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Verfahren zur Herstellung neuer Hydrazone
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer Hydrazone der allgemeinen Formel I :
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sowie von Salzen derselben, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein Dihydrazinotriazin der allgemeinen Formel Il :
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mit einer Oxocarbonsäure der allgemeinen Formel III :
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umsetzt und das Reaktionsprodukt gegebenenfalls in ein Salz überführt.
IndenvorstohendenFormeln bedeuten Ri und R Wasserstoff, Alkyl, insbesondere niederes Alkyl, wie Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, n-Butyl, sec.-Butyl, tert.-Butyl oder n-Heptyl, Aryl, insbesondere Phenyl, oder Aralkyl, wie Benzyl oder Phenäthyl. RS bedeutet eine Carboxyalkyl- oder Carboxylgruppe.
Beispiele von Oxocarbonsäuren der Formel III sind dementsprechend: Glyoxylsäure, Brenztraubensäure, ss-Benzoylpropionsäure, Lävulinsäure u.dgl.
Nach einer zweckmässigen Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens erhitzt man eine Lösung der Ausgangsstoffe in einem wasserfreien organischen Lösungsmittel zum Sieden. Vorzugsweise verwendet man dabei auf ein Mol des Dihydrazinotriazins etwa 2 Mol der Oxocarbonsäure. Als organisches Lösungsmittel eignet sich speziell Äthylalkohol, da in diesem Lösungsmittel die erhaltenen Hydrazone in der Kälte meist schwer löslich sind und deshalb leicht isoliert werden können.
Die als Ausgangsstoffe verwendeten Dihydrazinotriazine der Formel H können wie folgt erhalten werden :
Ein Thiosemicarbazon der allgemeinen Formel IV :
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worin Z Wasserstoff, eine Alkylgruppe oder ein Metallatom und Ri dasselbe wie oben bedeutet, wird durch Erhitzen in alkalischem Medium zu einem Triazin der Formel V
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gesetzt, wodurch die Hydroxygruppe durch eine Mercaptogruppe ausgetauscht wird. Durch Umsatz mit Hydrazin können hierauf die Dimercaptotriazine in die Dihydrazinotriazine der Formel II übergeführt werden.
Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhältlichen Hydrazone zeichnen sich durch blutdrucksenkende Wirkung bei geringer Toxizität aus. Sie wirken zum Teil auch psychotonisch. Dementsprechend sollen sie als Heilmittel verwendet werden.
Als zweibasische Carbonsäuren sind die Verfahrensprodukte in wässerigen alkalischen Flüssigkeiten leicht löslich und lassen sich aus denselben als Mono- oder Dialkalisalze durch Einengen gewinnen.
Beispiel 1 : DihydrazonausLävulinsäure und3, 5-Dihydrazinotriazin- (l, 2, 4) [Monohydrat] der Formel VI :
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Man löst 7 g Lävulinsäure in 50 ml absolutem Äthylalkohol, fügt 4,2 g 3, 5-Dihydrazinotriazin- - (1, 2,4) zu und erhitzt die Lösung zum Sieden unter Rückfluss. Dabei nimmt die Flüssigkeit eine zunehmend stärker werdende rote Farbe an. Bald scheidet sich ein Niederschlag aus. Nach einer Stunde lässt man erkalten und zentrifugiert den gebildeten Niederschlag ab. Dieser ist zu Beginn gummiartig, wird aber nach zwei Tagen bröcklig-zerreibbar. Man erhält so 7, 5 g des Dihydrazon-hydrats der Formel VI.
Schmelzpunkt : 181 C.
Das erhaltene Dihydrazon ist in wässerigen Lösungen von Alkalien, wie Alkalihydroxyd-carbonat und - bicarbonat löslich und lässt sich durch Verdampfen des Wassers als Mono- oder Dialkalisalz isolieren.
Beispiel 2 : Dihydrazon aus Lävulinsäure und 3, 5-Dihydrazino-6-methyl-triazin- (l, 2, 4) [Mono- hydrat] der Formel VII :
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Man erhitzt 1,35 g 3, 5-Dihydrazino-6-methyl-triazin- (l, 2,4) und 2 g Lävulinsäure in 10 ml absolutem Äthylalkohol eine Stunde unter Rückfluss. Dabei färbt sich die Lösung tief gelb. Nach dem Erkalten scheidet sich ein langsam kristallisierender Niederschlag aus. Man zentrifugiert diesen Niederschlag ab, wäscht ihn mit Äthylalkohol und lässt ihn an der Luft trocknen. Man erhält so l, 7 g des Dihydrazon-hydrats der Formel VII. Schmelzpunkt 188 C.
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Durch Lösen des Dihydrazons in einer wässerigen Lösung von 2 Äquivalenten Natriumbicarbonat und Verdampfen des Wassers im Vakuum lässt sich das Dinatriumsalz gewinnen.
Beispiel 3: Dihydrazon aus Brenztraubensäure und 3,5-Dihydrazino-triazin-(1,2, 4) [Monohydrat] der Formel VIII :
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20 ml absolutem Äthylalkohol. Die Reaktion beginnt sofort unter starker Erwärmung und die Lösung färbt sich tief dunkelrot. Zur Vollendung der Reaktion erhitzt man noch eine Stunde auf dem Wasserbad. Nach dem Erkalten zentrifugiert man den erhaltenen Niederschlag ab. Man erhält so 3,2 g des Dihydrazonhydrats der Formel VIII. Schmelzpunkt über 300 C. Die Verbindung ist in wässeriger Natriumbicarbonatlösung löslich und lässt sich darauf als Dinatriumsalz isolieren.
Beispiel 4 : Dihydrazon aus Lävulinsäure und 3, 5-Dihydrazino-6-äthyl-triazin-(1, 2,4) [Monohydrat) der Formel IX :
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Manlöst 16, 9 g 3. 5-Dihydrazino-6-äthyl-triazin-(1,2, 4) und 23, 2 g Lävulinsäure in 100 ml absolutem Äthylalkohol und erhitzt eine Stunde unter Rückfluss. Man lässt dann zwei Tage in de : Kälte stehen, zentrifugiert hierauf das kristallisierte Produkt ab und wäscht es mit wenig Alkohol und Äther. Schmelzpunkt 116 C. Das gelbe Produkt ist in wässeriger Natriumbicarbonatlösung löslich und lässt sich daraus durch Verdampfen des Wassers als Dinatriumsalz isolieren.
Beispiel 5 : Dihydrazon aus ss-Benzoyl-propionsäure und 3, 5-Dihydrazino-triazin- (l, 2, 4) [Monohydrat] der Formel X :
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Man löst 14, 1 g 3, 5-Dihydrazino-triazin-(1, 2,4) und 35,6 g 8-Benzoyl-propionsäure in 100 ml absolutem, warmem Äthylalkohol. Nach kurzer Zeit beginnt das Dihydrazon auszukristallisieren. Man erhitzt noch etwa eine halbe Stunde. Nach dem Erkalten zentrifugiert man ab. Das gebildete Dihydrazin ist gelblich und schmilzt unter Zersetzung bei 190-192 C.
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