AT119022B - Verfahren zur elektrolytischen Goldabscheidung. - Google Patents
Verfahren zur elektrolytischen Goldabscheidung.Info
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Description
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Verfahren zur elektrolytischen Goldabseheidnng.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, welches bei der elektrolytisehen Abscheidung von Gold den Gehalt an freiem Zyankalium vermeidet, bei dem ferner die ungünstige Wirkung der Passivität der Goldanode praktisch behoben erscheint und bisher noch nicht angewendete hohe Stromdichten erzielbar sind ; infolgedessen kann in kürzester Zeit ein äusserst starker Goldbelag erhalten werden, ohne
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Anoden, wie etwa Platin, zu, ohne dass die Wirkungsweise beeinträchtigt würde, d. h. dass in derselben kürzesten Zeit mit hohen Stromdichten derselbe Goldbelag erreichbar ist, für welchen Zweck eine besondere Naehsättigungsmethode ausgearbeitet wurde, die jedoch nur in längeren Zeitintervallen angewendet zu werden braucht, da das Bad gegen Verarmung in weiten Grenzen unempfindlich ist.
Als Ausgangspunkt für vorliegende Erfindung diente das bekannte Ferrozyankaliumbad, das bisher nur mit unlöslichen Anoden bei äusserst geringen Stromdichten angewendet wurde, worüber das
Werk von Dr. W. Pfanhauser "Die elektrolytischen Metallniederschläge" 1928, im Abschnitt über "die Vergoldung"ausführlichen Aufschluss gibt. Gemäss dieser Literaturangabe wird im allgemeinen der Goldgehalt in den Goldbädern wegen des hohen Preises auf zirka 0'75 bis 1 g Gold pro Liter in heissen, und kaum über 3'5 g in kalten Bädern gehalten ; dementsprechend werden niedere Kathodenstromdichten angewendet, meist 0'05-0'1 A pro dm2, insofern dickere Niederschläge erzeugt werden sollen.
Auch insbesondere bei den Goldbädern ohne Zyankalium, bei denen gelbes Blutlaugensalz zur Anwendung kommt, wird ebenfalls höchstens mit nur 0'1 A pro dz bei verhältnismässig hoher Spannung gearbeitet und besonders vermerkt, dass die Verwendung von Goldanoden ganz zwecklos ist, weil sie sich in diesem Bade nicht lösen. Man bedient sich daher dort nur der Platin-oder Kohlenanoden, wobei die Anoden- fläche ein Drittel der Warenfläche ist. Eine häufige Nachsättigung an Gold ist bei diesen Bädern charakteristisch.
Vorliegende Erfindung bezweckt, die sonst vorzüglichen Eigenschaften der Bäder mit gelbem Blutlaugensalz auszunutzen und zur höchstenauswertting zu bringen, dadurch, dass der wichtigste Mangel, nämlich die vollständige Unlöslichkeit der Goldanode, beseitigt wird und bisher noch nicht angewendete hohe Stromdichten zur Anwendung gelangen, wodurch einerseits die Baddimensionen und Bäderzahl bedeutend vermindert werden, anderseits sehr schwere Vergoldungen von 0'1 mm Dicke und darüber in kürzester Zeit herstellbar sind, so dass die investierte Goldmenge im Elektrolyt und in den Anoden bei gleicher Leistung eher geringer ist als in den gebräuchlichen Bädern.
Diese durch die vorliegende Erfindung erzielbaren wertvollen Effekte können mit nachstehender Art der Badzusammensetzung und Arbeits- weise erreicht werden.
Die Bäder vorliegender Erfindung bestehen beispielsweise aus inWassergelostemgelbemBlutlaugen- salz, Goldehlorwasserstoffsäure und einem Alkali, etwa auf 1000 em3 Wasser 200 gelbes Blutlaugensalz, 50 g Goldchlorwasserstoffsäure und 50 g kalzinierte Soda in der Wärme gelöst. Der dabei entstehende Eisenniederschlag wird abfiltriert und die erhaltene klare Lösung als Elektrolyt verwendet. Die Goldanoden haben je nach der Art des Arbeitsstückes eine gleiche oder grössere Fläche als dieses. Die Arbeitstemperatur liegt zwischen 40 und 80 C und ist innerhalb dieser angegebenen Grenze auf die Goldabscheidung ohne wesentlichen Einfluss, im Gegensatz zur Empfindlichkeit anderer Bäder in dieser Hinsicht.
Die kathodische Stromdiehte kann selbst bei z. B. einstündiger Schwervergoldung bis 5 A pro dm2 betragen, wobei eine mässige Rührung des Elektrolyten stattfindet und das Arbeitsstück während des Prozesses
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dichte noch beträchtlich gesteigert werden. Auf diese Art wurde beispielsweise in 90 Minuten auf dem Gaumen eines künstlichen Gebisses ein beiderseitiger Goldbelag von 0'1 mm Dicke in vollständig dichter Form, tadellos seidenglänzend hergestellt, während im Gegensatz dazu bei allen bekannten Bädern die Niederschlagsstärke pro Stunde mit ungefähr 0'0012 mm angegeben wird. Die Spannung ist im Mittel 1'2 Volt, also trotz der hohen Stromdichte niedriger als bisher.
Selbstverständlich kann mit denselben hohen Stromdichten auch mit unlöslichen Anoden gearbeitet werden, wobei die notwendige Nachsättigung an Gold, jedoch in grösseren Zwischenräumen als bisher, mit einem Goldsalz erfolgt, das in der Weise hergestellt wird, dass Goldchlorwasserstoffsäure in heisse konzentrierte Ferrozyankaliumlosung eingetragen, der entstehende Niederschlag mit Soda gelöst, das ausfallende Eisen abfiltriert und die verbleibende Lösung zum Auskristallisieren gebracht wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur elektrolytischen Goldabscheidung aus Goldbädern mit gelbem Blutlaugensalz, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Herstellung des Elektrolyten neben Alkali oder Alkalikarbonat eine bedeutend grössere Menge an gelbem Blutlaugensalz als bisher, beispielsweise 200 g pro Liter, und ebenso eine wesentlich grössere Menge an Gold, beispielsweise 20 g pro Liter, angewendet und der Prozess bei Anwendung von sehr hohen Stromdichten, beispielsweise 5 A pro < , durchgeführt wird, wobei unter gleichzeitiger Anwendung der an sich bekannten Rührung und Erwärmung, mit Überwindung der Passivität Goldanoden mit entsprechender Oberfläche herangezogen werden können.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle der Anwendung unlöslicher Anoden eine Nachsättigung des Elektrolyten mit einem Goldsalz erfolgt, das durch die Vereinigung einer Goldlösung mit gelbem Blutlaugensalz und Alkali rein hergestellt wird.
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