AT212661B - Elektrolytisches Bad zum galvanischen Niederschlagen von Nickelüberzügen hoher Korrosionsfestigkeit - Google Patents

Elektrolytisches Bad zum galvanischen Niederschlagen von Nickelüberzügen hoher Korrosionsfestigkeit

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AT212661B
AT212661B AT904059A AT904059A AT212661B AT 212661 B AT212661 B AT 212661B AT 904059 A AT904059 A AT 904059A AT 904059 A AT904059 A AT 904059A AT 212661 B AT212661 B AT 212661B
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Kemiska A B Candor
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Elektrolytisches Bad zum galvanischen Niederschlagen von
Nickelüberzügen hoher Korrosionsfestigkeit 
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf galvanisches Niederschlagen von Nickel und hat den
Zweck, Nickelüberzüge hoher chemischer Korrosionsfestigkeit zu erzielen. 



   Bei vernickelten Gegenständen, die ernsten Korrosionsbedingungen unterworfen wurden, konnte fest- gestellt werden, dass eine wichtige Bedingung für die Widerstandskraft der eigentlichen Nickelschicht ihre chemische Korrosionsfestigkeit ist. Um die chemische Korrosionsfestigkeit einer Nickelschicht zu untersuchen, wendet man zweckmässig das bekannte Strahlverfahren (deutsche DIN-Norm 50951) an, gemäss welchem die Schichtstärken ein Mass für die Auflösungsgeschwindigkeit geben. Es hat sich dabei gezeigt, dass gewisse Ablagerungen, die in den Schichten während ihres Niederschlagen im Glanz-
Nickelbad entstehen, die Auflösungsgeschwindigkeit stark beschleunigen und dadurch die chemische Korrosionsfestigkeit herabsetzen. 



   Im Zusammenhang mit diesen Untersuchungen hat man jedoch für die Bäder Zusatzstoffe gefunden, die eine grosse Erhöhung der Korrosionsfestigkeit bewirken. Unter diesen Stoffen findet man Cumarin sowie Acetylenverbindungen, z. B. Propargylalkohol, Butindiol, Hexindiol und die Ester und Äther dieser
Alkohole. Diese Stoffe sind bereits in der Patentliteratur als Zusatzmittel für Glanz-Nickelbäder an- gegeben worden. In den Glanz-Nickelbädern werden sie jedoch als Glanzbildner zweiter Klasse ver- wendet, u. zw. immer zusammen mit einem Glanzbildner erster Klasse, gewöhnlich einer aromatischen
Schwefelverbindung. 



   Derartige Schwefelverbindungen setzen jedoch die chemische Korrosionsfestigkeit des Nickels stark herab, weil Schwefel sich im Niederschlag ablagert. 



   Erfindungsgemäss enthält das Bad eine Kombination von Zusatzstoffen, die durch Cumarin und einen oder mehrere der Stoffe Acetylenalkohole, Acetylenester, Acetylenäther oder auch Acetylenderivate von Cumarinverbindungen gebildet wird. Durch geeignete Kombination dieser Stoffe kann man Nickel- überzüge erhalten, die eine bis zu   100"70   höhere Korrosionsfestigkeit als gewöhnliche Mattnickelüberzüge aufweisen. DieErfindung wird im folgenden durch einige Beispiele für die Zusammensetzung des elektro- lytischen Bades erläutert. 



   Beispiel 1 : 
 EMI1.1 
 
<tb> 
<tb> Nickelsulfat <SEP> 300 <SEP> g/l
<tb> Nickelchlorid <SEP> 60
<tb> Borsäure <SEP> 40
<tb> Cumarin <SEP> 1 <SEP> u <SEP> 
<tb> Propargylalkohol <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> 1'1 <SEP> 
<tb> PH <SEP> 3, <SEP> 5-5, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> Stromdichte <SEP> 2 <SEP> - <SEP> 8 <SEP> A/dmz <SEP> 
<tb> Temperatur <SEP> 45 <SEP> - <SEP> 550 <SEP> C
<tb> Badbewegung <SEP> erwünscht
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Beispiel 2 : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Nickelsulfat <SEP> 300 <SEP> g/l
<tb> Nickelchlorid <SEP> 60
<tb> Borsäure <SEP> 40
<tb> Cumarin <SEP> 1 <SEP> 
<tb> Butindiol <SEP> 0, <SEP> 2 <SEP> 11 <SEP> 
<tb> Übrige <SEP> Arbeitsbedingungen <SEP> gemäss <SEP> Beispiel <SEP> 1.
<tb> 
 Beispiels :

   
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Nickelsulfat <SEP> 300 <SEP> g/1
<tb> Nickelchlorid <SEP> 60"
<tb> Borsäure <SEP> 40 <SEP> " <SEP> 
<tb> Propargylester <SEP> der <SEP> B-Phenylacrylsäure <SEP> 0, <SEP> 2-1, <SEP> 5 <SEP> g/l <SEP> 
<tb> Übrige <SEP> Arbeitsbedingungen <SEP> gemäss <SEP> Beispiel <SEP> 1.
<tb> 
 Beispiel 4 : 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> Nickelsulfat <SEP> 300 <SEP> g/l
<tb> Nickelchlorid <SEP> 60"
<tb> Borsäure <SEP> 40"
<tb> Propargy1ester <SEP> der <SEP> o-Oxyphenylacrylsäure <SEP> 0, <SEP> 2-1, <SEP> 5 <SEP> g/l <SEP> 
<tb> Übrige <SEP> Arbeitsbedingungen <SEP> gemäss <SEP> Beispiel <SEP> 1.
<tb> 
 Beispiel 5 :

   
 EMI2.4 
 
<tb> 
<tb> Nickelsulfat <SEP> 300 <SEP> g/l
<tb> Nickelchlorid <SEP> 6. <SEP> 0"
<tb> Borsäure <SEP> 40"
<tb> Prop <SEP> argyl-Cumarinsulfonat <SEP> 0, <SEP> 2 <SEP> - <SEP> 2 <SEP> g/1 <SEP> 
<tb> Übrige <SEP> Arbeitsbedingungen <SEP> gemä3 <SEP> Beispiel <SEP> 1.
<tb> 
 Beispiel 6 : 
 EMI2.5 
 
<tb> 
<tb> Nickelsulfat <SEP> 300 <SEP> g/1
<tb> Nickelchlorid <SEP> 60"
<tb> Borsäure <SEP> 40"
<tb> Natriummonopropargyl-Cumarindisulfonat <SEP> 0, <SEP> 1-3 <SEP> g/l <SEP> 
<tb> Übrige <SEP> Arbeitsbedingungen <SEP> gemäss <SEP> Beispiel <SEP> 1.
<tb> 
 



   Sämtliche   Bäder   gemäss den vorstehend angeführten Beispielen geben halbblanke bis blanke Überzüge von ausserordentlich feiner Kristallstruktur und grosser chemischer Korrosionsfestigkeit. Die sich gemäss den Beispielen 5 und 6 ergebende chemische Korrosionsfestigkeit ist jedoch ein wenig geringer. 



  Die Ablagerung von Schwefel in den Überzügen ist aber unbeträchtlich. 



   Um blanke Niederschläge zu erzeugen, kann sämtlichen Bädern eine aromatische Sulfonsäure, beispielsweise Naphthalintrisulfonat, zugesetzt werden. Bedingt durch die Natur der Zusatzstoffe kann man die Konzentration des Naphthalintrisulfonats sehr gering, etwa   1 - 2   g/l, halten, was sehr vorteilhaft ist, weil der Schwefelanteil der Überzüge mit erhöhter Konzentration der Sulfonsäureverbindung reichlicher wird. 



   Um die nicht erwünschte Kondensation der in den Beispielen angeführten ungesättigten Verbindungen zu verhindern, wird zweckmässig auch ein Aldehyd zugesetzt. Als zweckmässig hiefür haben sich Formaldehyd, Trichloracetaldehyd sowie sulfonierter Benzaldehyd bewährt. Der letztgenannte soll jedoch mit Vorsicht verwendet werden, weil er eine Erhöhung des   Schwefelgehaltes der Überzüge mit   sich bringt. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Elektrolytisches Bad zum galvanischen Niederschlagen von Nickelüberzügen hoher chemischer Korrosionsfestigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Kombination von Zusatzstoffen enthält, die durch Cumarin und einen oder mehrere der Stoffe : Acetylenalkohole, Acetylenester, Acetylenäther oder auch Acetylenderivate von Cumarinverbindungen gebildet wird.

Claims (1)

  1. 2. Bad nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass es 0, 2-3 g/l Cumarin und 0, 01-0, 5 g/l Propargylalkohol enthält. <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1
AT904059A 1958-12-23 1959-12-14 Elektrolytisches Bad zum galvanischen Niederschlagen von Nickelüberzügen hoher Korrosionsfestigkeit AT212661B (de)

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