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Vorrichtung zum Klettern auf Seilen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Klettern auf Seilen, mit einer am Seile entlang bewegbarenSeilklemme, die über ein Verbindungsglied mit einem Tritteil verbunden ist unddasSeilklemmend umgreifen kann. Es ist eine Vorrichtung dieser Art vorgeschlagen worden, gemäss welcher der Tritteil und das Verbindungsglied zwischen diesem und der Seilklemme durch einen Metallbügel gebildet ist und die Seilklemme eine aus Metall bestehende Zange vorstellt, die bei Belastung des Tritteiles das Seil, längs welchem gekletter werden soll, klemmt, wobei diese Klemmwirkung noch von Hand aus unterstützt werden kann.
Wenn nun die kletternde Person für jeden Fuss eine solche Vorrichtung zur Verfügung hat und durch Klemmen der einen für den zugeordneten Fuss eine Stütze schafft, so kann die andere durch Lösen, Heben und neuerliches Klemmen eine höher gelegene Unterlage für den andern Fuss schaffen, so dass es auf diese Weise, unter abwechselnder derartiger Betätigung beider Vorrichtungen möglich ist, an einem Seil wie auf einer Leiter hochzusteigen. und ähnliches gilt für das Absteigen längs des Seiles.
Gegen die bekanntgewordene Klettervorrichtung ist jedoch einzuwenden, dass sie sehr schwer und sperrig ist und somit beispielsweise für alpinistische Zwecke kaum geeignet sein wird. Die Ausführung mit Zange muss naturgemäss die Einrichtung auch sehr verteuern.
Die Erfindung setzt sich das Ziel, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so auszuführen, dass sie bei geringem Gewicht zu einem wenig Raum beanspruchenden Päckchen zusammengelegt werden kann und dass sie aus einfachen Teilen besteht, d. h. metallische Formteile gänzlich vermeidet. Im wesentlichen wird dies durch eine zweckentsprechende Ausgestaltung der S eilk1emme erreicht.
Demgemäss kennzeichnet sich die Erfindung dadurch, dass die Seilklemme aus einer Mehrzahl stollenartiger Einzelteile zusammengesetzt ist, welche auf einer am Handteller befestigbaren biegsamen Unterlage aufgereiht sind und in der Gebrauchslage quer zu den Fingern verlaufen und sich durch Krümmen der Finger zu einem sich um das Seil legenden und dieses klemmenden Hohlkörper ergänzen lassen, wobei das Verbindungsglied zumindest in seinem oberen Ende ebenfalls ein biegsamer Draht- oder Seilkörper ist, welcher. zweckmässig ineinzelneAdemgeteilt, durch dieStollen in einer ungefähr zu den Fingern parallelen Richtung hindurchgezogen und an diesen gesichert ist. Auf diese Weise kommt man zu einer Vorrichtung, die wenig wiegt und wenig Raum beansprucht und durch einfaches Überziehen über die Hand benützungsfertig ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist schem tisch in der Zeichnung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. l die Vorrichtung auf der Hand, Fig. 2 einen Horizontalschnitt durch das gestreckte Stollensystem, d. h. ungefähr einen Schnitt nach der Linie n-II der Fig. 1, jedoch durch Weglassung der Hand vereinfacht, und Fig. 3 das System nach Fig. 2 in der Klemmlage. Es wird im folgenden nur eine Vorrichtung be- schriebeJ1. Jmd obgleich theoretisch auch schon die Verwendung einer einzigen Vorrichtung eine Erleichterung beim Klettern verschafft, versteht es sich, dass man in der Praxis stets ein Paar solcher Vorrichtungen verwenden wird.
InFig. Ibezeichnet l das Seil, längs welchem hochgeklettert oder abgestiegen werden soll ; es ist der Deutlichkeit halber im Mittelbereich weggebrochen. 2 sind die Stollen, die auf einer biegsamen Unterlage 3, vgl. auch die Fig. 2 und 3, etwa aus Leder bestehend, auf geeignete Weise befestigt sind. Diese Stollen bestehen aus Holz, Metall, Gummi oder anderem geeignetem Material und sind zweckmässig mit einer geriffelten Innenseite 2a versehen. Die Zahl der Stollen ist nicht kritisch, sie beträgt im gewählten Ausführungsbeispiel sechs. Die. Unterlage 3 kann mittels Schlaufen 4 so über die Hand gestreift werden, dass sich die Stollen 2 an der Handtellerseite befinden.
Das Verbindungsglied zwischen dem nicht dargestellten Tritteil (der z. B. Steigbügelform haben kann oder bloss eine Schlaufe ist) und der Seilklemme ist mit 5 bezeichnet. Es sei dies ein mehr-pier drei-
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adriges Drahtseil, ein Riemen, der in drei Adern ausläuft od. dgl. Wesentlich ist, dass die dreiEnden 5a, 5b, 5c gut biegsam sind und durch die Stollen 2, in Bohrungen 2b, hindurchgehen und am Stollensystem gesichert sind, was im Ausführungsbeispiel so durchgeführt ist, dass die Ademenden 5e, Fig. 2, am äu- ssersten Stollen fixiert sind. Es wäre auch möglich. die Adern durch sämtliche Stollen hindurchzuziehen, sie sodann wieder zu vereinigen und das so gebildete Seil od. dgl. bis zum Tritteil zurückzuführen oder beide Enden des Verbindungsgliedes, wie gezeigt, jedoch gegenläufig zu fixieren.
Das Klemmen desSeiles 1 erfolgt dadurch, dass der Kletternde die Faust ballt. Dadurch legen sich die Stollen2, wie Fig. 3 zeigt, um das Seil l, und dieses lässt sich auf diese Weise sicher klemmen. Das Öffnen der Stollen erfolgt durch Öffnen der Faust.
Man erkennt, dass man das vorliegende Klettergerät in der Nichtgebrauchslage zweckmässig in der aus Fig. 3 ersichtlichen Lage verwahrt, wobei man die Verbindungsglieder 5 über die Stollen wickeln kann.