AT217021B - Verfahren zur Herstellung neuer, flüssiger Alkylenoxydanlagerungsverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer, flüssiger Alkylenoxydanlagerungsverbindungen

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AT217021B
AT217021B AT589160A AT589160A AT217021B AT 217021 B AT217021 B AT 217021B AT 589160 A AT589160 A AT 589160A AT 589160 A AT589160 A AT 589160A AT 217021 B AT217021 B AT 217021B
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ethylene oxide
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alkylene oxide
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Boehme Fettchemie Gmbh
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung neuer, flüssiger Alkylenoxydanlagerungsverbindungen 
 EMI1.1 
 maschinellen Prozesse geringe oder keine Schaumwirkung besitzen. 



   Es wurde gefunden, dass man zu Produkten dieser Art gelangen kann, wenn man bekannten Äthylenoxydanlagerungsprodukten aus höhermolekularen organischen Verbindungen, die über Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff austauschbare Wasserstoffatome gebunden enthalten, Propylenoxyd anlagert. Diese Anlagerungsprodukte lassen sich bei entsprechender Auswahl des Ausgangskomponenten in ihren Eigenschaften den jeweiligen Temperaturbedingungen in einfacher Weise anpassen, sind leicht löslich und geben homogene Lösungen. 



   Die verwendeten Äthylenoxydanlagerungsprodukte können höhermolekulare Kohlenwasserstoffreste von wenigstens 8 Kohlenstoffatomen der aliphatischen, cycloaliphatischen bzw. fettaromatischen Reihe besitzen und Äthylenoxydketten von etwa 5 bis 20 Mol tragen. Es kommen also die bekannten Äthylenoxydanlagerungsprodukte an höhermolekulare Alkohole, Amine, Mercaptane, Carbonsäuren, Sulfonsäuren, Säureamide usw. in Betracht. Produkte dieser Art sind je nach Äthoxylierungsgrad bis zu gewissen Temperaturgrenzen klar wasserlöslich, besitzen ausgezeichnetes Reinigungsvermögen und schäumen stark. 



   Es wurde nun gefunden, dass man ihr Schäumvermögen durch Anlagerung von Propylenoxyd drücken kann. Je mehr Propylenoxyd angelagert wird, um so mehr wird das Schäumvermögens, auch bei niederen Arbeitstemperaturen, gebremst. Die für das Drücken des Schäumvermögen bei einer bestimmten Arbeitstemperatur aufzuwendende Menge Propylenoxyd richtet sich nach der Kettenlänge und der Struktur des Kohlenwasserstoffrestes und nach dem vorliegenden Äthoxylierungsgrad. 



   Geht man von einer bestimmten Kohlenwasserstoffkettenlänge aus, so braucht man zum Löslichmachen eine bestimmte Menge Äthylenoxyd. Um die Schäumfähigkeit zu bremsen, benötigt man, bezogen auf die angelagerte Menge Äthylenoxyd, je nach Arbeitstemperatur die halbe bis doppelte Menge Propylenoxyd. Man kann durch Auswahl der Propylenoxydmenge in Abhängigkeit von der Temperatur ganz bestimmte Lösungszustände einstellen, die geringe oder überhaupt keine Schaumbildung verursachen. 



   Die neuen Produkte unterscheiden sich vorteilhaft von bekannten, ebenfalls schwach schäumenden Äthoxylierungsprodukten mit niederem Äthoxylierungsgrad durch das Fehlen unlöslicher Nebenbestandteile, wie zu niedrig äthoxylierten oder unveränderten, wasserunlöslichen Ausgangsstoffen, die leicht zu störenden Belägen auf dem Behandlungsgut führen können, und ferner durch ihre klare Löslichkeit bei niederen Wassertemperaturen unterhalb der kritischen Temperatur und ihren einheitlichen flüssigen Zustand. 
 EMI1.2 
 während 7 Stunden. Man erhält 3, 99 kg Anlagerungsprodukt von salbenartiger Konsistenz, dessen wässerige Lösungen bis etwa 75   C klar bleiben, jedoch oberhalb und unterhalb der Temperatur schäumen. 



  Das Kondensat löst sich in Wasser nur sehr langsam unter starker Gelbildung. 



   An 2, 39 kg (4 Mol) des obigen Fettalkoholpolyäthylenglykoläthers werden nach Zugabe von 3, 5 g Natriummethylat innerhalb von etwa 9 Stunden bei 125-144   C 2, 32 kg (40 Mol) Propylenoxyd angelagert. Man erhält 4, 71 kg eines gelblichen Öles, das beim Abkühlen   auf0  C   nicht erstarrt. Das Produkt kann durch Eingiessen in Wasser von Raumtemperatur ohne störende Gelbildung sofort in Lösung gebracht werden. 



   Die obere Grenztemperatur für das Schäumen von wässerigen Lösungen solcher kombinierter Äthylen-Propylenoxyd-Kondensate ist in einfacher Weise durch Wahl des Verhältnisses   Äthylenoxyd :   Propylenoxyd einstellbar. 



   Durch Anlagerung unterschiedlicher Mengen Äthylenoxyd an das gleiche Ausgangsprodukt kann man zwar ebenfalls Produkte unterschiedlicher   Trübungsgrenztemperaturen   (T) ihrer wässerigen Lösungen erhalten. Diese Produkte schäumen jedoch auch oberhalb dieser Temperatur erheblich, sind schlecht löslich und enthalten grössere Mengen freier Alkohole oder Anteile niederer Kondensate. Sie sind bei 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 niederer Temperatur salbenartig, bei höherer Temperatur inhomogen. In der nachstehenden Tabelle sind diese Beziehungen im Vergleich mit dem Verhalten der Alkylenoxydanlagerungsprodukte der vorliegenden Erfindung näher veranschaulicht. 



   Tabelle :
Es wurde von einem Fettalkoholgemisch aus gleichen Teilen Dodecylalkohol und Tetradecylakohol ausgegangen, an welches die nachstehend angegebenen Mengen an Äthylenoxyd bzw. Propylenoxyd angelagert wurden. Aus den Anlagerungsprodukten wurden   1% igue   wässerige Lösungen bzw. Dispersionen hergestellt. 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Äthylenoxydanlagerungs-Vergleichstemperatur
<tb> produkt <SEP> mit <SEP> x <SEP> Mol <SEP> Äthylenoxyd <SEP> T'C <SEP> Technologische <SEP> Eigenschaften
<tb> Mol <SEP> Äthylenoxyd
<tb> 9 <SEP> 75 <SEP> dickflüssig, <SEP> in <SEP> Wasser <SEP> unter <SEP> Gelbildung <SEP> langsam
<tb> löslich, <SEP> schäumt <SEP> auch <SEP> oberhalb <SEP> T <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 8 <SEP> 64 <SEP> inhomogen, <SEP> in <SEP> Wasser <SEP> unter <SEP> Gelbildung <SEP> langsam
<tb> 6 <SEP> 45 <SEP> löslich, <SEP> schäumt <SEP> auch <SEP> oberhalb <SEP> T 
<tb> 4,5 <SEP> 35 <SEP> inhomogen, <SEP> schlecht <SEP> in <SEP> Wasser <SEP> löslich, <SEP> auch <SEP> un-
<tb> 3,5 <SEP> 24 <SEP> terhalb <SEP> T  <SEP> trüb,

   <SEP> unbrauchbar
<tb> Äthylenoxydanlagerungsprodukt <SEP> mit <SEP> 9 <SEP> Mol <SEP> Äthylenoxyd <SEP> Vergleichstemperatur
<tb> undxMolPropylenoxyd <SEP> T"C <SEP> Technologische <SEP> Eigenschaften
<tb> Mol <SEP> Propylenoxyd
<tb> 0 <SEP> 1 <SEP> 75 <SEP> dickflüssig, <SEP> mit <SEP> Wasser <SEP> unter <SEP> Gelbildung <SEP> langsam
<tb> löslich, <SEP> schäumt <SEP> auch <SEP> oberhalb <SEP> To
<tb> 2 <SEP> 64
<tb> 4 <SEP> 55
<tb> 4 <SEP> E <SEP> flüssig, <SEP> völlig <SEP> homogen, <SEP> in <SEP> Wasser <SEP> ohne <SEP> Gelbildung
<tb> 8 <SEP> 35 <SEP> leicht <SEP> löslich, <SEP> oberhalb <SEP> T  <SEP> praktisch <SEP> schaumfrei
<tb> 10 <SEP> 24
<tb> 


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung neuer flüssiger Alkylenoxydanlagerungsverbindungen, welche mit Wasser ohne Gelbildung beliebig verdünnbar sind und deren wässerige Lösungen geringes Schaumvermögen besitzen, dadurch gekennzeichnet, dass man an höhermolekulare, lipophile Reste enthaltende Verbindungen, die über Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff gebunden austauschbare Wasserstoffatome enthalten, pro Kohlenstoffatom des lipophilen Restes 0, 5-1, 5 Mol Äthylenoxyd anlagert und an die erhaltenen Produkte in zweiter Stufe pro Mol Äthylenoxyd weiterhin 0, 4-2 Mol 1, 2-Propylenoxyd anlagert.
AT589160A 1959-07-31 1960-08-01 Verfahren zur Herstellung neuer, flüssiger Alkylenoxydanlagerungsverbindungen AT217021B (de)

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