AT212683B - Verfahren zum Reinigen und gleichzeitigen Sterilisieren von Glasbehältern - Google Patents
Verfahren zum Reinigen und gleichzeitigen Sterilisieren von GlasbehälternInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Reinigen. und gleichzeitigen Sterilisieren von Glasbehältern Es ist bekannt, zur Aufnahme von Nahrungsmitteln bestimmte Glasbehälter, wie Flaschen od. dgl., zu reinigen und gleichzeitig zu desinfizieren. Die Behälter werden im allgemeinen zunächst mit einer Sodalösung, die auch noch weitere alkalische Stoffe enthalten kann, bei gewöhnlicher Temperatur be- handelt. Hierauf wird mit verdünnter Salzsäure neutralisiert und dann mit Wasser gespült. Auf diese Weise wird zwar äusserlich eine einwandfreie Reinigung, aber selten eine vollkommene Sterilität erzielt. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen und Sterilisieren von Glasbehälter, die Nahrungs- oder Genussmittel, z. B. Mineralwasser, aufnehmen sollen. Die Behälter werden zunächst in an sich be- kannter Weise mit einer alkalischen Lösung behandelt, darauf folgt eine Behandlung mit einer Lösung von Chlorwasserstoff, die gleichzeitig Chlordioxyd enthält, und schliesslich wird mit Wasser gespült, das ebenfalls durch Chlordioxyd und gegebenenfalls auch noch Chlor sterilisiert sein kann. Dieses Verfahren wird beispielsweise wie folgt durchgeführt : 1. Die Behälter werden zunächst mit einer wässerigen Lösung von etwa 12 g Soda im Liter bei etwa 450 behandelt. 2. Dieser Behandlung schliessen sich folgende Schritte an : EMI1.1 d) eine Behandlung mit 3% niger Salzsäure, in welcher so viel Natriumchlorit gelöst ist, dass sie 0, 3 mg C102 je Liter enthält, bei 200. 3. Schliesslich wird der Behälter bei gewöhnlicher Temperatur mit Wasser gespült, das durch Chlor- dioxyd oder ein Gemisch von Chlordioxyd und Chlor sterilisiert ist. Das Chlordioxyd kann als solches zugegeben oder durch Zersetzung von z. B. Natriumchlorit in der salzsauren Lösung gebildet werden. Die Konzentration von 0, 3 mg CIOz/1 ist ein Mittelwert, der auch über- oder unterschritten werden kann. Im allgemeinen soll eine Konzentration von 0, 5 mg/l nicht überschritten werden, da sich sonst die Stabilität der Lösung verringert. Die nachstehende Tabelle enthält die Ergebnisse von bakteriologischen Prüfungen, die an fünf Reihen A, B, C, D, E durchgeführt wurden, wobei jeweils zehn Muster geprüft wurden. A) Ungereinigte Flaschen vor dem Waschen ; B) Mit Sodalösung gewaschene Flaschen, entsprechend den oben unter 1, 2a, 2b und 2c beschriebenen Massnahmen ; zum Schluss wurde mit Wasser (ohne ClOz) gespült ; C) Mit Sodalösung gewaschene Flaschen, die entsprechend den oben unter 1, 2a, 2b, 2c, 3 (ohne Clos) beschriebenen Massnahmen mit verdünnter Salzsäure nachgespült wurden ; D) Mit Soda gewaschene Flaschen, die mit einer Lösung von Salzsäure und Chlordioxyd nachge- waschen waren, entsprechend den oben unter 1, 2a, 2b, 2c und 2d beschriebenen Massnahmen ; Nachspülen mit Wasser ; E) Flaschen, die nach 1, 2a, 2b, 2c, 2d, 3 behandelt waren. <Desc/Clms Page number 2> Die Prüfungen auf Sterilität wurden wie folgt durchgeführt : a) Nicht gewaschene Flaschen : In die Flaschen wurden 10 cm3 einer isotonischen Ringerlösung ein- gebracht. Nach dem Schütteln entnahm man 1 cm3 bzw. 0, 1 cm3, brachte diese Lösung auf einen Nährboden und zählte die Keime bei einer Bruttemperatur von 200 alle 24 Stunden und bei einer Bruttemperatur von 370 nach 24 Stunden. b) In die Flaschen der Serien B, C, D, E wurde eine Nährlösung eingeführt. Man hielt fünf Tage lang . die Temperatur auf 200 und zählte dann die entwickelten Keime. In den nachstehenden Tabellen bedeutet die erste Zahl die Zahl der Keime nach 24 Stunden, die zweite Zahl die Zahl der Keime nach 48 Stunden, die dritte Zahl die Zahl der Keime nach 72 Stunden, die vierte Zahl die Zahl der Keime nach 96 Stunden. Tabelle 1 EMI2.1 <tb> <tb> 200 <SEP> nach <SEP> 24 <SEP> Std., <SEP> 48 <SEP> Std. <SEP> usw. <SEP> 370 <SEP> nach <SEP> 24 <SEP> Std. <tb> 1 <SEP> cm3 <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> cm3 <SEP> 1 <SEP> cm3 <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> cm3 <SEP> <tb> A <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> - <SEP> unzählbar <SEP> 0 <SEP> - <SEP> unzählbar <SEP> unzählbar <SEP> 29 <tb> A <SEP> 2 <SEP> 2-unzählbar <SEP> 0-unzählbar <SEP> unzählbar <SEP> 3032 <tb> A <SEP> 3 <SEP> 1 <SEP> - <SEP> unzählbar <SEP> 0 <SEP> - <SEP> unzählbar <SEP> unzählbar <SEP> 300 <tb> A <SEP> 4 <SEP> 0 <SEP> - <SEP> 96 <SEP> - <SEP> unzählbar <SEP> 0 <SEP> - <SEP> 40 <SEP> - <SEP> unzählbar <SEP> unzählbar <SEP> unzählbar <tb> A <SEP> 5 <SEP> 0-unzählbar <SEP> 0-115-unzählbar <SEP> 30 <SEP> 5 <tb> A <SEP> 6 <SEP> 0 <SEP> - <SEP> 147 <SEP> - <SEP> unzählbar <SEP> 0 <SEP> - <SEP> 15 <SEP> - <SEP> unzählbar <SEP> 68 <SEP> 11 <tb> A <SEP> 7 <SEP> 2 <SEP> - <SEP> unzählbar <SEP> 1 <SEP> - <SEP> unzählbar <SEP> unzählbar <SEP> 140 <tb> A <SEP> 8 <SEP> unzählbar <SEP> unzählbar <SEP> unzählbar <SEP> unzählbar <tb> A <SEP> 9 <SEP> 0-3-58+Schimmelbildung <SEP> 0 <SEP> - <SEP> 0 <SEP> - <SEP> 9 <SEP> - <SEP> 14 <SEP> 1 <SEP> 0 <tb> - <SEP> 176 <SEP> + <SEP> Schimmelbildung <SEP> + <SEP> Schimmelbildung <tb> A <SEP> 10 <SEP> unzählbar <SEP> 0 <SEP> - <SEP> unzählbar <SEP> unzählbar <SEP> 1344 <tb> Die Zahlenwerte der Tabelle 2 entsprechen den Serien B, C, D, E und geben die Anzahl der Keime am Ende von 5 Tagen nach der Impfung bei 200 wieder. Tabelle 2 EMI2.2 <tb> <tb> Serien <tb> B <SEP> C <SEP> D <SEP> E <tb> Nr. <SEP> der <tb> Flaschen <tb> 1 <SEP> unzählbar <SEP> 14 <SEP> 3 <SEP> (davon <SEP> 1 <SEP> Spore) <SEP> 0 <tb> 2 <SEP> unzählbar <SEP> 18 <SEP> 5 <SEP> (davon <SEP> 1 <SEP> Spore) <SEP> 1 <SEP> Spore <tb> 3 <SEP> unzählbar <SEP> 5 <SEP> 6 <SEP> 0 <tb> 4 <SEP> unzählbar <SEP> 9 <SEP> 4 <SEP> 0 <tb> 5 <SEP> unzählbar <SEP> 6 <SEP> 2 <SEP> 1 <SEP> Spore <tb> 6 <SEP> unzählbar <SEP> 10 <SEP> 2 <SEP> (davon <SEP> 1 <SEP> Spore) <SEP> 0 <tb> 7 <SEP> unzählbar <SEP> 18 <SEP> 5 <SEP> 0 <tb> 8 <SEP> unzählbar <SEP> 4 <SEP> 1 <SEP> 0 <tb> 9 <SEP> unzählbar <SEP> 4 <SEP> 7 <SEP> 0 <tb> 10 <SEP> unzählbar <SEP> 5 <SEP> 5 <SEP> (davon <SEP> 1 <SEP> Spore) <SEP> 0 <tb>
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Reinigen und gleichzeitigen Sterilisieren von Glasbehältern, insbesondere solchen, die zur Aufnahme von Nahrungsmitteln bestimmt sind, durch Behandeln mit einer wässerigen Sodalösung, die anschliessend mit verdünnter Salzsäure neutralisiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die verdünnte Salzsäure Chlordioxyd enthält.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich an die Behandlung mit Chlordioxyd enthaltender Salzsäure ein Spülen mit Wasser anschliesst, das Chlordioxyd, gegebenenfalls zusammen mit Chlor, enthält.3. Verfahren nach Anspruch l oder 2, gekennzeichnet durch die Verwendung von Sodalösungen, die 12-15 g je Liter enthalten, wobei Temperaturen von 45 bis 650 eingehalten werden.4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch die Verwendung einer verdünnten Salzsäure von etwa 3%, die etwa 0, 3-0, 5 mg Chlordioxyd je Liter enthält.
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