AT220988B - Vorrichtung zum Stillsetzen von Spinn- und Zwirnspindeln - Google Patents

Vorrichtung zum Stillsetzen von Spinn- und Zwirnspindeln

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AT220988B
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Rieter Joh Jacob & Cie Ag
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  Vorrichtung zum Stillsetzen von   Spinn- und Zwirnspindeln   
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Stillsetzen von   Spinn- und Zwirnspindeln.   



   Es sind bereits Spindelbremsen bekannt, bei denen die Antriebsverbindung des Bandes mit dem Spindelwirtel unterbrochen,   d.     h.   das Antriebsband vom Spindelwirtel abgehoben wird. Da das Band aber weiterhin an der Antriebstrommel liegt und somit weiter   umläuft, gleitet es   auf dem abhebenden Organ während der ganzen Bremszeit und unterliegt auf diese Weise einer verstärkten Abnützung. Da es ferner wegen der Bremsstellung noch gute Gleiteigenschaften aufweisen soll, kann es auch nicht, um den Schlupf auf ein Minimum zu reduzieren, mit sehr guten Adhäsionseigenschaften ausgestattet werden. Diese sich naturgemäss widersprechenden Forderungen müssen notwendigerweise zu einem Kompromiss führen, der keine optimalen Betriebsbedingungen zulässt.

   Die erwähnten Abhebevorrichtungen haben zudem noch den Nachteil, dass die Spindel trotzdem noch entweder von Hand oder durch eine zusätzliche Bremse stillgesetzt werden muss, da die Spinnerin nicht warten kann, bis die Spindel von selbst ausgelaufen ist. 



   Andere Vorschläge zum schnellen Stillsetzen einer Spindel betreffen das Abheben des Bändchens bei Tangentialriemen vom Spindelwirtel. Um jedoch ein schnelles Stillsetzen zu erreichen, muss, insbesondere bei schweren Kopsen, die eine sehr lange Auslaufzeit benötigen, trotzdem noch eine Bremse vorgesehen werden. Solche Ausführungen sind jedoch nur bei Langriemenantrieben bekanntgeworden, während es sich beim Erfindungsgegenstand um eine Vorrichtung zum Stillsetzen von   Spinn- und Zwimspindeln han-   delt, deren Wirtel mit einem eigenen, jeder Spindel zugeordneten Antriebsbändchen angetrieben wird, das um einen rotierenden Antriebskörper und eine Spannrolle gelegt ist. 



   Auch ist bereits vorgeschlagen worden, eine lose auf einer Büchse umlaufende Antriebshülsenscheibe mit Hilfe einer Innenbackenbremse abzubremsen. Zwar wird hiebei durch Ausrücken der Kupplung der Antrieb unterbunden, aber die Spindel selbst nicht gebremst und man muss deren Auslaufen abwarten. 



   Wieder eine andere bekannte   Ausführungsform   betrifft das Bremsen der Spindel durch Anpressen eines Bügels, der unter Federspannung gehalten wird unter gleichzeitiger Abschwenkung der Spannrolle. Hiebei wird zwar eine gewisse Verringerung des Verschleisses des Bändchens erreicht, doch läuft dieses, wenn auch unter verminderter Spannung, nach wie vor auf dem Spindelwirtel weiter und eine Unterbrechung des Antriebes findet nicht statt. Das Abheben einer Druckwalze an sich in den verschiedensten bekannten Formen vermag eine schnell wirkende Bremsung und eine Aufhebung des Riemchenverschleisses nicht zu erbringen. 



   Diesen bekannten Ausführungen und Vorschlägen gegenüber betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Stillsetzen von   Spinn-und Zwirnspindeln,   deren Wirtel mit einem eigenen, jeder Spindel zugeordneten Antriebsbändchen angetrieben wird, das um einen rotierenden Antriebskörper und eine Spannrolle gelegt ist ; die Erfindung besteht bei einer derartigen Vorrichtung im wesentlichen darin, dass ein die Berührung zwischen dem Antriebsbändchen und dem Antriebskörper unterbrechendes Abhebeorgan vorgesehen ist. Eine derartige Anordnung hat den Vorteil, dass die Abnützung des Bandes infolge Gleitens auf ein Minimum reduziert wird, da nach dem Abheben des Bändchens dieses nach wenigen Umläufen samt Spindel und Spannrolle zum Stillstand kommt.

   Dadurch wird es möglich, das Bändchen mit sehr guten Adhäsionseigenschaften zu versehen und zu einer erheblichen Verbesserung der Mitnahme des Wirtels beizutragen. 



   Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnung im einzelnen näher beschrieben. Es zeigt : Fig. l 

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 einen Ausschnitt aus der SpindelbankinschaubildlicherDarstellung mit der Spindelbremse in Ruhestellung und Fig. 2 eine ebensolche Darstellung mit der Spindelbremse in Brems- bzw. Bandabhebestellung. 



   Mit einer Spindelbank 1 ist ein Spindelunterteil 2 in üblicher Weise verschraubt, in welchem ein um- laufender Spindeloberteil 3 gelagert ist. Parallel zur Spindelbank 1 verläuft in unmittelbarer Nähe der
Spindel eine Antriebswelle 4, die in passenden Abständen von Lagern 5 (nur eines gezeichnet) drehbar ge- lagert ist. Letztere sind wiederum mittels einer Schraubenverbindung 6 an der Spindelbank 1 befestigt. 



   Jeder Spindel zugeordnet ist eine starr mit der Welle verbundene Antriebsscheibe 7 und eine frei umlau- fende Spannrolle 8, die auf einem unter Federspannung stehenden Schwenkhebel 9 frei drehbar gelagert ist. Ein schmales Antriebsband 10 umschlingt den Wirtel 11 des Spindeloberteils 3, läuft um die   Spanrol-   le 8 und liegt zwischen diesen beiden Elementen auf der Antriebsscheibe 7 auf, wobei der Umschlingungs-   winkel je nach Länge des Bändchens und der Durchmesser der Scheibe 7 und der Spannrolle 8 mehr oder weniger unter 900 bleibt.

   Auf die Antriebswelle 4, u. zw. in unmittelbarer Nähe der Antriebsscheibe, ist   ein Kugellager aufgepresst, dessen Aussenring 12 eine Scheibe 13 trägt, die sich in eine zur Antriebswelle 4 konzentrische, zylindrische und über etwa 900 reichende Bandabhebefläche 14 axial fortsetzt und die Antriebsscheibe 7 demgemäss auf etwa einem Viertel ihres Umfanges überdeckt. Auf diese zylindrische Fläche 14 aufgeschweisst ist ein Betätigungshebel 15, der mit einem auf die Spindelbank aufgeschraubten L-Profil 16 als Anschlag in seiner Schwenkbewegung um die Antriebsachse begrenzt wird. 



   Es ist auch denkbar, dass die drehbare Lagerung der als Bremselement dienenden Scheibe auf einer die Antriebswelle mit Spiel umfassenden, mit der Spindelbank fest verbundenen Manschette erfolgt, womit sich das hochbeanspruchte Lager 13 erübrigt. 



   Die Funktionsweise der Spindelbremse ist folgende : Durch Hinabschwenken des Hebels 9 bis zum Anschlag mit der Spindelbank 1   (Fig. l)   wird die Bandabhebefläche in Nichtbremsstellung gebracht, so dass die Antriebsscheibe 7 im Auflagebereich des Bandes freigelegt wird und dieses zum Aufliegen auf der Antriebsscheibe kommt, was die Mitnahme desselben einleitet. Die Bremsung erreicht man nun dadurch, dass der Hebel 15 bis zum Anschlag 16 hochgestellt wird, wodurch das Band 10 von der Antriebsscheibe 7 abgehoben,   d. h.   der Antrieb unterbrochen   twird.   Nach einigen wenigen Umläufen wird das Band durch die Aussenseite der Bandabhebefläche gebremst, die Spindel und Spannrolle werden zum Stillstand gebracht. Eine Abnützung des Bandes durch langzeitiges Gleiten auf einem umlaufenden Teil ist somit ausgeschlossen.

   Das Band kann nun ohne jeden Nachteil mit sehr guten Hafteigenschaften gegenüber dem getriebenen als auch dem treibenden Teil des Antriebes versehen werden. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Vorrichtung zum Stillsetzen von   Spinn- und Zwirnspindeln, deren   Wirtel mit einem eigenen, jeder Spindel zugeordneten Antriebsbändchen angetrieben wird, das um einen rotierenden Antriebskörper und eine Spannrolle gelegt ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Berührung zwischen dem   Antriebsbänd-   chen und dem Antriebskörper unterbrechendes Abhebeorgan vorgesehen ist.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Abhebeorgan zwischen den rotierenden Antriebskörper und das Antriebsbändchen einschiebbar ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Abhebeorgan einen zum Antriebskörper konzentrischen Bandabhebeteil in Form eines Zylindersegmentes besitzt, der um die Achse des rotierenden Antriebskörpers von einer Bändchenabhebe- oder Bremsstellung in eine Ruhestellung verschwenkbar ist.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Bandabhebeteil auf dem rotierenden Antriebskörper selbst gelagert ist.
AT816159A 1959-01-23 1959-11-11 Vorrichtung zum Stillsetzen von Spinn- und Zwirnspindeln AT220988B (de)

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