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Verfahren und Vorrichtung zum Wechseln von Diapositiven bei Stehbildprojektoren
Bei Stehbildprojektoren wird regelmässig das in der Schärfenebene stehende Diapositiv zunächst aus dem Strahlengang gerückt, dann von Hand oder auch automatisch gegen ein anderes ausgewechselt und schliesslich das nächste Diapositiv wieder in den Strahlengang eingerückt. Hiebei entsteht in jedem Fall eine Wechselpause.
Nun sind auch Wechselvorrichtungen bekannt, bei denen eine Wechselpause nicht eintritt. Dabei schiebt das nachfolgende Dia das vorhergehende aus dem Strahlengang heraus und gelangt dadurch selbst in die Projektionsstellung. Auch hiebei wandern jedoch ein Einfassränder der beiden Dias quer durchs Bildfeld.
Nach einem älteren Vorschlag werden auch zum Diawechsel zwei Projektoren verwendet, wobei der eine Projektor abblendet, derandere aufblendet. Da sich das zweite Dia schon im Strahlengang des zweiten Projektors befindet, gehen die beiden Bilder allmählich ineinander über, d. h. das erste Bild veimchwin- det und das zweite tritt hervor. Allerdingswird diese Wirkung mit noch verhältnismässig grossem Aufwand erzielt.
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zweiten Diapositivzur Deckung gebracht, und schliesslich wird das andere Diapositiv aus dem Projektionstrahlengang herausgenommen.
Hiebei kann entweder das Objektiv zur Verlagerung der Schärfenebene vom eisten nach dem zweiten Diapositiv verstellt werden, oder beide Diapositive werden parallel zum Projektionsstrahlengang derart verschoben, dass sich die unveränderliche Schärfenebene vom ersten nach dem zweiten Diapositiv verlagert. Auch hiebei gehen die beiden Projektionsbilder allmählich ineinander über.
Zwar ist es an sich bekannt, zwei Diapositivhalterungen im Projektionsstrahlengang vorzusehen und das Objektiv derart zu verstellen, dass sich die Schärfenebene vom einen zum andern Diapositiv verlagert. Dabei wird jedoch beim Herausnehmen des einen Diapositivs gleichzeitig das andere in den Strahlengang gebracht. Ausserdem sind die beiden Diapositive so dicht hintereinander angeordnet, dass man die Konturen des zweiten Bildes noch erkennen kann, wenn die Projektionsoptik noch auf die erste Schärfenebene eingestellt ist.
Die Erfindung betrifft weiterhin eine Vorrichtung zum Ausüben des vorgenannten Verfahrens, die, ausgehend von der erwähnten bekannten Anordnung, dadurch gekennzeichnet ist, dass der Abstand der Bildebene des zweiten Diapositivhalters von der mit der Schärfenebene zusammenfallenden Bildebene des ersten Diapositivhalters so gross ausgebildet ist, dass die Konturen des zweiten Diapositivs in der Projektionsebene nicht in Erscheinung treten.
Hiebei ist es besonders vorteilhaft, jedem Diapositivhalter ein Verstellorgan zuzuordnen, das am Halter über eine Feder angreift und nach Überwinden der Federkraft die Umschaltvorrichtung betätigt. Es genügt dann ein einziger Handgriff, um zunächst das zweite Diapositiv in den Strahlengang einzubringen und anschliessend die Schärfenebene mit der zweiten Bildebene zur Deckung zu bringen. Anschliessend kann das erste Diapositiv aus dem Strahlengang herausgerückt werden. Zwar tritt auch hier ein geringer Lichtverlust im Projektionsfeld ein, wenn beide Diapositive eingeschaltet sind. Diese Abdunklung wird jedoch kaum störend empfunden, da der Wechselzeitraum sehr kurz ist.
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Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung sitzen beide Diapositivhalter in quer zur Projektionsachse verlaufenden Schiebeführungen und sind mit zu diesen Schiebeführungen parallel verlaufenden Führungen für einen Verstellschieber versehen. Der Verstellschieber kann beispielsweise einen Anschlag aufweisen, der an je einem Anschlag des Diapositivhalters in Auszugsrichtung unmittelbar und in Einschieberichtung über eine Feder angreift. Beim Einschieben wird dann zunächst der Diapositivhalter über die Feder mitgenommen, bis er in der üblichen Weise über einen Anschlag in der Projektionsstellung angehalten wird. Beim weiteren Eindrücken des Schiebers wird dann unter Überwinden der Federkraft die Umschaltvorrichtung betätigt.
Nach Freigabe des Schiebers wird dieser durch die Feder wieder zurückgestellt, bis sein Anschlag unmittelbar am Gegenanschlag des Diapositivhalters anliegt.
Zum Umschalten der Projektionsoptikwirdnacheinemweiteren Erfindungsvorschlagein mit den Verstellorganen der Diapositivhalter zusammenwirkendes Hebelgetriebe verwendet. Hiebei kann das Hebelgetriebe mit einem Schaltlineal versehen sein, das in der Mitte zwischen den Verstellorganen der beiden Diapositivhalter gelagert ist und von dessen Schenkel je einer in der Bahn eines der beiden Verstellorgane liegt.
Nach einer andern Ausführungsform der Erfindung werden die Dlapositivhalter in Richtung der Pr-ojektionsachse mittels eines jeden der beiden Verstellorgane verstellbar angeordnet. Insbesondere kann im Bewegungsbereich der beiden Verstellorgane eine keilförmige Kurve gerätfest vorgesehen werden. Die Verstellorgane gleiten an diesen Kurven entlang, und durch die Reaktionskraft werden die Diapositivhalter zurückgestellt.
Die Zeichnung gibt die Erfindung beispielsweise wieder. Sie zeigt in Fig. 1 in räumlicher Darstellung die wesentlichen Teile einer erfindungsgemäss ausgebildeten Bildwecbselvorrichtung mit verstellbarer Projektionsoptik und in Fig. 2 eine gleichartige Anordnung mit verstellbaren Diapositivhaltern.
In der Zeichnung ist mit 1 eine Bodenplatte und mit 2 eine Seitenwand eines Projektionsgehäuses bezeichnet. 3 ist die Projektionslampe, 4 ein zugehöriger Hohlspiegel und 5,6 sind Kondensorlinsen. Das Objektiv 7 sitzt mittels einer Schraubenführung8 in einer Hülse 9, die wiederum von einem an der Bodenplatte 1 befestigten Bock 10 verschiebbar gehalten wird. Mit 11, 12 sind zwei U-förmige Führungsschienen bezeichnet, die waagrecht unterhalb einer Projektionsachse, u. zw. senkrecht zu dieser am Boden 1 befestigt sind. Sie dienen zur Führung zweier Diapositivhalter 14, 15, von denen lediglich die beiden frei aufragenden Federenden 14a, 14b bzw. 15a sichtbar sind. Diese Federenden umgreifen jeweils die unteren Ecken zweier Diapositive 16,17.
Sie sind in an sich bekannter Weise winkelförmig bzw. keilförmig ausgebildet, so dass die Diapositive in einer definierten Ebene gehalten werden können. Diese sitzen in weiter nicht dargestellterWeise auf an den Federenden vorgesehenen Anschlägen auf, wodurch sich eine exakte Ausrichtung relativ zum zugehörigen Halter ergibt. Gegebenenfalls können am oberen Diarand noch U-förmige Ausrichtfedem angreifen.
Die Federenden weisen weiterhin Ösen 18,19 auf, in denen zylindrische Schieber 20 geführt sind. An seinem äusseren, in der Zeichnung linken Ende ist jeder Schieber mit einem Bedienungsknopf 21 versehen. Zwischen den Ösen 18, 19 ist an jedem Schieber ein Bund 22 angebracht, zwischen dem und der Öse 19 eine Druckfeder 23 angeordnet ist. Im von äusseren Kräften unbeeinflussten Zustand nimmt der Schieber 20 die am Diapositivhalter 15 gezeigte Stellung ein, wobei der Bund 22 durch die Feder 23 an der Öse 18 anliegend gehalten wird.
Die in der Zeichnung rechten Enden der U-förmigen Führungen 11 sind abgeschlossen ausgebildet.
Beim Einschieben eines Diapositivs aus der in der Zeichnung nicht gezeigten Ruhestellung ausserhalb des
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men, bis er an den Anschlag der Führung 11 anstösst. Anschliessend wird über den Bund 22 die Feder 23 zusammengedrückt, wobei in nachstehend zu beschreibender Weise das Objektiv umgeschaltet wird.
An der Hülse 9 des Objektivs ist über einen Bolzen 24 ein Doppelhebel 25 angelenkt, der einen Schlitz 26 aufweist, in den ein geräte fester Bolzen eingreift. Eine Kuppelstange 34 ist über einen ersten Bolzen 35 am freien Ende des Doppelhebels 25 und über einen weiteren Bolzen 36 an einem Hebel 37 angelenkt, der fest mit einer Welle 38 verbunden ist, die in einem gerätefesten Lager 39 sitzt. Am unteren Ende derWelle38 sitztwiederum fest eindoppelarmiges Schaltlineal 40, dessen freie Enden jeweils inden Bewegungsbereich der Enden der Schieberstangen 20 vorragen. Über jede Schieberstange kann daher beim Zusammendrücken der Feder 23 das Schaltlineal 40 nach rechts oder links geschwenkt werden.
So wird beispielsweise beim Einbringen des Diapositivhalters 17 anschliessend das Schaltlineal 40 entgegen dem Uhrzeigersinne verschwenkt, wodurch die Hülse 9 mit dem Objektiv 7 nach vorn gerückt und dadurch dip.
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man über den Bund 22 den Diapositivhalter 15 aus dem Strahlengang herausrücken und einanderesDiapositiv im Halter 15 anbringen. Beim nächsten Wechsel wird umgekehrt das Lineal 40 im Uhrzeigersinne verschwenkt und dadurch die Schärfenebene des Objektivs 7 wieder zum neuen Diapositiv 17 hin verlagert.
Projektoren sind regelmässig für einen bestimmten mittleren Abstand zwischen Objektiv und Projektionsleinwand ausgelegt. Für diesen Fall genügt durchweg auch eine gleichbleibende Umschaltstrecke für das Objektiv, d. h., beim Verlagern der Schärfenebene von einem auf das andere Diapositiv ändert sich die Schärfe auf der Projektionsleinwand nicht.
Bei der Anordnung nach Fig. 2, bei der für gleiche Teile die Bezugsziffern aus Fig. 1 übernommen wurden, sind die Führungsschienen 12a, lla nicht fest mit dem Geräteboden verbunden, sondern sitzen mittels Augen 41 auf gerätefesten Führungsstangen 42, so dass sie parallel zur optischen Achse 13 verschoben werden können. In diesem Fall kommt man zur Umschaltung mit einem Kurvenstück 43 aus, das beispielsweise fest am Geräteboden 1 sitzen kann und eine keilförmige Kurve 44 mit zwei Schenkeln 44a und 44b aufweist.
Nach dem Einschieben z. B. des Diapositivhalters 14 kommt das vordere Ende der zugehörigen Schieberstange 20 mit der Kurvenflanke 44b zum Eingriff. Durch die Reaktionskraft wird dann der Diapositivhalter 14 und über diesen der Diapositivhalter 15 in Richtung auf die Projektionslampe 3 verschoben, bis das vordere Ende der Schieberstange 20 im Scheitelpunkt 44c der Kurve angelangt ist. Beim Einführen des Diapositivhalters 15 wird umgekehrt durch die Reaktionskraft an der Kurvenflanke 44a der Halter 15 und damit auch der Halter 14 nach rechts in der Zeichnung verschoben. Einfacher ist es noch, wenn beide Führungsschienen lla, 12a zu einem gemeinsamen Schlitten verbunden sind. Stets erübrigt sich hier die Umschaltung des Objektivs. Die Hülse 9 kann daher fest mit dem Bock 10 verbunden sein.
Die dargestellten Anordnungen können in mancher Hinsicht abgewandelt werden. So kann man beispielsweise die Diapositive von unten her anstatt von der Seite in den Projektionsstrahlengang bringen. An Stelle einer Schiebeführung kann eine Schwenkführung gewählt werden. Auch lassen sich an Stelle der Schieberstangen 20 schwenkbare Hebel, Wellen od. dgl. verwenden. Insbesondere braucht die Umschaltung nicht durch das Schieberende vorgenommen zu werden, sondern kann durch eine etwa in der Schiebermitte vorgesehene Nase zwischen den beliebig ausgebildeten Führungen erfolgen. Das Hebelgetriebe nach Fig. 1 kann durch ein Rädergetriebe, einen Kettenzug od. dgl. ersetzt werden, und schliesslich ist es auch möglich, einzelne Steuervorgänge elektrisch auszulösen.
Ausserdem erscheint es weiterhin angebracht, denganzen Bildwechselvorgang vollautomatisch vorzunehmen. Hiebei sollte möglichst der Abstand zwischen den Diapositiven gleich einem Mehrfachen des Magazinschaltschrittes ausgebildet sein. Bei den üblichen Optiken für Stehbildprojektoren verschwinden die Konturen eines Bildes schon dann, wenn das zugehörige Diapositiv etwa 12 mm aus der Schärfenebene herausgerückt ist. Es ist daher hinreichend, wenn der Abstand zwischen den beiden Diapositivhaltern gleich etwa dem dreifachen Schaltschritt (4,7 bis 5, 3 mm) ausgebildet wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Wechseln von Diapositiven bei Stehbildprojektoren, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu einem ersten in der Schärfenebene der Projektionsoptik befindlichen Diapositiv ein zweites in den Projektionsstrahlengang mit einem solchen Abstand von der Schärfenebene gebracht wird, dass seine Bildkonturen in der Bildebene nicht in Erscheinung treten, dass daraufhin die Schärfenebene mit dem zweiten Diapositiv zur Deckung gebracht und dass schliesslich das erste Diapositiv aus dem Projektionsstrahlengang herausgenommen wird.