DE313141C - - Google Patents

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DE313141C
DE313141C DE1917313141D DE313141DA DE313141C DE 313141 C DE313141 C DE 313141C DE 1917313141 D DE1917313141 D DE 1917313141D DE 313141D A DE313141D A DE 313141DA DE 313141 C DE313141 C DE 313141C
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DE
Germany
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sodium hypochlorite
treated
glue
active chlorine
meat
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DE1917313141D
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B4/00Preservation of meat, sausages, fish or fish products
    • A23B4/14Preserving with chemicals not covered by groups A23B4/02 or A23B4/12
    • A23B4/18Preserving with chemicals not covered by groups A23B4/02 or A23B4/12 in the form of liquids or solids
    • A23B4/24Inorganic compounds

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  • Zoology (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Food Preservation Except Freezing, Refrigeration, And Drying (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung des durch Patent 312 614 geschützten Verfahrens. Gemäß vorliegender Erfindung werden Leimfleisch, Gelatine, Leimsubstanzen, Knochen u. dgl., die infolge ihres unangenehmen Geruches schwer zur Herstellung von Suppenwürzen u. dgl. verwendet werden können, dadurch sterilisiert und von dem störenden Geruch befreit, daß man sie statt mit einer elektrolysierten Chlornatriumlösung unmittelbar mit Natriumhypochloritlauge von bestimmtem Chlorgehalt behandelt. Hierdurch wird eine Verbilligung und Vereinfachung des,. Verfahrens erreicht, da einerseits der elektrische Strom und die zur elektrolytischen Behandlung erforderliche Apparatur entbehrlich ist, anderseits das Verfahren weniger Zeit und Arbeitskräfte erfordert.
Die keimtötende Wirkung des Natriumhypochlorits .ist bekannt und für Desinfektionszwecke schon verschiedentlich nutzbar gemacht worden. Die mit Natriumhypochlorit behandelten Materialien konnten jedoch nur für technische Gebrauchszwecke in Betracht kommen, da man bei der bisherigen Anwendung des Natriumhypochlorits darauf verzichtet hat, die anzuwendende Menge desselben der zur Erreichung der Sterilisierung erforderlichen Menge an aktivem Chlor anzupassen, so daß die behandelten Materialien stets noch wirksames Chlor enthalten und infolgedessen für die Herstellung von Produkten für Ernährungszwecke ungeeignet sind.
Hier setzt die vorliegende Erfindung ein, welche sich darauf gründet, daß man die An-Wendung des Natriumhypochlorits derart gestalten kann, daß einerseits eine vollkommene Sterilisierung, des behandelten Materials erreicht s und anderseits die Anwesenheit von freiem Chlor in demselben vermieden wird. Es wurde gefunden, daß bei der Behandlung von bestimmten Mengen de'ß zu sterilisierenden Materials mit bestimmten Mengen Natriumhypochloritlösung, deren Gehalt an aktivem Chlor festgestellt ist, sowohl eine vollkommene Abtötung sämtlicher Keime und Fäulniserreger erreicht, als auch die Anwesenheit von aktivem Chlor in dem sterilisierten Material nach Beendigung des Sterilisierungsprozesses vermieden werden kann.
Zur Ausführung des Verfahrens werden beispielsweise 1000 kg Leimfleisch, nachdem es von den äußerlichen Unreinigkeiten befreit und unter Zusatz von Salzsäure oder Schwefelsäure bis zur neutralen Reaktion gewaschen ist, mit 2000 kg Natriumhypochloritlösung übergössen, welche 3 g aktives Chlor im Liter enthält. Das Eintreten der Reaktion zwischen den Bakterien und dem Natriumhypochlorit ist an der auftretenden Gasentwicklung erkennbar, welche durch das Freiwerden von Sauerstoff hervorgerufen wird, der im statu nascendi oxy-
dierend und abtötend auf die Bakterien einwirkt.w^hretidiidäsNätfiümhypochlorit zu Chlornatrium reduziert w}rd. Der Laugentiter von 3 g aktivem' fehlöV iirr titer sinkt dabei schnell herab, und nach schon einer Stunde sind in der Regel nur noch 0,1 bis 0,2 g aktives Chlor im Liter der Lauge, maßanalytisch nachzuweisen. Nach Beendigung des Prozesses wird das Chlornatrium ausgewaschen. Das behandelte Leimfleisch hat den störenden Geruch, welcher ihm sonst anhaftet, verloren und hat das Aussehen und den Geruch von frischem Fleisch; es ist vollkommen keimfrei und kann ohne Bedenken zur Herstellung von Würzen, Brühwürfeln usw. durch nachfolgende Hydrolyse mit Dampf unter Druck o. dgl. Verwendung finden.
Leim oder Gelatine müssen vor der Behandlung mit Natriumhypochlorit verflüssigt bzw. gelöst werden. Knochen können ganz oder zerkleinert nach dem vorliegenden Verfahren behandelt werden, wobei es unerheblich ist, ob das organische Gewebe vorher abgetrennt .wird. Je nach der Dichte der zu behandelnden Materialien wird nur die Zeit verschieden 25* sein, innerhalb welcher das aktive Chlor in der Natriumhypochloritlösung verbraucht wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Abänderung des durch Patent 312614 geschützten Verfahrens zur Sterilisation von nicht mehr frischen Nahrungs- und Genußmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß Leimfleisch, Gelatine, Leim, Knochen u. dgl. unmittelbar mit etwa der doppelten Menge einer Natriumhypochloritlösung behandelt werden, welche ungefähr 3 g aktives Chlor im Liter enthält.
DE1917313141D 1916-11-04 1917-02-06 Expired DE313141C (de)

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DE312614T 1916-11-04
DE313141T 1917-02-06

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