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Speiseleitung für Radarantennen mit Schutzeinrichtung
Zum Transport und zur Einlagerung von mobilen Radargeräten wird zweckmässigerweise die Antennenanlage demontiert. Diese besteht (Fig. 1) im wesentlichen aus dem Primärstrahler 1 mit der Überwurfmutter zur Befestigung auf der Speiseleitung 4 und dem Reflektor 3. Dadurch vermeidet man Beschädigungen von Reflektoren oder Primärstrahlern, und der Platzbedarf der Geräte wird geringer. Um die nach der Demontage des Primärstrahlers vorhandene
Speiseleiteröffnung vor dem Eindringen von
Schmutz und Wasser zu schützen, ist es naheliegend, die Öffnung mit einer mechanischen
Schutzeinrichtung zu verschliessen. Dies kann z. B. durch eine Haube oder einen Deckel erfolgen.
Wenn nun bei aufgesetzter Schutzeinrichtung irrtümlicherweise der Sender des Radargerätes eingeschaltet wird, so besteht die Gefahr einer
Selbstzerstörung durch die von ihm ausgesandte und am Ende der Speiseleitung durch die Schutzeinrichtung reflektierte Hochfrequenzleistung. In der Speiseleitung können zudem Beschädigungen durch unerwünschte Überschläge auftreten.
Die Erfindung bezweckt nun diese Nachteile bei einer mit einer Schutzeinrichtung abge- schlossenen Speiseleitung für Radarantennen zu beseitigen, indem erfindungsgemäss diese Schutz- einrichtung einen der Wellenimpedanz der Speise- leitung angepassten, strahlungsfreien Lastwider- stand enthält.
Die obenerwähnte Gefahr wird behoben, indem der an die Speiseleitung angepasste Lastwider- stand die Hochfrequenzenergie absorbiert und in Wärme umwandelt. Somit treten auch keine
Reflexionen auf. In der heutigen Mikrowellen- technik wird ein solcher strahlungsfreier Last- widerstand z. B. durch ein dielektrisches Material dargestellt, das direkt in den vom elektromagne- tischen Feld durchsetzten Raum eingeführt wird und Hochfrequenzenergie eines gewissen Wellen- längebereichs absorbiert. Ferner sind auch
Lastwiderstände bekannt, die aus fein verteiltem
Graphit oder Eisen unter Zusatz eines Binde- mittels bestehen.
Die Fig. 2 und 3 zeigen zwei Ausführung- beispiele einer Schutzeinrichtung nach der Er- findung, Fig. 2 für den Fall, dass die Speise- leitung ein Wellenleitersystem ist, Fig. 3 für eine koaxiale Speiseleitung.
In Fig. 2 besteht die Schutzeinrichtung aus dem zylindrischen Aufsatzstück 11 mit dem Deckel 12, der Überwurfmutter 15, dem Einlegekeil 16 und dem Lastwiderstand 17. Die Hülse 13 ist fest mit dem Flansch des Wellenleiters 14 verschraubt. Das metallische Aufsatzstück 11 wird in die Hülse 13 eingeführt und mit der Überwurfmutter 15 festgeschraubt. Der Einlegekeil 16 sichert vor Verdrehung des Aufsatzstückes gegen die Hülse. Der keilförmige Lastwiderstand, z. B. aus einem dielektrischen Material, liegt direkt in der Fortsetzung der Wellenleiteröffnung 18. Der Deckel 12 schützt den Lastwiderstand vor Beschädigung von aussen.
In Fig. 3 besteht die Schutzeinrichtung aus dem metallischen Aussenleiter 21 mit dem Lastwiderstand 22, dem Innenleiter 24 mit dem Stecker 25, der Überwurfmutter 23 und der keramischen Halterung 26. 27 ist die koaxiale Speiseleitung mit der keramischen Halterung 28. Die Schutzeinrichtung wird mit dem Stecker 25
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Material, ist aussen zylinderförmig und innen konisch und liegt im Raum zwischen Innenund Aussenleiter.
Die Speiseleitungen moderner Hochleistungsradargeräte sind zur Erhöhung der zulässigen elektrischen Feldstärken meist mit Druckluft gefüllt. Wenn die Schutzeinrichtung die Speiseleitung gasdicht abschliesst und die Druckluft ungehindert bis zum Lastwiderstand gelangen lässt, so ist eine Gefährdung des Senders und der Speiseleitung auch in diesen Fällen ausgeschlossen. Auch ist dadurch nicht nur ein mechanischer Schutz gegen aussen vorhanden, sondern ein Betrieb des Senders ist ferner in jenen Fällen gefahrlos möglich, da eine Abstrahlung der Energie nicht erwünscht ist, wie z. B. bei Messund Kontrollarbeiten.
Ein gasdichter Abschluss der Speiseleitung kann durch Dichtungen 19 (Fig. 2) und 30 (Fig. 3) erreicht werden. Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 kann die Druckluft ohne weitere Massnahmen zum Lastwiderstand gelangen, während bei der Ausführung nach Fig. 3 in den keramischen Halterungen 26 und
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28 zu diesem Zweck Längsbohrungen 29 vorhanden sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Speiseleitung für Radarantennen mit Schutzeinrichtung zum Abschluss der bei Nichtgebrauch des Primärstrahlers offenen Speise- leitung, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzeinrichtung einen der Wellenimpedanz der Speiseleitung angepassten, strahlungsfreien Lastwiderstand enthält.