AT218527B - Verfahren zur Herstellung neuer Hydrazone - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Hydrazone

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AT218527B
AT218527B AT592060A AT592060A AT218527B AT 218527 B AT218527 B AT 218527B AT 592060 A AT592060 A AT 592060A AT 592060 A AT592060 A AT 592060A AT 218527 B AT218527 B AT 218527B
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hydrazones
dihydrazino
dihydrazone
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Hoffmann La Roche
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung neuer Hydrazone 
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer Hydrazone der allgemeinen Formel I   :   
 EMI1.1 
 sowie von Salzen derselben, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein Dihydrazinotriazin der allgemeinen Formel   Il :   
 EMI1.2 
 mit einer   Oxocarbonsäure   der allgemeinen Formel III : 
 EMI1.3 
 umsetzt und das Reaktionsprodukt gegebenenfalls in ein Salz überführt. 



     IndenvorstohendenFormeln   bedeuten   Ri und R   Wasserstoff, Alkyl, insbesondere niederes Alkyl, wie Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, n-Butyl, sec.-Butyl, tert.-Butyl oder n-Heptyl, Aryl, insbesondere Phenyl, oder Aralkyl, wie Benzyl oder   Phenäthyl.     RS   bedeutet eine Carboxyalkyl- oder Carboxylgruppe. 



   Beispiele von Oxocarbonsäuren der Formel III sind dementsprechend: Glyoxylsäure, Brenztraubensäure, ss-Benzoylpropionsäure, Lävulinsäure u.dgl. 



   Nach einer zweckmässigen Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens erhitzt man eine Lösung der Ausgangsstoffe in einem wasserfreien organischen Lösungsmittel zum Sieden. Vorzugsweise verwendet man dabei auf ein Mol des Dihydrazinotriazins etwa 2 Mol der Oxocarbonsäure. Als organisches Lösungsmittel eignet sich speziell   Äthylalkohol,   da in diesem Lösungsmittel die erhaltenen Hydrazone in der Kälte meist schwer löslich sind und deshalb leicht isoliert werden können. 



   Die als Ausgangsstoffe verwendeten   Dihydrazinotriazine   der Formel   H   können wie folgt erhalten werden :
Ein Thiosemicarbazon der allgemeinen Formel IV : 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 worin Z Wasserstoff, eine Alkylgruppe oder ein Metallatom und Ri dasselbe wie oben bedeutet, wird durch Erhitzen in alkalischem Medium zu einem Triazin der Formel V 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 gesetzt, wodurch die Hydroxygruppe durch eine Mercaptogruppe ausgetauscht wird. Durch Umsatz mit   Hydrazin können hierauf die Dimercaptotriazine   in die Dihydrazinotriazine der Formel II übergeführt werden. 



   Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhältlichen Hydrazone zeichnen sich durch blutdrucksenkende Wirkung bei geringer Toxizität aus. Sie wirken zum Teil auch psychotonisch. Dementsprechend sollen sie als Heilmittel verwendet werden. 



   Als zweibasische Carbonsäuren sind die Verfahrensprodukte in wässerigen alkalischen Flüssigkeiten leicht löslich und lassen sich aus denselben als Mono- oder Dialkalisalze durch Einengen gewinnen. 



     Beispiel 1 : DihydrazonausLävulinsäure und3, 5-Dihydrazinotriazin- (l, 2,   4) [Monohydrat] der Formel VI : 
 EMI2.4 
 
Man löst 7 g Lävulinsäure in 50 ml absolutem Äthylalkohol, fügt 4,2 g 3,   5-Dihydrazinotriazin-     - (1,   2,4) zu und erhitzt die Lösung zum Sieden unter Rückfluss. Dabei nimmt die Flüssigkeit eine zunehmend stärker werdende rote Farbe an. Bald scheidet sich ein Niederschlag aus. Nach einer Stunde   lässt   man erkalten und zentrifugiert den gebildeten Niederschlag ab. Dieser ist zu Beginn gummiartig, wird aber nach zwei Tagen   bröcklig-zerreibbar.   Man erhält so 7, 5 g des Dihydrazon-hydrats der Formel VI. 



    Schmelzpunkt : 181 C.    



   Das erhaltene Dihydrazon ist in wässerigen Lösungen von Alkalien, wie Alkalihydroxyd-carbonat und - bicarbonat löslich und lässt sich durch Verdampfen des Wassers als Mono- oder Dialkalisalz isolieren. 



     Beispiel 2 :   Dihydrazon aus Lävulinsäure und 3,   5-Dihydrazino-6-methyl-triazin- (l, 2, 4) [Mono-   hydrat] der Formel VII : 
 EMI2.5 
 
Man erhitzt 1,35 g 3,   5-Dihydrazino-6-methyl-triazin- (l,   2,4) und 2 g Lävulinsäure in 10 ml absolutem Äthylalkohol eine Stunde unter Rückfluss. Dabei färbt sich die Lösung tief gelb. Nach dem Erkalten scheidet sich ein langsam   kristallisierender   Niederschlag aus. Man zentrifugiert diesen Niederschlag ab, wäscht ihn mit Äthylalkohol und lässt ihn an der Luft trocknen. Man erhält so   l,   7 g des Dihydrazon-hydrats der Formel VII. Schmelzpunkt   188 C.   

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Durch Lösen des Dihydrazons in einer wässerigen Lösung von 2 Äquivalenten Natriumbicarbonat und Verdampfen des Wassers im Vakuum lässt sich das Dinatriumsalz gewinnen. 



   Beispiel 3: Dihydrazon aus Brenztraubensäure und 3,5-Dihydrazino-triazin-(1,2, 4) [Monohydrat] der Formel   VIII :   
 EMI3.1 
 
 EMI3.2 
 20 ml absolutem Äthylalkohol. Die Reaktion beginnt sofort unter starker Erwärmung und die Lösung färbt sich tief dunkelrot. Zur Vollendung der Reaktion erhitzt man noch eine Stunde auf dem Wasserbad. Nach dem Erkalten zentrifugiert man den erhaltenen Niederschlag ab. Man erhält so 3,2 g des Dihydrazonhydrats der Formel VIII. Schmelzpunkt über   300 C.   Die Verbindung ist in wässeriger Natriumbicarbonatlösung löslich und lässt sich darauf als Dinatriumsalz isolieren. 



     Beispiel 4 : Dihydrazon   aus Lävulinsäure und 3, 5-Dihydrazino-6-äthyl-triazin-(1, 2,4) [Monohydrat) der Formel IX : 
 EMI3.3 
   Manlöst 16,   9 g   3.   5-Dihydrazino-6-äthyl-triazin-(1,2, 4) und 23, 2 g Lävulinsäure in 100 ml absolutem Äthylalkohol und erhitzt eine Stunde unter Rückfluss. Man lässt dann zwei Tage   in de : Kälte   stehen, zentrifugiert hierauf das kristallisierte Produkt ab und wäscht es mit wenig Alkohol und Äther. Schmelzpunkt 116 C. Das gelbe Produkt ist in wässeriger   Natriumbicarbonatlösung   löslich und lässt sich daraus durch Verdampfen des Wassers als Dinatriumsalz isolieren. 



     Beispiel 5 :   Dihydrazon aus ss-Benzoyl-propionsäure und 3,   5-Dihydrazino-triazin- (l, 2,   4) [Monohydrat] der Formel X : 
 EMI3.4 
 
Man löst   14, 1   g 3, 5-Dihydrazino-triazin-(1, 2,4) und 35,6 g   8-Benzoyl-propionsäure   in 100 ml absolutem, warmem Äthylalkohol. Nach kurzer Zeit beginnt das Dihydrazon auszukristallisieren. Man erhitzt noch etwa eine halbe Stunde. Nach dem Erkalten zentrifugiert man ab. Das gebildete Dihydrazin ist gelblich und schmilzt unter Zersetzung bei 190-192 C. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE :- 1. Verfahren zur Herstellung neuer Hydrazone der allgemeinen Formel I ; EMI3.5 <Desc/Clms Page number 4> worin Rt und R2 ein Wasserstoffatom oder eine 6 Alkyl-. Aryl- oder Aralkylgruppe bedeuten und R3 eine Carboxyalkyl- oder Carboxylgruppe darstellt, sowie von Salzen solcher Hydrazone, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Dihydrazino-triazin der allgemeinen Formel II : EMI4.1 EMI4.2 EMI4.3 worin R ! und R3 die eingangs angegebene Bedeutung besitzen, umsetzt und das Reaktionsprodukt gegebenenfalls in ein "Salz überführt.
    2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man pro Mol Dihydrazino-triazin etwa 2 Mol Oxocarbonsäure verwendet.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Ausgangsstoffe durch Erhitzen in Gegenwart eines wasserfreien organischen Lösungsmittels, insbesondere Äthylalkohol, umsetzt.
AT592060A 1959-08-14 1960-08-02 Verfahren zur Herstellung neuer Hydrazone AT218527B (de)

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