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Photographische Kamera
Die Erfindung bezieht sich auf eine photographische Kamera mit auf mehrere Stellungen einstell- baren Einstellern für Blende und Belichtungszeit, welche in einer fest vorgegebenen, einen abgeschlossenen
Einstellbereich mit gleichmässiger Belichtungswertstufung definierenden Zuordnung von Zeit- und Blenden- werten miteinander gekuppelt sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kamera dieser Art zu'schaffen, bei welcher eine vollselbsttätige Belichtungseinstellung unter Berücksichtigung weiterer, von der Beleuchtungsstärke verschiedener Belichtungsfaktoren in unverwickelter, übersichtlicher und funktionssicherer Weise durchführbar ist, und bei der insbesondere die Einstellung der letztgenannten Belichtungsfaktoren keine Bedingungen an die Arbeitsweise der zur Verwendung gelangenden selbsttätigen Belichtungseinstellvorrichtung stellt.
Eine Lösung dieser Aufgabe ist gemäss der Erfindung dadurch erzielt, dass zum Zwecke der selbsttätigen Durchführung der Belichtungseinstellung in Abhängigkeit von einer Beleuchtungsstärke-Mess- einrichtung die beiden fest miteinander verbundenen Einsteller mit einem von der BeleuchtungsstärkeMesseinrichtung steuerbaren, mittels einer Antriebsvorrichtung bewegbaren Einsteller lösbar verbunden sind, und dass zur Einstellung weiterer, von der Beleuchtungsstärke verschiedener Belichtungsfaktoren, insbesondere der Filmempfindlichkeit, ein in bezug auf die selbsttätige Bewegung der Zeit- und Blendeneinsteller ortsfest bleibender und nur zwecks Durchführung des Einstellvorgangs mit'den Einstellern für Blende und Belichtungszeit verbindbarer, im folgenden kurz"Filmempfindlichkeitseinsteller"genannter Einsteller angeordnet ist.
Einer gemäss der Erfindung aufgebauten Kamera kommen eine Reihe bedeutsamer Vorzüge zu. Insbesondere ist hervorzuheben, dass in dem von der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung gesteuerten Einsteller alle einstellbaren Belichtungsfaktoren ausser der Beleuchtungsstärke gesammelt sind, so dass die Einstellung dieses Einstellers durch die Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung nach"echten"Lichtwerten erfolgt. Dies bedeutet, dass irgendeinem bestimmten Beleuchtungsstärkewert stets ein und dieselbe Stellung des Einstellers zugeordnet ist, unabhängig von den an der Kamera getroffenen Voreinstellungen.
Für die Ausbildung der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung ist dies sehr vorteilhaft, da eine Messeinrichtung, beispielsweise ein Drehspulinstrument, völlig beliebiger Charakteristik verwendet werden kann.
Weitere besondere Vorzüge ergeben sich daraus, dass der Einsteller für die von der Beleuchtungsstärke verschiedenen Belichtungsfaktoren jeweils nur zur Durchführung des Einstellvorgangs mit den Einstellern für Blende und Belichtungszeit verbunden wird, während in der übrigen Zeit eine solche Verbindung nicht besteht. Hiedurch ist erreicht, dass bei einer selbsttätigen Belichtungseinstellung dieser Einsteller nicht mitbewegt wird, wodurch für die selbsttätige Belichtungseinstellung ein Minimum bezüglich der zu bewegenden Massen und damit der Antriebsenergie erzielbar ist.
Vorteile besonderer Art hinsichtlich einer vielseitigen Anwendbarkeit der Kamera unter Gewährleistung eines anordnungsgünstigen, unverwickelten und funktionssicheren Aufbaus und einer einfachen und übersichtlichen Funktionsweise lassen sich in Weiterbildung der Erfindung dadurch erzielen, dass zum Zwecke der wahlweisen Durchführung der Belichtungseinstellung entweder von Hand oder selbsttätig in Abhängigkeit von der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung die fest miteinander verbundenen Einsteller für Blende und Belichtungszeit mittels lösbarer Kupplungen wechselweise entweder mit einem von Hand betätigbaren Einsteller oder mit dem von der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung steuerbaren Einsteller verbindbar sind.
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Eine in dieser Weise weitergebildete Kamera zeichnet sich im Hinblick auf ihre Bedienbarkeit und ihre Funktionsweise durch Einfachheit und Sicherheit aus, denn zur wahlweisen Durchführung der Belichtungseinstellung entweder von Hand oder selbsttätig in Abhängigkeit von der BeleuchtungsstärkeMesseinrichtung ist lediglich die Umschaltung einer mechanischen Kupplung erforderlich. Eine Wechselwirkung zwischen den Vorrichtungen für selbsttätige und manuelle Belichtungseinstellung tritt nicht ein, und es verdient besondere Erwähnung, dass die Belichtungszeit- und Blendeneinsteller, der von Hand betätigbare Einsteller und der von der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung steuerbare Einsteller jeweils getrennte, in ihrem Aufbau klar gegliederte Baugruppen bilden.
Diese legen sich gegenseitig keine Bedingungen auf und lassen sich daher freizügig anordnen und ausbilden.
Eine Berücksichtigung weiterer, von der Beleuchtungsstärke verschiedener Belichtungsfaktoren lässt sich bei einer solchen Kamera unter voller Beibehaltung der vorgenannten Vorteile dadurch erzielen, dass in der Kupplungsverbindung zwischen den Einstellern für Blende und Belichtungszeit einerseits und dem von Hand betätigbaren Einsteller bzw.- dem von der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung steuerbaren Einsteller anderseits ein Übertragungsteil eingeschaltet ist, mit welchem die Einsteller für Blende und Belichtungszeit in verschiedenen Relativlagen kuppelbar sind, und welcher mittels lösbarer Kupplungen wechselweise entweder mit dem von Hand betätigbaren Einsteller oder mit dem von der Beleuchtungs- stärke-Messeinrichtung steuerbaren Einsteller verbindbar ist.
Eine optimale Bedienungseinfachheit und Sicherheit bezüglich des Aufnahmeerfolgs lässt sich weiterhin dadurch erreichen, dass zwecks Anzeige, ob bei der jeweils herrschenden Beleuchtungsstärke und der Empfindlichkeit des verwendeten Films eine im Arbeitsbereich der Kamera liegende Belichtungsein- stellung erzielbar ist, eine mit der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung zusammenarbeitende, vorzugsweise im Sucher sichtbare Anzeige- oder Warnvorrichtung angeordnet ist, die in Abhängigkeit von der Verstellbewegung des Filmempfindlichkeitseinstellers in ihrer Relativeinstellung zur BeleuchtungsstärkeMesseinrichtung änderbar ist.
Der besondere Vorteil dieser Weiterbildung der Erfindung besteht darin, dass es zur Erzielung einer gelungenen Aufnahme seitens der Bedienungsperson ausser dem Anvisieren des Aufnahmeobjekts und einem eventuellen Einstellen der Entfernung nicht mehr bedarf, als dass sie darauf achtet, ob die Anzeige-bzw. Warnvorrichtung auf"FREI"steht.
Die Anzeige- oder Warnvorrichtung kann in verschiedener Weise ausgebildet sein ; Ausführungsarten solcher Vorrichtungen sind an sich bekannt. Eine zu einer besonders klaren Übersicht führende, einen unverwickelten Aufbau besitzende und sich durch eine sichere Arbeitsweise auszeichnende Anzeigevorrichtung ist indessen gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch erzielbar, dass die Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung ein an sich bekanntes Galvanometer mit in einem Sichtfenster spielendem Zeiger umfasst, und dass als mit diesem Zeiger zusammenarbeitende Anzeigevorrichtung zwei gleichfalls im Sichtfenster sichtbare, bewegbare Grenzmarken angeordnet sind, die mittels zwischen ihnen und dem Filmempfindlichkeitseinsteller angeordneten Steuermitteln, beispielsweise Steuerkurven, in ihrer Verstellbewegung an die Charakteristik des Galvanometers derart angepasst sind,
dass sie bei jeder Einstelllage den möglichen Arbeitsbereich der Kamera durch den von ihnen begrenzten Bereich kennzeichnen.
Um einer Kamera gemäss der Erfindung hinsichtlich der Berücksichtigung verschiedener Filmempfindlichkeiten einen weiten Anwendungsbereich in unverwickelter und aufwandsparender Weise zu erschliessen, können die beiden Einsteller für Blende und Belichtungszeit zwecks Erfassens eines über die obere Grenze des Arbeitsbereichs der Kamera hinausgehenden Filmempfindlichkeitsbereichs einen Überweg besitzen, innerhalb dem die der oberen Grenze des Arbeitsbereichs zugehörenden Werte von Blende und Belichtungszeit eingestellt bleiben, und wobei die Grösse dieses Überwegs durch die Anzahl der den Filmempfindlichkeitsgrenzwert übersteigenden Filmempfindlichkeitswerte gegeben ist.
Eine mühelose und übersichtliche Bedienungsweise der Kamera im Hinblick auf die Herstellung der Kupplungsverbindung zwischen den Belichtungszeit- und Blendeneinstellern einerseits und dem von Hand betätigbaren Einsteller bzw. dem von der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung steuerbaren Einsteller anderseits lässt sich weiterhin dadurch erzielen, dass ein in bezug auf die Bewegung der Einsteller für Belichtungszeit und Blende ortsfest bleibender und auf Stellungen "auto" und "man" (manuell) einstellbarer Umschalter angeordnet ist, mittels welchem bei Einstellung "auto" der von der BeleuchtungsstärkeMesseinrichtung steuerbare Einsteller und bei Einstellung "man" der von Hand betätigbare Einsteller mit dem Übertragungsteil verbindbar ist.
Die ortsfeste Anordnung des Umschalters erbringt hiebei den Vorteil, dass dieser stets ein und dieselbe Lage an der Kamera einnimmt, wodurch sich für ihn ein leichtes Auffinden und Ergreifen ergibt.
In weiterer Ausbildung der Erfindung kann eine Anwendbarkeit der Kamera nicht nur für Tageslicht-
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aufnahmen sondern auch für Blitzlichtaufnahmen dadurch erreicht werden, dass der von Hand betätigbare Einsteller einen besonderen Einstellbereich besitzt, in welchem eine für Blitzlichtaufnahmen geeignete Belichtungszeit dem gesamten Blendenverstellbereich zugeordnet ist.
Um hiebei die Einstellung der richtigen Blende ohne Vorhandensein einer Blendenkennzeichnung und ohne Kenntnis der den verschiedenen Einstellagen des von Hand betätigbaren Einstellers zugeordneten Grösse der Blendenöffnung leicht und einfach zu ermöglichen, können eine Entfernungshilfsskala und eine Kennmarkenskala der Blitzlampentypen gegeneinander verstellbar angeordnet sein, von denen wahlweise die eine an dem von Hand betätigbaren Einsteller und die andere am Filmempfindlichkeitseinsteller oder beide am einen dieser Einsteller angeordnet sind, und wobei zur Einstellung des von Hand betätigbaren Einstellers in eine dem verwendeten Blitzlampentyp und der gewählten Aufnahmeentfernung entsprechende Stellung die an ihm angeordnete Skala mit der am Filmempfindlichkeitseinsteller angeordneten Skala bzw.
eine am einen dieser Einsteller angeordnete Marke mit einer der am andern Einsteller angeordneten Skalen für Entfernung und Kennmarken zusammenarbeitet.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung ist in den Figuren ein Ausführungsbeispiel in schematischer Darstellung gezeigt und nachstehend beschrieben. Hiebei sind noch weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung angeführt.
Fig. l zeigt die Wirkungsverbindung verschiedener Einsteller einer gemäss der Erfindung ausgebildeten Kamera. Sämtliche Einsteller sind schematisch dargestellt. Die Vorrichtung befindet sich im Bereitschaftszustand für eine vollselbsttätige Belichtungseinstellung. Fig. 2 zeigt die Anordnung und Ausbildung verschiedener Einstellskalen für einen von Hand betätigbaren Einsteller. Fig. 3 zeigt eine von Fig. 2 ver- schiedene Skalenanordnung zur Einstellung des von Hand betätigbaren Einstellers bei Blitzlichtaufnahmen.
Fig. 4 zeigt in gleichfalls schematischer Weise den Aufbau einer Anzeigevorrichtung gemäss der Erfindung und deren Wirkungsweise.
In Fig. l sind mit 1 und 2 die beiden Einsteller für die Belichtungszeit und Blende einer photographischen Kamera bezeichnet. Diese sind mittels einer Schiene 3 in einer fest vorgegebenen, einen abgeschlossenen Einstellbereich mit gleichmässiger Belichtungswertstufung definierenden Zuordnung von Zeit- und Blendenwerten miteinander verbunden.
Die Zuordnung dieser Werte kann bei Vorliegen eines Blendeneinstellbereichs von Blende 2, 8 bis Blende 22 und eines Belichtungszeiteneinstellbereichs von 1/30 sec bis 1/250 sec beispielsweise wie folgt getroffen sein :
EMI3.1
<tb>
<tb> Belichtungszeit <SEP> Blende
<tb> 30 <SEP> 2, <SEP> 8 <SEP>
<tb> 60 <SEP> 2, <SEP> 8 <SEP>
<tb> 60 <SEP> 4
<tb> 60 <SEP> 5, <SEP> 6 <SEP>
<tb> 125 <SEP> 5, <SEP> 6 <SEP>
<tb> 125 <SEP> 8
<tb> 125 <SEP> 11
<tb> 250 <SEP> 11
<tb> 250 <SEP> 16
<tb> 250 <SEP> 22
<tb>
Gemäss der Erfindung sind nunmehr zum Zwecke der selbsttätigen Durchführung der Belichtungseinstellung in Abhängigkeit von einer Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung die beiden fest miteinander verbundenen Einsteller 1 und 2 mit einem von der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung steuerbaren,
mittels einer Antriebsvorrichtung bewegbaren Einsteller 4 lösbar verbunden, wobei zur Einstellung weiterer, von der Beleuchtungsstärke verschiedener Belichtungsfaktoren, insbesondere der Filmempfindlichkeit, ein in bezug auf die selbsttätige Bewegung der Zeit-und Blendeneinsteller ortsfest bleibender und nur zwecks Durchführung des Einstellvorgangs mit den Einstellern für Blende und Belichtungszeit verbindbarer Einsteller 5, welcher in der nachfolgenden Beschreibung als "Filmempfindlichkeitseinsteller" bezeichnet ist, angeordnet ist.
Die Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung, mittels welcher der Einsteller 4 steuerbar ist, kann in irgendeiner an sich bekannten oder vorgeschlagenen Weise aufgebaut sein.
Im Ausführungsbeispiel umfasst die beieuchtungsstärke-Messeinrichtung ein an sich bekanntes, vom Strom eines aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellten Photoelements beeinflussbares Galvanometer 6. Die Drehspule 7 desselben ist an einem Trägerteil 8 gelagert und besitzt einen Steuerkurven-
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teil 9, mit welchem zum Zwecke des Abtastens der jeweiligen, von der Beleuchtungsstärke bestimmten
Stellung der Drehspule 7 ein schwenkbarer, zweiarmiger Hebel 10 zusammenarbeitet.
Zur Übertragung der dem Abtasthebel 10 mitgeteilten jeweiligen Stellung der Drehspule 7 auf den
Einsteller 4 ist mit dem Hebel 10 ein weiterer, schwenkbarer Hebel 11 in der aus Fig. l ersichtlichen
Weise formschlüssig verbunden, dessen Endteil fla zur Zusammenarbeit mit einer am Einsteller 4 aus- gebildeten Stufeneinstellkurve 4a bestimmt ist.
Zum Zwecke einer Sicherung der Drehspule in ihrer jeweiligen Lage während des Abtastvorgangs steht der Abtasthebel 10 weiterhin in kraftschlüssiger Verbindung mit einem schwenkbaren Hebel 12, welcher mit einem an der 0 Drehspule 7 angeordneten Steuerkurventeil 13 zusammenarbeitet. Die Bewegungen der beiden Hebel 10 und 12 sind hiebei so aufeinander abgestimmt, dass der Abtasthebel 10 nicht früher als der Feststellhebel 12 zur Anlage an der Drehspule 7 kommt.
Bei der. Darstellung gemäss Fig. l befindet sich der Einsteller 4 in seiner dem gespannten Zustand einer ihn beeinflussenden Antriebsvorrichtung 4b, 14 zugeordneten Ausgangslage, in welcher ein am Einsteller angeordneter Anschlag 4c an einem ortsfesten Anschlag 15 der Kamera anliegt. Um in diesem Zustand ein freies Einspielen des Galvanometers entsprechend der herrschenden Beleuchtungsstärke zu gewährleisten, sind die beiden Hebel 10 und 12 von den ihnen zugeordneten Steuerkurven 9 bzw. 13 abgehoben. Dies ist dadurch bewirkt, dass ein am Einsteller 4 befindlicher Steuerkurventeil 16 durch Zusammenarbeit mit einem am Hebel 10 befestigten Stift 17 beide Hebel 10 und 12 vor Erreichen der Ausgangslage des Einstellers 4 in die in Fig. l dargestellte Lage verschwenkt hat.
Der Stop des Einstellers 4 bei einer Verstellbewegung von rechts nach links unter Wirkung der An- triebsvorrichtung 4b, 14 wird nun dadurch bewirkt, dass nach einer kurzen Anfangsbewegung des Einstellers die Steuerkurve 16 und der Stift 17 ausser Berührung kommen, worauf sich der Abtasthebel10 entsprechend der Stellung der Drehspule 7 des Galvanometers, d. h. entsprechend der herrschenden Beleuchtungsstärke, in eine bestimmte Lage einstellt. Je nach dieser Lage gelangt der Einsteller 4 bei der genannten Verstel- bewegung früher oder später mit einer der Stufen der Kurve 4a zur Anlage an dem abgebogenen Endteilla des Hebels 11. Die tiefste Stufe der Kurve 4a entspricht hiebei dem Maximalwert, die höchste Stufe dem Minimalwert der von der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung anzeigbaren Beleuchtungsstärke.
Die Zuordnung dieser Werte zu den Stufen der Kurve 4a ist hiebei stets ein und dieselbe, unabhängig welche Filmempfindlichkeit am Einsteller 5 eingestellt ist.
Die vorbeschriebene Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung und der von ihr steuerbare Anschlag sind gemäss der österr. Patentschrift Nr. 202861 aufgebaut. Der dort erwähnte Belichtungseinstellring ist in vorliegendem Falle der Einsteller 4.
Wie die Ausbildung der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung im einzelnen auch vorgenommen ist, stets wird erreicht, dass einer bestimmten Beleuchtungsstärke stets ein und derselbe Bewegungsweg des Einstellers 4, gemessen von dessen Ausgangsstellung aus, zugeordnet ist. Hieraus und aus der Verbindung zwischen den Belichtungszeit-und Blendeneinstellern einerseits und dem von der BeleuchtungsstärkeMesseinrichtung steuerbaren Einsteller anderseits sowie aus der Art der Filmempfindlichkeitseinstellung ergeben sich für eine gemäss der Erfindung ausgebildete Kamera klare, zu einem unverwickelten Aufbau und einer sicheren Wirkungsweise der Vorrichtung führende Verhältnisse.
Diese Vorteile werden unabhängig von der besonderen Ausbildung der verschiedenen Einsteller erzielt, die in den Figuren der Klarheit der Darstellung wegen schieberartig gezeichnet sind. An Stelle dieser Ausbildung könnten die Einsteller insbesondere auch eine ringförmige Gestalt besitzen, wodurch sie den Aufbauverhältnissen an sich bekannter Kameras angepasst sind.
Um bei der vorbeschriebenen Wirkungsweise der Kamera eine grösstmögliche Bedienungssicherheit zu gewährleisten, sind in weiterer Ausbildung der Erfindung Sperren vorhanden, welche eine Verstellung des Filmempfindlichkeitseinstellers 5 nur zulassen, wenn die Verbindung zwischen den Blenden- und Belichtungszeiteinstellern 1, 2 und dem von der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung steuerbaren Einsteller 4 gelöst ist und wenn sich der letztere Einsteller in der in Fig. l dargestellten, dem gespannten Zustand seiner Antriebsvorrichtung 14,4b zugeordneten Ausgangslage befindet.
Im Ausführungsbeispiel sind als Sperren zwei Rastvorrichtungen angeordnet. Von diesen ist die eine in Abhängigkeit vom Lösen der Kupplungsverbindung zwischen den Blenden-und Belichtungszeiteinstellern 1, 2 einerseits und dem von der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung steuerbaren Einsteller 4 anderseits lösbar, während das Lösen der. andern Rastvorrichtung in Abhängigkeit vom Erreichen der Ausgangslage des Einstellers 4 erfolgt.
Als beweglicher Teil der erstgenannten Rastvorrichtung ist am Filmempfindlichkeitseinsteller 5 eine ein Griffstück 18a besitzende federnde Zunge 18. befestigt. Diese steht 111 ihrem unbeeinflussten Zustand
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mittels einer Rastnase 18b in Eingriff mit an einem ortsfesten Teil der Kamera ausgebildeten Rast- ausnehmungen 19. Die Teilung dieser Ausnehmungen ist der Teilung einer mit 20 bezeichneten Einstell- skala für den Filmempfindlichkeitseinsteller 5 zugeordnet.
Die zweite Rastvorrichtung besitzt als beweglichen Teil einen Stift 21, welcher in kameraseitigen
Führungen 22 und 23 verschiebbar ist. Mittels einer an seinem einen Ende ausgebildeten Rastnase 21a arbeitet der Stift 21 unter Wirkung einer Feder 24 mit am Filmempfindlichkeitseinsteller 5 ausgebildeten, die gleiche Teilung wie die Rastausnehmungen 19 aufweisenden Rastausnehmungen 5a zusammen. Mit seinem ändern Ende steht der Stift 21 dagegen in Stift-Schlitzverbindung 100,26a mit einem an einer
Achse 25 an der Kamera gelagerten zweiarmigen Hebel 26, welcher mit einer am Einsteller 4 ausge- bildeten Steuerkurve 4d zusammenarbeitet.
Diese Zusammenarbeit ist derart, dass bei Erreichen der dem gespannten Zustand der Antriebsvorrichtung 4b, 14 zugeordneten Ausgangslage des Einstellers 4 die
Steuerkurve 4d in Eingriff mit dem Hebel 26 gelangt, wodurch dieser verschwenkt und der Stift 21 gegen die Wirkung der Feder 24 ausser Eingriff mit den Rastausnehmungen 5a des Filmempfindlichkeitsein- stellers 5 gebracht wird. Bringt man durch Betätigen der Federzunge 18 deren Rastnase 18b ausser Eingriff mit den Rastausnehmungen 19, so kann nunmehr ein Verstellen des Einstellers 5 zum Zwecke der Film- empfindlichkeitseinstellung vorgenommen werden.
Zur Anzeige der getroffenen Einstellung an der Skala 20 dient ein eine Zeigermarke 27a besitzender
Einsteller 27, welcher mit dem Einsteller 5 in Zahnradverbindung 27b, 28, 5d steht.
Zur Kupplung der Einsteller 1, 2 für Blende und Belichtungszeit mit dem von der Beleuchtungsstärke-
Messeinrichtung steuerbaren Einsteller 4 dient ein Stift 29. Dieser ist an den Einstellern 1 und 2 verschiebbar geführt und wird durch eine Feder 30 in später näher beschriebener Weise in Verbindung mit dem Einsteller 4 gehalten.
Ein Verschieben des Stifts 29 gegen Federwirkung zwecks Lösens der Kupplungsverbindung zwischen den Einstellern 1 und 2 einerseits und dem Einsteller 4 anderseits erfolgt mittels der Federzunge 18 beim Lösen der Rastvorrichtung 18, 19 für den Filmempfindlichkeitseinsteller 5. Das Unwirksamwerden der beiden Vorrichtungen beim Betätigen der Federzunge 18 ist hiebei so aufeinander abgestimmt, dass das Lösen der Kupplungsverbindung vor dem Lösen der Rastvorrichtung herbeigeführt wird. Hiedurch ist eine Mitnahme des Einstellers 4 durch den Kupplungsstift 29 bei einer Filmempfindlichkeitseinstellung mit Sicherheit ausgeschaltet.
Bei einer Kamera gemäss der Erfindung ist es im Hinblick auf eine möglichst vielseitige Anwendbarkeit von Vorteil, wenn eine Belichtungseinstellung nicht nur mittels der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung in Abhängigkeit von der herrschenden Beleuchtungsstärke, sondern auch von Hand durchführbar ist.
In Weiterbildung der Erfindung ist dies in unverwickelter, einen klaren und übersichtlichen Aufbau sowie eine sichere Wirkungsweise der Vorrichtung gewährleistender Weise dadurch erreicht, dass zum Zwecke der wahlweisen Durchführung der Belichtungseinstellung entweder von Hand oder selbsttätig in Abhängigkeit von der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung die fest miteinander verbundenen Einsteller 1 und 2 für Blende bzw. Belichtungszeit mittels lösbarer Kupplungen wechselweise entweder mit einem von Hand betätigbaren Einsteller 31 oder mit dem von der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung steuerbaren Einsteller 4 verbindbar sind.
Zur Durchführung der Filmempfindlichkeitseinstellung bei einer solchen Anordnung ist gemäss der Erfindung in der Kupplungsverbindung zwischen den Einstellern 1 und 2 einerseits und dem Einsteller 31 bzw. dem Einsteller 4 anderseits ein Übertragungsteil 32 eingeschaltet, mit welchem die Einsteller für Belichtungszeit und Blende in verschiedenen Relativlagen kuppelbar sind und welcher mittels lösbarer Kupplungen wechselweise entweder mit dem Einsteller 31 oder mit dem Einsteller 4 verbindbar ist.
Zur Kupplung der Belichtungszeit- und Blendeneinsteller 1 und 2 mit dem Übertragungsteil 32 findet im Ausführungsbeispiel der bereits genannte, in Abhängigkeit vom Lösen der Rastvorrichtung 18,19 verschiebbare Kupplungsstift 29 Verwendung. Zu diesem Zweck trägt dieser Stift einen Raststift 33, welcher unter Wirkung der Feder 30 mit am Übertragungsteil ausgebildeten, der Teilung der Filmempfindlichkeitsskala 20 zugeordneten Rastausnehmungen 32a in Eingriff steht.
Die wechselweise Kupplung des Übertragungsteils mit dem von Hand betätigbaren Einsteller 31 bzw. mit dem von der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung steuerbaren Einsteller 4 ist dagegen mittels einer am Übertragungsteil verschiebbar gelagerten Schiene 34 herbeigeführt, welche bei in Ausgangslage befindlichen Einstellern 4 und 31 mittels weiter unten näher beschriebener Betätigungsmittel wechselweise mit einer an den beiden Einstellern ausgebildeten Ausnehmung 4e bzw. 31a in Eingriff führbar ist.
Zur völligen und sicheren Ausschaltung von Fehlern in der Bedienungsweise der vorstehend beschriebenen Kamera ist zusätzlich zu den bereits genannten Sperrvorrichtungen 18, 19 und 5a, 21 eine weitere
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Sperrvorrichtung angeordnet, welche ein Verstellen des Filmempfindlichkeitseinstellers 5 nur zulässt, wenn sich der von Hand betätigbare Einsteller 31 in einer bestimmten Ausgangslage befindet. Diese Ausgangslage, in welcher der Einsteller 31 mittels eines an ihm ausgebildeten Anschlags 31b an einem ortsfesten Gegenanschlag 35 der Kamera anliegt, ist in Fig. 1 dargestellt. Sie entspricht der Ausgangslage des von der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung gesteuerten Einstellers 4, bei welcher sich die den Einsteller beeinflussende Antriebsvorrichtung 4b, 14 in ihrem gespannten Zustand befindet.
Die genannte Sperrvorrichtung ist in gleicher Weise wie die Sperrvorrichtungen 18,19 und 5a, 21 als Rastvorrichtung ausgebildet. Sie umfasst einen Stift 36, welcher in ortsfesten Führungen 37 und 38 an der Kamera verschiebbar ist und welcher unter Wirkung einer Feder 39 mit den bereits genannten, am Filmempfindlichkeitseinsteller 5 ausgebildeten Rastausnehmungen 5a für den Stift 21 in Eingriff steht.
Das Aussereingriff-Führen des Stifts 36 mit den Rastausnehmungen 5a erfolgt selbsttätig mittels des von Hand betätigbaren Einstellers 31 in Abhängigkeit vom Erreichen seiner in Fig. l dargestellten Ausgangslage. Zu diesem Zweck besitzt der Einsteller 31 eine Steuerkurve 31c, mittels welcher bei in Ausgangslage befindlichem Einsteller der Stift 36 über einen um eine Achse 40 an der Kamera schwenkbar gelagerten zweiarmigen Hebel 41 betätigt wird.
In Fig. 4 ist in Verbindung mit Fig. 1 gezeigt, wie sich in Weiterbildung der Erfindung eine hinsichtlich ihrer Bedienung besonders leicht verständliche und zu gesicherten Aufnahmeerfolgen führende Kamera schaffen lässt. Dies ist durch die Anordnung einer mit der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung zusammenarbeitenden Vorrichtung erreicht, die vorzugsweise im Sucher der Kamera anzeigt, ob bei der jeweils herrschenden Beleuchtungsstärke und der Empfindlichkeit des verwendeten Films eine im Arbeitsbereich der Kamera liegende Belichtungseinstellung erzielbar ist. Die Relativlage der anzeigenden Teile dieser Vorrichtung in bezug auf die Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung bzw. das Wirksamwerden eines Warnzeichens ist in Abhängigkeit von der Verstellbewegung des Filmempfindlichkeitseinstellers 5 änderbar.
Im Ausführungsbeispiel ist als Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung ein Galvanometer 42 an sich bekannter Art angeordnet, das im Stromkreis eines Photoelements 43 liegt. Weiterhin befindet sich in diesem Kreis ein Abgleichwiderstand 44. Der Zeiger 42a des Galvanometers spielt in einem Sichtfenster 45, das vorzugsweise im Sucherfeld liegt oder in den Sucher in an sich bekannter Weise eingespiegelt ist.
Als Anzeigevorrichtung arbeiten nunmehr mit dem Zeiger 42a zwei gleichfalls im Sichtfenster 45 sichtbare, bewegbare Grenzmarken 46 und 47 zusammen, die mittels zwischen ihnen und dem Filmempfindlichkeitseinsteller 5 angeordneten Steuer- und Übertragungsmitteln in ihrer Verstellbewegung an die Charakteristik des Galvanometers 42 derart angepasst sind, dass sie bei jeder Einstellage den möglichen Arbeitsbereich der Kamera durch den von ihnen begrenzten Bereich kennzeichnen. Dieser Bereich ist in Fig. 4 mit "B" bezeichnet.
Die beiden Grenzmarken 46 und 47 sind als Zeiger ausgebildet, welche drehbar und koaxial zu dem Zeiger 42a des Galvanometers angeordnet sind. Zu ihrer Verstellbewegung in Abhängigkeit von der Verstellung des Filmempfindlichkeitseinstellers 5 ist jeder der beiden Zeigermarken 46 und 47 eine Steuervorrichtung zugeordnet. Diese umfasst je eine Steuerkurve und einen mit dieser zusammenarbeitenden Teil der Zeigermarke. Im Ausführungsbeispiel sind die Steuerkurven mit 48 und 148 bezeichnet und fest mit einem Zahnrad 49 verbunden. Zur Zusammenarbeit mit den Steuerkurven besitzen die Zeiger 46 und 47 Stifte 50 bzw. 150, während Federn 51 und 151, welche einerseits ortsfest und anderseits an den Zeigern befestigt sind, die Stifte 50 und 150 in Anlage an den Steuerkurven 48 und 148 halten.
Die Betätigung der Steuerkurven erfolgt über eine am Filmempfindlichkeitseinsteller 5 angeordnete bzw. ausgebildete Steuerkurve 5b. Diese wird von einem in einer Führung 52 verschiebbaren Stift 53 abgetastet, der mit einem um eine Achse 54 schwenkbaren Winkelhebel 55 in Verbindung steht. Die Bewegung des Hebels wird über einen weiteren, in einer Führung 56 verschiebbaren Stift 57 auf ein Zahnrad 58 übertragen, das mit dem Zahnrad 49 kämmt. Eine um die Achse 59 des Zahnrads 58 angeordnete Feder 60 sichert die kraftschlüssige Verbindung zwischen der Steuerkurve 5b und dem Zahnrad 49.
Um eine Kontrolle der oben genannten Art auch dann sicher zu gewährleisten, wenn der Arbeitsbereich der Kamera an sich noch eine Aufnahme zulassen würde, jedoch auf Grund des erreichten Endes des Arbeitsbereichs der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung eine definierte Belichtungseinstellung nicht mehr möglich ist, ist die untere Grenze 45a des Sichtfensters 45 des Galvanometers so gelegt, dass diese den Zeiger 42a bei Erreichen der unteren Arbeitsbereichsgrenze des Galvanometers abdeckt.
Eine besondere Aufwanderspamis hinsichtlich der Einrichtungen zur Messung der Beleuchtungsstärke lässt sich erzielen, wenn sowohl zur Steuerung des Einstellers 4 als auch zur Zusammenarbeit mit der Anzeige- und Warnvorrichtung ein und dasselbe, von einem photoelektrischen Lichtempfänger beeinflusste
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Galvanometer Verwendung findet. Diese Lösung ist dadurch erreichbar, dass die Drehspule des Galvanometers zusätzlich zu den für die Einstellung des Anschlaghebels 11 dienenden Steuerkurven einen Zeiger trägt, der in einem Sichtfenster sichtbar gemacht ist bzw, dessen Stellung durch an sich bekannte optische Mittel an eine gewünschte Stelle, beispielsweise in den Kamerasucher, projiziert wird.
Bei Anwendung der vorstehend beschriebenen Anzeigevorrichtung könnte eine besondere Erhöhung der Bedienungseinfachheit und -verständlichkeit der Kamera noch dadurch erreicht werden, dass zusätzlich zur Anzeigevorrichtung eine elektrische Signallampenanordnung Verwendung findet. Hiebei wäre jeder der Marken 46 und 47 eine Signallampe zugeordnet, und ein Aufleuchten derselben würde erfolgen, wenn zwischen dem Zeiger 42a und der betreffenden Marke eine Koinzidenz herbeigeführt wird. Der Stromkreisschluss könnte dadurch erreicht werden, dass die Zeigermarken 46 und 47 vorzugsweise federnd angebrachte Kontaktfahnen besitzen, an welchen der Zeiger 42a bei Erreichen der Koinzidenz mit der
EMI7.1
marken 46 und 47 verzichtet wird.
Im Ausführungsbeispiel ist die vorkommende maximale Beleuchtungsstärke so angenommen, dass sie mit den höchsten Arbeitswerten der Kamera, also im Beispiel mit der Paarung 1/250 sec, Blende 22 bei einer Filmempfindlichkeitseinstellung von 220 DIN, gerade noch erfassbar ist. Unter der Voraus- setzung, dass auch bei höchster Beleuchtungsstärke noch eine Aufnahme durchführbar sein soll, endet somit der dem Arbeitsbereich der Kamera zugeordnete Filmempfindlichkeitsbereich bei 220 DIN.
Um nunmehr mit der Kamera auch höher empfindliche Filme verwenden zu können, besitzen die beiden Einsteller 1 und 2 für Belichtungszeit und Blende einen Überweg, innerhalb dessen die der oberen
Grenze des Arbeitsbereichs zugehörenden Werte von Blende und Belichtungszeit eingestellt bleiben. Die
Grösse dieses Überwegs ist hiebei durch die gewünschte Anzahl der den Filmempfindlichkeitsgrenzwert übersteigenden Filmempfindlichkeitswerte gegeben.
Im Ausführungsbeispiel erstreckt sich dieFilmempfindlichkeitsskala bis 31 DIN. Demgemäss besteht zwischen 22 DIN und 310 DIN ein Unterschied von 90 DIN, der drei Belichtungswerten entspricht. Der Überweg der miteinander verbundenen Einsteller 1 und 2 beträgt daher ebenfalls drei Belichtungswerte ; dieser Weg ist in Fig. 1 mit "s" bezeichnet.
Die Konstanthaltung der Grösse der Blendenöffnung und der Belichtungszeit innerhalb des genannten Überwegs der Einsteller lässt sich in an sich bekannter Weise durch entsprechende Gestaltung der Blenden- und der Belichtungszeitensteuerkurven erreichen.
Zur wechselweisen Kupplung des Übertragungsteils 32 entweder mit dem von Hand betätigbaren Ein- steller 31 oder mit dem von der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung steuerbaren Einsteller 4 dient im
Ausführungsbeispiel ein als Hebel 61 ausgebildeter Umschalter. Dieser Umschalthebel ist an der Kamera an einer ortsfesten Achse 62 gelagert und in zwei Stellungen einstellbar, welche die Bezeichnungen "auto" und" man" tragen. Hiebei ist bei Einstellung"auto"der von der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung steuerbare Einsteller 4 und bei Einstellung "man" der von Hand betätigbare Einsteller 31 mit dem Über- tragungsteil 32 verbunden.
Zur Kupplung von Übertragungsteil und Einstellern dient die bereits genannte, am Übertragungsteil verschiebbar angeordnete Schiene 34, welche in der in Fig. l dargestellten und den
Ausgangslagen der Einsteller 4 und 31 zugeordneten Lage in Formschluss mit dem Umschalthebel 61 steht.
Durch die vorstehend beschriebene Anordnung ist eine in besonderer Weise mühelose, griffgünstige und übersichtliche Umschaltbedienung der Kamera von selbsttätiger Belichtungseinstellung auf Hand- einstellung und umgekehrt erzielt. Hiebei hat die Bedienungsperson bei der Vornahme eines Wechsels in der Einstellart lediglich darauf zu achten, dass sich zuvor beide Einsteller in ihren Ausgangslagen be- finden und dass ein Verstellen des von Hand betätigbaren Einstellers nur erfolgen darf, wenn sich der
Umschalter in seiner dieser Einstellart zugeordneten Stellung "man" befindet.
Um diese Erfordernisse völlig sicher und von der Bedienungsperson unabhängig zu gewährleisten, sind gemäss der Erfindung Sperren vorhanden, von denen die eine ein Verstellen des von Hand betätigbaren
Einstellers 31 nur zulässt, wenn sich der Umschalthebel 61 in Stellung "man" befindet, während umgekehrt die ändern Sperrvorrichtungen ein Verstellen des Umschalthebels von Stellung"man"nach Stellung"auto" bzw. umgekehrt nur zulassen, wenn sich der von Hand betätigbare Einsteller 31 und der von der Be- leuchtungsstärke-Messeinrichtung steuerbare Einsteller 4 beide in ihren in Fig. l dargestellten Ausgangs- lagen befinden.
Im Ausführungsbeispiel besitzen die Sperrvorrichtungen einen gemeinsamen, vom Umschalthebel 61 betätigbaren Teil, welcher als Sperrschiene 63 ausgebildet ist. Diese ist in Führungen 64 und 65 an der
Kamera verschiebbar und steht mit dem Umschalthebel 61 in Stift-Schlitzverbindung 61a, 66. Zur
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einsteller 5 oder können beide am einen dieser Einsteller angeordnet sein. Zur Einstellung des Einstellers 31 und damit der Blende in eine dem verwendeten Blitzlampentyp und der gewählten Aufnahmeentfernung entsprechende Stellung arbeitet hiebei die an ihm angeordnete Skala mit der am Filmempfindlichkeitseinsteller angeordneten Skala bzw. eine am einen der Einsteller angeordnete Marke mit einer der am andern Einsteller angeordneten Skalen für Entfernung und Kennmarken zusammen.
In Fig. 3 dient als Träger beider Skalen 72 und 73 der von Hand betätigbare Einsteller 31, wobei die
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stellbar. Als Einstellmarkierungen für die beiden Skalen 72 und 73 dienen eine am Filmempfindlichkeits- einsteller 5 angeordnete Zeigermarke 5c bzw. eine am Teil 74 befindliche Einstellmarke 76.
Die Kennmarkenskala 73 ist in an sich bekannter Weise als Folge der an sich bekannten Leitzahlen LZ [Leitzahl = Blendezahl x Entfernungszahl (in Meter) ] für eine Filmempfindlichkeit von 170 DIN aus- gebildet. Ausserdem sind den Leitzahlen noch die Handelsbezeichnungen der Blitzlampen zugeordnet.
In anderer Weise könnten als Kennmarken auch die Handelsbezeichnungen allein angeordnet sein oder die Kennmarken könnten aus Symbolen verschiedener Form oder Farbe bestehen, beispielsweise aus Darstellungen kleiner und grosser Blitzlampen oder aus einer Folge sonstiger verschiedenfarbiger Symbole, beispielsweise Punkten oder Feldern.
Die vorbeschriebene Anordnung gewährleistet, dass die Einstellung der Blende bei Blitzlichtaufnahmen in denkbar einfacher, leichter und sicherer Weise durchführbar ist. Dies ergibt sich daraus, dass das einzige Erfordernis zur richtigen Einstellung der Blende darin besteht, den Handeinsteller so weit zu verstellen, bis an der Entfernungshilfsskala 72 die gleiche Entfernung eingestellt ist wie an der Entfernungeinstellskala des Aufnahmeobjektivs.
Wie bereits erwähnt, besitzt der von der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung steuerbare Einsteller 4 eine Antriebsvorrichtung, von welcher in Fig. 1 ein Zahnrad 14 und eine am Einsteller ausgebildete Verzahnung 4b für dieses gezeigt sind. Das Spannen dieser Antriebsvorrichtung erfolgt vorzugsweise in Abhängigkeit vom Spannen des Verschlusses bzw. vom Filmtransport der Kamera, wobei der Einsteller in seiner dem gespannten Zustand der Antriebsvorrichtung zugeordneten, in Fig. l dargestellten Ausgangslage mittels einer Festhaltevorrichtung sicherbar ist.
Die Festhaltevorrichtung umfasst in Fig. l eine Sperrklinke 76, die mittels einer Nase 76a mit einer entsprechend geformten Ausnehmung 4g des Einstellers 4 zusammenarbeitet. Zwecks Freigabe des Einstellers ist die Klinke 76 gegen die Wirkung einer Feder 77 betätigbar, U. zw. in Abhängigkeit von der Auslösebetätigung der Kamera. Die Verbindung mit dem Kameraauslöser ist durch den Pfeil 78 angedeutet, wobei die Verwirklichung der Verbindung in Form irgendeiner an sich bekannten Übertragungsvorrichtung erfolgen kann.
Um zu gewährleisten, dass die selbsttätige Belichtungseinstellung erfolgt ist, bevor sich der Verschluss zu öffnen beginnt, sowie zur Vermeidung von nachteiligen Auswirkungen von eventuell bei Ablauf des Einstellers 4 entstehenden Erschütterungen auf das Aufnahmeergebnis kann in weiterer Ausbildung der Erfindung ein an sich bekanntes, in Abhängigkeit von bzw. zugleich mit der Auslösung der Kamera bzw. des Verschlusses auslösbares Verzögerungswerk angeordnet sein, mittels welchem der Beginn des Freigebens der Verschlussöffnung gegenüber der Auslösebetätigung der Kamera bzw. des Verschlusses um eine bestimmte Zeitdauer verzögerbar ist, wobei letztere so gewählt ist, dass innerhalb derselben der von der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung steuerbare Einsteller 4 seinen maximalen Bewegungsweg zurücklegt.
Verzögerungswerke solcher Art finden bei an sich bekannten Verschlüssen und Kameras beispielsweise als Synchronisierwerke für Blitzlichtzündung Verwendung. Es bedarf daher keiner weiteren Ausführungen über ihren Aufbau und ihre Wirkungsweise.
Die Arbeits- und Funktionsweise der im Ausführungsbeispiel beschriebenen, erfindungsgemässen Kamera ist kurz folgende :
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Diese wird in der Einstellage gemäss Fig. l des von der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung steuerbaren Einstellers 4 und des von Hand betätigbaren Einstellers 31 durchgeführt. Sie erfolgt dadurch, dass nach dem Lösen der Rastvorrichtung 18, 19 und dem gleichzeitigen Lösen der Kupplungsverbindung 29,33 zwischen den Belichtungszeit- und Blendeneinstellern 1, 2 und dem Übertragungsteil 32 der Filmempfindlichkeitseinsteller 5 so weit verstellt wird, bis die Einstellmarke 27a dem Empfindlichkeitswert des verwendeten Films an der Skala 20 gegenübersteht. Bei dieser Verstellung werden die Einsteller 1 und 2 für Belichtungszeit und Blende mit verstellt.
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2) Tätigkeiten des Bedienenden vor der Aufnahme
Diese Tätigkeiten beschränken sich darauf, mittels des Umschalthebels 61 die gewünschte Belich- tungseinstellart (selbsttätig oder nichtselbsttätig) einzustellen und ausserdem zu prüfen, ob der Zeiger 42a des Galvanometers 42 sich innerhalb des durch die Marken 46 und 47 begrenzten Bereichs befindet. Ist letzteres nicht der Fall, so zeigt dies an, dass die Beleuchtungsstärke entweder zu hoch oder zu niedrig ist, um bei der eingestellten Filmempfindlichkeit eine Aufnahme mit selbsttätiger Belichtungseinstellung zu tätigen.
3) Durchführen einer Aufnahme mit selbsttätiger Belichtungseinstellung
Dies geschieht durch Betätigen des Kameraauslösers. In Abhängigkeit von der Betätigung desselben wird die Sperrklinke 76 gelöst, wodurch der Einsteller4 zum Ablauf freigegeben wird. Je nach herrschender
Beleuchtungsstärke wird der Einsteller sodann nach einem kleineren oder grösseren Bewegungsweg durch
Auftreffen einer der Stufen der Stufenkurve 4a auf den Anschlaghehel 11 gestoppt. Hiedurch sind die
Einsteller 1 und 2 für Blende und Belichtungszeit selbsttätig in eine der herrschenden Beleuchtungsstärke sowie der voreingestellten Filmempfindlichkeit entsprechende Einstellage gelangt.
Gleichzeitig mit dem
Betätigen des Kameraauslösers wurde das weiter oben erwähnte Verzögerungswerk eingeschaltet, wodurch die Öffnungsbewegung des Kameraverschlusses in bezug auf die Auslösbetätigung mindestens so lange ver- zögert wird, bis die Bewegung des Einstellers 4 beendet ist.
4) Durchführen einer Aufnahme mit Handbelichtungseinstellung
Hiezu wird der Umschalthebel 61 bei in Ausgangslage befindlichen Einstellem 4 und 31 von Stellung "auto" nach Stellung "man" gebracht und damit der von Hand betätigbare Einsteller 31 mit dem Über- tragungsteil 32 gekuppelt. Handelt es sich bei der Aufnahme um eine Tageslichtaufnahme, so wird nunmehr der Einsteller 31 und mit ihm die Einsteller 1 und 2 für Belichtungszeit und Blende so weit verstellt, bis sein Zeiger 31e dem der herrschenden Beleuchtungsstärke zugeordneten Symbol an der Skala 70 gegenübersteht.
Bei Blitzlichtaufnahmen dienen zur Einstellung des Einstellers 31 dagegen die Skala 71 (Fig. l und 2) bzw. die Entfernungshilfs- und Blitzlampenkelmmarkenskalen 72 und 73 (Fig. 3). Hiebei ist im Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 1 und 2 der an der Skala 71 mittels des Einstellers 31 einzustellende Blendenwert zuerst in an sich bekannter Weise aus den zur Verfügung stehenden Werten für Aufnahmeentfernung und der Blitzlampenleitzahl zu errechnen, während bei der Anordnung gemäss Fig. 3 eine solche Vorberechnung entfällt ;
vielmehr ist es dort zur Einstellung der Blende bei Blitzlichtaufnahmen lediglich erforderlich, mittels der Marke 76 die Leitzahl der verwendeten Blitzlampe an der Leitzahlenskala 73 einzustellen und sodann mittels des von Hand betätigbaren Einstellers 31 eine Koinzidenz zwischen der der gewählten Aufnahmeentfernung entsprechenden Meterzahl an der Skala 71 und der Einstellmarke 5c herbeizuführen.
PATENT ANSPRÜCHE :
1. Photographische Kamera mit auf mehrere Stellungen einstellbaren Einstellern für Blende und Belichtungszeit, welche in einer fest vorgegebenen, einen abgeschlossenen Einstellbereich mit gleichmässiger Belichtungswertstufung definierenden Zuordnung von Zeit- und Blendenwerten miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zwecke der selbsttätigen Durchführung der Belichtungeinstellung in Abhängigkeit von einer Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung die beiden fest miteinander verbundenen Einsteller (1, 2) mit einem von der Beleuchtungsstärke-Messeinrichtung steuerbaren, mittels einer Antriebsvorrichtung (4b, 14) bewegbaren Einsteller (4) lösbar verbunden sind, und dass zur Einstellung weiterer, von der Beleuchtungsstärke verschiedener Belichtungsfaktoren, insbesondere der Filmempfindlichkeit,
ein in bezug auf die selbsttätige Bewegung der Zeit- und Blendeneinsteller ortsfest bleibender und nur zwecks Durchführung des Einstellvorgangs mit den Einstellern für Blende und Belichtungszeit verbindbarer Einsteller (5) ("Filmempfindlichkeitseinsteller") angeordnet ist.