AT213880B - Verfahren zur Abscheidung von Naphthalin aus Ölgemischen - Google Patents

Verfahren zur Abscheidung von Naphthalin aus Ölgemischen

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AT213880B AT468659A AT468659A AT213880B AT 213880 B AT213880 B AT 213880B AT 468659 A AT468659 A AT 468659A AT 468659 A AT468659 A AT 468659A AT 213880 B AT213880 B AT 213880B
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Abscheidung von Naphthalin aus Ölgemischen 
Gegenstand des Patentes Nr. 170869 ist ein Verfahren zur Gewinnung von Rohnaphthalin aus naphthalinhaltigen Teerfraktionen, wobei ein Kühlmittel unmittelbar mit der Teerfraktion in Berührung gebracht wird. Das Verfahren ermöglicht es, die Kühlzeiten erheblich abzukürzen und eine hohe Ausbeute an hochprozentigem Naphthalin zu erzielen. 



   Es wurde nun gefunden, dass man in ähnlicher Weise auch Naphthalin aus solchen Kohlenwasserstoffgemischen abscheiden kann, die zwecks Raffination einer Behandlung mit Wasserstoff in Gegenwart eines Katalysators unterworfen wurden. Solche Gemische sind z. B. durch Dehydrierung von naphthenhaltigen Erdölfraktionen in an sich bekannter Weise in Gegenwart von Wasserstoff bei 30-70 at und 450-5300 C über   AlOg-MoOg   erhältlich oder auch durch vorsichtige Hydrierung einer Teerölfraktion von 200 bis   230  C   Siedebereich, frei von Basen und Phenolen, bzw. durch entschwefelnde Hydrierung von Rohnaphthalin. Wird ein derartiges Katalysat mit einem Kühlmittel vermischt, das mit dem Katalysat in keinem Verhältnis mischbar ist, wie z. B.

   Wasser oder verdünnte Alkalilauge, so gelingt es, das Naphthalin in sehr reiner Form abzuscheiden und zugleich auch Fremdstoffe wie Schwefelwasserstoff zu binden. Es wird somit in einem Arbeitsgang ein schwefelfreies Reinnaphthalin gewonnen. Falls man von einem Ausgangsmaterial weiten Siedebereiches ausgeht, so kann es zweckmässig sein, das Druckhydrierungsprodukt zunächst einer Vordestillation zwecks Anreicherung des Naphthalins in einer Fraktion zu unterwerfen, das dann gemäss vorliegender Erfindung einer unmittelbaren Kühlung unterworfen wird. 



   In den folgenden Beispielen wird das Verfahren   erläutert :   
Beispiel 1 : In einen   1-1-Schüttelautoklaven   werden 300 g Naphthalin (EP   =79  C)   gefüllt und 15 g eines körnigen, frischreduzierten 
 EMI1.1 
 Reduktion eines Katalysators mit   10% MoOs,     10% ZnO und 80% AlOg hergestellt wurde. 



  Dann werden 30 at Wasserstoff aufgepresst und   nach dem Anheizen auf 315   C wird 3 Stunden geschüttelt. Nach dem Entleeren des Autoklaven lässt man den Katalysator warm absitzen, dekantiert in ein Becherglas und gibt nun unter heftigem Rühren 700 cm3 Wasser von 30  C hinzu. Wenn die Temperatur der heterogenen Mischung auf 35   C gefallen ist, schleudert man das Naphthalin 
 EMI1.2 
 Trocknen gewinnt man ein Reinnaphthalin vom   EP=79, 9    C und einem Schwefelgehalt von weniger als   0, 01%.   Das Schleuderöl trennt man von dem Wasser ab, trocknet und erhält ein technisch brauchbares Tetrahydronaphthalin in einer Ausbeute von 10% des eingesetzten Naphthalins. 



   Beispiel 2 : In einen   1-1-Schüttelautoklaven   füllt man 300 g Naphthalin (EP   =78, 6    C) und gibt nach Reduktion eines Katalysators mit 10% MoOs,   10% ZnO und 80% Al203   15 g dieses körnigen, frischreduzierten   Mo/Zn/AlOg   Katalysators hinzu. Nach dem Verschliessen des Autoklaven presst man 100 at eines Gasgemisches von   40%   CO und   40% H2, Rest   CO2+CH4+N2 auf und erhitzt 3 Stunden bei 360  C. Nach dem Erkalten auf 100  C bläst man das Gas ab, öffnet den Autoklaven und dekantiert das Katalysat in ein   3-1-Becherglas.   Nun gibt man 600 cm3 wässerige Natronlauge vom spezifischen Gewicht 1, 15 hinzu und lässt unter heftigem Rühren erkalten.

   Nach dem Schleudern und Abdecken des Schleudergutes mit   88-90   C   heissem Wasser wird das Naphthalin getrocknet. Das Reinnaphthalin (EP = 80   C) hat einen Schwefelgehalt von   0, 00%   S. Das Schleuderöl wird wie in Beispiel l auf technisches Tetrahydronaphthalin aufgearbeitet. Auch dieses ist schwefelfrei. 



   Beispiel 3 : In einen 4-1-Kontaktofen werden 3, 8 1 Katalysator, bestehend aus   10%   CoO, 
 EMI1.3 
 bei 350   C aktiviert. Sodann werden bei 350 bis 360  C 2 kg Naphthalin (EP = 78, 8  C) mit 150-200 1 Wasserstoff bei 80 at über den Katalysator geleitet. Das anfallende Katalysat hat 

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 einen EP von   650 C,   enthält mithin   73%   Naphthalin. 3 kg dieses Produktes werden mit 7, 5 kg Wasser von   300 C   in der beschriebenen Art heruntergekühlt, geschleudert und mit 2 kg heissem Wasser abgespült. Nach dem Trocknen erhält man 1, 86 kg Reinnaphthalin vom EP = 80   C, entsprechend   85%,   bezogen auf im Katalysat vorhandenes Naphthalin. 



   Beispiel 4 : In einen 4-1-Kontaktofen werden   3, 81   Katalysator gefüllt, der folgende Zusammensetzung hat   : 0, 8% CoO, 9% MoOs und 90, 2%     Al203. Es   wird 4 Stunden bei   6000 C   mit Luft aktiviert und 3 Stunden bei 350  C mit Wasserstoff reduziert. Gefahren wird bei 100 at Wasserstoffdruck. Die Kontaktbelastung beträgt 0, 7 kg Naphthalin/l Kontakt, der Wasserstoffverbrauch liegt bei 210 l/h. 3 1 des Katalysates werden mit verdünnter Natronlauge vom spezifischen Gewicht 1, 15 heruntergekühlt und auf einer Zentrifuge geschleudert. Dann wird mit 2 1 heissem Wasser nachgedeckt. Das anfallende und getrocknete Naphthalin hat einen EP von   800 C   und ist schwefelfrei.

   An technischem Tetrahydronaphthalin fallen 180 g an, entsprechend   6%,   bezogen auf Katalysat. 



   Die Verfahren der vorhergehenden Beispiele lassen sich in völlig gleicher Weise durchführen, wenn man von einer dehydrierten Erdölfraktion ausgeht ; es ist dabei zweckmässig, die Öle jeweils durch Vordestillation an Naphthalin anzureichern. 
 EMI2.1 
 eines naphthenbasischen Erdöls über einen platinhaltigen   Walzkontakt   bei etwa 4600 C unter 20 at Wasserstoffdruck erhält man ein schwefelfreies Katalysat, das analytisch einen Gehalt von 9% Naphthalin aufweist. Durch Feindestillation lassen sich hieraus etwa   6, 75   kg einer Fraktion abtrennen, deren Erstarrungspunkt bei 
 EMI2.2 
 Menge einer verdünnten Natronlauge (D = 1, 15) auf   8-10  C,   schleudert, deckt mit heissem Wasser nach und erhält so 2, 9 kg Naphthalin vom Warmpressguttyp (EP = 79   C).

   Das Schleuderöl wird von der Natronlauge abgezogen und in die Destillation zurückgeführt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Abscheidung von Naphthalin aus Ölgemischen nach Patent Nr. 170869, dadurch gekennzeichnet, dass man als Einsatzgut an Stelle von rohen naphthalinhaltigen Teerfraktionen solche naphthalinhaltigen Kohlenwasserstoffgemische verwendet, die zuvor durch katalytische Hydrierung einer entschwefelnden Raffination unterzogen oder durch Dehydrierung naphthenbasischer Erdölfraktionen erhalten und gegebenenfalls durch eine Vordestillation an Naphthalin angereichert wurden.
AT468659A 1949-08-04 1959-06-16 Verfahren zur Abscheidung von Naphthalin aus Ölgemischen AT213880B (de)

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DE213880X 1958-07-26

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