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Rechenmaschine mit Zehnertastatur
Die Erfindung betrifft eine Rechenmaschine mit Zehnertastatur und einem relativ dazu verschiebbaren, Stellstifte tragenden Einstellwagen, bei der zwei Nulltasten vorgesehen sind, deren eine zur Betätigung eines einzelnen Stellstiftes, die andere dagegen zur gleichzeitigen Betätigung dieses Stellstiftes und eines zu diesem in der Verschiebungsrichtung des Einstellwagens benachbarten zweiten Stellstiftes ausgebildet ist und die mit einem Betätigungsorgan für einen dritten, zu den beiden genannten Stellstiften ebenfalls in der Verschiebungsrichtung des Einstellwagens benachbarten Stellstift versehen ist.
Bei Rechenmaschinen dieser Art war es bisher üblich, für die gleichzeitige Betätigung aller drei Stellstifte eine dritte Nulltaste vorzusehen. Dadurch wird zwar das Eintasten von drei hintereinander stehenden Nullen innerhalb oder am Ende einer Zahl erleichtert. Da aber jede Vergrösserung der Tastenzahl einer Maschine eine Erschwerung ihrer Bedienung mit sich bringt und besonders für das Blindrechnen unerwünscht ist, wird durch die Erfindung die Aufgabe gestellt, mit zwei Nulltasten gleichzeitig auch die Einstellung von drei Nullen in einem Schritt zu ermöglichen.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass ein mit dem dritten Stellstift zusammenwirkender Teil des mit einem Führungsorgan in Verbindung stehenden Betätigungsorgans sowohl in einer zur Verschiebungsrichtung des dritten Stellstiftes parallelen Hauptrichtung als auch in einer zu dieser Richtung quer stehenden Hilfsrichtung verstellbar ist, und dass an den Nulltasten vorgesehene, zu den beiden Richtungen geneigte und bei Betätigung der Nulltasten am Betätigungsorgan angreifende Anschlagflächen bei Betätigung der einen oder andern Nulltaste entgegengesetzt gerichtete Verschiebungen des Teiles des Betätigungsorgans in der Hilfsrichtung bei gemeinsamer Betätigung der Nulltasten aber in der Hauptrichtung bewirken.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, ohne damit die Erfindung auf das gezeigte Ausführungsbeispiel einzuschränken. Es zeigen : Fig. 1 eine perspektivische Stirnansicht eines Teiles einer Rechenmaschine in der Ruhestellung, Fig. 2 einen schematischen Vertikalschnitt durch die Maschine mit niedergedrückter" 0" -Taste bei weggelassener"00"-Taste, Fig. 3 einen schematischen Vertikalschnitt durch die Maschine mit niedergedrückter "00"-Taste und wegge-
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niedergedrückten "0"- und "00"-Tasten.
Der Einstellwagen umfasst zwei im Abstand voneinander befindliche Platten 23, zwischen denen eine feststehende Führungsschiene 13 angeordnet ist, auf der die obere Platte mittels einer Rolle 25 rollt. Die beiden Platten sind mit mehreren Reihen von einander gegenüberstehenden Führungsschlitzen 24 für die Stellstifte und mit weiteren Führungsschlitzen für L-förmige Nullstifte 26,17 und 18 versehen, wobei jedem Nullstift eine der Reihen von Stellstiften zugeordnet ist. Ein beweglicher Anschlag 5 befindet sich im Weg der Nullstifte und dient zur Begrenzung des Weges des Einstellwagens 2, wenn sich dieser nach erfolgtem Niederdrücken einer der beiden Nulltasten 3 und 10 unter dem Einfluss einer nicht dargestellten Feder in Richtung des Pfeiles A verschiebt.
Jeder der Nullstifte kann in seiner Führung niedergedrückt werden, wobei er sich in eine Stellung bewegt, in der er sich ausserhalb des Bereiches des Anschlages 5 befindet.
Zum Niederdrücken der Nullstifte 26,17 und 18 sind drei Stössel 19, 20 und 21 vorgesehen. Das Ende des Stössels 19 liegt über dem längeren Schenkel des Nullstiftes 26, dasjenige des Stössels 20 über den beiden längeren Schenkeln der Nullstifte 26, 17 und dasjenige des Stössels 21 über dem längeren Schenkel
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des Nullstiftes 18. Die beiden Stössel 19 und 20 bilden abgewinkelte Fortsätze der beiden, die Nulltasten 3 und 10 tragenden Schäfte 4 bzw. 9, während der Stössel 21 einen Teil eines Hebels 11 bildet. Die Schäfte 4 und 9 sind in je einem Schlitz in einer oberen, feststehenden Platte 6 geführt und tragen je einen Führungsstift22, der in einen Schlitz in einer untern, ebenfalls feststehenden Platte 7 greift und eine Druck- feder 8 trägt.
An einem an der oberen Platte 6 befestigten Winkelstück 15 ist eine Lasche 12 angelenkt, an der
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nes, über den Bolzen 14 mit Spiel greifendes V-förmiges Joch. Die Federn 8 drücken die Schäfte 4 und 9 nach oben, bis sie mit Anschlägen 29 an der Platte 6 von unten zum Anliegen kommen. Zur Erleichterung der gleichzeitigen Bedienung beider Tasten 3, 10 sind deren benachbarte Endflächen 30 zur Ebene der Schäfte 4,9 schiefstehend ausgebildet.
Der Anschlag 5 wird durch das eine Ende eines an der Platte 7 schwenkbar gelagerten und unter dem Einfluss einer Zugfeder 36 stehenden Hebels 31 gebildet, an dem ein Nocken 32 befestigt ist. Die in Fig. 1 nach hinten abgeschrägte Fläche dieses Nackens steht einem Bolzen 33 gegenüber, den ein Hebel 34 trägt, der an seinem in Fig. 1 hinteren Ende mittels eines an der Platte 7 befestigten Halters 35 schwenkbar befestigt und unter den abgewinkelten Teilen der Stössel 19,20 und 21 hindurchgeführt ist. Dieser Hebel steht in nicht näher dargestellter Weise mit den in den Schlitzen 24 geführten Stellstiften in Antriebsverbindung.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Rechenmaschine ist wie nachfolgend beschrieben. Durch Niederdrücken einer der nicht dargestellten Zifferntasten werden sowohl der unter dieser befindliche, in einem der Schlitze 24 geführte Stellstift als auch der Hebel 34 nach unten gedrückt, wobei der Bolzen 33 am Nocken 32 zum Anliegen kommt und ihn unter Verschwenkung des Hebels 31 nach vorne drückt. In der ausgeschwenkten Stellung dieses Hebels liegt der Anschlag 5 ausserhalb des Bereiches der Nullstifte 2 6, 17,18, so dass sich der Wagen 2 unter dem Einfluss der genannten Feder in Richtung des Pfeiles A um einen Schritt verschiebt. Nach Loslassen der zur Verschiebung des Stellstiftes dienenden Zifferntaste wird der Hebel 31 unter dem Einfluss der Feder 36 in eine Stellung zurückgeschwenkt, in der der Anschlag 5 zwischen die Nullstifte 26 und 17 eingreift.
Gleichzeitig wird der Hebel 34 durch den Nocken 32 nach oben geschwenkt. Die Einstellung einer weiteren Ziffer bewirkt in gleicher Weise die Verschiebung des Wagens 2 um einen Schritt, nach dessen Ausführung der Anschlag 5 zwischen die beiden Nullstifte 17 und 18 zu liegen kommt. In dieser Weise können aus mehreren Ziffern bestehende Zahlen eingestellt werden.
Kommt zwischen zwei beliebigen Ziffern einer Zahl oder am Ende derselben eine Null vor, so wird die Nulltaste 3 gedrückt. Dabei verschiebt der Stössel 19, wie Fig. 2 zeigt, den unter ihm liegenden Nullstift 26 nach unten und verschwenkt gleichzeitig den Hebel 34, wodurch der Anschlag 5 in der beschriebenen Weise aus dem Bereich der Nullstifte heraus gelangt. Mit dem Schaft 4 geht auch der Fortsatz 27 nach unten. Er stösst dabei gegen den Bolzen 14 und verschiebt diesen unter Schiefstellung der Lasche 12 ein wenig nach rechts. Diese Leerbewegung ist jedoch ohne Einfluss auf die Nullstifte des Wagens 2. Dieser bewegt sich nun unter dem Einfluss der auf ihn wirkenden Feder in der Richtung des Pfeiles A, bis der zu dem verschobenen Nullstift in der Richtung entgegen dem Pfeil A benachbarte Nullstift am Stössel 19 zum Anliegen kommt.
Beim darauffolgenden Loslassen der Nulltaste 3 verschiebt sich diese unter dem Einfluss der Feder 8 zusammen mit dem Stössel 19 nach oben und gibt dadurch den Wagen 2 für die Beendigung des angefangenen Schrittes frei. Gleichzeitig wird der Hebel 31 durch die Feder 36 in die Ausgangslage zurückgeschwenkt. Der genannte, zum niedergedrückten Nullstift benachbarte Nullstift kommt bei der Verschiebung des Wagens 2 am Anschlag 5 zum Anliegen und verhindert damit eine weitere Verschiebung des Wagens 2.
Befinden sich in der einzustellenden Zahl oder am Ende derselben zwei aufeinanderfolgende Nullen, so wird die mit zwei aufgedruckten Nullen versehene Taste 10 niedergedrückt, wie dies die Fig. 3 zeigt.
Der mit dem Schaft 9 verbundene Stössel 20 drückt dabei gleichzeitig zwei benachbarte Nullstifte 26,17 und den Hebel 34 nach unten, während der Fortsatz 28 den Bolzen 14 und damit den Hebel 11 ein wenig nach links verschiebt. Wie bereits vorangehend beschrieben, bewegt sich der Wagen 2 nach links. Da aber gleichzeitig zwei Nullstifte niedergedrückt sind, beträgt diese Verschiebung zwei Schritte.
Kommen in der einzustellenden Zahl drei aufeinanderfolgende Nullen vor, so werden die beiden Nulltasten 3 und 10 gleichzeitig niedergedrückt. Dies hat die Verschiebung der Stössel 19, 20 und die Verschwenkung der Hebel 31,34 in der beschriebenen Weise zur Folge. Da nun am Bolzen 14 beide Fort-
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sätze 27,28 gleichzeitig angreifen, wird dieser Bolzen und mit ihm der Hebel 11 gegen die Kraft der
Feder 16 nach unten bewegt. Sein Stössel 21 kommt bei dieser Arbeitsbewegung auf einem Nullstift 18 zum Aufliegen, der in Fig. 4 unmittelbar neben dem vom Stössel 20 verschobenen Nullstift 17 liegt. Da nun drei benachbarte Nullstifte 26,17, 18 niedergedrückt sind, bewegt sich der Wagen 2 beim Loslassen der beiden Nulltasten um drei Schritte.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Rechenmaschine mit Zehnertastatur und einem relativ dazu verschiebbaren, Stellstifte tragenden
Einstellwagen, bei der zwei Nulltasten vorgesehen sind, deren eine zur Betätigung eines einzelnen Stell- stiftes, die andere dagegen zur gleichzeitigen Betätigung dieses Stellstiftes und eines zu diesem in der
Verschiebungsrichtung des Einstellwagens benachbarten zweiten Stellstiftes ausgebildet ist und die mit einem Betätigungsorgan für einen dritten, zu den beiden genannten Stellstiften ebenfalls in der Verschie- bungsrichtung des Einstellwagens benachbarten Stellstift versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit dem dritten Stellstift zusammenwirkender Teil (21) des mit einem Führungsorgan (12) in Verbindung stehenden Betätigungsorganes (11)
sowohl in einer zur Verschiebungsrichtung des dritten Stellstiftes par- alle1enHauptrichtung. als auch in einer zu dieser Richtung quer stehenden Hilfsrichtung verstellbar ist, und dass an den Nulltasten (3,10) vorgesehene, zu den beiden Richtungen geneigte und bei Betätigung der
Nulltasten am Betätigungsorgan (11) angreifende Anschlagflächen (27,28) bei Betätigung der einen oder andern Nulltaste entgegengesetzt gerichtete Verschiebungen des Teiles (21) des Betätigungsorgans (11) in der Hilfsrichtung bei gemeinsamer Betätigung der Nulltasten aber in der Hauptrichtung bewirken.