AT119022B - Verfahren zur elektrolytischen Goldabscheidung. - Google Patents

Verfahren zur elektrolytischen Goldabscheidung.

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AT119022B
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electrolytic gold
gold deposition
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Heinrich Dr Paweck
Robert Dr Ing Weiner
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Heinrich Dr Paweck
Robert Dr Ing Weiner
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  Verfahren zur elektrolytischen   Goldabseheidnng.   



   Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, welches bei der elektrolytisehen Abscheidung von Gold den Gehalt an freiem Zyankalium vermeidet, bei dem ferner die ungünstige Wirkung der Passivität der Goldanode praktisch behoben erscheint und bisher noch nicht angewendete hohe Stromdichten erzielbar sind ; infolgedessen kann in kürzester Zeit ein äusserst starker Goldbelag erhalten werden, ohne 
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 Anoden, wie etwa Platin, zu, ohne dass die   Wirkungsweise beeinträchtigt   würde, d. h. dass in derselben kürzesten Zeit mit hohen Stromdichten derselbe   Goldbelag erreichbar   ist, für welchen Zweck eine besondere   Naehsättigungsmethode   ausgearbeitet wurde, die jedoch nur in längeren Zeitintervallen angewendet zu werden braucht, da das Bad gegen Verarmung in weiten Grenzen unempfindlich ist. 



   Als Ausgangspunkt für vorliegende Erfindung diente das bekannte Ferrozyankaliumbad, das bisher nur mit unlöslichen Anoden bei äusserst geringen Stromdichten angewendet wurde, worüber das
Werk von Dr. W.   Pfanhauser "Die elektrolytischen Metallniederschläge" 1928,   im Abschnitt über "die   Vergoldung"ausführlichen Aufschluss   gibt. Gemäss dieser Literaturangabe wird im allgemeinen der Goldgehalt in den Goldbädern wegen des hohen Preises auf zirka   0'75   bis 1 g Gold pro Liter in heissen, und kaum über   3'5   g in kalten Bädern gehalten ; dementsprechend werden niedere Kathodenstromdichten angewendet, meist 0'05-0'1 A pro dm2, insofern dickere Niederschläge erzeugt werden sollen.

   Auch insbesondere bei den Goldbädern ohne Zyankalium, bei denen gelbes Blutlaugensalz zur Anwendung kommt, wird ebenfalls höchstens mit nur   0'1   A pro dz bei verhältnismässig hoher Spannung gearbeitet und besonders vermerkt, dass die Verwendung von Goldanoden ganz zwecklos ist, weil sie sich in diesem Bade nicht lösen. Man bedient sich daher dort nur der Platin-oder Kohlenanoden, wobei die Anoden-   fläche   ein Drittel der   Warenfläche   ist. Eine häufige   Nachsättigung   an Gold ist bei diesen Bädern charakteristisch. 



   Vorliegende Erfindung bezweckt, die sonst vorzüglichen Eigenschaften der Bäder mit gelbem Blutlaugensalz auszunutzen und zur   höchstenauswertting   zu bringen, dadurch, dass der wichtigste Mangel, nämlich die vollständige Unlöslichkeit der Goldanode, beseitigt wird und bisher noch nicht angewendete hohe Stromdichten zur Anwendung gelangen, wodurch einerseits die Baddimensionen und Bäderzahl bedeutend vermindert werden, anderseits sehr schwere Vergoldungen von   0'1     mm   Dicke und darüber in kürzester Zeit herstellbar sind, so dass die investierte Goldmenge im Elektrolyt und in den Anoden bei gleicher Leistung eher geringer ist als in den gebräuchlichen Bädern.

   Diese durch die vorliegende Erfindung erzielbaren wertvollen Effekte können mit nachstehender Art der Badzusammensetzung und Arbeits- weise erreicht werden. 



   Die Bäder vorliegender Erfindung bestehen beispielsweise aus   inWassergelostemgelbemBlutlaugen-   salz, Goldehlorwasserstoffsäure und einem Alkali, etwa auf 1000 em3 Wasser 200   gelbes Blutlaugensalz,   50 g Goldchlorwasserstoffsäure und 50 g kalzinierte Soda in der Wärme gelöst. Der dabei entstehende Eisenniederschlag wird abfiltriert und die erhaltene klare Lösung als Elektrolyt verwendet. Die Goldanoden haben je nach der Art des Arbeitsstückes eine gleiche oder grössere Fläche als dieses. Die Arbeitstemperatur liegt zwischen 40 und 80  C und ist innerhalb dieser angegebenen Grenze auf die Goldabscheidung ohne wesentlichen Einfluss, im Gegensatz zur Empfindlichkeit anderer Bäder in dieser Hinsicht. 



  Die kathodische Stromdiehte kann selbst bei z. B. einstündiger Schwervergoldung bis 5 A pro dm2 betragen, wobei eine mässige Rührung des Elektrolyten stattfindet und das   Arbeitsstück   während des Prozesses 
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 dichte noch beträchtlich gesteigert werden. Auf diese Art wurde beispielsweise in 90 Minuten auf dem Gaumen eines   künstlichen   Gebisses ein beiderseitiger Goldbelag von   0'1   mm Dicke in vollständig dichter Form, tadellos seidenglänzend hergestellt, während im Gegensatz dazu bei allen bekannten Bädern die   Niederschlagsstärke   pro Stunde mit ungefähr   0'0012   mm angegeben wird. Die Spannung ist im Mittel   1'2   Volt, also trotz der hohen Stromdichte niedriger als bisher.

   Selbstverständlich kann mit denselben hohen Stromdichten auch mit unlöslichen Anoden gearbeitet werden, wobei die notwendige   Nachsättigung   an Gold, jedoch in grösseren Zwischenräumen als bisher, mit einem Goldsalz erfolgt, das in der Weise hergestellt wird, dass Goldchlorwasserstoffsäure in heisse konzentrierte   Ferrozyankaliumlosung   eingetragen, der entstehende Niederschlag mit Soda gelöst, das ausfallende Eisen abfiltriert und die verbleibende Lösung zum Auskristallisieren gebracht wird. 



    PATENTANSPRÜCHE :  
1. Verfahren zur elektrolytischen Goldabscheidung aus Goldbädern mit gelbem Blutlaugensalz, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Herstellung des Elektrolyten neben Alkali oder Alkalikarbonat eine bedeutend grössere Menge an gelbem Blutlaugensalz als bisher, beispielsweise 200   g pro Liter,   und ebenso eine wesentlich grössere Menge an Gold, beispielsweise 20 g pro Liter, angewendet und der Prozess bei Anwendung von sehr hohen Stromdichten, beispielsweise 5 A pro    < ,     durchgeführt   wird, wobei unter gleichzeitiger Anwendung der an sich bekannten Rührung und Erwärmung, mit Überwindung der Passivität Goldanoden mit entsprechender   Oberfläche   herangezogen werden können.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle der Anwendung unlöslicher Anoden eine Nachsättigung des Elektrolyten mit einem Goldsalz erfolgt, das durch die Vereinigung einer Goldlösung mit gelbem Blutlaugensalz und Alkali rein hergestellt wird.
AT119022D 1928-07-13 1928-07-13 Verfahren zur elektrolytischen Goldabscheidung. AT119022B (de)

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