DE1234908B - Keimtoetendes Reinigungspraeparat - Google Patents

Keimtoetendes Reinigungspraeparat

Info

Publication number
DE1234908B
DE1234908B DEG40927A DEG0040927A DE1234908B DE 1234908 B DE1234908 B DE 1234908B DE G40927 A DEG40927 A DE G40927A DE G0040927 A DEG0040927 A DE G0040927A DE 1234908 B DE1234908 B DE 1234908B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iodine
och
halogenated
cleaning preparation
germicidal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG40927A
Other languages
English (en)
Inventor
Leslie Millard Schenck
Harry Kaplan
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GAF Chemicals Corp
Original Assignee
General Aniline and Film Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by General Aniline and Film Corp filed Critical General Aniline and Film Corp
Publication of DE1234908B publication Critical patent/DE1234908B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D3/00Other compounding ingredients of detergent compositions covered in group C11D1/00
    • C11D3/48Medical, disinfecting agents, disinfecting, antibacterial, germicidal or antimicrobial compositions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
cad
A 0!"
DEUTSCHES
PATENTAMT Deutsche Kl: 23 e - 4
AUSLEGESCHRIFT
1234 90
5Υ(Γ0-^- U
Nummer: 1 234 908
Aktenzeichen: G 40927 IV a/23 e
Anmeldetag: 25. Juni 1964
Auslegetag: 23. Februar 1967
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Jod-Reinigungspräparate, insbesondere auf neue Präparate aus Jod und Halogenderivaten verschiedener, flüssiger, nichtionischcr, oberflächenaktiver Mittel vom Polyglykoläther-Typ.
Es ist bekannt, daß flüssige, nichtionischc, oberflächenaktive Mittel vom Polyglykoläther-Typ durch Kondensation alkalischer Oxyde mit wasserunlöslichen organischen Verbindungen mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen und einem aktiven Wasserstoffatom erhalten werden; diese Mittel können unter Bildung keimtötender Reinigungspräparate leicht Jod lösen. Nach entsprechendem Mischen mit Wasser und zweckmäßig nach Zugabe einer ausreichenden Menge einer Säure zur Erzielung eines pH-Wertes von mindestens etwa 5 oder weniger haben sich diese •Präparate besonders wirksam zur Verwendung in verschiedenen Waschvorrichtungen von Milchflaschen, Bierflaschen und ähnlichen Behältern für eß- bzw. trinkbare Produkte und zur Reinigung von Vorrichtungen und Anlagen zur Herstellung und zum Transport dieser Produkte erwiesen. Obgleich diese Präparate ausgezeichnete reinigende und keimtötende Eigenschaften besitzen, leiden sie unter dem Nachteil, eine verhältnismäßig große Schaummenge zu bilden, was ihre Gesamtwirksamkeit und Wirtschaftlichkeit in großtechnischen Verfahren zur Reinigung und Keimfreimachung beeinträchtigt. Es ist ersichtlich, daß eine übermäßige Schaumbildung einer Reinigungsvcrbindung deren Fähigkeit zur genügenden Reinigung des behandelten Behälters beeinträchtigt und weiterhin eine mögliche Gefahr für verschiedene mechanische Anlagen bringt, die bei großtechnischen Verfahren zur Reinigung und Keimfreimachung angewendet werden.
Hauptziel der vorliegenden Erfindung ist daher die Schaffung eines neuen Jodreinigungspräparates, das die wünschenswerten keimtötenden und reinigenden Eigenschaften bekannter Präparate aus flüssigen, nichtionischen, oberflächenaktiven Mittel vom Polyglykoläther-Typ ohne den Nachteil einer übermäßigen Schaumbildung besitzt.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines neuen Präparates aus Jod und einem chlorhaltigen, nichtionischen, oberflächenaktiven Mittel mit ausgezeichneten keimtötenden Reinigungscigenschaftcn sowie einer geringen Schaumbildung.
Die obigen Ziele werden erfindungsgemäß erreicht, indem man ein keimtötendes Reinigungspräparat, bestehend aus Jod und dem Halogenderivat eines nichtionischen, oberflächenaktiven polyalkoxylierten Phenols und polyalkoxylierten aliphatischen Alkohols Keimtötendes Reinigungspräparat
Anmelder:
General Aniline- & Film Corporation,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. W. Schalk, Dipl.-Ing. P. Wirth,
Dipl.-Ing. G. E. M. Dannenberg
und Dr. V. Schmied-Kowarzik, Patentanwälte,
Frankfurt/M., Große Eschenheimer Str. 39
Als Erfinder benannt:
Leslie Millard Schenck, Mountainside, N. J.;
Harry Kaplan, Westfield, N. J. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 26. Juni 1963 (290 639)
mit zwei bis zwölf wiederkehrenden Oxyalkyleneinheiten, herstellt, überraschend wurde gefunden, daß bei Verwendung obiger halogenhaltigen nichtionischer, oberflächenaktiver Mittel ein Präparat erhalten wird, das neben unerwarteten keimtötenden und reinigenden Eigenschaften eine außergewöhnlich geringe Schaumbildung aufweist.
Die zur Herstellung der erfindungsgemäßeii neuen Präparate verwendeten nichtionischen, oberflächenaktiven Mittel sind Halogenderivate polyathoxylierter
Phenole und polyathoxylierter aliphatisclier Alkohole gemäß der folgenden allgemeinen Formel:
R'
R-IOCH2CHA1X
in welcher R für einen Alkylrest mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen oder für einen Phenyl- oder Naphthylrest steht, der im Ring mit einer, zwei oder drei Alkylgruppcn mit insgesamt 6 bis 36 Kohlenstoffatomen substituiert ist; R' steht für ein Wasserstoffatom oder eine Methyl- oder Äthylgruppc; η ist eine
70S 510/531
ganze Zahl mit einem Wert von 2 bis 12, und X steht für ein Chlor-, Brom- oder Jodatom. Die obigen Präparate sind bekannt und werden im allgemeinen hergestellt, indem man irgendein polyäthoxyliertes Phenol oder einen polyäthoxylierten aliphatischen Alkohol in üblicher Weise zum entsprechenden Halogenderivat umwandelt. Die Herstellung der polyäthoxylierten Phenole und polyäthoxylierten, aliphatischen Alkohole, auf denen die obigen Halogenverbindungen beruhen, ist in den USA.-Patentschriften 1 970 578, 2 213 477, 2 575 832, 2 593 112 und 2 676 975 beschrieben. Die entsprechenden Halogenderivate und Verfahren zu ihrer Herstellung sind in den USA.-Patentschriften 2 249 111, 2 098 203, 2 097 441, 2 097 411, 2 209 911 und 3 061 552 beschrieben.
Die erfindungsgemäßen neuen Präparate werden hergestellt, indem man elementares Jod zu den oben beschriebenen, halogenhaltigen, oberflächenaktiven Mitteln bei einer Temperatur von etwa 20 bis 1000C .zufügt und für eine Dauer von 10 bis 20 Minuten rührt. Besonders wirksame Ergebnisse werden jedoch erzielt, wenn man elementares Jod bei einer Temperatur, von 40 bis 80" C zufügt und wenn für eine Dauer von 2 bis 6 Stunden gerührt wird.
Die den Halogenderivaten polyäthoxylierter Phenole und polyäthoxylierter aliphatischer Alkohole zugefügte Menge an elementarem Jod ist nicht sehr entscheidend; es wird jedoch bevorzugt, so viel Jod zuzugeben, daß 1 bis 30 Gewichtsprozent, insbesondere 10 bis 22 Gewichtsprozent, verfügbares Jod vorhanden sind.
Die keimtötende Reinigungslösung kann aus den jodhaltigen, oberflächenaktiven Mitteln in üblicher Weise hergestellt werden, vorzugsweise durch Zugabe einer Säure, wie Phosphorsäure oder Salzsäure und Wasser.
Wie oben ausgeführt, werden die erfindungsgemäßen neuen Präparate hergestellt, indem man elementares Jod zu einer besonderen Klasse der Halogenderivate polyäthoxylierter Phenole und polyäthoxylierter aliphatischer Alkohole zufügt. Es ist ersichtlich, daß die zur Bildung der erfindungsgemäßen Präparate verwendeten, oberflächenaktiven Mittel sich von den bisher vorgeschlagenen polyäthoxylierten Phenolen und polyäthoxylierten aliphatischen Alkoholen nicht nur durch die Tatsache unterscheiden, daß sie an Stelle der endständigen Hydroxylgruppe in den bekannten Verbindungen ein endständiges Halogenatom haben, sondern auch auf Grund der Tatsache, daß die Präparate nur zwei bis zwölf wiederkehrende Oxyalkyleneinheiten besitzen. Es wird darauf hingewiesen, daß bei Verwendung halogenhaltigen nichtionischer, oberflächenaktiver Mittel mit mehr als zwölf wiederkehrenden Oxyalkyleneinheiten Präparate mit den zu erwartenden wirksamen Reinigungs- und Keimtötungseigenschaften erhalten werden, die jedoch keine günstigeren Schaurhbildungseigenschaftcn aufweisen als ähnliche Präparate, die aus nichtionischen, oberflächenaktiven Mitteln mit endständigen Hydroxylgruppen hergestellt worden sind. Daher beruht der Hauptgedanke der vorliegenden Erfindung in der Verwendung nichtionischer, oberflächenaktiver Mittel mit endständigen Halogenatomen und mit zwei bis zwölf wiederkehrenden Oxyalkyleneinheiten.
Die folgenden Beispiele veranschaulichen die vorliegende Erfindung.
Beispiel 1
144 Gewichtsteile des Präparates der folgenden
Formel n
C4H9
C4H9
(OCH2CH2)I25Cl
C4Hn
und 56 Gewichtsteile Jod wurden bei 100°C gemischt und 2 Stunden gerührt, wodurch 200 Gewichtsteile eines Präparates mit 21,9 Gewichtsprozent verfügbarem Jod erhalten wurden.
0,10 Gewichtsprozent des erhaltenen Präparates wurde dann in Wasser gelöst, in einen Meßzylinder gegeben und in einheitlicher Weise bewegt. Dann wurde die Schaumhöhe gemessen und mit der Schaumhöhe eines Jodderivates des entsprechenden, nichthalogenierten oberflächenaktiven Mittels verglichen. Es wurden die folgenden Ergebnisse erzielt:
Schaumhöhe der halogenieren Base 20 mm Schaumhöhe der nichthalogenierten Base 22 mm
Aus den obigen Daten ist ersichtlich, daß kein wesentlicher Unterschied in der Schaumhöhe eines halogenierten im Gegensatz zu einem nichthalogenierten, oberflächenaktiven Mittel besteht. Tn diesem Fall betrug die Anzahl der wiederkehrenden Oxy alkyleneinheiten 125.
Beispiel 2
144 Gewichtsteite eines halogenierten, oberflächenaktiven Mittels der folgenden Formel
O2H25
C12H25
(OCH2CH2).,C1
C12H25
und 56 Gewichtsteile Jod wurden 0,5 Stunden bei 900C gemischt, wodurch 200 Gewichtsteile eines Produktes mit 22,3 Gewichtsprozent verfügbarem Jod erhalten wurden.
Ein Schaumvergleich zwischen dem in obiger Weise hergestellten Produkt und der entsprechenden, nichthalogenierten Base in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise brachte die folgenden Ergebnisse:
Schaumhöhe der halogenierten Base 8 mm Schaumhöhe der nichthalogenierten Base 26 mm
Das obige Beispiel zeigt, daß eine mehr als 300>ige Verringerung der Schaumbildung durch die Ver-SS Wendung des entsprechenden Halogenderivates erzielt wurde. In diesem Beispiel besaß das verwendete Präparat vier wiederkehrende Oxyäthyleneinheiten.
Beispiel 3
fo 174 Gewichtsteile eines halogenierten, nichtionischen, oberflächenaktiven Mittels der Formel
( CH3 \
\OCH2CH J130Cl
und 26 Gewichtsteile Jod wurden bei 8O0C gemischt
und 4 Stunden bewegt, wodurch 200 Gewichtsteile eines Präparates mit 10,1% verfügbarem Jod erhalten wurden.
Ein Vergleich des obigen Präparates mit dem entsprechenden nichthalogenicrten Material gemäß Beispiel 1 lieferte die Ergebnisse:
Schaumhöhe der halogen ierten Base .... 24 mm Schaumhöhe der nichthalogenierten Base 22 mm
Aus den obigen Ergebnissen ist ersichtlich, daß in diesem Fall die Schaumbildung sogar größer war als diejenige der entsprechenden, nichthalogenierten Base. Das verwendete Präparat besaß hundertdreißig wiederkehrende Oxyalkylencinheiten.
Beispiele
200 Gewichtsteile eines halogenierten, nichtionischen, oberflächenaktiven Mittels der Formel
CH3
(OCH2CH2)I0Br
Ci8H37
C9Hi8
IO
und 85 Gewichtsteile Jod wurden bei 700C gemischt und 12 Stunden bewegt, wodurch 285 Gewichtsteile eines Präparates mit 23,8°/o verfügbarem Jod erhalten wurden.
Ein Vergleich mit dem entsprechenden, nichthalogenierten, oberflächenaktiven Mittel gemäß Beispiel 1 lieferte die folgenden Ergebnisse:
Schaumhöhe der halogenierten Base .... 7 mm Schaumhöhe der nichthalogenierten Base 28 mm
Wie ersichtlich, wurde durch Verwendung des halogenierten, nichtionischen, oberflächenaktiven Mittels eine fast 400%ige Verringerung der Schaumbildung erzielt. In diesem Fall enthielt die halogenierte Base zehn wiederkehrende Oxyäthyleneinheiten.
Beispiel S
152 Gewichtsteile eines halogenierten, nichtionischen, oberflächenaktiven Mittels der folgenden Formel
(OCH2CHz)2CI
Beispiel 6
165 Gewichtsteile eines halogenierten, nichtionischen, oberflächenaktiven Mittels der Formel
C2H5
(OCH2CHJeJ
C12H25
und 58 Gewichtsteile Jod wurden bei 50"C gemischt und 4 Stunden bewegt, wodurch 233 Gewichtsteile des Präparates mit 20,0% verfügbarem Jod erhalten wurden.
Ein Schaumvergleich dieses Präparates mit einem aus der entsprechenden, nichthalogenicrten Base hergestellten Material lieferte die folgenden Ergebnisse :
Schaumhöhe der halogenierten Base .... 8 mm Schaumhöhe der nichthalogenierten Base 25 mm
Wiederum erfolgte eine 300%ige Schaumverringerung durch die Verwendung der halogenierten Base.
Beispiel 7
200 Gewichtsteile eines halogenierten, nichtionischen, oberflächenaktiven Mittels der Formel
C2H5 CH17(OCH2CH)3J
und 80 Gewichtsteile Jod wurden bei 400C gemischt und 10 Stunden bewegt, wodurch 280 Gewichtsteile eines Präparates mit 24,8% verfügbarem Jod erhalten
wurden. Ein Vergleich der Schaumeigenschaften des obigen
Produktes mit einem aus der entsprechenden, nichthalogenierten Base hergestellten Material lieferte die folgenden Ergebnisse:
Schaumhöhe der halogenierten Base 10 mm Schaumhöhe der nichthalogenierten Base 20 mm
Wie ersichtlich, erfolgte eine 200%ige Schaumverringerung.
Beispiel 8
200 Gewichtsteile eines halogenierten, nichtionisehen, oberflächenaktiven Mittels der folgenden Formel
55
und 48 Gewichtsteile Jod wurden bei 6O0C gemischt und 3 Stunden bewegt, wodurch 200 Gewichtsteile eines Präparates mit 16,2% verfügbarem Jod erhalten wurden.
Ein Schaumvergleich mit einem aus der entsprechenden, nichthalogenierten Base hergestellten Jodpräparat lieferte die folgenden Ergebnisse:
Schaumhöhe der halogenierten Base .... 10 mm Schaumhöhe der nichthalogenierten Base 30 mm 6S
Wie ersichtlich, erfolgte eine 200%ige Verringerung der Schaumbildung.
Ci3H27IOCH2CH A10Br
und 30 Gewichtsteile Jod wurden bei 30"C gemischt und 6 Stunden gerührt, wodurch 230 Gewichtsteile eines Präparates mit 11,4% verfügbarem Jod erhalten wurden.
Ein Vergleich der Schaumeigenschaften des obigen Präparates mit einem aus der entsprechenden, nichthalogenierten Base hergestellten Material lieferte folgende Ergebnisse:
Schaumhöhe der halogenierten Base 28 mm Schaumhöhe der nichthalogenierten Base 26 mm
In diesem Fall lieferte das aus dem halogenierten, nichtionischen, oberflächenaktiven Mittel hergestellte
Jod präparat mehr Schaum als dasjenige aus der nichthalogenierten Base. Das verwendete Präparat enthielt, wie ersichtlich, vierzig wiederkehrende Oxyalkyleneinheiten.
Beispiel 9
200 Gewichtsteile eines halogenierten, nichtionischen, oberflächenaktiven Mittels der folgenden Formel
C22R45(OCH2CH2)I2OCl
und 56 Gewichtsteile Jod wurden bei 2O0C gemischt und 5 Stunden gerührt, wodurch 256 Gewichtsteile eines Präparates mit I6,4n/o verfügbarem Jod erhalten wurden.
Ein Schaumvergleich des obigen Produktes mit einem solchen aus der entsprechenden, nichthalogcnierten Base lieferte die folgenden Ergebnisse:
Schaumhöhc der halogenierten Base .... 30 mm
Schaumhöhe der nichtbalogenierten Base 32 mm
Wie ersichtlich, lieferte die aus dem halogenierten, nichtionischen Mittel hergestellte Verbindung praktisch dieselben Schaumdateri wie das aus dem nichthalogcnierten, oberflächenaktiven Mittel hergestellte Material. In diesem Fall enthielt das verwendete nichtionischc, oberflächenaktive Mittel hundertzwanzig wiederkehrende Oxyalkyleneinheiten.
Beispiel 10
144 Gewichtsteile eines nichtionischen, oberflächenaktiven Mittels der folgenden Formel.
Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.
Verfügbares Jod
Teile pro
pH Überlebend 30 7900 ω
5 Million Teile Sekunden 0
Organismen pro ecm
Tcsllösung nach
12800 0 0
1.0 5,80 10 0 20 0
10 Escherichia 5,0 3,95 0 0 0
coli 10,0 3,30 1600 0 10
1,0 5,80 0 0
Micrococcus 5,0 3,95 0 0
15 pyogcnes 10,0 3,30
20
(OCH3CHa)150Cl
35
C9H
19
und 56 Gewichtsteile Jod wurden bei 8O0C gemischt und 6 Stunden gerührt, wodurch 200 Gewichtsteile eines Präparates mit 24,6°/o verfügbarem Jod erhalten wurden.
Ein Schaumvergleich des obigen Präparates mit einem solchen aus der entsprechenden nichthalogcnicrten Base lieferte die folgenden Ergebnisse:
Schaumhöhe der halogenierten Base .... 32 mm Schaumhöhe der nichtlialogenierten Base 36 mm
Wiederum lieferte das halogenierte Derivat praktisch dieselben Ergebnisse wie das nichthalogcnierte Material. Das in diesem Beispiel verwendete halogenierte, nichtionische, oberflächenaktive Mittel besaß hundertfünfzig wiederkehrende Oxyalkyleneinheiten.
Beispiel 11
Es wurde das Präparat gemäß Beispiel 10 in einer Menge verwendet, daß der Gehalt an verfügbarem Jod 1,0, 5,0 bzw. 10,0 Teile pro Million Teile Lösung betrug. Der jeweilige pH-Wert wurde durch Zugabe von Phosphorsäure eingestellt. Diese Lösungen wurden zu Kulturen von Escherichia coli und Micrococcus pyogcnes (var. aurcus) gegeben und die antibaktcriellen Eigenschaften der genannten Tcstlösungcn in üblicher Weise geprüft. Narh 15, 30 bzw. 60 Sekunden wurde das verfügbare Jod durch Natriumthiosulfat neutralisiert. Der Organismus wurde dann auf Platten gestrichen und 48 Stunden bei 35°C bebrütet.
55

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Keimtötendes Reinigungspräparat, bestehend aus Jod und dem Halogenderivat eines nichtionischen, oberflächenaktiven polyalkoxylierten Phenols und polyalkoxylierten aliphatischen Alkohols mit zwei bis zwölf wiederkehrenden Oxyalkyleneinheiten.
2. Keimtötendes Reinigungspräparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die oberflächenaktive Verbindung die folgende Formel besitzt:
( Y)
R-^OCH2CHJ
in welcher R für einen Alkylrest mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen oder einen Phenyl- oder Naphthylrest, der im Ring mit einer bis drei Alkylgruppcn mit insgesamt 6 bis 36 Kohlenstoffatomen substituiert ist, steht; R' steht für ein WasserstolTatom oder eine Methyl- oder Äthylgruppc; η ist eine ganze Zahl mit einem Wert von 2 bis 12, und X steht für ein Chlor-, Brom- oder Jodatom.
3. Keimtötendes Reinigungspräparat nach Anspruch 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, daß es in wäßriger Lösung vorliegt.
4. Keimtötendes Reinigungspräparat nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es auf Grund zugefügter Säure einen pH-Wert von 5 oder weniger besitzt.
5. Keimtötendes Reinigungspräparat nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es Jod und ein nichtionisches, oberflächenaktives Mittel der Formeln
C12H35
C12H:
125
(OCH2CHo)4Cl
Ci2H2.,
CH3
(OCH2CHl)111Br
ίο
oder c.,ht~
(OCH2CH^CI j" '
, ... CbHi7(OCH2CHM
enthalt.
6. Verfahren zur Herstellung des keimtötenden
C2H5 Reinigungspräparates nach Anspruch I bis 4, da-
durch gekennzeichnet, daß man Jod und ein poly-
(OCH2CH)BJ alkoxyliertes Phenol oder einen polyalkoxylierten,
aliphatischen Alkohol mit zwei bis zwölf Alkylenoxyeinheiten mischt bzw. umsetzt.
7W 510/531 2.67 θ Bondesdruckercl Berlin
DEG40927A 1963-06-26 1964-06-25 Keimtoetendes Reinigungspraeparat Pending DE1234908B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US290639A US3277010A (en) 1963-06-26 1963-06-26 Iodine detergent compositions

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1234908B true DE1234908B (de) 1967-02-23

Family

ID=23116926

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEG40927A Pending DE1234908B (de) 1963-06-26 1964-06-25 Keimtoetendes Reinigungspraeparat

Country Status (3)

Country Link
US (1) US3277010A (de)
DE (1) DE1234908B (de)
GB (1) GB1030627A (de)

Families Citing this family (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB1120230A (en) * 1964-11-16 1968-07-17 Lennig Chemicals Ltd Germicidal compositions
US3438907A (en) * 1965-07-26 1969-04-15 Wyandotte Chemicals Corp Iodine-containing nonionic surfactant compositions
US3547576A (en) * 1968-02-26 1970-12-15 Morris I Sheikh Air sterilization process
US3620773A (en) * 1969-04-03 1971-11-16 Robert P Gabriel Method for treating harvested nonchlorophylleous produce
FR2128082B1 (de) * 1971-03-03 1976-02-06 Prod Indls Cie Fse Fr
US4131556A (en) * 1973-02-07 1978-12-26 Instytut Chemii Przemyslowej Method for manufacturing bromine and bromine-iodine detergents and disinfectants
US4818532A (en) * 1986-10-23 1989-04-04 Ppg Industries, Inc. Bromophor composition
US4693894A (en) * 1986-01-16 1987-09-15 Ppg Industries, Inc. Halophor composition
CA1261253A (en) * 1986-01-16 1989-09-26 Ppg Industries Ohio, Inc. Halophor composition
US4994280A (en) * 1988-06-28 1991-02-19 Kochinsky Lyle J Iodophor composition for aquaculture

Family Cites Families (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2209911A (en) * 1937-05-03 1940-07-30 Rohm & Haas Process for preparing alkylated aromatic ether halides
US2212536A (en) * 1939-08-24 1940-08-27 Dow Chemical Co Insecticidal composition
BE503306A (de) * 1950-05-19
US2997421A (en) * 1958-02-06 1961-08-22 Gen Aniline & Film Corp Iodine-heavy metal halide germicidal compositions
US3029183A (en) * 1959-05-18 1962-04-10 West Laboratories Inc Germicidal iodine compositions
NL125911C (de) * 1960-03-31

Also Published As

Publication number Publication date
GB1030627A (en) 1966-05-25
US3277010A (en) 1966-10-04

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2941584C2 (de)
EP0569843B1 (de) Nichtionische, fliessfähige Perlglanzdispersionen
EP0560114B1 (de) Wässrige flüssige Lösung eines Betains mit mindestens 40 Gew.-% Festkörpergehalt
DE2837880C2 (de)
EP0353580B1 (de) Verfahren zur Herstellung von konzentrierten fliessfähigen wässrigen Lösungen von Betainen
DE2600466C2 (de) Verfahren zur Verhinderung des Algenwachstums
DE3613128A1 (de) Entschaeumer
DE1234908B (de) Keimtoetendes Reinigungspraeparat
DE1130956B (de) Amphotere oberflaechenaktive Mittel und quaternaere Verbindungen enthaltende Reinigungsmittel
DE2606519B2 (de) Desinfizierende Zusammensetzung
EP0268873A2 (de) Reiniger mit desinfizierender Wirkung
DE1814439A1 (de) Wenig schaeumende nichtionogene Detergentien
EP0326795B1 (de) Verwendung von Polyglykolethern als schaumvermindernde Zusätze für Reinigungsmittel
DE2949212C2 (de)
EP0005446A1 (de) Amphotere oberflächenaktive Aminoetherverbindungen und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1139611B (de) Keimtoetende, Jod enthaltende Praeparate
DE2532116A1 (de) Mischung zur ueberfuehrung von kohlenwasserstoffen und fetten in eine biologisch abbaubare waessrige emulsion und verfahren zu ihrer herstellung
DE857502C (de) Verfahren zur Herstellung von Dialkylaminoalkylaethern
EP0620013A2 (de) Desinfektionsmittel für Sammeltoilettensysteme und ähnliche Anlagen
DE19749964B4 (de) Waschlösung für die Getränke- und Lebensmittelindustrie
EP0385369A2 (de) Verfahren zur antimikrobiellen Konservierung von Tensiden
EP0716072B1 (de) Konzentrierte fliessfähige Polyethercarboxylate
DE1617178B2 (de) Flüssiges Waschmittel
DE1617236C3 (de) Germicide Detergentien
DE657129C (de) Verfahren zur Herstellung von Loesungen oder Extrakten aus Bakterien, Pollen oder sonstigen pflanzlichen Zellen