlorsilbergelatine-Emulsion mit folgendem Farbstoff als Sensibilisator : 
 EMI2.1 
 und einer Farbstoffkomponente der folgenden Konstitution : 
 EMI2.2 
 Darüber befindet sich eine grünempfindliche Chlorsilbergelatine-Emulsion mit folgendem Farbstoff als Sensibilisator : 
 EMI2.3 
 und einer Farbstoffkomponente der Konstitution : 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 und darauf eine unsensibilisierte blauempfindliche   Bromsilbergelatine-Emulsion   mit folgender Farbstoffkomponente : 
 EMI3.2 
 
Für dieses Positivmaterial wird zunächst der Neutralwert ermittelt.

   Dies kann in einfacher Weise folgendermassen geschehen :
Man vereinigt eine Anzahl Farbfilter und kopiert diese mit üblichem Kopierlicht durch eine schwarzweisse Vorlage auf das Positivmaterial. Die Filterkombination wird so lange geändert, bis die schwarzweisse Vorlage auf dem Positivmaterial neutralgrau ohne Farbstich wiedergegeben wird. Die so ermittelte Kopierfilterung findet für die Zusatzbelichtung Verwendung. Ist   z. B.   ein blauer Farbstich vorhanden, muss zur Erzielung einer neutralgrauen Kopie je ein purpurnes und blaugrüne Filter entsprechender Dichte verwendet werden. Diese Filter müssen dann für die Zusatzbelichtung Anwendung finden. 



   Ein belichteter und   handelsüblicher Dreischichten-Negativfilm   wird unter Verwendung einer subtraktiven Filterkombination in bekannter Weise auf das oben beschriebene Positivmaterial kopiert, so dass das auf dem Negativfilm aufgenommene Originalbild auf dem Positivmaterial neutral wiedergegeben wird. 



  Hat das Farbnegativ beispielsweise einen stark grünen Farbstich, muss die Bildbelichtung mit einem Purpurfilter der entsprechenden Dichte erfolgen. 



   Anschliessend wird das Positivmaterial ohne Zwischenschaltung des Negativs diffus mit der vorher für den Neutralwert ermittelten Filterung, z. B. wie oben mit je einem purpurnen und blaugrünen Filter, zusätzlich belichtet, wobei Intensität bzw. Zeit der Zusatzbelichtung etwa   10-20%   der Hauptbelichtung betragen soll, und dann wie üblich farbentwickelt, gebleicht, fixiert und gewässert. 



   Man erhält eine neutrale Wiedergabe des Originalbildes, wobei jedoch der Gammawert der erhaltenen Kopie nur 2,4 beträgt, während er ohne Zusatzbelichtung 3, 0 betragen würde. 



   Die gleichen Resultate erhält man, wenn man die Zusatzbelichtung vor oder gleichzeitig mit der Bildbelichtung vornimmt. 



   Die Wirkungsweise des Verfahrens ist nicht auf subtraktive Mehrschichtenverfahren beschränkt. Eine entsprechende Übertragung auf additive Mehrfarbenverfahren ist ohne weiteres möglich. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Beeinflussung der Gradation von farbenphotographischem Kopiermaterial beim Kopieren von subtraktiven Mehrfarbenvorlagen auf subtraktives Mehrschichtenmaterial, dadurch gekennzeichnet, dass man vor, während oder nach der Kopierbelichtung ohne Zwischenschaltung der Vorlage eine diffuse Zusatzbelichtung vornimmt, wobei man für die Bildbelichtung die für die Neutralstellung des Bildes erforderliche Kopierfilterung verwendet, für die Zusatzbelichtung aber die Kopierfilterung, die der Neutralstellung des Kopiermaterials allein entspricht.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzbelichtung höchstens 20% der Gesamtbelichtung beträgt. <Desc/Clms Page number 4>
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzbelichtung mit solchem farbigen Licht erfolgt, für das die steilste oder die steilsten Schichten des Kopiermaterials empfindlich sind.
AT671860A 1959-09-03 1960-09-02 Verfahren zur Beeinflussung der Gradation von farbenphotographischem Kopiermaterial AT221367B (de)

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