DE565148C - Freilauf- bzw. Schleppkupplung mit Reibungsschluss, insbesondere fuer Bandwalzwerke - Google Patents

Freilauf- bzw. Schleppkupplung mit Reibungsschluss, insbesondere fuer Bandwalzwerke

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DE565148C
DE565148C DES96109D DES0096109D DE565148C DE 565148 C DE565148 C DE 565148C DE S96109 D DES96109 D DE S96109D DE S0096109 D DES0096109 D DE S0096109D DE 565148 C DE565148 C DE 565148C
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Germany
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sleeve
coupling
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freewheel
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DES96109D
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D41/00Freewheels or freewheel clutches
    • F16D41/22Freewheels or freewheel clutches with clutching ring or disc axially shifted as a result of lost motion between actuating members

Description

Die Erfindung bezieht sich auf Freilaufbzw. Schleppkupplungen, insbesondere für Bandwalzwerke, mit einer innen rund gedrehten Kupplungsmuffe und einem auf den außen — 5 rund gedrehten Walzenzapfen aufgesetzten Ring. Die bisher bekannten Kupplungen dieser Art sind als Klinkenkupplungen ausgebildet, bei denen die Mitnahme des einen Kupplungsringes von dem anderen Kupplungsring mittels einer Klinke bewirkt wird.
Demgegenüber erfolgt bei der Kupplung gemäß der Erfindung die Bewegungsübertragung von dem einen auf den anderen Kupplungsteil durch Reibung.
An sich sind Schleppkupplungen für Walzwerke mit Reibungsschluß bekannt.
Es sind ferner auch Reibungskupplungen vorgeschlagen worden, bei denen der eine Kupplungsteil in Gewindegängen läuft und durch Schraubwirkung an den anderen Kupplungsteil angepreßt wird. Zum Schalten dieser Kupplungen ist jedoch ein Eingriff von außen her notwendig, so daß sich diese Kupplungen für Freilauf- bzw. Schleppkupplungen für WaIzwerke nicht· eignen.
Bei Walzwerken ist es vielmehr notwendig, daß das Schalten der Kupplung bei Störungen im Walzbetrieb selbsttätig bzw. zwangläufig erfolgt, hervorgerufen durch den Unterschied der Geschwindigkeiten der beiden Kupplungselemente, d. h. also derart, daß bei plötzlicher Geschwindigkeitsverminderung der Schleppwalze eine Augenblickskupplung mit der Antriebsspindel erfolgt, die so lange anhält, bis die Schleppwalze ihre normale Geschwindigkeit erreicht hat und wieder frei als Schleppwalze läuft.
Die Erfindung besteht nun im wesentlichen darin, daß der auf den Walzenzapfen aufgesetzte Ring in Achsrichtung als zweiteilige Hülse so ausgebildet ist, von denen der eine Teil auf die Antriebsspindel fest oder gleitbar aufgekeilt ist und der andere lose auf der Spindel sitzende Teil Außengewinde trägt und mit einem Anschlag der mit der kleineren von zwei Walzen mit verschiedenem Durchmesser gekuppelten Kupplungsmuffe zusammenarbeitet.
Die beiden Hülsenteile sind mit kegelförmigen, ineinanderpassenden Ansätzen versehen, die durch Reibung die Bewegung übertragen. Der gleitbar aufgekeilte Hülsenteil wird mittels einer Feder gegen den anderen Hülsenteil gedrückt. Erfindungsgemäß sind die Hülsenteile in der Kupplungsmuffe durch einen mit der Muffe an der Spindelseite verschraubten Deckel in ihrer Lage gesichert.
Der Konus der neuen Kupplung ergibt eine große Reibung und ermöglicht ein besseres Fassen der Kupplung, als es bei den bisher bekannten, vorgenannten Reibungskupplungen der Fall ist. Die neue Kupplung arbeitet durchaus selbsttätig und erfüllt die erwähnten Bedingungen für Schleppkupplungen. Je größer der Widerstand ist, um so mehr steigert sich der Anpressungsdruck der Kupplung, so daß entweder der Widerstand, z. B. ein Knoten im Walzenmaterial, überwunden wird oder die Deckelschrauben reißen müssen. Nach Überwindung des Widerstandes und zunehmender
Geschwindigkeit der Schleppwalze nimmt der Anpressungsdruck auch sofort wieder ab auf das Maß des Federdruckes.
Sodann hat die neue Kupplung noch den Vorteil, daß die Teile sehr langsam oder fast gar nicht verschleißen, weil die Kupplung nur in Störungsfällen in Tätigkeit tritt.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Kupplung gemäß der Erfindung dargestellt, ίο und zwar zeigen:
Fig. ι eine schematische Darstellung des Walzwerkes mit der erfindungsgemäßen Kupplung,
Fig. 2 die Kupplung im Längsschnitt, Fig. 3 eine Ansicht der Walzenzapfenseite der Kupplung,
Fig. 4 eine Ansicht.der Spindelseite der Kupplung.
Die Kupplung nach Fig. 2 besteht aus der Kupplungsmuffe a, die mit der Schleppwalze b mittels eines sogenannten Kleeblattzapfens gekuppelt ist, der in entsprechende Ausnehmungen c der Kupplungsmuffe α eingreift. Die Antriebsspindel /' trägt einen Ringteil g, der bei h gleitbar auf die Antriebsspindel f aufgekeilt ist. Weiter trägt die Antriebsspindel f einen Ringteil i, der eine konische Ausdrehung d besitzt, die über einen entsprechenden Konus k am Ringteil g greift. Der Ringteil g hat eine ringförmige Aussparung I, in der eine Spiralfeder m sitzt, welche den Ringteil g gegen die konische Ausdrehung d des Ringteiles i zu drücken bestrebt ist. Der Ringteil i hat ferner am Umfang eine ein- oder mehrgängige Schraube mit einer nicht selbstsperrenden Steigung s, die mit entsprechenden Schraubengängen t am Innenumfang der Muffe α zusammenarbeitet. An der Spindelseite der Kupplungsmuffe α ist mit der Muffe α ein Deckel 0 verschraubt, der die Lage der Ringteile g, i in der Kupplungsmuffe sichert. Zwischen den Deckel 0 und den Ringteil g ist ein Zwischenring ft, ζ. Β. aus Bronze oder Messingblech, eingeschaltet.
Die Wirkungsweise der Kupplung gemäß der Erfindung beruht darauf, daß die mit ihr gekuppelte Schleppwalze b einen um mindestens 3% kleineren Durchmesser hat, als die mit der festen Kupplung q gekuppelte Walze r. Der Drehsinn der Walze b erfolgt in Richtung der eingezeichneten Pfeile. Da die Walzen h, r fest aufeinander laufen und die obere Walze infolge des geringeren Durchmessers eine höhere Umlaufzahl hat als die von dem Strang bzw. von der Kammwalze angetriebene Spindel der Ober- und Unterwalze, wird die Muffe α durch die feste Verbindung auf der Walzenzapfenseite durch den an der Walze b sitzenden Kleeblattzapfen mitgenommen und erhält folglich die gleiche, höhere Umläufzahl der Schleppwalze b. Infolgedessen gleitet die Kupplungsmuffe α relativ zu dem Ringteil g, der die Umlaufzahl der Antriebsspindel f hat, über diesen hinweg, und zwar geschieht dieser Vorgang folgendermaßen: Bei normalem Arbeitsgang hat die Muffe a durch den Einfluß der dünneren Walze 6 eine größere Drehzahl als der Ringteil g und die Scheibe ft, weil diese auf der Antriebsspindel f durch einen Keil h befestigt sind. Durch den Federdruck m wird der Ringteil g jedoch im Konus d, k gegen den Ringteil i gedrückt, so daß der letztere infolge der Relativbewegung an den Schraubengängen t sich fest gegen u anlegt. In diesem Augenblick nimmt der Ringteil i dieselbe Geschwindigkeit wie die Kupplungsmuffe α άτι und gleitet leicht über den Konus k des Ringteiles g. Im Augenblick einer Störung bzw. Geschwindigkeitsverminderung der Schleppwalze schraubt sich die Muffe α im entgegengesetzten Sinne über dem Körper * hinweg, und zwar so lange, bis der Ringteil g von der Scheibe ft bzw. dem Deckel 0 in seiner Axialverschiebung aufgehalten wird. Dadurch wird ein derartig großer Reibungsdruck im Konus d, k ausgeübt, daß der Ringteil i einerseits mitgenommen wird und seine Geschwindigkeit durch die Schraubengänge t auf die Muffe a überträgt, die andererseits die Schleppwalze b wieder mitnimmt und das Stehenbleiben der Walzen somit verhindert. In dem Augenblick, wo die Schleppwalze δ wieder ihre Ursprungliehe höhere Umlaufzahl erreicht hat, löst sich die Muffe α wieder im umgekehrten Sinne, und der Druck auf die Schrauben P verschwindet. Die Walze b läuft mithin wieder frei als Schleppwalze, was für das Bandwalzen unbedingt erforderlich ist.
Die beschriebene und dargestellte Freilaufoder Schleppkupplung gemäß der Erfindung kann natürlich in Einzelheiten abweichend ausgeführt werden, ohne aus dem Rahmen der Erfindung herauszufallen. So könnte beispielsweise die Bauart den Zweck des Freilaufes bei gleichbleibendem Prinzip auf andere Weise, z. B. durch Innenbackenbremsen oder Reibungsbandfedern lösen.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Freilauf- bzw. Schleppkupplung mit Reibungsschluß, insbesondere für Bandwalzwerke, mit einer innen rund gedrehten Kupplungsmuffe und einem auf den außen rund gedrehten Walzenzapfen aufgesetzten Ring, wobei der eine Teil der Reibungskupplung in Gewindegängen läuft und durch Schraubwirkung an den anderen Kupplungsteil angepreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der auf den Walzenzapfen aufgesetzte Ring in Achsrichtung als zweiteilige Hülse ausgebildet ist, von denen der eine Teil auf der Antriebsspindel fest oder gleitbar aufgekeilt ist und der andere, lose auf der Spindel sitzende Teil Gewinde trägt, mit
    einem Anschlag (it) versehen ist und mit der die kleinere von zwei Walzen verschiedenen Durchmessers kuppelnden Kupplungsmuffe zusammenarbeitet.
  2. 2. Kupplung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Hülsenteile mit kegelförmigen, ineinanderpassenden Ansätzen versehen sind, die durch Reibung die Bewegung übertragen.
  3. 3. Kupplung nach Anspruch 1 und 2, da- Jο durch gekennzeichnet, daß der gleitbar aufgekeilte Hülsenteil mittels einer Feder gegen den anderen Hülsenteil gedruckt wird.
  4. 4. Kupplung nach Anspruch 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Hülsenteile in der Kupplungsmuffe durch einen mit der Muffe an der Spindelseite befestigten Deckel in ihrer Lage gesichert sind.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DES96109D 1931-01-15 1931-01-15 Freilauf- bzw. Schleppkupplung mit Reibungsschluss, insbesondere fuer Bandwalzwerke Expired DE565148C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE762423C (de) * 1940-12-24 1953-08-24 Schloemann Ag Hilfsantrieb fuer die als Schleppwalze arbeitende Oberwalze eines Walzwerkes
DE973841C (de) * 1953-08-25 1960-06-23 Licentia Gmbh Waschmaschine, insbesondere elektrische Haushaltwaschmaschine, mit einem Fluessigkeits- bzw. Waeschebeweger und einer getrennt hiervon angeordneten Pumpe zum Entleeren des Waschbehaelters
WO1991001826A1 (en) * 1989-08-09 1991-02-21 Keith Sylvester Barraclough Rolling mills

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DE973841C (de) * 1953-08-25 1960-06-23 Licentia Gmbh Waschmaschine, insbesondere elektrische Haushaltwaschmaschine, mit einem Fluessigkeits- bzw. Waeschebeweger und einer getrennt hiervon angeordneten Pumpe zum Entleeren des Waschbehaelters
WO1991001826A1 (en) * 1989-08-09 1991-02-21 Keith Sylvester Barraclough Rolling mills
US5299440A (en) * 1989-08-09 1994-04-05 Barraclough Keith S Rolling mills

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